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In Foren werden oft Registry-Tipps mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gegeben. Sie helfen weiter, wo sonst unter Windows-Einstellungen nichts mehr geht. Hier geht es nicht um Registry-Tipps, denn die gibt es im Internet wie Sand am Meer. Vielmehr geht es hier um Erklärungen, was eigentlich die Registry ist, wie sie bearbeitet werden kann, was zu beachten ist und wie Werte oder Schlüssel gelöscht werden. Die Registrierdatenbank, auch Registrierung oder Registry benannt, bedeutet:
Informationen zu Hardware-, Software- sowie System-Dateien.

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Was ist die Registry?

In früheren Windows-Zeiten waren es diverse ini-Dateien (Initialisierungsdateien) wie Config.sys, Autoexec.bat, System.ini, Win.ini, Protocol.ini und noch einige mehr – die Registry gibt es ab Windows 95. Eigentlich besteht die Registry aus den Dateien System.dat und User.dat. Diese Dateien liegen bei Windows 9x/ME schreibgeschützt und versteckt im Systemverzeichnis C:\Windows. Die System.dat ist für den Inhalt des Hauptschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE zuständig, die User.dat entspricht dem Inhalt des Hauptschlüssels HKEY_USERS. Darüber hinaus existiert – allerdings nur bei Windows ME – die Classes.dat. Die Registry unter Windows 2000/NT/XP ist deutlich umfangreicher. Die Dateien Default, Sam, Security, Software und System enthalten die Hauptschlüssel gleichen Namens und sind standardmäßig unter C:winnt(windows)system32config zu finden. Die Struktur besteht aus einer Datei und einer .log-Datei (z.B. Default und Default.log). Die Dateien ohne Dateinamenserweiterung enthalten die eigentlichen Struktur-Daten. Angelegte Benutzer sind in der Datei ntuser.dat im Ordner %userprofile% (Systemprofile) bzw.%Systemroot%ProfilesUsername gespeichert. In der Datei Usrclass.dat, die im Ordner „Dokumente und EinstellungenUsernameLokale EinstellungenAnwendungsdatenMicrosoftWindows“ abgelegt ist, finden sich alle benutzerspezifischen Software-Einstellungen. Eine weitere Datei namens Userdiff existiert nur unter Windows XP und W2k. So kann jeder angelegte Benutzer seinen Desktop und andere Einstellungen individuell einrichten. Auch kann der Administrator z.B. bei einer neu installierten Software dann entscheiden, ob diese Software für einen bestimmten Benutzer oder für alle Anwender verfügbar sein soll, soweit natürlich die Software diese Option unterstützt.

System.dat = Systemkonfiguration
User.dat = Benutzerprofil
Classes.dat= Dateitypen, Dateierweiterung und alle COM-Komponenten
Default = Standard-Benutzerprofil
Sam = (Security Account Manager) Benutzerkontendatenbank (System- und Zugriffs- Rechte)
Security = Sicherheitsrichtlinien (System- und Zugriffs- Rechte)
Software = Softwareinformation
Usrclass.dat = benutzerspezifischen Software-Einstellungen
ntuser.dat = Konfigurationsdatei des eingerichteten Benutzerprofils

Die Verbindungen der jeweiligen Dateien:

Aufbau und Zuordnung der Registry

Aufbau und Erklärungen:

Es gibt 6 HKEYS, auch RootKeys genannt, dies sind die 6 Hauptschlüssel im linken Fenster.
Keys sind die Schlüssel und SubKeys die Unterschlüssel sowie weitere Unterschlüssel. In der Registry sind 6 Hauptschlüssel unterhalb vom Arbeitsplatz-Symbol sichtbar, die wie Windows-Ordner aussehen, ähnlich der Verzeichnisstruktur im Explorer. Die sechs Hauptschlüssel beginnen immer mit der Bezeichnung HKEY. Das H steht für Hive, was soviel bedeutet wie Struktur. Der zweite Teil des Namens gibt Aufschluss über die gespeicherten Daten.
Im rechten Fenster unter Spalte „Name“ (name) stehen entry/entries (genaue Übersetzung wäre: Eintrag/Einträge), unter Spalte „Typ“ (type) stehen data types und unter Spalte „Wert“ (data) value/values. Values sind die Bezeichnungen der einzelnen Einträge, data bezeichnet die tatsächlichen Daten der Einträge. Allerdings hat sich allgemein eine unsaubere Sprache eingebürgert, so dass meist im deutschen Sprachgebrauch nur von Schlüsseln und Werten gesprochen wird. Wenn der Standardeintrag keinen Wert enthält, wird die Zeichenfolge (Wert nicht gesetzt) angezeigt.

