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Inzwischen kann kein Betrieb mehr ohne mindestens einen PC. Betriebsabläufe werden durch vielseitige Kommunikationstechnik zunehmend optimiert, Arbeitsprozesse automatisiert und Daten digitalisiert. Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, dass Betriebe Ihre Elektronik entsprechend sichern oder sogar versichern. Welche Vorteile eine Elektronikversicherung mit sich bringt, welche Anbieter es gibt und welche Leistungen erbracht werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

  • Wollen Sie Ihre Elektrogeräte versichern, richtet sich die Höhe der Beiträge nach dem Neuwert Ihrer versicherten Technik.
  • Alle Versicherer ersetzen Technik mit Berücksichtigung des technischen Fortschritts. Sollte das alte Modell nicht mehr erhältlich sein, erhalten Sie ein neueres ähnlicher Art und Güte.
  • Die verglichenen Versicherer richten sich an Personen, die Ihre Technik gewerblich nutzen. Aber Sie können auch privat Ihre Technik versichern.
Basler Logo VHV Logo Condor Versicherungen Logo Inter Versicherungsgruppe Logo Ergo Logo Zurich Logo
jährlicher Beitrag
175 Euro
150 Euro
150 Euro
150 Euro
250 Euro
125 Euro
Deckungssumme 1 Mio Euro 250 000 Euro 5 Mio Euro 750 000 bis 1 Mio Euro 1 Mio Euro 1,5 Mio Euro
Versicherte Anlagen:
Daten- und Kommunikationstechnik
Bürotechnik
Mess- und Prüftechnik
Satz- und Reprotechnik
Sicherungs- und Meldetechnik
Bild- und Tontechnik
Medizintechnik
Versicherungsschutz bei:
Bedienungsfehler/ Ungeschicklichkeit
Sabotage und Vandalismus durch Dritte
Konstruktions- und Materialfehler
Kurzschluss und Überspannung
Brand und Explosion
Flüssigkeit 
witterungsbedingte Schäden
Überschwemmung
höhere Gewalt
Diebstahl/ Raub
Selbstbeteiligung 250 Euro 175 Euro 150 bis 500 Euro 150 bis 500 Euro 250 Euro 150 bis 250 Euro
Kündigungsfrist 3 Monate 3 Monate 3 Monate 3 Monate 3 Monate 3 Monate
Mindestlaufzeit 1 -3 Jahre 1 -3 Jahre 1 -3 Jahre 1 -3 Jahre 1 - 5 Jahre 1 -5 Jahre
Haftpflichtversicherung

Verwechseln Sie die Elektronkversicherung nicht mit der Haftpflichtversicherung für Unternehmen. Die so genannte erweiterte Produkthaftpflicht dient dazu bei entstandenen Personen- oder Sachschäden durch fehlerhaft produzierte Ware die entstandenen Kosten zu kompensieren.

Führen Sie ein Unternehmen und es kommt zunehmend zur weiterer Anschaffung von Technik, ist die Zusatzversicherung der Elektronik durchaus sinnvoll. Diese dient dazu Ihre Elektronik im Schadensfall schnell zu ersetzen oder zu reparieren. Ähnliches können Sie zwar auch von einer Inhaltsversicherung, die so genannte Hausrat für Unternehmen, erwarten, jedoch sind in dieser nicht so viele Schadensursachen versichert. Die Versicherungen aus unserem Vergleich zahlen bei Schäden durch:

  • Bedienungsfehler bzw Ungeschicklichkeit,
  • Sabotage oder Vandalismus durch Dritte,
  • Kurzschluss und Überspannung,
  • Brand und Explosion,
  • Wasser, Feuchtigkeit und Überschwemmung sowie
  • Diebstahl, Raub, Plünderung.

Außerdem werden Material- und Konstruktionsfehler übernommen. Nur die VHV zahlt in diesem Fall nicht. Witterungsbedingte Schäden werden nur bei der Inter Versicherungsgruppe und der Zurich-Versicherung nicht übernommen. Zudem kommen alle Versicherer für Schäden durch höhere Gewalt auf, nur die VHV-Versicherung zahl in diesem Fall nicht.

Info: Die verglichenen Elektronikversicherungen beziehen sich auf Hardware. Eine Softwareversicherung muss meist separat hinzugebucht werden. Nur Zurich übernimmt Softwareschäden bis zu 15000€.

2. Wie sinnvoll eine Elektronikversicherung ist, entscheiden mehrere Faktoren

mehrere Personen arbeiten am PC oder laptopn an einem schreibtisch

Verfügen Sie über viele elektronische Geräte im Unternehmen, lohnt sich eine Versicherung

Ob Sie eine Zusatzversicherung für Ihre Unternehmenstechnik benötigen, können Sie anhand verschiedener Indikatoren entscheiden. Ein großer Einflussfaktor ist die Anzahl Ihrer elektronischen Geräte. Verfügen Sie über eine Menge elektronischer Geräte, ist eine Elektronikversicherung zu empfehlen. Außerdem können Sie sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Hängt der Umsatz Ihres Unternehmens vom einwandfreien Funktionieren Ihrer Hardware ab? Beispiel wäre hierfür ein Copyshop oder Medienunternehmen, Redaktionen und Druckereien.
  • Verwenden Sie teure Spezialgeräte? Gerade Medizintechnik ist teuer und empfindlich. Auch Filmtechnikverleihe oder Baumärkte, die teure Maschinen verleihen, können von einer Versicherung profitieren.
  • Erfolgen Planung und Ablauf des Unternehmensalltags elektronisch? Besonders in der Lagerlogistik ist dies inzwischen keine Seltenheit mehr. Auch immer mehr Jungunternehmen entscheiden sich für eine elektronische Lösung zur intelligenten Planung von Betriebsabläufen.

