Datum: | Artikel 2016

Das kennt jeder PC-Nutzer: Am Tag zuvor noch hat der PC perfekt gearbeitet – am nächsten Morgen funktioniert plötzlich gar nichts mehr. Die Gründe dafür können vielseitig sein: Meistens verhindert ein simpler Software-Fehler den Start. Möglich sind allerdings auch kritische Hardware-Fehler, die durch Verschleiß oder äußere Umstände entstanden sind. Verantwortlich dafür kann beispielsweise Feuchtigkeit sein, die die Elektronik beschädigt hat, ein Blitzschlag, der für eine Überspannung sorgte oder schlicht und ergreifend das Alter wichtiger Komponenten.

Geplante Obsoleszenz?

Durchschnittlich hält ein Laptop zwei Jahre – alles darüber hinaus hängt von der Pflege und Sorgfalt ab, mit der das Gerät behandelt wird. Häufig handelt es sich dabei um eine kalkulierte Lebensdauer. Das heißt: Hersteller von Elektrogeräten achten meist darauf, dass ihre Produkte nicht ewig halten und bauen daher Verschleißteile ein, die nach einer gewissen Zeit den Geist aufgeben.

Anzeige

Halten nur so lange wie nötig, aber nicht so lange wie möglich?

Diese Strategie ist nicht nur schlecht für die Kunden, sondern entspricht auch nicht den allgemeinen Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Daher plant das Umweltbundesamt momentan ein Gesetz, wodurch Hersteller zumindest eine Mindesthaltbarkeit angeben müssten. Dadurch könnten Kunden sehen, für welche Lebensdauer das Gerät konzipiert wurde, denn diese Mindestdauer ist laut Einschätzung der Behörde sonst nicht klar erkennbar. Bis zur Durchsetzung einer solchen Kennzeichnungspflichtig kann es allerdings noch etwas dauern.

Fehlersuche: Hardware

Probleme mit der Hardware müssen sich allerdings nicht gleich durch einen Totalausfall des Rechners zeigen. Wenn der eigene PC nicht startet oder trotz Start nur ein schwarzer Bildschirm zu sehen ist, dann kann das beispielsweise an einer defekten Grafikkarte liegen. Springt der PC gar nicht erst an, während sämtliche andere PC-Komponenten einwandfrei zu funktionieren scheinen, dann liegt das häufig am Netzteil. Das Netzteil transformiert die Spannung und regelt somit die Stromversorgung des PCs. Befindet sich der Rechner dauerhaft an der Steckdose, dann arbeitet das Netzteil auch permanent, wodurch es schnell verschleißen kann. Beides sind klassische Verschleißteile, die einer außerordentlichen Belastung unterliegen und daher oft vor den anderen Komponenten kaputtgehen. Auch die Festplatte gehört zu den klassischen Verschleißteilen eines PCs. Solch ein Defekt äußert sich meist durch ein prägnantes Knacken beim Startvorgang; dabei lädt das Betriebssystem nicht und der PC schaltet sich meist von selbst wieder aus.

Gegen Verschleiß schützen?

Einen wirksamen Schutz gegen das Versagen solcher verschleißanfälligen Komponenten gibt es leider kaum. Dagegen schützt nur die gesetzliche Garantie oder eine Extraversicherung, die das Gerät über den gesetzlichen Zeitraum hinaus absichert. Gegen die Folgen äußerer Einwirkungen schützt hingegen eine Hausratversicherung. Sie ersetzt das Gerät bei einer Überspannung des Stromnetzes, also wenn ein Blitz in die Stromleitungen einschlägt und bei auch Diebstahl. Gegen reinen Verschleiß schützt sie hingegen nicht, auch wenn das häufig angenommen wird. Was PC-Besitzer sonst noch vorbeugend an Überspannungsschutz leisten können, erklärt der Ratgeber von CosmosDirekt.

Lüfter PC

Innenleben PC, Bildquelle: pixabay, © fancycrave1, CC0 Public Domain

Einzig wirksames Mittel gegen ein frühes Ausscheiden einzelner Komponenten ist eine regelmäßige Reinigung der Lüfter. Denn häufig entsteht Verschleiß durch eine hohe Betriebstemperatur, die durch verstaubte Lüfter begünstigt wird. Wer die einzelnen Lüfter regelmäßig reinigt und im Fall der Fälle austauscht, kann mit einer erheblich höheren Lebensdauer des Geräts rechnen.

Bildrechte Intrografik: Flickr Chips ahoy Garrette CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

27 Bewertungen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Ø 4,33
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten