Datum: | Artikel, Artikel 2017

martHome, Einbruch, stockWERK @ Fotolia..com

Das intelligente Zuhause wird allmählich Realität: das vernetzte Eigenheim bietet scheinbar ungeahnte Möglichkeiten, den Komfort, die Sicherheit und die Effizienz zu steigern. Wenn Sie aktuell selbst über die Anschaffung eines Smart Home-Systems nachdenken, müssen Sie sich zunächst für einen Anbieter entscheiden. Google Home ist bereits verfügbar, Amazon hat mit dem „Echo“ in den letzten Monaten Erfolge gefeiert. Zu einem smarten Zuhause braucht es zwar noch ein bisschen mehr als intelligente Assistenten und Lautsprecher, dennoch bieten diese Systeme eine gute Grundlage. Möglicherweise könnte sich aber lohnen, auf denen für Anfang 2018 angekündigten Apple HomePod zu warten. Schon heute lassen sich die eigenen vier Wände mit dem Zubehör des Erfolgsunternehmens aus Cupertino intelligenter gestalten. Wo liegen die Unterschiede?

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Einfach zu bedienen: Apple HomeKit

Zunächst einmal stellt sich natürlich die Frage, was ein solches System überhaupt kann: der Klassiker ist die Lichtsteuerung per Smartphone, auch intelligente Schalter, Fenster oder Thermostate lassen sich in das Eigenheim integrieren. Unter dem Namen „HomeKit“ ist bereits eine Menge kompatibles Zubehör für den Apple-Kosmos erhältlich, welches mit der Home App gesteuert werden kann. So lassen sich auch Überwachungskameras integrieren; ohne vor die Tür zu gehen sehen Sie also, wer gerade geklingelt hat – übrigens auch von unterwegs aus.

Die Garagentore lassen sich problemlos öffnen, ohne das Auto verlassen zu müssen. Wie bei Apple typisch werden an die Kompatibilität hohe Maßstäbe gelegt; die Anwendung lässt sich einfach bedienen. Mit wenigen Wischgesten kann beispielsweise kontrolliert werden, ob das Fenster im Wohnzimmer noch geöffnet ist. Das Potenzial des Smart Home erschließt sich schnell: konsequent mit intelligenten Sensoren ausgestattet, kann schnell überprüft werden, ob die Beleuchtung in einem Raum vergessen wurde oder ein elektrisches Gerät noch im Betrieb ist. Das klassische Anwendungsbeispiel ist die Familie, die sich nach der hektischen Abreise in den Urlaub nicht mehr ganz sicher ist, ob Herd und Bügeleisen tatsächlich noch abgeschaltet wurden. Viele Brände entstehen tatsächlich durch vergessene elektrische Geräte, weshalb neben dem Aspekt des Komforts und der Stromersparnis auch die Sicherheit keinesfalls außen vor gelassen werden durfte – zumal sich natürlich auch Alarmsysteme mit dem HomeKit kombinieren lassen.

Was Google Home leistet

Auch Google Home bietet ähnliche Funktionen und ermöglicht über den intelligenten Lautsprecher gleichzeitig noch eine Steuerung per Sprachbefehl. Im Vergleich zum Apple HomeKit ist man bei der Konkurrenz durchaus im Vorteil, Apple wird mit dem eigenen Lautsprecher HomePod aber in wenigen Monaten nachziehen.

Google Home

Google Home, Bildrechte: Google

Wenn Sie sich also jetzt für eines der beiden Systeme entscheiden möchten, sollte diese Funktionalität kaum den Ausschlag geben – zumal sich natürlich auch das Apple HomeKit per Siri bedienen lässt. Problematisch sind hingegen eher die unterschiedlichen Standards, die auch für Einschränkungen hinsichtlich der Kompatibilität sorgen. Besonders beliebte Produkte wie die smarten Hue-Leuchten von Philips sind zwar mit beiden Systemen kompatibel; Einschränkungen gibt es dennoch. Idealerweise sollten Sie sich also im Vorfeld überlegen, welche Produkte konkret angeschafft werden sollen, und dann von der smarten Steckdose über den Sensor für die Qualität der Raumluft bis zur IP-Kamera überlegen, welches System für Sie in Betracht kommt. Beachtet werden muss natürlich, dass für das Apple HomeKit auch ein iPhone oder iPad notwendig ist.

Eigene Smart Home-Lösung als Alternative?

Die Lösung könnte durchaus darin bestehen, auf kein System der etablierten Hersteller zu setzen und sich das Smart Home selbst zusammenzustellen. Denn die bereits genannten Philips Hue-Leuchten verfügen beispielsweise über eine eigene Bridge, die eine Verbindung mit dem Router ermöglicht. In Verbindung mit einem günstigen, intelligenten Lautsprecher wie dem Amazon Echo Dot lassen sich viele Funktionen bereits nutzen, ohne dass große Investitionen getätigt werden müssen. Besonders interessant ist die selbst zusammengestellte Lösung vor allem dann, wenn es Ihnen nur um bestimmte Aspekte geht – beispielsweise eben die Steuerung einiger Elektrogeräte per intelligenter Steckdose oder die Lichtsteuerung. Wer das ganze Haus intelligent gestalten und die derzeitigen technischen Möglichkeiten nutzen möchte, wird ohnehin sehr hohe Investitionen tätigen müssen.

Fazit: vernetztes Zuhause bietet viel Potenzial

Am Ende zeigt sich also: das Smart Home bietet eine Reihe spannender Möglichkeiten, die das Wohnen in den eigenen vier Wänden noch sicherer und komfortabler machen. So lassen sich beispielsweise Voreinstellungen übernehmen, sodass auf Knopfdruck „Kinoatmosphäre“ geschaffen wird: das Heimkinosystem schaltet sich ein, das Licht wird gedimmt und die Rollläden werden heruntergefahren. Erreichen lässt sich eine solche Gestaltung durch kompatible Produkte für Systeme wie Google Home oder das Apple HomeKit; alternativ können Sie Ihr Smart Home allerdings auch von verschiedenen Anbietern selbst zusammenstellen. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass Sie gegebenenfalls mehrere Apps zur Steuerung benötigen.

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