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Internetseite erstellen

Wer heutzutage ein passendes Unternehmen sucht oder mehr zu einem bestimmten Thema erfahren möchte, startet seine Suche meist im Internet. Deshalb ist es sinnvoll für Unternehmen, eine eigene Internetseite zu erstellen, auf der Sie über Ihre Dienstleistungen, einen Themenbereich oder generell über Ihre Person informieren. Eventuell können Sie mit Ihrer Webseite sogar Geld verdienen.

In unserem Ratgeber zeigen wir, welche Möglichkeiten es gibt, eine Internetseite zu erstellen und was Sie benötigen, damit diese im World Wide Web erscheint. Zusätzlich geben wir Ihnen noch einige Tipps, wie Sie vorgehen sollten, um Ihre Webseite möglichst ansprechend zu gestalten.

  • Je nach Größe der Website und den Inhalten, die auf diese hochgeladen werden sollen, gibt es unterschiedliche Methoden, die Internetseite zu erstellen.
  • Damit eine Webseite von überall abrufbar ist, werden eine Domain und ein Webhoster benötigt. Diese müssen Sie in der Regel monatlich oder einmal im Jahr bezahlen.
  • Damit Ihre Webseite übersichtlich und benutzerfreundlich wird, sollten Sie im Vorhinein eine Skizze erstellen, wie die fertige Webseite aussehen soll.

1. Die eigene Internetseite erstellen

Je nach eigener Erfahrung und dem Zweck der Website, gibt es verschiedene Methoden, um eine Internetseite zu erstellen. Mit allen drei Varianten ist es grundsätzlich möglich, eine professionelle Webseite zu gestalten. Dennoch sollten Sie sich im Vorhinein gut überlegen, wie Sie Ihre eigene Webseite erstellen, denn eine nachträgliche Änderung ist sehr kompliziert. Im Folgenden stellen wir alle Varianten vor und zeigen, für welche Anwender sie geeignet sind:

1.1. Homepage-Baukasten

Die einfachste Möglichkeit, eine Website zu gestalten, sind sogenannte Baukastensysteme. Für sie sind in der Regel keine Programmierkenntnisse und nur eine sehr kurze Einarbeitungszeit erforderlich. Die Erstellung der eigenen Website ist dabei so angelegt, dass sie relativ intuitiv und schnell funktioniert. Dementsprechend sind solche Angebote für Personen geeignet, die bisher noch keine Webseite erstellt haben und keine Zeit haben, sich sehr ausführlich mit der Programmierung bzw. der Bedienung eines Content-Management-Systems zu befassen.

Internetseite mit Baukastensystem erstellen

Ein Homepage Baukasten funktioniert relativ intuitiv und verfügt über eine große Auswahl an Vorlagen, aus denen Sie sich eine passende aussuchen können.

Ein großer Vorteil ist, dass Sie nur einen Anbieter brauchen, um Ihren gesamten Internetauftritt zu gestalten, denn den Webspace zum Speichern der Internetseite sowie die eigene Domain können Sie über den gleichen Anbieter beziehen. Dadurch können Sie sich sehr schnell über einen Überblick über die anfallenden Kosten verschaffen. Zudem sorgt der Anbieter dafür, dass Ihre Internetseite regelmäßig geupdated wird und Sicherheitslücken schnell geschlossen werden.

Einfache Projekte, wie die Erstellung einer Online-Visitenkarte, auf der die Kontaktdaten eingetragen werden, sind problemlos möglich. Insofern eignet sich ein Baukastensystem vor allem für Unternehmen, die zwar eine Online-Präsenz aufbauen wollen, ihr Geschäft aber nach wie vor im persönlichen Kundenkontakt abwickeln. Der Internetauftritt ist also in erster Linie nur dafür gedacht, Kunden zu gewinnen, die online nach einem passenden Unternehmen suchen. Aber auch für Privatpersonen, die beispielsweise über ihr Hobby z.B. in Form eines Blogs informieren wollen, ist das Baukastensystem gute Lösung.

