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wlan signal verstärken

Im Sommer gibt es kaum etwas Schöneres, als gemütlich den Feierabend auf der Terrasse oder im Garten ausklingen zu lassen. Besonders gut lässt sich das mit einer neuen Folge der Lieblingsserie kombinieren. Doch dann die Enttäuschung: Das Video ruckelt, lädt nicht richtig und bricht ab. Ärgerlich, wenn die Signalstärke des Router nicht ausreicht. Aber keine Sorge, wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr WLAN-Signal verstärken können.

Worauf ist bei der Position des Routers zu achten?

Der beste Standort ist etwas erhöht an einem zentralen Ort im Haus. Dabei sollte der Router möglichst frei stehen.

Was beeinträchtigt das WLAN-Signal?

Dicke Wände, Glas- und Metallgegenstände oder andere technische Geräte beeinträchtigen das WLAN-Signal.

Wie kann man die Reichweite zusätzlich erhöhen?

Es gibt unterschiedliche WLAN-Verstärker wie Repeater, Powerline-Adapter oder Mesh-Netzwerke, mit denen sich das WLAN-Signal auch auf größere Distanzen ausweiten lässt.

1. WLAN Signal verbessern für mobile Freiheit

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Ein WLAN-Router überträgt Daten in einem gewissen Radius. Mit einigen Tricks lässt sich dieser erweitern.

Es ist wahrscheinlich eine der praktischsten Erfindungen, seit es Internet gibt: Keine Kabel mehr quer durch das Zimmer, sich frei mit dem Laptop, Handy oder Tablet durch das Haus bewegen und überall drahtlosen Internetempfang. WLAN macht es möglich.

Leider funktioniert das in der Realität nicht immer so reibungslos. Dicke Wände, Störsignale und zu weite Entfernungen zum Router führen oftmals zu Problemen. Zum Glück gibt es einige Tricks, wie man das WLAN-Signal verstärken und damit die Reichweite erhöhen kann.

1.1. Wie funktioniert WLAN?

Der WLAN-Router empfängt über ein Kabel das Internet-Signal und sendet die Daten anschließend über ein Funknetzwerk an die entsprechenden Geräte. Er strahlt das Signal dabei kugelförmig aus. Je weiter am Rand Sie sich von dieser Kugel befinden, desto schwächer wird der Empfang. Sobald Sie die Funkzone verlassen, bricht auch das Internet ab.

Das Signal durchdringt zwar auch Wände und andere Hindernisse, jedoch beeinträchtigen diese die Stärke. Zusätzlich verringert die Anzahl der Geräte, die gleichzeitig auf das Netz zugreifen, die Geschwindigkeit. Je mehr Personen das WLAN aktiv nutzen, desto langsamer wird es.

2. Die optimale Position des Routers

Einer der häufigsten Gründe für ein schlechtes WLAN ist eine falsche Position des Routers, wodurch das Signal abgeschwächt wird oder gar nicht in alle Teile der Wohnung gelangt. Um das WLAN-Signal zu verbessern hilft es deswegen oftmals bereits, den Router neu zu platzieren. Dabei sollten Sie auf diese einfachen Regeln achten:

  1. Platzieren Sie den Router nicht auf dem Boden, sondern an einer erhöhten Stelle an der Wand oder auf einem Regal. Ist dies nicht möglich, kann sich bereits eine kleine Erhöhung aus Büchern positiv auf das Signal auswirken
  2. Der Router sollte zudem frei stehen, also nicht hinter einem Schrank, in der Abstellkammer oder einer Vitrine.
  3. Achten Sie außerdem auf einen zentralen Standort in der Wohnung. Dadurch erreichen Sie eine gleichmäßige Ausstrahlung des Signals in alle Richtungen.

Tipp: Bevor Sie die Position des Routers ändern, ist eine Analyse der Reichweite sinnvoll. Viele Hersteller bieten hierfür speziell Apps, die Ihnen die Messung ermöglicht. Für die Fritzbox ist dies beispielsweise die Fritz!App WLAN. Für andere Geräte bietet sich auch die kostenfreie Android-App WIFI Analyzer an.

2.1. Störfaktoren entfernen und WLAN Signal verbessern

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Etwas erhöht an einem zentralen, freien Platz ist der optimale Standort für einen WLAN-Router.

Ein Router ist natürlich auf eine Steckdose und eine Telefonbuchse angewiesen und kann deswegen nicht überall beliebig platziert werden. Wie bereits angesprochen, gibt es aber auch einige Störfaktoren wie Glas, elektrische Geräte oder metallische Gegenstände, die das WLAN-Signal negativ beeinflussen. Manchmal hilft es bereits, den Router nicht neben solchen Objekten aufzustellen. Dazu zählen unter anderen:

  • Desktop-PC
  • Glastüren
  • Aquarien
  • Spiegel
  • Mikrowelle
  • Flachbildschirme

3. WLAN-Standard und Frequenz

Nicht nur die Position des Routers, sondern auch die Hardware selbst kann bereits Einfluss auf die WLAN-Stärke haben. Viele Router funken im 802.11g-Standard, mit dem nur geringe Übertragungsraten erreicht werden. Neuere und vor allem auch hochwertigere Geräte verfügen bereits über einen höheren Standard wie 802.11n oder 802.11ac.

3.1. Funken auf zwei Frequenzen

Auch die Frequenz, die der Router zur Datenübertragung nutzt, kann die WLAN-Stärke verbessern. Neuere Router funken auf zwei Frequenzbändern (2,4 Gigahertz- und 5-Gigahertz-Band). Das alte 2,4-Gigahertz-Band ist besonders in Städten oft überlastet, da auch andere Geräte diesen Funkkanal nutzen und sich dadurch überlagern. 

