| Firefox 4: Schnell, Schlank, Modern |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. Die neue OberflächeFirefox 4 unterscheidet sich deutlich von seiner Vorgängerversion. In Anlehnung an Google Chrome und den zuvor erschienenen Internet Explorer 9 wurde kräftig aufgeräumt. Um so viel Platz wie möglich für die Webseite zu schaffen, gibt es weniger Menüs, Buttons und Statusleisten. Außerdem wird die unter Windows 7 gängige Transparenz unterstützt. Aber für viele der neuen optischen Veränderungen hat das Entwickler-Team eine Rollback-Möglichkeit zur Optik des alten Firefox 3.x eingebaut.
1.1. Menü- und StatusleisteDie Menüleiste wurde durch den Firefox-Button ersetzt. Über diesen sind viele weiteren Funktionen des Browsers erreichbar, aber nicht alle. Daher ist dieser Button unter den Firefox-„Jüngern“ ein wenig umstritten. Temporär kann die Menüleiste durch Drücken der Taste „Alt“ eingeblendet werden. Wer es lieber klassisch mag, kann die Menüleiste unter dem Punkt „Einstellungen“ des neuen Firefox-Menüs wieder einblenden lassen.
Die Statusleiste wurde zugunsten der schlankeren Optik ebenfalls geopfert. Stattdessen wird nun in einem kleinen Popup die Adresse eines Links eingeblendet, auf den Sie zeigen. Auch hier gilt: Wer es lieber klassisch mag, kann die Leiste unter „Einstellungen“ im Firefox-Menü wieder einblenden lassen. Doch Vorsicht, eingeblendet wird nur die „umgetaufte“ Add-on Leiste, in der Symbole von Add-ons angezeigt werden. Am Verhalten des eingeblendeten Popups für Links ändert das nichts.
1.2. TabsDie Tabs sind nun über die Adresszeile gewandert. Im maximierten Modus liegen sie gleichauf mit dem Firefox-Button, im verkleinerten Modus wandern sie eine Zeile tiefer. Wer die Tabs lieber wieder unterhalb der Adresszeile haben möchte, deaktiviert über einen Rechtsklick innerhalb der Tableiste den Eintrag „Tabs oben“.
Während es bei anderen Browsern große Probleme mit der Lesbarkeit der geöffneten Tabs gibt, wenn mehr als 15 oder 20 Tabs geöffnet sind, geht Firefox hier einen eigenen Weg. Die Tabs unterschreiten niemals eine Mindestbreite. Bei Bedarf werden links und rechts Navigationspfeile eingeblendet.
1.3. Tab-PanoramaEine weitere Neuerung ist der sogenannte „Panorama-View“. Hier können verschiedene Tabs zu Gruppen zusammengefasst werden. Klickt man im „Panorama-View“ auf eine Gruppe, so werden die Tabs dieser Gruppe angezeigt. Es bleibt die Frage, ob dieser Weg nicht ein wenig umständlicher ist, als mit mehreren Browserfenstern zu arbeiten. Hier entscheidet wohl die eigene Vorliebe.
1.4. App-TabsHier hat sich das Entwickler-Team von Firefox von der Konkurrenz inspirieren lassen. In Opera und Chrome bereits integriert, können Webseiten auf das jeweilige Favicon reduziert werden. Firefox nennt dieses Feature „App-Tab“. Sie finden diese Funktion, wenn Sie auf einen geöffneten Tab einen Rechtsklick ausführen und dort „Als App-Tab anpinnen“ wählen. App-Tabs werden beim nächsten Firefox-Start automatisch wieder geöffnet.
1.5. AdresszeileBei Internet Explorer 9 und Chrome bereits abgeschafft, besitzt Firefox nach wie vor ein eigenes Suchfeld. Zwar kann auch über die Adresszeile gesucht werden, das Extra-Suchfeld macht aber durchaus Sinn, da hier auf die Schnelle noch der Suchanbieter gewechselt werden kann. Zwei weitere Änderungen gibt es im Umfeld der Adressleiste. Um den Ladevorgang einer Seite abzubrechen oder eine Seite neu zu laden, gibt es nun nur noch ein dynamisches Symbol, welches am rechten Ende der URL-Box zu finden ist. Damit kann das Laden der Seite abgebrochen, ein erneutes Laden der Seite angestupst oder eine Verbindung zu einer eingetippten URL hergestellt werden. Wird eine in einem Tab bereits geöffnete URL nochmals in die Adresszeile eingetippt, so kann man direkt zu diesem Tab wechseln.
1.6. Add-on ManagerDer Add-on Manager wird nun in einem eigenen Tab und nicht mehr in einem eigenen Fenster geöffnet. Optisch wurde er ebenfalls ein wenig aufgepeppt. Brauchten bisher alle Add-ons einen Neustart des Browsers, haben Entwickler nun die Möglichkeit, Add-ons zu erstellen, die keinen Browser-Neustart mehr erfordern. Es stellt sich die Frage, warum der Download-Manager nicht auch einem Facelift unterzogen wurde und wenigstens die Möglichkeit bietet, ebenfalls als eigener Tab geöffnet zu werden.
2. Neues Feature: SyncBisher konnte die Funktion, Bookmarks, Formulardaten und Tabs zu synchronisieren, nur per Add-on nachgerüstet werden. Diese Funktion ist nun in Firefox integriert und ist im Reiter „Sync“ im Menü Einstellungen zu finden. Nachdem Sie einen Account angelegt haben, können Sie die zu synchronisierenden Daten auswählen und aussuchen, welche Rechner abgeglichen werden sollen.
3. Schutz der PrivatsphäreKomplett neu ist die Möglichkeit, in den Optionen einen Do-not-Track-Header zu aktivieren. Die Option findet sich unter dem Reiter „Erweitert“ und nennt sich „Websites mitteilen, dass ich nicht verfolgt werden möchte“. Dadurch wird einer aufgerufenen Webseite mitgeteilt, dass kein Tracking-Cookie angelegt werden soll. Es liegt jedoch an der Webseite, diesen Wunsch zu erfüllen.
4. Änderungen unter der HaubeDie Gecko Engine wurde auf Version 2.0 hochgesetzt. Ein neuer Parser liest nicht nur Webseiten schneller ein, sondern versteht auch HTML5 besser. So ist eine Kompatibilität zu Inline-SVG gegeben. Viele Parser-Bugs, die hauptsächlich durch fehlerhaftes HTML auftraten, sind ebenfalls nicht mehr vorhanden.
5. FazitMit Firefox 4 schickt Mozilla wieder einen konkurrenzfähigen Browser ins Rennen. In puncto Geschwindigkeit schließt Firefox 4 zur Konkurrenz auf. Getreu der Gestaltung anderer moderner Browser wurde die Oberfläche deutlich entschlackt, um so viel Platz wie möglich zur Anzeige von Webseiten zu schaffen. Diese optische Umgestaltung war bezüglich der Kriterien moderner Browser längst fällig. Die Neuerungen unter der Haube sind für die Anzeige moderner Inhalte absolut notwendig. Nach kurzer Umgewöhnungsphase kommt man recht gut mit der neuen Oberfläche zurecht. Ich persönlich rate jedem Firefox-User, auf Version 4 umzusteigen.
PCDFlocke, 03.04.2011
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