Datum: | Tests 2018

Spotify, Smartphone

Neben Apple Music und Amazon Unlimited gehört vor allem Spotify zu den großen Anbietern von Musik-Streaming und wird in vielen Vergleichen zum Testsieger ernannt. Im Folgenden erklären wir, warum Spotify häufig die Nase vorne hat, welche Preismodelle und Features es gibt und mit welchen Limitierungen sich Spotify auch kostenlos nutzen lässt.

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  • Mit Spotify kostenlos kann man zwar alle Titel hören, muss aber auf eine bessere Qualität, Offline-Modus sowie einige Abspielmöglichkeiten verzichten. Zudem werden zwischen den Songs immer wieder mal Werbeblöcke eingespielt.
  • Das kostenpflichtige Spotify Premium mit Offline-Modus und Musik in höchster Qualität gibt es auch als günstiges Studenten-Abo.
  • Spotify Family bietet Zugriff für bis zu 6 verschiedene Accounts, sofern diese an der gleichen Anschrift wohnen.

Verbreitung Musik-Streaming-Dienste

Musik-Streaming gibt es noch gar nicht so lange. Mit dem Aufkommen von MP3-Songs und deren illegaler Verbreitung über verschiedene Plattformen wie Napster oder eMule Mitte der 90er Jahre verstärkten die Rechteinhaber ihre Anstrengungen, auch auf legalem Wege digitale Musik zu verbreiten. Die Limitierungen (DRM, Formatchaos),  hohe Preise für einzelne Tracks und ganze Alben sowie Fragmentierung auf viele Anbieter führte dazu, dass sich das Geschäftsmodell „Onlinekauf von Musik“ nicht vollends durchsetzen konnte.

Musik, Streaming

Musik-Streaming bietet überall Zugriff auf Millionen von Titel

Spotify war nicht der erste Musik-Streaming-Dienst, konnte zum Start im Jahre 2008 aber bereits ein beachtliches Portfolio an Musik anbieten. Der Grund hierfür war vor allem, dass Spotify mit zahlreichen großen Musiklabels zusammenarbeitete. Die Limitierung anderer Streaming-Anbieter, welche nur bestimmte Labels anbieten konnten, war bei Spotify damit weniger ein Problem, wenngleich zu Anfang noch einige wichtige Künstler wie beispielsweise AC/DC oder für den deutschen Raum „Die Toten Hosen“ fehlten.

Was sind Musik-Streaming-Dienste?

Bei einem Musik-Streaming-Dienst werden frei wählbare Audio-Dateien aus einem riesigen Gesamtangebot per Stream zum Endgerät übertragen und dort abgespielt. Man erwirbt im Gegensatz zum herkömmlichen Musikdownload einer bezahlten Audio-Datei nur das Recht, den Stream abzuspielen. Abo-Modelle erlauben auch den Download von Titeln für einen „Offline-Modus“. Die Dateien sind aber nur mit einem gültigen Abo abspielbar.

Mit zunehmender Beliebtheit und dem Eintritt von Apple mit Apple Music sowie Amazon mit Amazon Unlimited geben aber immer mehr Künstler ihr „Veto“ gegen Streaming-Dienste auf, so dass viele Künstler heute selbstverständlich auch in Spotify und Co. zu finden sind. Dies geschieht eher aus geschäftlichen Gründen, da die Erlöse aus Musik-Streaming mittlerweile einen beträchtlichen Anteil am gesamten Musikmarkt haben.

Vorteile von Musik-Streaming

Musik-Streaming bietet vor allem den Vorteil, auf ein riesiges Musik-Archiv jederzeit (sofern eine Internetverbindung besteht) zuzugreifen, ohne die Musik erst auf das Endgerät kopieren zu müssen. Durch die ständige Verfügbarkeit auch aktueller Titel, Alben und Künstler entsteht weder ein Platzproblem noch die Frage, ob man für den aktuellen Anlass überhaupt die richtige Musik dabei hat. Der Anwender kann dabei in dem Katalog stöbern,  nach Titel und Interpreten suchen, auf vorgefertigte Playlists mit verschiedenen Musikrichtungen oder für verschiedene Anlässe zugreifen und natürlich auch eigene Playlists erstellen.  Bei den kostenpflichtigen Mitgliedschaften besteht auch die Möglichkeit, einen Teil der Wunschmusik offline auf dem Gerät zu speichern, um so die Musik auch ohne aktive Internetverbindung zu hören.