HKEY_CLASSES_ROOT
HKEY_CURRENT_USER
HKEY_LOCAL_MACHINE
HKEY_USERS
HKEY_CURRENT_CONFIG
HKEY_DYN_DATA (nurWin9x/ME)
HKEY_PERFORMANCE_DATA (nur Win NT)

Aufbau Registry

Die Hauptschlüssel werden gern in Foren abgekürzt, also:

für HKEY_CLASSES_ROOT = HKCR
für HKEY_CURRENT_USER = HKCU
für HKEY_LOCAL_MACHINE = HKLM
für HKEY_USERS = HKU
für HKEY_CURRENT_CONFIG = HKCC
für HKEY_DYN_DATA (nur Win9x/ME) = HKDD
für HKEY_PERFORMANCE_DATA (nur Win NT) = HKPD

Die Bedeutung der jeweiligen Schlüssel:

HKEY_CLASSES_ROOT = (classes.dat) verweist auf den Unterschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SoftwareClasses und ist für Anwendungen und die Frage, welche Dateien ihnen zugeordnet sind, verantwortlich – regelt also zum Beispiel, was beim Doppelklick auf eine Datei passieren soll. Dieser Hauptschlüssel HKCR ist eigentlich nur aus Kompatibilitätsgründen vorhanden, aus guten alten Zeiten, deshalb sollten Änderungen nur unter HKLMSoftwareClasses vorgenommen werden.

HKEY_CURRENT_USER = (die gute alte win.ini) beinhaltet die Benutzereinstellungen für den aktuell angemeldeten Benutzer und wird von HKEY_USERS bestimmt. Diese Informationen werden auch ganz einfach als „Profil“ des Benutzers bezeichnet.

HKEY_LOCAL_MACHINE = (die gute alte system.ini) gilt für alle Benutzer, hier stehen alle rechnerspezifischen Hardware- und Software-Einstellungen (system.dat). Die betreffenden Informationen sind für alle im System angemeldeten Benutzer. Die System.dat hält also Informationen bereit, die man im Gerätemanager wiederfindet (gilt für Windows 9x und Windows ME). Ab NT heißt sie nicht mehr system.ini, sondern nur noch System.

HKEY_USERS = (user.dat) Hier sind die benutzerdefinierten Einstellungen (z.B. Desktop-Einstellungen, Netzwerkverbindungen) des aktuell angemeldeten Benutzers gespeichert. Ist kein Benutzer eingerichtet, ist nur ein Default (Standardprofil)-Schlüssel vorhanden. Sind mehrere Benutzer eingerichtet, sind auch mehrere User.dat-Dateien unter WindowsProfilesUsername gespeichert. Anders als in Windows 9.x/Me erscheint der Benutzer unter Windows 2000/XP nicht unter seinem Namen, sondern unter seiner Security-ID (SID-Nummer), die aus dem Buchstaben S und einer Zahlenkombination besteht. Dazu mehr im WinTotal-Tipparchiv unter „Security Identifier – SID-Identifizierung„. Im Unterschlüssel „.Default“ (mit Punkt) findet man die Standardeinstellungen für alle Benutzer, die kein persönliches Profil erstellt haben. Die user.dat gibt es unter Windows 9x und Windows ME im Windows-Verzeichnis. Ab Windows NT existiert keine user.dat mehr, sondern für jeden Benutzer in dessen Profil-Verzeichnis eine NTUSER.dat.

