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Wenn Sie sich aktuell ein neues Smartphone oder einen neuen Laptop kaufen, werden Sie vermutlich immer wieder über den Begriff "USB Typ C" stolpern. Und Sie fragen sich vermutlich: Was ist USB-C überhaupt?

Gibt es einen Unterschied zwischen USB-C und den alten USB-Steckern?

USB-C ist die neue Technik mit einem kleineren und flachen Stecker, der nicht in die alten USB-Ports passt.

Welche Vorteile bringt der USB Typ C?

Damit lassen sich Daten schneller und auch gleichzeitig übertragen. Auch das Aufladen von Geräten wird damit deutlich beschleunigt.

Nutzen alles Geräte mittlerweile USB-C?

Noch nicht. Es gibt noch zahlreiche Hersteller, die noch den alten USB-Typ verwenden. Jedoch ist USB-C immer stärker im Kommen.

1. Mehr Speed beim Lade- und Datenstrom

port macbook gaming

Der USB-C-Anschluss ist deutlich kleiner als die alten Stecker.

Viele Geräte sind mittlerweile mit einem neuen USB-Anschluss ausgestattet. Dabei handelt es sich um USB Typ C oder auch einfach nur USB-C. Sowohl der Stecker als auch die Buchse sind wesentlich kleiner als der alte USB-Typ. Aber das ist nicht die einzige Änderung gegenüber den vorherigen Anschlüssen, denn USB-C verspricht viele Vorteile in der Datenübertragung, beim Aufladen eines Geräts sowie beim Anschließen des Kabels.

Die Neuerung besteht vor allem in der Geschwindigkeit der Übertragungsrate. Dadurch lassen sich gleichzeitig Strom, Daten sowie Audio und Video zwischen den Geräten transportieren. Ob ein USB-C-Anschluss aber auch wirklich alle diese Vorteile bringt, hängt immer davon ab, ob das Gerät die schnellere Technik auch wirklich unterstützt. Nicht jedes Handy, das einen solchen Anschluss besitzt, muss automatisch damit auf Full Speed arbeiten. Aber dazu später noch genaueres.

Tipp: Eine hilfreiche Erklärung der unterschiedlichen USB-Typen und Generationen finden Sie in unserer Übersicht.

2. Was ist der Vorteil von USB-C?

Der offensichtlichste Vorteil ist zunächst einmal, dass der neue Anschluss sehr klein und kompakt ist. Durch seine neue Bauweise ist er zudem verdrehsicher. Er kann also beliebig herum in die Buchse gesteckt werden. Sie werden damit nie wieder lange herumprobieren müssen, bis Sie den USB-Stecker endlich in der richtigen Position haben, um ihn einzuführen.

Diese Funktion ist natürlich äußerst praktisch und für viele Nutzer wahrscheinlich auch die Eigenschaft, die ihnen im Alltag am häufigsten eine Erleichterung bringt. Aber dafür alleine wurde der USB Typ C Anschluss natürlich nicht entwickelt. Seine Hauptfunktion ist die Einführung einer schnellen, universellen Schnittstelle.

2.1. Datenübertragung

Usb c adapter hdmi thunderbolt

Ein universaler Anschluss ist zwar praktisch, jedoch braucht es manchmal doch ein paar mehr Ports.

Mit dem neuen USB-Standard ist es möglich, neben dem Lade- und Datenstrom auch Audio- und Videodateien zu übertragen. Dabei werden auch die Übertragungsprotokolle PCI Express und Thunderbolt unterstützt. Außerdem ersetzen die USB-C-Anschlüsse zahlreiche anderen Anschlüsse wie HDMI, DisplayPort und 3,5mm-Audiostecker. Sie benötigen also nur noch einen USB-Port, mit dem Sie alle Signale übertragen können.

Einige neuere Laptops wie das Apple MacBook oder das Acer Chromebook verfügen sogar nur noch über einen oder zwei USB-C-Ports. Der Nachteil: Möchten Sie mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, müssen Sie sich eine Docking-Station oder einen Hub anschaffen.