Spotify, Smartphone

Spotify ist Marktführer im Bereich Musik-Streaming

Ein weiterer Vorteil der Streaming-Anbieter sind die Algorithmen, mit denen man dem Kunden ähnliche, ihm vielleicht noch nicht bekannte Musik und Künstler empfiehlt. Was im Onlinehandel bereits funktioniert, ist auch bei Musik-Streaming eine gültige Formel:  Kunden, welche dieses Album hörten, gefiel auch….

Die mögliche Verbindung mit sozialen Netzwerken und Freundeslisten erweitert die Möglichkeit der Streaming-Dienste. Sie können beispielsweise andere an Ihrem Musikgeschmack teilhaben lassen, mit Freunden und Bekannten Playlisten teilen und diese sogar gemeinsam pflegen.

Musik-Streaming ersetzt keine Kaufmusik

Trotz des großen Angebots und der Möglichkeiten ersetzt Musik-Streaming keine Kaufmusik. Mit Beendigung des Abos  oder Einstellung des Dienstes hat man keinen Zugriff mehr auf die Musik. Audio-Enthusiasten werden zudem die meist nicht verlustfreie Komprimierung der Musik bemängeln und es einfach auch vermissen, ein CD-Booklet zu lesen, während man das Album dazu hört.  Beide Angebote, Kaufmusik und Musik-Streaming, können sich aber ergänzen:  Interesse für neue, noch unbekannte Musik weckt der Streaming-Dienst, was wiederum zum Kauf besonders gelungener Alben führen kann.

Spotify ist Marktführer im Bereich Musik-Streaming

Nach einer aktuellen Marktforschung von MIDiA Research vom September 2018 ist Spotify mit 36 Prozent aller zahlenden Abonnenten Marktführer, gefolgt von Apple Music (19%) und Amazon Unlimited mit 12 Prozent.  Damit machen die drei Anbieter über die Hälfte des Gesamtmarktes an Musik-Streaming aus, während Anbieter wie Deezer, Pandodra und andere eher eine Nebenrolle spielen.

Spotify, Smartphone

Spotify ist Marktführer

Bis zum Ende des 2. Quartals 2018 hatte Spotify weltweit bereits etwa 180 Millionen aktive Nutzer, von denen 83 Millionen ein kostenpflichtiges Abo nutzen. Analysten sehen im Bereich Musik-Streaming weiterhin ein hohes Wachstumspotential.

Spotify hat ein breit gefächertes Musikangebot, auch für Kinder und Hörbuchfans

Spotify bietet nach eigenen Angaben über 35 Millionen Tracks, was bisher aber keiner überprüft hat. Das Musik-Angebot reicht hierbei vom Mainstream bis hin zu eher ausgefallenen Musikrichtungen und Komponisten. In zahlreichen Tests wurde Spotify bei einem „Testwarenkorb von Musik“ eine Quote von 85 bis über 90 Prozent Verfügbarkeit bescheinigt, ein toller Wert.

Spotify unter Windows 10

Spotify unter Windows 10

Leider kann eigene Musik, welche Spotify nicht führt, nur auf lokaler Ebene über den PC oder Mac als Datenbestand mit aufgenommen werden, ist im Stream aber dann nicht verfügbar – im Gegensatz zu beispielsweise Apple Music.