HKEY_CURRENT_CONFIG = verweist auf den Unterschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSe\tHardware Profiles\Current (Software/System) für Windows 2000/XP bzw. HKEY_LOCAL_MACHINE\Config für Win 9x/ME. Dieser Schlüssel beinhaltet die Einstellungen Peripheriegeräte betreffend – Drucker, Scanner, Festplatte, etc.
„config“ ist hier etwas irreführend, da nicht die Konfigurationen der Hardware abgelegt werden, sondern ihre gegenwärtigen Einstellungen.

HKEY_DYN_DATA = DYN = „dynamische“ Informationen für Plug & Play-Geräte, die im RAM (Random Access Memory = Arbeitsspeicher) abgelegt werden und deren Status sich immer wieder verändert. Dieser Hauptschlüssel ist für die Bearbeitung der Registrierung nicht von Interesse. Dieser Schlüssel existiert nur in Windows 9x/ME.

HKEY_PERFORMANCE_DATA = Leistungsdaten (Arbeitsspeicher). Dieser Schlüssel existiert nur unter Windows NT und ist für die Bearbeitung der Registry nicht von Interesse. Ist vergleichbar mit HKEY_DYN_DATA.

Die wichtigsten Bereiche sind also HKEY_LOCAL_MACHINE und HKEY_USERS.
Vor jedem Hauptschlüssel ist ein Pluszeichen, das dann die Unterschlüssel bzw. Teilschlüssel öffnet. Wird auf das Pluszeichen geklickt, werden die Unterschlüssel geöffnet, die etwas eingerückt dargestellt werden, das Pluszeichen wird dann durch ein Minuszeichen ersetzt.

Aufbau Registry

Wird nun auf den Unterschlüssel selbst geklickt, öffnet sich ein geteiltes rechtes Fenster. Hier befinden sich die jeweiligen Konfigurationsdaten, die ein Schlüssel enthält, mit „Name“, „Typ“ und „Wert“.

Aufbau Registry

Wird eine Veränderung in einem Schlüssel vorgenommen, betrifft das nicht nur den Schlüssel selbst, sondern auch weitere Schlüssel und Daten, da sie miteinander verbunden sind.

Abhängigkeiten

Wie komme ich in die Registry?

Die Datei regedit.exe liegt im Windows-Verzeichnis und hat ein würfelförmiges Icon, einfacher ist es aber, die regedit.exe über „Start – Ausführen“ zu starten. Für Windows NT und 2000 gilt hier regedt32.exe, da regedit.exe nur eine eingeschränkte Funktionalität besitzt.
Regedt32.exe ist auch unter Windows XP und Windows Server 2003 zu finden, doch führt sie dort lediglich die regedit.exe aus, die alle Funktionen zur Bearbeitung der Registrierung hat.

Regedit ausführen

Unter „Start – Ausführen“ wird einfach das Wörtchen regedit eingetippt und auf „OK“ geklickt oder die ENTER-Taste gedrückt. Da es sich um eine ausführbare Datei handelt, kann man nach regedit die Endung „exe“ mit dem Punkt weglassen. Es bleibt sich also gleich, ob man nun regedit oder regedit.exe eingibt. Die Registry ist nun geöffnet.

Wie komme ich zu einem Unterschlüssel?

Wichtige Faustregel: Immer erst ein Backup der Registry anlegen, bevor etwas verändert wird!

Änderungen sollten in der Registry sowieso erst gemacht werden, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt, zum Beispiel in den Systemprogrammen oder im Gerätemanager.

Als Beispiel nehme ich jetzt den Autostart „Run“.

Der Pfad wäre also: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run

Zuerst auf das Pluszeichen vor „HKEY_LOCAL_MACHINE“ klicken , dann auf das Pluszeichen vor „Software“, weiter geht es mit dem Pluszeichen bei „Microsoft“, nächster Klick auf das Pluszeichen bei „Windows“, weiter mit dem Unterschlüssel „CurrentVersion“ und nun den „Run“-Unterschlüssel direkt anklicken.

