Externe SSD-Festplatte Test 2018

Die besten externen SSD-Festplatten im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • SSD-Laufwerke sind noch nicht lange auf dem Markt, haben sich aber bereits als besonders schnell, robust und kompakt in ihren Abmessungen erwiesen. Ein großer Vorteil besteht auch darin, dass sie ohne Netzteil auskommen. SSD steht dabei stellvertretend für Solid State Drive.
  • Anfänglich hat der vergleichsweise hohe Preis die Verbraucher abgeschreckt. Mittlerweile unterscheidet sich dieser jedoch kaum noch von den althergebrachten, magnetischen Festplatten.
  • Sie können externe-SSD-Festplatten bereits für etwa 100 Euro erwerben. Die Speicherkapazität variiert und bewegt sich zwischen 100 und 250 Gigabyte (GB). Sie werden im Vergleich von externen SSD-Festplatten auf Modelle mit 120, 240, 480, 512 oder 1.000 GB stoßen. Damit können die Geräte jedem Anspruch entsprechen.

externe ssd-festplatte test
Die mobile Anwendung von Daten ist kaum einfacher und problemloser möglich, als mit externen Festplatten. Denn niemand möchte sich den kompletten PC unter den Arm klemmen, wenn es darum geht, die MP3-Sammlung einem Freund zu zeigen oder Dateien vom Büro ins eigene Wohnzimmer zu transferieren.

Natürlich bringt nicht allein die externe-SSD-Festplatte hier Erleichterung. Externe Festplatten hat es auch bereits vor der Einführung der SSD gegeben. Dennoch hat sich seit der Einführung der SSD-Festplatten einiges verändert. Betrachten wir die Wartezeit, dann arbeitet eine externe-SSD-Festplatte etwa viermal so schnell wie die herkömmlichen Hard Disc Drive (HDD). Ebenso spielen keinerlei mechanische Bauteile mehr eine Rolle. Was ebenfalls massiv verbessert wurde, ist die Robustheit der Geräte. Einen Sturz vom Schreibtisch verkraftet eine HDD meist leider nicht. Bei einer SSD stehen die Chancen dagegen sehr gut, denn die Stoßresistenz ist entsprechend verbessert worden. Es macht also durchaus Sinn, über den Kauf einer externen SSD-Festplatte nachzudenken. In unserem Vergleich von externen SSD-Festplatten können Sie mehr über diese Typen von Festplatten erfahren.

1. SSD-Festplatte – eine Begriffserklärung

Eine SSD-Festplatte unterscheidet sich von der herkömmlichen Festplatte durch ihren Aufbau. Folgende Tabelle stellt Ihnen die einzelnen Bauteile und ihre Funktionen in den Geräten vor.

Bauteil Erklärung
Speicherchips Die Daten werden auf einem Speicherchip gesichert. Je kleiner die Bauteile sind, desto energiesparender arbeitet die SSD-Festplatte. Mit der Größe des Speicherchips verringert sich allerdings auch die Anzahl der möglichen Schreibvorgänge. Dies lässt sich durch Overprovisioning kompensieren.
Controller Ein Controller fungiert sozusagen als Verwalter einer SSD. Er steuert die Kommunikation zwischen den Speicherchips und dem USB-Anschluss des Drives. Die Geschwindigkeit der Festplatte ist in entscheidendem Maße vom verwendeten Controller abhängig. Dieser kann zum Beispiel von Sandisc, Sandforce oder von Phison stammen.
Gehäuse Jede SSD ist in einem zusätzlichen Gehäuse verstaut. Damit werden die externen SSD-Festplatten besonders stoßsicher und robust.

Sie haben nun von SSD- und von herkömmlichen HDD-Festplatten gehört. Nachfolgend die Vorteile einer externen SSD-Festplatte gegenüber einer HDD-Festplatte nochmals kurz aufgeführt:

  • schnellere Übertragungsraten
  • schnellere Zugriffszeiten
  • geringerer Stromverbrauch
  • unempfindlicher gegen Stöße
  • geringerer Speicherplatz
  • leichter zu verlieren aufgrund von geringerer Größe

2. Die verschiedenen Typen von externen Festplatten

Eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Typen von externen SSD-Festplatten lässt sich anhand der Größe vornehmen. Es gibt mittlerweile Festplatten, die sich in der Größe kaum noch von einem USB-Stick unterscheiden. Im Aufbau gibt es keine Unterschiede. Die Geräte bestehen aus dem Datenträger, der Kabelverbindung und dem zusätzlichen Gehäuse. Eine Unterscheidung kann auch hinsichtlich der Zusatzfunktionen getroffen werden. Gängig sind hier zum Beispiel WLAN, Thunderbolt, Cardreader oder Touch-Backup.

2.1. SSD-Festplatten in 1,8 Zoll

2,5 zoll ssd
2,5-Zoll-Festplatte mit externem Gehäuse der Marke Samsung.