Neben Musik bietet Spotify auch viele Hörspiele, Hörbücher und Podcasts an. Im Bereich Video ist Spotify noch sehr verwaist, bietet dafür aber viele exklusive Live-Mitschnitte verschiedener Künstler

Auch für Kinder hat Spotify ein tolles Angebot und kann mit vielen Künstlern wie Volker Rosin, Rolf Zuckowski oder Simone Sommerland sowie Hörspielen bekannter Kinderhelden wie Feuerwehrmann Sam, Bibi Blocksberg oder Leo Lausemaus glänzen.

Kindermusik und -hörspiele in Spotify

Kindermusik und -hörspiele in Spotify

Playlists nach Genres und Stimmungen, Empfehlungssystem

Die große Menge an Musik kann einen regelrecht erschlagen.  Spotify löst das Problem auf zwei verschiedenen Wegen. Zum einen finden sich in der Oberfläche von Spotify unter Browse Playlisten aktueller Charts, eine Liste der Neuerscheinungen sowie ein Button „Entdecken“. Daher verbirgt sich ein Empfehlungssystem mit einem „Mix der Woche“ und Empfehlungen für den Hörer, basierend auf seinen Hörgewohnheiten im Abgleich mit anderen Usern.

Empfehlungen in Spotify

Empfehlungen in Spotify

Ein weitere Säule sind die hochwertigen Playlists hinter „Genre und Stimmungen“.  Hier hat Spotify eigene Playlists nach Musik-Richtungen, Jahrzehnten oder bestimmten Anlässen wie Fitness, Party, Chillen, Romantik, Abendessen und vielen mehr thematisch zusammengefasst. Ohne viel Aufwand findet der Hörer hier schnell hochwertige Playlists mit einer in aller Regel guten Zusammenstellung verschiedener Titel.

Genre und Stimmungen

Genre und Stimmungen

Romantik in Spotify

Romantik in Spotify

Features, Funktionen und Soundqualität von Spotify

Spotify als App, im Browser oder über Spotify Connect

Spotify ist auf allen wichtigen Plattformen verfügbar:  ob als Smartphone- und Tablet-App für iOS oder Android, Desktop-Programm für Windows und MacOS, UWP-App für Windows 10, App Spielekonsolen wie die Sony Playstation oder Xbox One und als eigene App für viele Smart-TVs. Überall kann Spotify eigenständig genutzt werden.  Auch über den Webbrowser lässt sich Spotify nutzen, benötigt also nicht zwingend eine Installation auf einem Endgerät.

Viele Hardwarehersteller wie Denon, LG, Sony, Sonos, Teufel, Yamaha, Pioneer und viele andere haben Unterstützung für Spotify in ihre HiFi-Geräte implementiert.

Spotify auf verschiedenen Plattformen

Spotify auf verschiedenen Plattformen, Bildquelle: Spotify

Neben der vollwertigen Unterstützung als eigener Client bieten vereinzelt Geräte auch nur Spotify Connect als Unterstützung an. Dabei handelt es sich um eine Art „Fernbedienung“.  Beispielsweise wählen Sie mit dem Smartphone aus, was gerade abgespielt werden soll. Die Wiedergabe selbst erfolgt dann über das Empfänger-Gerät, etwa den Smart-TV oder WLAN-Lautsprecher.

Eigene Playlists, Behind the Lyrics und Offline-Musik

Die Spotify-App ist mit Funktionen vollgepackt, ohne dabei überladen zu wirken. Der Anwender kann komfortabel im Datenbestand nach Interpreten, Alben oder Titeln suchen, bekommt passende Empfehlungen zu seiner Suche und kann sehr einfach Alben, Playlists oder sogar Künstlern „folgen“ oder herunterladen.

Künstleransicht in Spotify

Künstleransicht in Spotify

Tracks können sehr einfach in eine bestehende oder neue Playlist mit aufgenommen werden. Wer mag, kann diese Playlist auch öffentlich lassen und für andere zum Mithören und sogar zum Editieren freigeben, so dass andere Hörer noch weitere Tracks hinzufügen können.