Zum Unterschlüssel

Hier stehen nun im rechten Fenster die Programm-Einträge, die Windows beim Systemstart lädt und unter „Wert“ der Pfad zum Programm.

Bevor nun etwas geändert oder gelöscht wird, kommt zuerst ein Registry-Backup. Der Unterschlüssel „Run“ ist farblich markiert durch den direkten Klick auf den Unterschlüssel. Im Menü auf „Datei – Exportieren“ klicken, im neu geöffneten Fenster erscheinen nun unten, im Exportbereich, zwei Optionen. Die Option „Alles“ wäre für die komplette Registry-Sicherung. Die Option „ausgewählte Teilstruktur“ ist nur für den gewählten Registry-Pfad zuständig, in diesem Fall für den Unterschlüssel „Run“. Unter „Dateiname“, in der Mitte, wird nun der Name für den gesicherten Unterschlüssel angegeben. Beispiel: Autostart oder Run. Die Option „Dateityp“ darf nicht verändert werden, hier ist die Endung .reg schon vorgegeben. Oben unter „Speichern in:“ kann der Ordner ausgesucht werden, in welchem die Sicherung gespeichert werden soll.

Unterschlüssel Run exportieren

Ist die Sicherung abgespeichert, können in diesem Registryzweig, also im Beispiel Unterschlüssel „Run“, Änderungen vorgenommen werden. Sollten Probleme auftauchen, so kann die gesicherte Reg.-Datei zurückimportiert werden, entweder in der Registry über das Menü „Datei – Importieren“ oder einfach per Doppelklick auf die zuvor gesicherte Reg.-Datei.

Nach dem Doppelklick auf der gesicherten Datei erscheint eine Sicherheitsabfrage, die nur noch mit „JA“ bestätigt werden muss.

Unterschlüssel Run importieren

Die geänderte Registry wird mit der gesicherten Datei dadurch wieder überschrieben und die Werte werden wieder hergestellt. Unter Windows 9x/ME gibt es die Möglichkeit, nach dem Booten in den MS-DOS-Modus die Registry wieder zu importieren.

Unter XP/W2k nützt es leider nicht viel, wenn die ganze Registry exportiert wird, weil sie leider nicht heil zurückgespielt werden kann. Dafür schafft das Tool ERUNT Abhilfe für NT/W2k/XP und aufwärts. Für den Fall, dass die Registry beschädigt ist, kann das Tool aus DOS heraus die Registry wieder herstellen. Auch das kostenlose Tool „Registry System Wizard“ (RSW) kann die Registry sichern.

Registry bearbeiten

Im Menü „Bearbeiten“ – „Neu“ erscheinen nun folgende Einträge:

Zeichenfolge (String) = REG_SZ, reiner, beliebiger Klartext (Zeichenkette)

Binär-Wert (Binary) = REG_BINARY, binär, dezimal und hexadezimal. Hexadezimale Zahlen zwischen 00 und FF, sie entsprechen den Dezimalzahlen 0 bis 255.

DWORD-Wert (DWORD) = REG_DWORD, Werte von 4 Byte (Doppelwort = Double-Word), Zahlenwert zwischen 0 und 255 (Dezimal) oder 00 und FF (Hexadezimal). Der Wert wird im Format „0x00000000 (0)“ dargestellt. Die erste Zahl ist die hexadezimale Darstellung des Wertes 0x00000000, während der Dezimalwert in Klammern steht (0).

Wert der erweiterbaren Zeichenfolge = REG_EXPAND_SZ (expandierbarer Text), eine erweiterbare Zeichenkette mit Variablen wie %SYSTEMROOT%, die durch die jeweils aktuellen Werte ersetzt werden, wenn ein Programm oder ein Dienst darauf zugreift (ab Windows XP).