Diese Arten von SSDs ähneln optisch einem USB-Stick. Nachteilig wirkt sich aus, dass oft keine interne Übersetzung ins ESB-Protokoll vorgenommen wird. Sollte ein Defekt der USB-Komponente vorliegen, dann können die Daten durch den Einbau der SSD mittels SATA nicht mehr gerettet werden. Bei größeren Laufwerken ist dies jedoch möglich.

2.2. SSD-Festplatten in 2,5 Zoll

Unter die Kategorie beste externe SSD-Festplatten könnten durchaus die Modelle der Samsung EVO-850-Reihe fallen. Die 2,5 Zoll SSD-Festplatten sind mit einem zusätzlichen Gehäuse ausgerüstet. Dieses nimmt auch die Konvertierung von SATA zu USB vor. Hieraus ergeben sich bei dieser Größe deutliche Vorteile bezüglich einer möglichen Datenrettung.

3. Kleine Kaufberatung für SSD-Festplatten – worauf Sie achten sollten

3.1. Die Größe

speichermenge festplatte
Je größer die Speichermenge, desto höher der Preis. Dennoch: Sparen Sie nicht am falschen Ende.

Es ist sicher schwierig einzuschätzen, welche Datenmenge Sie für den mobilen Einsatz angedacht haben. Hierbei können Sie sich schnell verkalkulieren. Daher ist es ratsam, etwas höher zu pokern und sich nicht vorschnell für ein preiswertes Modell zu entscheiden, welches aber letztlich die erforderliche Datenmenge nicht speichern kann. Kaufen Sie eine günstige externe SSD-Festplatte, dann werden Sie wahrscheinlich mit einer Speichermenge von 60 GB auskommen müssen. Bei den verschiedenen Modellen besteht durchaus Luft nach oben und die Produktpalette der einzelnen Hersteller reicht bis zu Datenmengen von 2 TB.

3.2. Das Dateisystem

Jede Festplatte ist nicht nur ein pures Speichermedium, sie benötigt eine gewisse Struktur, damit die Daten auch organisiert werden können. Es existieren unterschiedliche Dateisysteme für Windows und Mac. Es ist jedoch möglich, jede SSD-Festplatte in ein anderes Dateisystem zu formatieren. Vorausgesetzt werden entsprechende Programme. Dieser Vorgang hat jedoch die Löschung aller sich auf dem Datenträger befindlichen Daten zur Folge. Möchten Sie Ihre SSD-Festplatte neu formatieren, dann sollten Sie dies unmittelbar nach dem Kauf tun, wenn diese noch keine Daten enthält.

Nachfolgend ein Überblick über gängige Dateisysteme:
Dateisystem Erläuterungen
FAT32/exFAT Dieses Dateisystem kommt häufig in USB-Sticks, MP3-Playern oder Festplattenrecordern vor. Die Nutzung der SSDs kann hier von Windows- und Mac-Systemen aus erfolgen. Es können jedoch nur Dateien mit weniger als 4 GB Umfang verschoben werden. Filme und größere Dateien können mit diesem Dateisystem nicht gesichert werden.
NTFS Auf diesem Dateisystem basiert jeder Windows-optimierte Rechner. NTFS lässt sich auch von Mac-Systemen lesen und die Daten können somit heruntergeladen werden. Daten können vom Mac-System jedoch nicht auf den Datenträger geschrieben werden.
HFS+/HFSX Bei HFS handelt es sich um das Dateisystem von Apple. Um HFS auf einen Windows Rechner zu lesen, wird eine extra Software benötigt. Das Beschreiben ist jedoch nicht möglich.

3.3. Der Anschluss

Ein Vorteil der externen SSD-Festplatten ist die Vielfalt an Anschlussmöglichkeiten. Sie können den Anschluss mit Hilfe von USB, Thunderbolt oder Firewire vornehmen. USB kommt hierbei eine Führungsrolle zu, denn beinahe jeder Computer verfügt bekanntlich auch über einen USB-Anschluss. Ob es sich hierbei im USB 2.0, USB 3.0 oder USB 3.1. handelt, ist hierbei zweitrangig. Es kann jedoch empfohlen werden, sich für USB 3.0 oder USB 3.1 zu entscheiden. So können Sie von der höchsten Übertragungsgeschwindigkeit profitieren und es besteht nicht die Gefahr, dass die Festplatte vielleicht mit verschiedenen Endgeräten nicht kompatibel erscheint. In den meisten Tests von externen SSD-Festplatten verfügen meist alle untersuchten Geräte über einen USB-3.0-Anschluss. Hier können Sie sich im Detail über die verschiedenen Anschlussoptionen informieren.