Playlists in Spotify

Playlists in Spotify

Soziale Netzwerke spielen in Spotify eine große Rolle.  Der Anwender kann daher Spotify mit Facebook oder Twitter verbinden und hier seine Musik präsentieren. Wer keine sozialen Netzwerke nutzt, kann sich aber auch mit Freunden innerhalb von Spotify austauschen und  - sofern freigegeben –  deren Musikgeschmack und aktuell gespielte Songs einsehen.

Social Media in Spotify

Social Media in Spotify

Die Darstellung der Inhalte ist dabei – egal auf welchem Endgerät – sehr gut gelungen und bietet mit Behind the Lyrics für ausgewählte Künstler während des Abspielens noch weitere Hintergrundinformationen zu dem aktuellen Track.

Spotify Behind the lyrics

Spotify Behind the lyrics

Die Musik kann ohne Unterbrechung abgespielt werden, was gerade bei Live-Alben oder Werken von Künstlern wie Pink Floyd oder Jean Michel Jarre, bei denen häufig ein Song in den nächsten übergeht, sehr praktisch ist.

Nahtlose Wiedergabe in Spotify

Nahtlose Wiedergabe in Spotify

Um Datenvolumen zu schonen oder Musik auch ohne aktive Datenverbindung hören zu können, bietet Spotify einen Offline-Modus. Mit dem können Sie Playlists, einzelne Tracks und ganze Alben auch auf dem Endgerät speichern. Spotify hat die Anzahl der möglichen Tracks von 3333 Liedern nun auf 10.000 Songs pro Gerät erhöht. Sie können auch einzelne Alben oder Tracks wieder auf dem Gerät löschen und so Speicherplatz freigeben. Für den Abgleich der Playlists lässt sich in den Einstellungen der Endgeräte festlegen, ob ein Abgleich nur bei WLAN oder auch bei einer Mobilfunkverbindung möglich sein soll.

Offline-Modus in Spotify

Offline-Modus in Spotify

Datenflats bei bestimmten Mobilfunkanbietern:Anbieter wie Telekom oder Vodafone bieten optionale Streaming-Flats (z.B. Stream On von T-Mobile) an, welche die Nutzung von Diensten wie Spotify erlauben, ohne dass diese Übertragung auf das Datenvolumen angerechnet wird. Die genauen Modalitäten erfahren Sie bei Ihrem Anbieter, die Angebote sind aber in aller Regel nicht mit dem Family-Tarif von Spotify nutzbar..

Spotify bietet keine verlustfreie Audioübertragung

Spotify nutzt den Ogg Vorbis Codec und kann damit die Musik nicht verlustfrei komprimieren.  Es stehen allerdings verschiedene Qualitäten zur Verfügung, mit denen eine Übertragung mit bis zu 320 kbit/sec möglich ist. Über den Browser nutzt Spotify eine Qualität von 160 kbit/sec.

Streamqualität in Spotify

Streamqualität in Spotify

Wie viel Datenvolumen verbraucht Spotify für eine Stunde Musik?: Wer Musik über die Mobilfunkverbindung streamt, kann in den Einstellungen den Datenverbrauch durch eine verringerte Ausgabequalität senken. Bei normaler Qualität mit 96 kbit/sec verbraucht eine Stunde Musik dann etwa 40 Mbyte. Bei hoher Qualität von 160 kbit/sec sind es bereits 70 MB, die in der Stunde anfallen.

Spotify kann kostenlos oder als Premium-Abo genutzt werden

Spotify ist im Gegensatz zu Apple Music oder Amazon Unlimited auch kostenlos nutzbar, hat dabei aber einige Limitierungen. Neben der Beschränkung auf eine maximale Soundqualität von bis zu 160 kbit/sec ist vor allem die fehlende freie Songwahl ein großes Manko. Sie können in der Free-Variante nur im Shuffle-Modus Songs abspielen und Titel dabei nicht überspringen.  Einzige Ausnahme sind wenige spezielle Wiedergabelisten für Free-Nutzer, welche doch die gezielte Wiedergabe einzelner Titel erlauben. Zwischen allen Tracks sendet Spotify immer wieder mal ein Werbejingle. Der Offline-Modus zum Download von Musik ist auch dem kostenpflichtigen Abo vorbehalten.