Wert der mehrteiligen Zeichenfolge = REG_MULTI_SZ, eine mehrzeilige Zeichenkette (Mehrfachzeichenkette), zum Beispiel eine Liste, in der die Einträge durch Leerzeichen, Kommas oder andere Trennzeichen voneinander getrennt werden (ab Windows XP).

Unter Windows NT und Windows 2000 werden die beiden Dateitypen REG_EXPAND_SZ und REG_MULTI_SZ nur unter regedt32.exe verwendet, können die betreffenden Werte nur dort bearbeitet werden, was unter Windows XP ganz normal unter regedit.exe geht.

Wert eines Eintrags ändern

Doppelklick mit der Maus auf den Eintrag im rechten Fenster, in dem ausgewählten Registry-Zweig, oder Rechtsklick und im Kontextmenü „Ändern“ wählen.

Im Fenster unter Wert kann der Eintrag nun geändert werden. Zum Beispiel von „no“ auf „yes“, danach klickt man den Button OK.

Zeichenfolge bearbeiten

Eintrag umbenennen

Rechtsklick auf einen Eintrag und „Umbenennen“ wählen. Die Datei ist nun markiert und es kann ein neuer Name (für Testzwecke) vergeben werden.

Neuen Eintrag anlegen

Rechtsklick auf eine leere Stelle im rechten Fenster unter dem Registry-Zweig, in dem er erstellt werden soll. Es darf kein Eintrag markiert sein, sondern es muss eine freie Stelle gewählt werden. Im Menü „Neu“ den richtigen Typ wählen.
Meist ist es „DWORD“ oder „Zeichenfolge“, aber auch ein „Schlüssel“ kann neu angelegt werden.

Beispiel „Zeichenfolge„:

Zeichenfolge erstellen

Nach dem Klick auf „Zeichenfolge“ erscheint erst eine farbliche Markierung mit „neuer Wert #1„. Unter „neuer Wert #1“ wird der neue Name vergeben, also entweder gleich lostippen oder den markierten Text „neuer Wert #1“ mit der ENTF-Taste entfernen.

Zeichenfolge erstellen

Nach [ENTER] steht der gewünschte Eintrag drin.

Zeichenfolge erstellen

Der Name ist vergeben, nun fehlt noch der Wert. Auf den neu vergebenen Namen doppelklicken und unter „Wert“ wäre jetzt der Klartext einzugeben, danach Button „OK“.

Zeichenfolge erstellen

Beispiel „Schlüssel„:

Schlüssel erstellen

Der Vorgang ist wie im Beispiel „Zeichenfolge“. Der neue Unterschlüssel wird natürlich in dem Registry-Zweig erstellt, in dem man sich aktuell befindet. Dem neuen Unterschlüssel den richtigen Namen geben und nun müssten neue Einträge im rechten Fenster noch erstellt/bearbeitet werden, denn was nützt ein leerer Unterschlüssel, in dem keine Werte vorhanden sind!?

Entweder muss hier dann die Zeichenfolge, der Binärwert oder der DWORD-Wert sowie auch evtl. neue weitere Unterschlüssel angelegt/bearbeitet werden.

Beispiel „DWORD„:

DWORD erstellen

Hier ist es stets wichtig, ob „Hexadezimal“ oder „Dezimal“ angewählt werden muss.
Beispiel der Wert 2500 unter Hexadezimal:

DWORD erstellen Hexadezimal

DWORD erstellen Hexadezimal

Beispiel der Wert 2500 bei Dezimal:

DWORD erstellen Dezimal

DWORD erstellen Dezimal

Die Werte stehen auf einmal unterschiedlich in der Registry. Beim Ändern des Wertes muss erst rechts der Punkt bei Basis von Hexadezimal auf Dezimal (oder umgedreht) gesetzt und danach links der Wert eingetragen werden, damit die Änderung Wirkung zeigt. Kommt natürlich darauf an, was erreicht werden soll – soll der Wert für den Eintrag geändert werden oder nicht. Muss der Wert nicht geändert werden, wird automatisch von Hexadezimal auf Dezimal umgerechnet. Der Wert an sich ist aber der gleiche geblieben, nur die Darstellung ist jetzt anders. Es wird lediglich die Eintragsart geändert, der Wert selbst bleibt dabei erhalten.

