Datum: | Artikel 2017

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Ein eigener Internetanschluss ist mittlerweile aus den meisten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Der einfache Internetzugang von mehreren Geräten setzt nicht nur einen eigenen DSL-Anschluss mit hoher Geschwindigkeit, sondern auch ein eigenes Drahtlosnetzwerk voraus. Vielfach ist das Risiko, was mit diesem einhergeht, jedoch nicht bekannt. Um sich vor Angriffen und Missbräuchen im Heimnetzwerk zu schützen, müssen einige Dinge beachten werden.

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Welche Schäden können Angreifer im Heimnetzwerk anrichten?

Schafft es ein externer Angreifer sich Zugang zum Heimnetzwerk zu verschaffen, kann dieser zahlreiche Schäden anrichten. Zuallererst bedeutet der Zugang zum eigenen Heimnetzwerk, dass die dort gespeicherten Dateien zugänglich sind. Also kann der Angreifer auf Fotodatenbanken oder andere Inhalte zugreifen, die etwa auf einer Netzwerkfestplatte gespeichert sind.

Darüber hinaus erhält der Angreifer natürlich über den eigenen Anschluss Zugang zum Internet. Durch die Nutzung von illegalen Download-Seiten im Internet oder Torrent-Plattformen können Inhalte heruntergeladen werden, die urheberrechtlich geschützt sind. Nach dem Angriff verschwindet der Angreifer mit den heruntergeladenen Inhalten wieder, wobei der Inhaber des Anschlusses die rechtliche Verantwortung trägt.

Externe Festplatte an Computer, Backup, Image

Sichern Sie wichtige Daten auf z.B. externe Festplatten

Die größten Schäden können allerdings direkt auf den jeweiligen Geräten angerichtet werden. Verschafft sich ein Angreifer Zugang zum Heimnetzwerk, hat dieser in einigen Fällen auch die Möglichkeit, Schadsoftware auf den einzelnen Computern zu installieren, die sich ebenfalls im Netzwerk befinden. Dies können zum Beispiel Trojaner sein, die den Computer langfristig ausspähen oder Viren, die das Gerät komplett unbrauchbar machen.

Das eigene Heimnetzwerk schützen – Die richtige Verschlüsselung

Generell liegt der größte Schwachpunkt des persönlichen Heimnetzwerkes in der drahtlosen Internetverbindung mittels Wi-Fi. Verbindungen über Netzwerkkabel sind weitaus weniger anfällig, da potenzielle Angreifer sich physischen Zugang zum Netzwerk beschaffen müssten. Dies ist mit einem Drahtlosnetzwerk nicht nötig, der Angreifer muss es lediglich schaffen, sich in das Wi-Fi Netzwerk einzuwählen und kann anschließend zahlreiche Schäden hinterlassen. Noch immer nutzen viele Internetnutzer am eigenen Wi-Fi Router keine ausreichende Verschlüsselung für das Netzwerk.

W-Lan-Router

Moderne WLAN-Router unterstützen auch WPA und WPA2

Der mittlerweile veraltete Verschlüsselungsstandard WEP sollte unbedingt vermieden werden. Für eine sichere Verschlüsselung sollten Sie einen Router mit WPA2-Verschlüsselung nutzen. Dieser bietet hohe Sicherheitsstandards und sorgt trotzdem für eine hohe Verbindungsgeschwindigkeit.

Das eigene Heimnetzwerk – das richtige Passwort

Eine zentrale Rolle spielt bei der Sicherheit des Heimnetzwerkes neben dem Verschlüsselungsprotokoll natürlich das Passwort, mit dem das Heimnetzwerk geschützt wird. Ist dieses schwach, kann es problemlos von Angreifern geknackt werden. Das Zugangspasswort sollte also über mindestens acht Stellen verfügen und einzigartig sein. Dazu sollte möglichst eine Kombination aus Wörtern, Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden. Passwörter werden typischerweise durch das systematische Ausprobieren von gängigen Passwörtern geknackt. Dieser Praktik kann mit einem einzigartigen Passwort einfach vorbeugt werden.

Wichtiger Schutz bietet Sicherheitssoftware

Tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass sich ein Angreifer Zugang zum persönlichen Netzwerk verschafft, muss die letzte Instanz der eigenen Netzwerksicherheit greifen. Die Absicherung der einzelnen Geräte. Dafür ist die Nutzung einer qualitativ hochwertigen Sicherheitssoftware bzw. Antivirus-Software essenziell. Denn nicht jede Antivirus-Software schützt den Computer wirklich gegen alle Angriffe. Zum Vergleich von verschiedener Antivirus-Software eignen sich spezialisierte Anbieter wie software.de, die zahlreiche Produkte bereitstellen und einen einfachen Vergleich der Features ermöglichen.

Den meisten Nutzern ist schlichtweg nicht klar, welchen Risiken sie sich mit der Nutzung des eigenen Heimnetzwerkes ohne richtigen Schutz aussetzen. Angreifer können bequem in ihrem Auto vor dem Haus stehen und Ihr Wi-Fi Netzwerk angreifen, ohne dass sie es bemerken. Deshalb sollte der grundsätzliche Schutz mit der richtigen Verschlüsselung und einem starken Passwort zweifellos vorhanden sein. Zudem ist die Nutzung von Sicherheitssoftware auf den einzelnen Computern generell jedem Nutzer anzuraten.

59 Bewertungen

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auf “Sicherheit im Heimnetzwerk – so schützen Sie Ihren Internetzugang”

  1. Tom_Schauer

    Das Thema kann man nicht oft genug ansprechen. Ich war letztens auch bei Freuden in der neuen Wohnung und habe fast schon standardmäßig nach dem WLAN Passwort gefragt. Das war nicht gerade sicher, aber eben einfach zu merken. Das ist besonders kritisch, da Sie auch einiges an Smart Home Technik in der neuen Wohnung haben, wohl hier ( https://www.steckplatz.de/Smart-Home ) online bestellt. Das hängt ja alles auch am WLAN und wenn man leicht ins Netzwerk kommt, dann kann schon großer Schaden entstehen. Letztens wurde ja auch erst eine Studie zu den beliebtesten Passwörtern veröffentlicht. Da waren schon kuriose und zeitgleich gefährliche Sachen dabei. Lieber wähle ich ein komplexes Passwort und schreibe es auf und hefte es ab.

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