Spotify, Smartphone

Spotify ist vor allem auf vielen Smartphones installiert

Spotify bietet für das Premium-Abo einen kostenlosen Probemonat. Nach Ablauf des Monats verlängert sich das Abo aber zahlungspflichtig um jeweils einen Monat. Das Abo kann sowohl über die Webseite als auch über den InApp-Kauf abgeschlossen werden. Spotify will von dieser Möglichkeit aber loskommen, da Apple einen nicht unerheblichen Teil der Abo-Gebühren für sich behalt. Kündigungen sind problemlos über die Webseite oder über die Abo-Verwaltung von iOS möglich, wenn das Abo über iTunes abgeschlossen wurde.

Rechtzeitig kündigen:Da der Probemonat nach Ablauf direkt in ein kostenpflichtiges Abo übergeht, sollten Sie bereits nach Aktivierung der Testphase das Abo kündigen. Der Probemonat kann mit dem Account trotzdem voll ausgeschöpft und jederzeit wieder ein Premium-Abo aktiviert werden.

Spotify bietet auch einen Familientarif für mehrere Accounts

Spotify kann mit einem Account auf bis zu drei Geräten genutzt werden. Das Problem hierbei: Es darf immer nur ein Gerät aktiv zum Streamen genutzt werden. Wenn Sie beispielsweise gerade Musik hören und der Partner einen anderen Song an seinem Gerät auswählt, wird auf Ihrem Gerät über Spotify Connect als einer Art „Fernbedienung“ der Song einfach geändert.

Ein weiteres Problem bei der Mehrfachnutzung mit einem Spotify-Account sind die Playlisten und Song-Empfehlungen, die sich miteinander vermischen.

Spotify bietet aber einen Family-Tarif für bis zu 6 verschiedene Accounts, welcher nur 5 Euro mehr im Monat kostet.  Über die Accountverwaltung der Webseite können Sie weitere Mitglieder in die „Familie“ über deren Mailanschrift einladen.

Achtung: Spotify verlangt in den Nutzungsbedingungengen zu Spotify Family, dass die weiteren Familienmitglieder an der gleichen Anschrift wie der Accountinhaber wohnen.  Spotify prüft dies neuerdings mit einer Nachfrage der Postleitzahl ab. Weitere Daten werden bisher noch nicht zum Abgleich herangezogen. Natürlich bleibt es jedem überlassen, hier bei der Abfrage eine „passende“ Postleitzahl einzutragen.

Alle Abo-Modelle von Spotify im Überblick

In der folgenden Tabelle haben wir die verschiedenen Modelle nochmals zusammengefasst:

Spotify Free Spotify Premium Spotify Family
Preis kostenlos 9,99 € monatlich 14,99 € monatlich
Anzahl Accounts 1 1 6
Offline-Modus
Werbefrei
Freie Titelwahl
Titel überspringen
Musikqualität maximal 160 kbit/sec 320 kbit/sec 320 kbit/sec

Spartarif für Studenten:Spotify bietet für Studenten einen reduzierten Abopreis von nur 4.99 Euro an, die ersten drei Monate sogar nur für 0,99 Euro.  Um sicherzustellen, dass das Abo auch nur von Studenten wahrgenommen wird, nutzt Spotify die Hilfe von UNIDAYS.

Spotify im Vergleich zu anderen Diensten wie Amazon Unlimited oder Apple Music

Apple Music vs Spotify: Apple Music bietet das gleiche Preismodell wie Spotify, kein kostenloses Abo und ist außerhalb der Apple-Welt nur schwer nutzbar. Für Apple Music spricht im Grunde daher nur die tiefe Integration in die Apple-Betriebssysteme. So sucht Siri direkt in Apple Music nach Musik und Interpreten, was bei Spotify nur über Alexa von Amazon möglich ist.