Beispiel: Der Zielwert soll geändert werden von 2500 Hexadezimal in 2500 Dezimal, dann erscheint ein ganz anderer Wert in der Registry, weil 2500 Dezimal und 2500 Hexadezimal ganz verschieden sind.

In beiden Zahlensystemen (Dezimal, Hexadezimal) ist der Wert 1 natürlich identisch.

Einen Eintrag oder Schlüssel löschen

Eintrag löschen

Mit der rechten Maustaste klickt man auf den Eintrag oder Schlüssel und dann im Kontextmenü auf „Löschen“. Frage mit „JA“ beantworten.

Eintrag löschen

Viele Änderungen in der Registry werden erst wirksam, wenn ein Systemneustart durchgeführt wird.

Einen Unterschlüssel exportieren/importieren

Geht eigentlich genauso wie oben beschrieben beim Thema „Backup der Registry“: Den Unterschlüssel rechts anklicken und im Kontextmenü auf Exportieren gehen. Im neu geöffneten Fenster ist unter „Exportbereich“ der Unterschlüssel schon eingetragen. Der Dateityp darf nicht verändert werden, hier steht schon die richtige Endung (*.reg) drin. Unter Dateinamen nur noch einen aussagekräftigen Namen vergeben, damit sich die Datei von anderen exportierten Dateien unterscheiden lässt, und unter „Speichern in“ ein Verzeichnis aussuchen. Zum Importieren einer Reg.-Datei nur auf die exportierte Datei doppelklicken und die Frage mit „JA“ beantworten.

Neugierige, die sich mal die Reg.-Datei ansehen wollen, können das einfach mit dem Text-Editor Notepad oder Word tun. Die Reg.-Datei rechts anklicken und im Kontextmenü „öffnen mit“ den Editor oder Word auswählen und OK.

Eigene Reg-Datei erstellen

Im Editor oder Word ist erkennbar, wie eine Reg.-Datei aufgebaut ist. Je nach Betriebssystem steht hier ganz oben entweder Windows Registry Editor Version 5.00 oder REGEDIT4, danach ein Absatz und dann der Unterschlüssel in eckigen Klammern in einer durchgehenden Reihe. Darunter stehen die Einträge mit den Werten. Zum Schluss ist noch unten ein weiterer Absatz (Cursor) erkennbar.

Reg-Datei erstellen

Genau so kann auch eine eigene Reg.-Datei erstellt werden. Logischerweise sollte Word aber nicht zur Bearbeitung herangezogen werden, da es sich unerwünschterweise in die Textgestaltung „einmischt“. Besser ist es, mit dem Texteditor Notepad zu arbeiten.

Wichtig: Es darf kein Leerzeichen zwischen den Backslashs im Unterschlüssel sein. Der Text in den eckigen Klammern muss in einer Zeile stehen. Pfadangaben und Platzhalter (%1) müssen in Anführungszeichen (“ „) stehen. %1 ist ein Platzhalter für eine Pfadangabe, der als Parameter an das jeweilige Programm übergeben wird. Am Ende muss ein Absatz (Eingabetaste) folgen, damit der Abschluss erledigt wird.

REGEDIT4 gilt für Windows 95/98/ME/NT und auch für 2000/XP/2003 und aufwärts, da die nachfolgenden Betriebssysteme auch diese Überschrift erkennen. WICHTIG: REGEDIT muss in Versalien geschrieben werden, sonst gibt es eine Fehlermeldung.

Windows Registry Editor Version 5.00 gilt für Windows 2000/XP/2003 und aufwärts (nicht aber für Windows 95/98/ME/NT, da diese Betriebssysteme die Überschrift noch nicht kennen).

Im Text-Editor erst die Überschrift und dann den Unterschlüssel in Klammern darunter erstellen. Darunter kommt der Wertname und der Wert, danach 2x [ENTER]. Unter „Speichern unter“ den Dateinamen mit .reg (Punkt reg) anfügen ohne Leertaste (Vorsicht! NICHT .reg.txt), unter „Dateityp“ alle Dateien auswählen.