Pauschal lässt sich demnach sagen, dass das Maß der Abhängigkeit von der Technik darüber entscheidet, wie sinnvoll eine Zusatzversicherung ist. Kommt es beispielsweise zu einem Rohrbruch und es werden Server und PC's beschädigt, kommt es im schlimmsten Fall zur Betriebsausfällen. Eine Versicherung soll Ihnen in so einem Fall schnelle Hilfe liefern und Ihren Schaden kompensieren.

Alle Elektronikversicherungen aus dem Vergleich werben zudem mit einer zusätzlichen Mehrkostenversicherung, bei der auch entstandene Kosten durch Betriebsausfälle kompensiert werden.

3. Für diese Geräte zahlt die Versicherung

Der Versicherungsschutz, der durch eine zusätzliche Elektronikversicherung entsteht, bezieht sich auf folgende Technik-Gruppen:

  • Daten- und Kommunikationstechnik
  • Bürotechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Satz- und Reprotechnik
  • Sicherungs- und Meldetechnik
  • Bild- und Tontechnik
  • Medizintechnik

Jedoch unterscheiden sich auch hier die Anbieter. Teilweise sind Unterschiede auch nicht ganz klar. So versichert die Zurich-Versicherung keine Bild- und Tontechnik, aber sogenannte Medientechnik. Aus diesem Grund sollten Sie sich vorher genau beraten lassen, welche Produkte unter die jeweiligen Produktkategorien fallen.

Beachten Sie, dass bewegliche Produkte, wie Smartphone, Tablet, Netbook und Laptop nicht mit versichert sind. Nur VHV-Versicherungen, die Inter Versicherungsgruppe und die Ergo-Versicherung versichern mobile Geräte mit. Ist dies nicht der Fall, müssten Sie eine Zusatzversicherung. z.B. eine Handyversicherung, abschließen. Drohnen werden von keinem Dienstleister mitversichert.

Genauso zahlt die Versicherung nicht bei Schäden durch Vorsatz, Krieg, Kernenergie sowie bei Abnutzung oder Verschleiß. Zurich verweigert zudem die Leistungen im Falle eines Erdbebens. 

4. So berechnet sich die Versicherungssumme

Finger tippt Tastaturtaste mit Einkaufswagen

Selbst neue Geräte sind in einer Pauschale bereits mitversichert.

Alle Dienstleister berechnen die Beitragshöhe an dem Neuwert des elektronischen Geräte. Anschließend wird eine Beitragspauschale berechnet. Diese bleibt für gewöhnlich auch über die gesamte Vertragslaufzeit fix. Sollten Sie sich im Laufe der Zeit neue Geräte beschaffen, müssen Sie auch das nicht sofort der Versicherung melden.

Bei Basler und Ergo wird von Anfang an eine Pauschale von 30% der Versicherungssumme für Neuanschaffungen mit eingerechnet. Versichern Sie beispielsweise Technik in Wert von 100 000€ und kaufen sich im Laufe der Vertragslaufzeit neue Technik bis 30 000€, ändern sich Ihre Beiträge nicht. Bei VHV-Versicherungen gilt selbiges sogar bis 50% der Versicherungssumme, jedoch nur bis 50 000€.

Außerdem wird auf den technischen Fortschritt Rücksicht genommen. Kommt es zu einem Schaden und sollte das Modell nicht mehr im Handel erhältlich sein, erhalten Sie bei allen Versicherern ein Neueres, nach selber Art und Güte.

5. Mindestlaufzeit und Kündigung

Eintrag im Kalender: Vertrag kündigen!

Denken Sie früh genug daran, Ihre Versicherung zu kündigen.

Die Mindestlaufzeit beträgt bei den meisten Versicherungen 1 bis 3 Jahre. Nur die Ergo-Versicherung und Zurich bieten auch einen 5-Jahres-Vertrag an. Bei Zurich erhält man sogar sofortigen Rabatt, wenn man die 5-Jahres-Variante wählt. An die Kündigung müssen Sie überall gleich früh dran denken. Mindestens drei Monate im Voraus muss diese losgeschickt werden. Verpassen Sie den Zeitraum, verlängert sich der Vertrag automatisch um 1 Jahr.

Kündigen müssen Sie nicht, wenn sie sich lediglich eine Vielzahl neuer, teurerer Technik angeschafft haben. In so einem Fall wird die Versicherungssumme angepasst. Genauso bieten alle Versicherer gegen Mehrkosten verschiedene Zusatzpakete an, wie den Versicherungsschutz im Ausland. Sind Sie mit den Rahmenbedingungen Ihrer Versicherung zufrieden, können Sie sich einfach nach den Zusatzpaketen erkundigen. Meist müssen Sie sich nicht direkt einen neuen Anbieter suchen.

Hinweis: Auslandspauschalen sind bei Basler, Condor, Zurich und der Inter-Versicherungsgruppe bereits inbegriffen.

6. Auch Privatpersonen können eine Elektronikversicherung haben

Wollen Sie eine Elektronikversicherung, obwohl Sie Ihre Technik nicht gewerblich nutzen, ist das kein Problem. Der Anbieter Friendsurance bietet auch eine solche Zusatzversicherung für Privatpersonen an. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um eine allgemeine Versicherung für alle Ihre mobilen Geräte. Tablets, Handys und Notebooks sind meistens ausgenommen und müssen extra versichert werden. Vielmehr bezieht sich die private Elektronikversicherung auf Geräte wie Fernseher, Stereoanlagen, Kühlschränke und Waschmaschinen.

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