Datum: | Artikel 2016, WT-News

Diashow

Digitale Diashows (auch als Slideshows bezeichnet) sind im beruflichen wie auch im privaten Leben eine Abwechslung und lassen sich gut bei fast jedem Thema einsetzen. Sobald die Bilder optimiert und grafisch entsprechend bearbeitet sind, kann es auch schon losgehen. Mit Bildershow- oder auch Diashow-Programmen können schöne Effekte erzielt werden. Danach kann ganz einfach die gesamte Diashow auf ein Speichermedium gebrannt und dann präsentiert werden. Wir geben Tipps und stellen einige Softwarelösungen für diese Aufgabe vor.

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Ehemalige Langweiler

Mit einer Diashow verbinden viele ältere Leser sicher vor allem eines: Langeweile. Die oft stundenlang dauernden Diashows im abgedunkelten Raum, der Vorführer mit Magazinen von analogen Dias bewaffnet, waren oft so monoton, dass man schon nach dem 20. Bild mit dem Schlaf kämpfte.

Diashow

gerahmte Dias kennt man heute kaum noch – Bildquelle: Makuba – Fotolia.com

Heutige Diashows haben nur noch den Namen mit ihren analogen Vorgängern gemeinsam. Die Präsentation der digitalen Bilder erfolgt über große, flache TV-Geräte oder noch besser über helle Beamer mit einer großen Projektionsfläche. Die Bilder erscheinen nicht einfach, sondern werden mit verschiedenen Übergangsfiltern ansprechend und fließend präsentiert und das Ganze wird mit Texteffekten oder sogar Hintergrundmusik garniert. Wer die folgenden Tipps beherzigt, wird seine Zuschauer sicher begeistern.

Tipps für eine gute Diashow

Das wichtigste ist eine gute Auswahl der Bilder, die zum Thema passen müssen.  Eine wilde Mischung von Bildern sollte man vermeiden und eine Reihenfolge einhalten. Für die Präsentation reicht es aus, ein Foto pro Motiv zu haben. Alles andere verwirrt und langweilt den Zuschauer schnell.

Um die Spannung bei einem solchen Vortrag nicht zu verlieren, ist es wichtig, Highlights immer wieder so zu platzieren, dass ein Überraschungs- und Spannungseffekt erhalten bleibt. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, niemanden zu überfordern, sondern eine Anzahl an Bildern auszuwählen, die Lust auf mehr macht.

Das Tempo bei einer Präsentation ist ebenfalls entscheidend. 10 Sekunden pro Foto sollten es mindestens sein, damit der Zuschauer das Bild auf sich wirken lassen kann. Wenn auf ein Bild näher eingegangen werden soll, kann die Diashow pausiert werden. Eine Diashow sollte auch nicht zu lange sein. Je nach Rahmen und Thema kann die Länge variieren, nach einer halben Stunde kommt aber bei den ersten Zuschauern sicher Langeweile auf.

Vergessen Sie nicht die Möglichkeiten der akustischen Untermalung. Je nach Software kann diese dabei helfen, die Übergänge passend zu erzeugen und damit eine Präsentation nochmals einen Tick besser wirken zu lassen.

Auswahl der Software

Nachdem die Bilder ausgewählt sind, können sie in ein entsprechendes Programm geladen werden, das für eine Präsentation geeignet ist. Viele Bildbetrachter und Bildverwalter, beispielsweise das beliebte IrfanView, bieten bereits integrierte Funktionen für einfache Diashows /Slideshows.

IrfanView

IrfanView mit Diashow-Funktion

Der Funktionalität und Bedienung sind hier aber deutliche Grenzen gesetzt.

Für hochwertige Diashows bieten sich daher echte „Spezialprogramme“ an. Die kostenlosen Vertreter sind in Sachen Funktionalität (z.B. Export als Videodatei in HD oder Upload auf Videoportale, Anzahl und Funktion der Effekte etc.) und Bedienungskomfort oft nicht mit den kostenpflichtigen Lösungen zu vergleichen, welche allerdings für jedermann erschwinglich sein sollten.

Wer es dennoch mit einer kostenlosen Lösung probieren will, sollte Photostage, 4k Slideshow Maker, DVD slideshow GUI, ffDiaporama oder das freie  PhotoFilmStrip anschauen, welches auch den Ken-Burns-Effekt bietet. Dies ist eine Technik, bei der in ein hochauflösendes Bild mit einem Kameraschwenk rein- oder rausgezoomt wird.

PhotoFilmStrip

PhotoFilmStrip

Auch Microsoft hat eine brauchbare, kostenlose Variante: den guten alten Microsoft Movie Maker, welcher sich nicht nur für eigene Videoprojekte, sondern auch für Diashows anbietet.

Microsoft Movie Maker

Microsoft Movie Maker

Und mehr gegen Geld

Richtig professionell und dabei durchaus einfach zu handhaben sind dagegen viele der kostenpflichtigen Programme.

Ashampoo Slideshow Studio HD verwandelt Fotos in FullHD-Diashows. Mit Effekten wie Zooms, Kamerafahrten und animierten Übergängen sowie Hintergrundmusik, Nachvertonungen mit Mikrofon und dem Hinzufügen von Untertiteln und Zeichnungen verwandeln Sie langweilige Bilderabende in echte Events mit Diashows, welche sich auch auf DVD und BluRay brennen  oder direkt auf YouTube oder Facebook speichern lassen. Ein Assistent hilft dem User auf Wunsch bei der Erstellung einer Diashow.  Die Testversion ist für 10 Tage voll funktionsfähig.

Ashampoo Slideshow Studio HD

Ashampoo Slideshow Studio HD

Auch der Multimedia-Spezialist Magix hat mit MAGIX Fotostory easy ein Programm für unvergessliche Fotoshows im Portfolio. Die Software orientiert sich dabei – wie die Mitbewerber – am Layout einer Videoschnittsoftware, präsentiert in der Timeline die Fotos. Diese können mit  zahlreichen Effekten und Anpassungen als Diashow in einer Vielzahl von Formaten (DVD, BluRay, Videodatei) gespeichert und auch auf YouTube, Facebook oder flickr hochgeladen werden. MAGIX Fotostory easy glänzt vor allem mit der sehr guten, automatischen Bildverbesserung für die verwendeten Fotos (rote Augen etc.) und tollen Intro- und Outro-Vorlagen. Die Software von Magix ist dank verschiedener Rabattaktionen immer wieder besonders günstig zu bekommen.

MAGIX Fotostory easy

MAGIX Fotostory easy

Weniger ist mehr

Für welche Lösung man sich auch entscheidet: Weniger ist mehr. In den Programmen werden viele Effekte, Animationen und andere  Gestaltungsmittel angeboten. Diese Werkzeuge sollten so eingesetzt werden, dass sie zu einer Präsentation passen und die Story hervorheben. Wer sich dabei übernimmt, der läuft Gefahr, die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu verlieren.

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