Je mehr spezielle Elemente Sie aber auf Ihrer Internetseite brauchen, desto schwieriger wird die Umsetzung mit einem Baukastensystem. Einfache Blogs können Sie meistens noch kostenlos hinzufügen, für komplexere Funktionen fallen aber zusätzliche Kosten an. In vielen Fällen besteht auch überhaupt keine Möglichkeit, die benötigte Funktion zu integrieren. Für größere und kompliziertere Webprojekte empfiehlt es sich deshalb, ein Content-Management-System (CMS) zu benutzen, auch wenn diese westlich komplizierter sind und in der Regel keine Supportunterstützung haben.

Tipp: Viele Anbieter von Baukastensystemen haben kostenlose Testversionen, mit denen Sie ausprobieren können, ob das Angebot die Anforderungen erfüllt.

1.2 Content-Management-Systeme

Internetseite mit Content-Management-System erstellen

Ein Content-Management-System ermöglicht es, die Inhalte einer Seite effektiv zu verwalten.

Mit einem Content-Management-System können Sie relativ einfach Ihre eigene Website erstellen und gleichzeitig flexibel auf die zukünftigen Anforderungen reagieren. Dafür ist jedoch ein Template notwendig, das das Layout Ihrer Webseite bestimmt. Je nach Kenntnisstand können Sie dieses entweder selbst erstellen oder auf vorgefertigte Templates zurückgreifen, die Sie nur noch auf Ihre Bedürfnisse anpassen müssen. Dabei gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Templates, die sich in ihrer Qualität stark unterscheiden.

Der Vorteil an dieser Vorgehensweise ist, dass Sie auch vorgefertigte Templates immer individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen können und sich nicht in den engen Grenzen eines Baukastensystems bewegen. Bei Templates, die eine Customizing-Funktion bieten ist die Anpassung zudem relativ einfach möglich, für sehr spezielle Wünsche muss allerdings der Code bearbeitet werden bzw. ein CSS-Dokument hinzugefügt werden.

Content-Management-Systeme sind dafür ausgelegt, dass neue Texte und Bilder problemlos in die Internetseite integriert werden können. Bei großen Webseiten ist die Verwaltung also wesentlich einfacher als bei Baukastensystemen.

Die bekanntesten Content-Management-Systeme wie WordPress, Joomla oder Typo3 können kostenlos verwendet werden, müssen aber davor auf dem Webspace installiert werden. Am einfachsten gelingt das, wenn Ihr Webhoster eine sogenannte One Click Installation der Software anbietet, bei der Sie keine manuellen Veränderungen an den Zugriffsrechten und Konfigurationen vornehmen müssen.

Der Nachteil an solchen Open-Source CMS-Programmen ist, dass sie regelmäßig upgedated werden müssen und über keine offizielle Supportfunktion verfügen. Bei Problemen kann Ihnen deshalb nur die Community oder ein professioneller Webdesigner helfen, der entsprechend entlohnt werden möchte. Dadurch kann Ihre Internetseite wesentlich teurer werden als ursprünglich beabsichtigt.

Tipp: Für die großen CMS-Programme gibt es viele kostenlose Anleitungen und Hilfestellungen im Internet. Sie sind also nicht auf sich alleine gestellt.

1.3 Webseite programmieren

Internetseite selbst programmierenDie größte Freiheit und Flexibilität bieten selbstverständlich eigens programmierte Websites. Neben viel Übung und theoretischem Wissen braucht man dafür allerdings viel Zeit und vor allem einen großen Durchhaltewillen, denn Probleme, Bugs und Frustration sind sprichwörtlich "vorprogrammiert". Doch die Mühe, seinen eigenen Stil zu entwickeln, kann sich lohnen, besonders, wenn man unter den vielen Konkurrenten im Web hervorstechen möchte. Einen ersten Eindruck, was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre eigene Homepage programmieren, finden Sie hier.