Amazon Unlimited vs Spotify: Amazon Unlimited hat auch eine große Musikauswahl, bietet aber nur für Nutzer von Amazon Prime einen Preisvorteil auf 7,99 Euro. Gegenüber Spotify fehlt auch Amazon Unlimited die Verbreitung auf vielen Plattformen, wobei neben Amazon Echo nun auch Bose, Sonos und andere Hersteller eine Implementierung für Amazon Unlimited einbauen.

Google Play Music vs Spotify: Der neue Musik-Dienst von Google bietet zwar eine riesige Auswahl, für den aufgerufenen Abo-Preis aber keine Vorteile gegenüber Spotify, zumal die Qualität auch auf 128 kbit/sec limitiert ist.

Deezer vs Spotify: Deezer kann mit über 40 Millionen Tracks aufwarten. Das besondere an Deezer ist vor allem der mit 20 Euro sehr teure Deezer HiFi-Tarfif, welcher die Musik mit FLAC verlustfrei komprimiert.

Tidal vs Spotify: Tidal bietet fast 50 Millionen Songs sowie Videos und auch Apps für alle wichtigen Plattformen. Zudem hat Tidal einige Künstler exklusiv in seinem Angebot. Für Tidal spricht vor allem wie bei Deezer die Möglichkeit der verlustfreien Wiedergabe von Musik, was bei Tidal aber 20 Euro als Premium-Abo und sogar 30 Euro als Familien-Abo kostet.

Apple Music Spotify Amazon Unlimited Deezer Tidal Google Play Music
Kostenlose Variante
Premium-Abo 10 € 9,99 € 9,99 € 10 € 10 € 9,99 €
Familientarif 15 € 14,99 € 14,99 € 15 € 15 € 15,99 €
Studententarif 5 € 4,99 € 4,99 € 5 € 5 € 5 €
Qualität Bis 256 kbit/sec Bis 320 kbit/sec Variable Bitrate, im Schnitt 256 kbit/sec Bis 320 Kbit/sec komprimiert und im Hifi-Abo mit bis zu 1411 Kbit/sec verlustfrei im FLAC-Format Bis 320 kbit/sec im Hifi-Abo mit bis zu 1411 Kbit/sec verlustfrei im FLAC-Format 128 kbit/sec
Besonderheit Direkte Integration in das Betriebssystem auf mobilen Plattformen und Apple TV Für viele Plattformen verfügbar, auch in viele Hifi-Geräte direkt implementiert Preisvorteil für Amazon-Prime-Nutzer auf 7,99 Euro, direkte Integration in Amazon Echo Hifi-Abo verlustfrei im FLAC-Format für 20 Euro im Monat Für doppelten Monatspreis auch als HIFI-Abo mit verlustfreiem FLAC Auch als Abo mit YouTube Premium für Videos

Fazit

  • Riesiges Musikangebot
  • Plattformunabhängig
  • Auch kostenlos nutzbar
  • Viele Funktionen der Clients nicht sofort ersichtlich
  • Free-Variante spielt nur „Shuffle“ ab
  • Musik nicht verlustfrei

Spotify kann im Test voll überzeugen. Ein riesiges, stimmiges Musikangebot und Hörspiele, ein breites Kinderangebot, sehr zugängliche Oberfläche der Clients, hohe Verbreitung auf Hifi-Geräten, gut zusammengestellte Playlists und redaktionelle Inhalte sowie verschiedene Abo-Modelle machen Spotify zu Recht zum Marktführer im Bereich Musik-Streaming.  Leider fehlt die Möglichkeit, eigene Musik mit in das Angebot für Streaming aufzunehmen. Hifi-Fans werden die verlustfreie Komprimierung vermissen, wobei der verwendete Codec mit 320 kbit/sec unter normalen Bedienungen keine Hörunterschiede erkennen lassen dürfte.

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