Beispiel:

Reg-Datei erstellen

Einen beliebigen Zielordner zum Speichern aussuchen.

Mit einem Doppelklick auf die Reg-Datei kann sie wieder zurück kopiert werden.

Einen Unterschlüssel oder Wert mit einer Reg-Datei löschen

Unterschlüssel:

Im Text-Editor den Unterschlüssel, der gelöscht werden soll, in eckige Klammern setzen. Nach der ersten Klammer folgt ein Minuszeichen. Die Datei mit der Überschrift und der Endung .reg abspeichern, mit einem Doppelklick wird die Datei in die Registry übertragen.

Beispiel:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Schlüssel]

Sollten noch weitere Unterschlüssel in diesem Unterschlüssel vorhanden sein, so werden diese mit gelöscht.

Beispiel:

Reg-Schlüssel löschen

Wert:

Hier wird nur der Wert im Unterschlüssel mit einem Minuszeichen versehen.

Beispiel:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Schlüssel]
“ Wert-Name“=

Es können mehrere Werte in einem Unterschlüssel gelöscht werden. Es wird nur der Wert gelöscht, der Unterschlüssel selbst bleibt bestehen.

Reg-Werte löschen

oder

Reg-Werte löschen

Die Datei mit der Endung .reg abspeichern und mit einem Doppelklick wird die Datei in die Registry übertragen.

Zugriffsberechtigungen anpassen

Die NT-Architektur erlaubt die Vergabe von Zugriffsrechten auf einzelne Schlüssel und deren Unterschlüssel. Damit lässt sich eine Änderung der Registry-Einstellungen durch unbefugte Benutzer verhindern. Berechtigungen lassen sich nur unter NTFS-Dateisystemen festlegen. Viele Zugriffsrechte lassen sich aber auch über die Systemrichtlinie erstellen.

Den Unterschlüssel markieren und im Kontextmenü auf Berechtigungen gehen.

Berechtigungen

Auf der Registerkarte „Sicherheit“ stehen alle Gruppen- und Benutzernamen, die zum Zugriff auf die Registry vorgesehen sind. Fehlt hier die Registerkarte „Sicherheit“, muss unter Ordneroptionen – Ansicht „Einfache Dateifreigabe verwenden“ deaktiviert werden. Um neue Benutzer oder Gruppen in die Berechtigungsliste aufzunehmen, wäre die Schaltfläche „Hinzufügen“ zuständig. Unter „Sicherheit“, „Berechtigungen für Administratoren“ können hier schon die Zugriffsrechte für die Registry verweigert bzw. zugelassen werden. Über die Schaltfläche „Erweitert“ lassen sich definierte Regeln erstellen.

Berechtigungen

Sollen nur bestimmte Unterschlüssel spezielle Berechtigungen haben, muss die Option Berechtigungen übergeordneter Objekte auf untergeordnete Objekte, sofern anwendbar, vererben deaktiviert werden. Dann wird nur für diesen ausgewählten Unterschlüssel ohne dessen weitere Teilschlüssel die Berechtigung festgelegt.

Berechtigungen

Sind alle Einstellungen erfolgt, ändern sich die Berechtigungseinträge in „Typ“ für den Benutzer.

Schlusswort und Softwaretipps

Da die Registry zu umfangreich ist, um alle Themen zu behandeln, beende ich hiermit meinen Artikel. Die wichtigsten Punkte sind hier angesprochen und ich hoffe, dass ich es verständlich geschrieben habe.

Genannt seien an dieser Stelle noch einige Registry-Tools:

Empfehlenswert sind aus meiner Sicht ERUNT und NTREGOPT. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel Registry Backup, Registry System Wizard, RegSeeker und Registrar Lite als Freeware oder Advanced Registry Tracer als Shareware.

2 Antworten auf “Total Registry – Infoguide rund um die Registry”

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