Aber Vorsicht: Das 5-Gigahertz-Band besitzt zwar weniger Störquellen und ist schneller, hat aber dafür eine geringere Reichweite. In den Einstellungen Ihres Routers können sie ganz bequem auswählen, welchen Kanal er nutzen soll.

Wie dies am Beispiel der Fritzbox funktioniert, erfahren Sie im Video:

Tipp: Stellen Sie auch sicher, dass die Software stets aktuell ist. Das ist auch grundsätzlich für das Thema Sicherheit zu empfehlen, um Fehler-Updates oder neue Feature zu erhalten. Dies kann auch Vorteile für den Betrieb und die Sendeleistung mit sich bringen.

4. WLAN Signal verstärken mit Repeater

Nicht immer lässt sich das WLAN-Signal alleine durch die Position des Routers verstärken. Besonders in einer großen Wohnung mit vielen dicken Wänden kommt an vielen Stellen nur noch ein sehr schwaches Signal an. In diesem Fall hilft Ihnen ein WLAN-Verstärker, auch Repeater genannt.

Hierbei handelt es sich um kleine Geräte, die Sie einfach in einer Steckdose platzieren und damit die WLAN-Reichweite erhöhen. Preislich bewegt sich ein Repeater durchschnittlich zwischen 20 und 30 Euro und ist damit eine praktische und kostengünstige Maßnahme.

4.1. Repeater richtig platzieren

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Ein WLAN-Repeater ist die einfachste Möglichkeit, die Reichweite des Signals im Haus zu erhöhen.

Damit der Repeater auch richtig funktioniert, müssen Sie ihn natürlich optimal platzieren. Auch hier gelten die gleichen Regeln wie beim Router, also eine freie Position und nicht neben Gegenständen platzieren, die das Funksignal beeinträchtigen könnten. Ist der Repeater zu weit entfernt vom Router, erhält er kein Signal, ist er zu nah, wird die Reichweite nicht genügend vergrößert.

Platzieren Sie den Repeater am besten dort, wo das Signal bereits abgeschwächt ist, aber noch stark genug, damit es verstärkt werden kann. Viele Geräte besitzen eine LED-Anzeige, die Ihnen die Verbindungsstärke zum WLAN anzeigt, wodurch Sie die optimale Entfernung zum Router herausfinden können.

Achtung: Ein Repeater sorgt zwar dafür, das WLAN-Signal zu verstärken, jedoch beeinträchtigt er die Geschwindigkeit des Internets, da der Datenverkehr noch einmal über ein zweites Gerät gesendet werden muss. Der Einsatz mehrerer Repeater ist also nicht geeignet, um die Reichweite über weite Distanzen zu erhöhen.

4.2. WLAN-Antenne für größere Reichweite

Als Alternative für einen Repeater gibt es auch spezielle WLAN-Antennen. Es gibt verschiedene Arten, je nachdem welche Funkausstrahlung Sie benötigen. Manche Antennen können das Signal in eine bestimmte Richtung lenken, andere wie ein Repeater generell verstärken. Bevor Sie sich also eine Antenne zulegen, lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten, der Ihnen die entsprechende Lösung für Ihr Problem empfehlen kann.

Die meisten Router können mit einer solchen Antenne nachgerüstet werden, schauen Sie aber sicherheitshalber vorab in der Gebrauchsanweisung Ihres Routers nach. 

5. Powerline und Mesh-Netzwerk

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Stabiles WLAN bis in den letzten Winkel im Haus ist mit unterschiedlichen Tricks überhaupt kein Problem.

Möchten Sie Ihr WLAN-Signal über große Distanzen verstärken, hilft auch ein Repeater nicht mehr. Für diesen Fall gibt es Powerline-Adapter, mit denen Sie Ihre Daten über die Stromleitung verschicken. Hierfür verbinden sie einen Powerline-Adapter mit Ihrem Router und einen weiteren platzieren Sie einfach in einer anderen Steckdose in Ihrem Haushalt. Die beiden Geräte verbinden sich untereinander und schicken über die Stromleitung die Netzwerkdaten.

Powerlines nutzen unterschiedliche Frequenzen und können damit andere Signale wie Radiofrequenzen oder Funkmäuse stören. Außerdem funktioniert die Datenübertragung bei sehr alten Stromleitungen unter Umständen nicht gut. Ansonsten ist das System eine sehr praktische Methode, um das WLAN-Signal zu verbessern.

5.1. Mesh-Netzwerk für noch mehr Reichweite

Eine weitere Alternative zu Repeatern stellen Mesh-Netzwerke dar. Diese bieten den Vorteil, dass sie ein großes Netzwerk durch Zusammenschaltung mehrerer Router herstellen. Im Gegensatz zum Repeater wird die Geschwindigkeit dadurch nicht verlangsamt, da die Datenlast sinnvoll verteilt wird. 

Die Installation ist dabei sehr simpel und entspricht der eines herkömmlichen Routers, nur dass Sie beim Mesh-Netzwerk eben mehrere Geräte haben. Hierdurch können sie jedoch eine sehr große Reichweite aufbauen. Allerdings ist die Technologie noch relativ neu und damit auch recht teuer. Außerdem bieten noch nicht alle Router diese Funktion an. Anbieter von Mesh-Netzwerken sind beispielsweise Google Wifi oder die neuesten Generationen der AVM Fritzboxen (ab FritzOS 7).

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