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Da Technologie für Unternehmen weltweit immer wichtiger wird, ist die Sicherung wichtiger Anwendungen und des zugrunde liegenden Technologie-Stacks von entscheidender Bedeutung. Da sich die Bedrohungslage ständig ändert, können automatisierte Tools Schwachstellen nicht immer in Echtzeit erkennen. Deshalb wird Ethical Hacking immer beliebter. Es simuliert effektiv reale Angriffe und identifiziert Schwachstellen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Phasen des Ethical Hacking-Prozesses beschrieben.

Was versteht man unter ethischem Hacking?

Ethical Hacking ist ein Prozess, bei dem autorisierte Personen Schwachstellen in Systemen ausnutzen, um deren Sicherheit zu verstehen. Dabei werden die Handlungen von böswilligen Hackern nachgeahmt, um Sicherheitsrisiken zu erkennen und zu identifizieren. Ethical Hacking, auch bekannt als White Hat Hacking, ist entscheidend für die Bewertung der Sicherheitsstrategie eines Unternehmens. Es zielt darauf ab, die Handlungen von Hackern zu imitieren und bestehende und zukünftige Schwachstellen zu identifizieren. Um dies zu erreichen, gehen ethische Hacker in mehreren Schritten vor, um umfassende Kenntnisse über das System zu erlangen.

Die fünf Phasen des Ethical Hackings

Das Aufspüren und vollständige Ausnutzen von Systemschwachstellen erfordert einen erheblichen Zeitaufwand und viel Geduld. Während eines Penetrationstests muss der ethische Hacker Autorisierungs- und Authentifizierungsmechanismen umgehen, um das Netzwerk nach potenziellen Datenverletzungen und Sicherheitsbedrohungen zu durchsuchen. Da Black-Hat-Hacker ständig neue Möglichkeiten zur Ausnutzung von Schwachstellen entdecken, ist es für einen ethischen Hacker von entscheidender Bedeutung, die sich entwickelnde Bedrohungslandschaft zu berücksichtigen.

Um solche Schwachstellen aufzudecken, befolgen ethische Hacker mehrere Schritte der Ethical-Hacking-Methodik. Zu diesen Schritten gehören Erkundung, Scannen, Zugriff, Aufrechterhaltung des Zugriffs und Beseitigung von Spuren. Zwar hält sich nicht jeder Hacker an eine strikte Reihenfolge dieser Schritte, doch bieten sie einen systematischen Ansatz, der bessere Ergebnisse liefert.

Erkundung des Systems

Wenn ein Penetration Test durchgeführt werden soll, ist der erste Schritt beim Hacken die Frage, um die es geht. Bevor die eigentlichen Penetrationstests durchgeführt werden, dringen Hacker in das System ein und sammeln umfangreiche Informationen. Die Aufklärungsphase dient der Vorbereitung, in der der Hacker die Anfrage des Unternehmens dokumentiert, wertvolle Systemkonfigurations- und Anmeldeinformationen herausfindet und die Netzwerke untersucht.

Das Scannen aller wichtigen Komponenten

In dieser Phase beginnt der ethische Hacker mit dem Testen von Netzwerken und Computern, um mögliche Einfallstore für Angriffe zu entdecken. Automatisierte Scan-Tools werden eingesetzt, um Informationen über alle Rechner, Benutzer und Dienste im Netzwerk zu sammeln. Dieser Prozess der Penetrationstests umfasst in der Regel drei Arten von Scans:

Netzwerkabbildung

Der ethische Hacker ermittelt die Netzwerktopologie, indem er Host-Informationen, Server, Router und Firewalls innerhalb des Netzwerks identifiziert. Die Kartierung des Netzwerks ermöglicht es den White Hat Hackern, die nachfolgenden Schritte des Ethical Hacking-Prozesses zu visualisieren und strategisch zu planen.

Port-Scanning

Ethische Hacker setzen automatisierte Tools ein, um alle offenen Ports im Netzwerk ausfindig zu machen. Diese Methode listet effizient die Dienste und aktiven Systeme im Netzwerk auf und erleichtert das Verständnis dafür, wie man sich mit diesen Komponenten verbinden kann.

Scannen auf Schwachstellen

Automatisierte Tools werden eingesetzt, um Schwachstellen zu identifizieren, die für Angriffe ausgenutzt werden könnten. Für die Scanning-Phase des Ethical Hacking stehen verschiedene Tools zur Verfügung, von denen einige häufig verwendet werden. Zu diesen Tools gehören: - SNMP-Sweeper - Ping-Sweeps - Netzwerk-Mapper - Schwachstellen-Scanner

Verschaffen und Aufrechterhaltung eines Zugangs

Nachdem ethische Hacker in den ersten Hacking-Phasen Schwachstellen aufgedeckt haben, nutzen sie diese aus, um sich administrativen Zugriff zu verschaffen. In der dritten Phase versuchen sie, schädlichen Code an die Anwendung zu senden, entweder über das Netzwerk, ein angrenzendes Subnetzwerk oder physisch über einen angeschlossenen Computer. Hacker setzen in der Regel eine Vielzahl von Tools und Techniken ein, um unbefugte Zugriffsversuche zu wiederholen, darunter:

  • Pufferüberläufe
  • Phishing
  • Injektionsangriffe
  • Verarbeitung von externen XML-Entitäten
  • Verwendung von Komponenten mit bekannten Sicherheitslücken

Wenn sich die Angriffe als erfolgreich erweisen, erlangt der Hacker die Kontrolle über einen Teil oder das gesamte System und kann weitere böswillige Aktivitäten wie Datenverletzungen und verteilte Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) durchführen. Beim ethischen Hacking konzentriert sich die vierte Phase darauf, den zukünftigen Zugriff auf die Anwendung zu ermöglichen.

Ein White-Hat-Hacker erforscht das System kontinuierlich, sucht nach zusätzlichen Schwachstellen und erweitert seine Privilegien. Auf diese Weise können sie herausfinden, wie viel Kontrolle Angreifer erlangen können, nachdem sie die Sicherheitsmaßnahmen überwunden haben. Manche Angreifer versuchen sogar, ihre Identität zu verschleiern, indem sie alle Spuren eines Angriffs löschen und eine Hintertür für einen zukünftigen Zugriff einrichten. Nachdem die Aktivitäten beendet sind, muss der Hacker schließlich noch gekonnt alle Spuren verwischen.

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Ethical Hacker: Pentester hacken Systeme für den guten Zweck
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