Für große Unternehmen kann es sich lohnen, Webdesigner mit der Erstellung einer Webseite zu beauftragen, die den individuellen Stil des Unternehmens repräsentiert. Bei kleineren Projekten stehen die Kosten jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen.

2. Was man für die eigene Website benötigt

2.1 Die richtige Domain

Das erste, was man benötigt, um eine Internetseite zu erstellen, ist eine eigene Domain. Diese sollte möglichst einprägsam sein und in etwa den Themenbereich abstecken, mit dem sich die Webseite befasst. Wenn Sie eine eigene Domain erstellen, sollten Sie zudem kontrollieren, wie leicht sie mit anderen URLs verwechselt werden kann. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren (Marken-) Namen in die Domain einbauen.

Außerdem sollten Sie bei Ihrer Auswahl unbekannte Domainendungen vermeiden, auch wenn sie wesentlich günstiger sind. Häufige Endungen wie ".de" oder ".com" sind ein Qualitätsmerkmal von Domains und werden bei Google wesentlich besser gerankt als Endungen, die man noch nie gehört hat.

2.2. Der passende Webhoster

Mit der eigenen Domain, über die die Website erreichbar ist, kann man sich dem zweiten Schritt zuwenden:  dem geeigneten Webspace, auf dem die Seite gespeichert wird. Bei Baukastensystemen sind Sie meistens an einen Anbieter gebunden, bei Content-Management-Systemen und eigens programmierten Webseiten haben sie aber die freie Auswahl, welchen Anbieter Sie für Ihr Webhosting nutzen wollen. Die einfachsten und günstigsten Webhoster bieten einen fest definierten Speicherplatz, den man für sein Projekt nutzen kann. Um dabei das beste Angebot zu finden sollte man neben dem Preis folgende Kriterien im Blick haben:

  • Erreichbarkeit: Ein guter Webhoster zeichnet sich dadurch aus, dass die Webseiten auf seinen Servern immer erreichbar sind. Die besten Anbieter haben nur wenige Minuten Ausfallzeit im Monat.
  • Severstandort: Die Datenanbindung eines Rechenzentrums ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Webseite. Webseiten mit niedrigeren Antwortzeiten sind nutzerfreundlicher und werden besser gerankt.
  • Rechenkapazität: Ebenso wie die Datenanbindung beeinflusst auch die Rechenleistung die Geschwindigkeit einer Internetseite.
  • Speicherplatz: Die Preiskategorien sind meist nach dem zur Verfügung stehenden Speicher eingeteilt. Je nach Projektart können die Anforderungen sehr unterschiedlich ausfallen. 10 GB sind aber meistens absolut ausreichend.
  • Support: Fragen oder Probleme können oft nur mit einem direkten Ansprechpartner geklärt werden. Gute Anbieter sind immer für Ihre Kunden erreichbar.
  • Backups: Da es immer wieder zu Datenverlusten kommen kann, ist es wichtig, dass Ihr Anbieter regelmäßig Sicherheitskopien erstellt.
  • SSL-Zertifikat und mySQL-Datenbank: Moderne Anbieter von Webspace sollten sowohl über eine SSL-Verschlüsselung als auch eine mySQL-Datenbank verfügen.

Für große Webprojekte kann auch ein dedicated bzw. managed Server angemietet werden. Das hat den Vorteil, dass die Rechenkapazität nicht mit anderen Internetseiten geteilt werden muss.

2.3. Die meisten Webseiten benötigen ein Impressum

Wenn Sie eine Internetseite erstellen und diese in Deutschland betreiben, müssen Sie darauf achten, dass Sie verpflichtet sind, ein Impressum bereitzustellen. Einzige Ausnahme sind Webseiten, die nicht geschäftsmäßig genutzt werden und ausschließlich privaten Zwecken dienen. Die Grenze zwischen einer privaten Website und einem geschäftsmäßigem Angebot ist aber oft fließend. Im Zweifelsfall sollten Sie deshalb ein Impressum hinterlegen, um keine Abmahnung zu riskieren. Welche Angaben darin enthalten sein müssen, können sie dem Telemediengesetz §5 entnehmen.