SSDs werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Dabei sind folgende Marken vorherrschend:

  • Samsung
  • Philips
  • Hyundai
  • Buffalo
  • Origin Storage
  • Elgato
  • Freecom
  • LaCie
  • Sonnet
  • Angelbird
  • WE
  • Sony
  • Akitio
  • Bestmedia
  • Hamlet
  • Kingston
  • Silicon power
  • Toshiba

4. Worauf Sie bei der Nutzung der SSD-Festplatte achten sollten

usb anschluss
Mittels USB-Anschluss verbinden Sie Ihre externe SSD-Festplatte mit dem Laptop.

Beim Umgang sollten Sie sensibel vorgehen, denn wird die SSD-Festplatte zum Beispiel am Stecker gewaltsam aus dem Rechner gerissen, kann dies bereits deren Todesurteil bedeuten. Für Sie als Nutzer bedeutet dies dann entweder eine komplett defekte SSD, unvollständige oder defekte Dateien oder Lesefehler bei bereits gespeicherten Dateien.

Soviel Zeit sollte also sein – gehen Sie auf dem Rechner über den Befehl: ″Hardware sicher entfernen″ (bei Windows-Rechnern) oder ″Auswerfen″ (bei Apple-Produkten).

Wer etwas Geschick mitbringt, der kann versuchen, selbst eine SSD in ein Leergehäuse einzubauen. Wenn Sie sich keine externe SSD-Festplatte kaufen möchten, sondern diese in Eigenbau herstellen wollen, dann sollte im Leergehäuse ein SATA-Anschluss vorhanden sein. Im Gegenzug wird ein weiterer SATA-Anschluss auch an der Festplatte gebraucht. Die SSD sollte natürlich ins Gehäuse passen. Meist ist hier eine Höhe zwischen sieben und zwölf Millimetern eine gängige Größe. Wichtig ist auch der USB-Anschluss am Leergehäuse. Hier empfiehlt sich, wie bereits erwähnt, USB 3.0. Werfen wir einen Blick auf die internen SSDs, dann treten Marken wie Plextor, Verbatim oder OWC in Erscheinung.

5. SSD-Festplatten und Stiftung Warentest

Ein externen-SSD-Festplatten-Test steht bei der Stiftung Warentest bislang noch aus. Dennoch macht die Stiftung Warentest einige Aussagen über die externen SSD-Festplatten und äußert sich positiv über die schnellen Zugriffszeiten und die Unempfindlichkeit der Festplatten.

Kaufberatungen sind immer hilfreich. Um Ihren persönlichen externen SSD-Festplatten-Vergleichssieger zu finden, kann Ihnen auch dieses Video eine Hilfe sein:

6. Die externe SSD-Festplatte – Fragen und Antworten

6.1. Wie lange ist die Lebensdauer von SSD-Festplatten?

Über den möglichst sensiblen Umgang mit den Geräten haben wir bereits berichtet. Bei entsprechendem Gebrauch zeigen diverse Tests von externen SSD-Festplatten, dass die Lebensdauer bei etwa 1.000 TB liegt. Um diese Datenmenge zu erreichen, dürften bei normaler Nutzung im Privatgebrauch einige Jahre ins Land gehen. Bei einigen Herstellern ist Software erhältlich, welche das Auslesen der SSD-Abnutzung ermöglicht. Diese Software können Sie sich kostenfrei sichern. Häufig ist mit deren Herausgabe jedoch die Angabe der Email-Adresse verbunden.
externe festplatte ssd

6.2. Warum sollte ich eine SSD-Festplatte nutzen?

Hierfür sprechen vor allem drei Gründe:

  • schnelle Reaktionszeit
  • schneller Kopiervorgang
  • Resistenz gegen Schläge und Stöße

6.3. Was bedeutet SSD-Festplatte noch mal?

SSD steht für ″Solid-State-Drive″ oder ″Solid-State-Disc″. HDD-Festplatten sind im Vergleich dazu die einfachen magnetischen Festplatten, auch ″Hard Disc Drive″ genannt. Diese Festplatten sind auf Grund der bewegten Bauteile weit anfälliger als die SSD.

6.4. Wie lässt sich die SSD-Festplatte partitionieren?

Hierbei gibt es keinen Unterschied zur herkömmlichen HDD-Festplatte. In der Regel sind bei Windows oder MacOS bereits entsprechende Tools vorinstalliert. Anhand dieser Anwendungen können Sie sich durch den Vorgang leiten lassen.

6.5. Wie gehe ich vor, wenn die externe Festplatte nicht erkannt wird?

Zunächst sollten Sie alle Anschlüsse überprüfen. Überprüfen Sie auch die Kabel der Festplatte mit einer anderen SATA-Festplatte. Sollte hier keine Störung vorliegen, dann liegt ein Defekt der Hardware nahe. Windows-Nutzer können weiterhin versuchen, über die ″Datenträgerverwaltung″ einen erkannten, aber nicht angezeigten Speicher zu reaktivieren.

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