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Scrabble: Software und Hardware

Moderne Computer bestehen aus vielen Einzelteilen, die alle an einem Strang ziehen müssen, damit komplexe Berechnungen oder Prozessabläufe überhaupt möglich sind. Sie werden in die Kategorien Hardware und Software eingeteilt, die in Kombination die Grundlage der heutigen Informationstechnologie bilden. In diesem Artikel erklären wir Ihnen den Unterschied und zeigen Ihnen, wie das Zusammenspiel funktioniert.

  • Die erste Hardware gab es schon mehr als 1000 Jahre vor Christus in Form der Rechenmaschine „Abakus“, die im Laufe der Jahre immer wieder verbessert wurde. Die bei moderner Hardware angewendete Von-Neumann-Architektur gibt es hingegen erst seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.
  • Durch die fortschreitende Entwicklung des „Internet of Things“ (IoT) werden heutzutage sogar Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Herde oder Kühlschränke mit Hilfe von Software betrieben.
  • Hard- und Software sind Teamplayer: Das eine funktioniert nur im Zusammenhang mit dem jeweils anderen.

1. Hardware kann man anfassen

Laptop mit USB-Stick, Kopfhörern, Maus, externer Festplatte und CD

Alle anschließbaren Teile bezeichnet man als externe Hardware.

Unter dem Begriff Hardware (engl. für „Eisenwaren“) fasst man alle physischen Bestandteile eines Computers oder Smartphones zusammen, also im Prinzip alles, was man auch anfassen kann. Zu den Hauptkomponenten, der sogenannten Computer-Hardware, zählen unter anderem:

  • Hauptplatine (Mainboard) mit dem CPU-Sockel und den Karten-Steckplätzen
  • Prozessor (CPU), der die Arbeitsgeschwindigkeit Ihres Computers bestimmt
  • Arbeitsspeicher/RAM, der laufende Anwendungen und Prozesse temporär speichert
  • Festplatte, auf der Sie Ihre Dateien und Programme ablegen
  • Grafikkarte, die die Prozesse Ihres PCs in verständliche Grafiken und Zeichen übersetzt
  • Eingabegeräte, z.B. Maus und Tastatur, über die Sie mit Ihrem Rechner kommunizieren.

Daneben gehören zur Hardware aber auch alle Komponenten, die auf mechanische oder elektrische Impulse reagieren, wie beispielsweise der Bildschirm, Drucker und Faxgeräte, USB-Sticks oder sonstige Peripherie. Sie werden auch als „Externe Hardware“ bezeichnet. Eine Erklärung zum Aufbau eines PCs sowie weitere interessante Informationen zu den einzelnen Hardware-Komponenten finden auch in diesem Artikel.

Gut zu wissen: Notebooks und Desktop-PCs unterscheiden sich aufgrund der unterschiedlichen Größe zwar hinsichtlich des Hardware-Designs, die Kernkomponenten bleiben aber immer dieselben.

2. Die Erklärung für Software

Navigationssystem mit Embedded Software

Navigationssysteme sind ein typisches Beispiel für Embedded Software.

Die Software ist das Gegenstück zur Hardware und bezeichnet alle nicht-physischen Komponenten eines Computers. Darunter fallen sämtliche Programme, die für den Systembetrieb und die Informationsverarbeitung erforderlich sind, sowie wie alle Daten, die damit erzeugt werden.

Zur Software gehören neben dem Betriebssystem auch

  • Das BIOS, mit dessen Hilfe der Computer überhaupt hochfahren kann.
  • Die für den Betrieb der Hardware und Geräte benötigten Treiber.
  • Alle Anwendungen und Programme, wie beispielsweise Office-Programme oder Spiele.
  • Die auf dem Rechner gespeicherten Dateien (z.B. Dokumente, Musik, Bilder oder Videos)

Im Gegensatz zur Hardware ist Software leichter veränderbar: Sie erfordert keinen Umbau des Computers, sondern wird einfach auf dem Gerät installiert oder deinstalliert.

BIOS

Ohne BIOS bzw. UEFI läuft rein gar nichts: Es fährt Ihren Rechner hoch und leitet den Start des Betriebssystems ein.

 

Wird Software für bestimmte Produkte entwickelt und darauf „eingebettet“ spricht man vomEmbedded Software Engineering“. Als „Embedded Software“ oder „Firmware“ übernimmt sie dabei die Steuerung des Systems und kümmert sich um die Interaktion mit der Umgebung. Man findet diese Form beispielsweise im Bordcomputer von Autos, bei Navigationssystemen oder in Unterhaltungsgeräten wie MP3- und DVD-Playern. Das Besondere: „Embedded Software“ kann ausschließlich auf der Hardware betrieben werden, für die sie programmiert wurde und ist mit anderen Systemen nicht kompatibel.

Gut zu wissen: Rein wirtschaftlich betrachtet fallen unter den Begriff „Software“ nicht nur die Bestandteile des Programmcodes, sondern auch die für den Betrieb notwendigen Lizenzen und die Dokumentation.

3. Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Hardware und Software?

Hardware und Software gibt es ausschließlich im Doppelpack: Zwar werden alle Aktionen des Computers von der Hardware ausgeführt, aber erst die Zusammenarbeit mit der Software legt die Funktionsmöglichkeiten fest und macht daraus ein funktionierendes System.

Möchten Sie beispielsweise Ihren in Word verfassten Text ausdrucken, brauchen Sie dazu einen Drucker. Besitzen Sie im umgekehrten Fall einen Drucker, aber kein Betriebssystem mit den entsprechenden Treibern, ist Ihr Computer auch nicht in der Lage, ihn als solchen zu erkennen.

Kurz gesagt: Die Software sagt der Hardware, was sie zu tun hat. Vergleichen wir ein Computersystem mit einem Menschen aus Fleisch und Blut, dann entspräche die Hardware dem Körper mit seinem Skelett, den Muskeln und Sehnen. Die Software hingegen ist für das Management zuständig und somit quasi das Gehirn des Computers.

Die Software liefert auch einen nicht unwesentlichen Beitrag zur effizienten Nutzung der verbauten Hardware. So können Sie beispielsweise in Abhängigkeit vom gewählten Betriebssystem und den installierten Treiber auf identischen Hardware-Konfigurationen unterschiedliche Systemleistungen erzielen.

Die knappeste Definition der beiden Komponenten können Sie hier entnehmen:

  • Hardware („Harte Ware“) sind alle physischen Bauteile, also alles, was Sie mit den Händen anfassen können.
  • Software: („Weiche Ware“) sind alle immateriellen Dinge, also alles, was Sie nicht mit den Händen berühren können.

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