Wenn Sie Anzeigen auf Ihrer Internetseite schalten, um Werbeeinnahmen zu erzielen, oder sonstige Monetarisierungsmöglichkeiten nutzen, sind Sie verpflichtet ein Impressum zu hinterlegen.

3. Tipps zur Erstellung der eigenen Internetseite

Das wichtigste, wenn Sie eine Internetseite erstellen, sind natürlich die Inhalte und das Aussehen der Website. Im Folgenden haben wir einige Tipps für Sie gesammelt, die Ihnen helfen sollen, Ihre Internetseite aufzubauen:

3.1 Brainstorming und Mindmaps

Bevor Sie sich in den Code stürzen oder ein Template kaufen, sollten Sie genau analysieren, welche Bereiche Sie benötigen. Am besten machen Sie sich eine Skizze, bevor Sie die eigentliche Homepage erstellen. Dadurch gehen Sie sicher, dass Sie keine Kategorie vergessen und später womöglich die gesamte Website umgestalten müssen. Es empfiehlt sich außerdem, eine Übersicht über die einzelnen Unterseiten zu erstellen. Dafür eignet sich beispielsweise eine einfache Excel Tabelle.

3.2 Ideen sammeln

Merken Sie sich Internetseiten, bei denen Ihnen das Layout gefallt, am besten schreiben Sie sie sogar auf. Dadurch haben Sie Anregungen und Ideen, um Ihre eigene Website zu erstellen. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihren Inhalt übersichtlich ordnen sollen, können Sie sich immer anschauen, wie andere Internetseiten das Problem gelöst haben.

3.3 Für mobile Geräte optimieren

Ein Großteil des Webtraffics findet über mobile Geräte wie Handys oder Tablets statt. Damit Ihre Inhalte auch von diesen Geräten problemlos abrufbar sind, sollten Sie ein Responsive Webdesign wählen, dass sich flexibel auf die Bildschirmgröße anpasst.

3.4 Für Übersichtlichkeit sorgen

Die meisten kennen es von sich selbst: Wenn die gewünschte Information nicht in sekundenschnelle sichtbar ist, verlässt man die Webseite wieder. Deshalb sollten bei Erstellen einer Internetseite darauf achten, dass alles übersichtlich ist und die wichtigsten Informationen beim ersten Blick ins Auge fallen. Ansonsten kann es dazu kommen, dass die Besucher Ihre Internetseite frühzeitig verlassen und Sie schlechter bei Google gerankt werden.

3.5. Suchmaschinenoptimierung erhöht die Sichtbarkeit

Die wenigsten werden Ihre Webseite abrufen, indem Sie die URL in ihren Browser eingeben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich überlegen, mit welchen Sucheingaben, die Internetnutzer Sie finden sollen. Um die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen zu erhöhnen, sollten Sie diese Begriffe in Ihren Texten verwenden. In den meisten Fällen passiert das aber ganz automatisch.

3.6. Ein ansprechendes Design wählen

Webdesign ist natürlich Geschmackssache. Trotzdem sollte Ihre Webseite möglichst alle Besucher ansprechen. Farbkombinationen, Schriftarten und Logos sollten deshalb aufeinander abgestimmt werden und nicht zu oft abgewechselt werden. Ein festes Designschema hat zudem einen Wiedererkennungswert und verdeutlicht die Zusammengehörigkeit der Unterseiten.

3.7 Bilder einfügen

Bilder machen eine Website optisch ansprechend und erleichtern den Lesefluss. Wenn Sie eine Internetseite erstellen, sollten Sie immer thematisch passende Bilder einfügen, die den Website-Besucher dazu anregen, den zugehörigen Text zu lesen. Natürlich müssen Sie aber nicht alle Fotos selbst schießen: im Internet finden Sie viele Portale, auf denen Sie Stockfotos erwerben können. Zudem gibt es auch noch Internetseiten, auf denen Sie lizenzfreie Bilder downloaden können.

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