2.2. Übertragungsrate

Mit USB 3.1 ist eine Übertragungsrate von 10 GBit/s möglich, mit USB 2.0 nur etwa 480 MBit/s. Der neueste USB-Standard 3.2 schafft sogar Transferraten von bis zu 20 GBit/s. In den Kabeln sind nämlich zwei Adernpaare enthalten, die parallel mit jeweils 10 GBit/s genutzt werden können.

In der Realität sind diese Geschwindigkeiten allerdings häufig nicht erreichbar. Meist verbauen die Hersteller aus Kostengründen in vielen Geräten nach wie vor USB 3.0- oder 2.0-Controller. Außerdem muss auf beiden Seiten des Kabels ein USB-C-Stecker vorhanden sein, damit eine Highspeed-Übertragung möglich ist. Ist auf der anderen Seite ein Typ-A- oder Typ-B-Stecker, führt das natürlich auch zu Einbußen bei der Übertragung. 

Hinweis: Möchten Sie ein USB-C-Kabel an einer älteren USB-Buchse nutzen, benötigen Sie einen Adapter. Auch hier sind aufgrund der älteren Technik der Buchse natürlich keine Highspeed-Transferraten möglich.

2.3. Ladefunktion

USB-Anschlüsse werden bereits seit vielen Jahren zum Aufladen insbesondere von Smartphones genutzt. Je nach Art kann das mitunter ziemlich lange dauern. USB 2.0 ist gerade einmal für 5 Volt und 0.5 Ampere ausgelegt. Bei Typ-C-Geräten wird die Ladezeit deutlich verkürzt, da die Technik eine höhere Leistungsaufnahme erlaubt. Hier können Geräte mit bis zu 5 Volt und 3 Ampere geladen werden. Dies hat den Vorteil, dass damit auch der Strombedarf von leistungsstarken Laptops befriedigt werden kann.

3. Logos sorgen für Verwirrung

gbits usb 3.1 kabel

"SS" für Super Speed, ein Blitz für Thunderbolt - es gibt noch zahlreiche andere Logos, die die unterschiedlichen USB-Typen kennzeichnen.

Aufgrund der unterschiedlichen USB-Generationen und -Typen gibt es mittlerweile viele unterschiedliche Schnittstellen, die hinter dem Standard stecken können. Diese werden häufig mit entsprechenden Symbolen gekennzeichnet, die jedoch mehr für Verwirrung sorgen, als diese zu beseitigen. Außerdem ist eine verbindliche Verwendung dieser Logos nicht vorgeschrieben, sodass Sie manchmal überhaupt nicht wissen, was für einen USB-Port Sie vor sich haben.

So ist beispielsweise ein USB mit Super Speed an der Kennzeichnung "SS" zu erkennen. Ein noch schnellerer USB 3.2 mit Super Speed Plus trägt das Logo "SS10". Ist überdies ein Power Delivery-Modus enthalten, ist ein Batterie-Symbol aufgedruckt. Thunderbolt hingegen ist mit einem Blitz gekennzeichnet.

Um zu wissen, über welche Funktionen Ihr USB-Anschluss also am Ende verfügt, müssen Sie sich zunächst über die einzelnen Symbole informieren.

4. Fazit

Der USB-Typ-C ist ein praktischer Helfer, der nicht nur Wartezeiten verkürzt, sondern auch als eine universelle Schnittstelle zahlreiche andere Anschlüsse überflüssig macht. Vor allem im Video- und Audiobereich, wo immer größere Datenmengen übertragen werden müssen, ist USB-C eine gelungene Verbesserung. 

Da die Einführung jedoch nur zögerlich vorangehen kann, da der alte USB-Standard noch überwiegt, werden diese Vorteile wohl noch eine Weile brauchen, bis sie wirklich in der Gesellschaft angekommen sind. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass die Spezifikationen nicht noch unübersichtlicher werden und es stattdessen zu einer Vereinheitlichung kommt.

Eine weitere Erklärung des USB-C Anschlusses finden Sie im folgenden YouTube-Video:

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