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Verschmiertes Display, Staub in der Ladebuchse und eine verdreckte Hörmuschel: Das Smartphone ist ein wahrer Magnet für Schmutz und Keime. Um Erkrankungen zu vermeiden, bietet sich eine regelmäßige Reinigung an. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand Ihr Handy reinigen und zukünftiger Verschmutzung vorbeugen können.

Ist es überhaupt notwendig, das Handy zu reinigen?

Besonders das Display ist ständig mit Fingerabdrücken und Fettschlieren übersehen. Aber auch zahlreiche Keime tummeln sich auf dem Smartphone, da lohnt sich eine regelmäßige Reinigung schon.

Gibt es spezielle Reinigungsprodukte für das Smartphone?

Vor allem zur Reinigung des sensiblen Displays sollten Sie nur auf entsprechende Produkte zurückgreifen. Andere Reinigungsmittel sind oft zu aggressiv für das Gerät.

Wie kann man Verschmutzungen vorbeugen?

Benutzen Sie das Handy am besten immer mit sauberen Händen und nicht an Orten, wo viele Keime herumfliegen. Zu weiteren Tipps zum Vermeiden von Schmutz.

1. Das Handy reinigen und Keime beseitigen

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Das Smartphone ist eine wahre Keimschleuder, auf dem sich zahlreiche Viren und Bakterien ansammeln.

Es verwundert sicherlich niemanden, dass sich auf dem Smartphone nicht nur Staub und Schmutz ansammelt, sondern auch allerhand Keime tummeln. Schließlich halten wir es ständig in den Händen, in der U-Bahn, beim Essen, im Wartezimmer beim Arzt und manchmal sogar auf der Toilette. Fingerabdrücke, Krümel und andere Partikel lassen das Handy schnell schmuddelig aussehen und sind noch dazu ein perfekter Nährboden für Krankheitserreger.

Es lohnt sich also, regelmäßig das Handy zu reinigen. Dadurch sieht es gleich wieder viel schöner aus, fühlt sich besser an und ist hygienischer. Außerdem kann es vorkommen, dass sich Schmutz und Staub in den Anschlüssen sowie Mikrofon- und Lautsprecheröffnungen festsetzen und dadurch deren Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

1.1. Wie häufig sollte man ein Handy reinigen?

Unterschiedliche Studien beweisen immer wieder: Die meisten Smartphones sind wahre Keimschleudern. Meistens handelt es sich dabei zum Glück um harmlose Bakterien, die wir beim Sprechen oder Ausatmen auf das Gerät übertragen. Daneben sind aber auch immer wieder Erkältungsviren, Fäkalbakterien und andere ungebetene Gäste darauf zu finden. Schließlich verbreiten sich die Erreger ganz leicht über Türklinken und andere Oberflächen, mit denen wir täglich in Berührung kommen und beim anschließenden Blick aufs Handy darauf übertragen.

Aus diesem Grund gilt: Regelmäßig das Handy reinigen sollte zur Gewohnheit werden. Wie oft Ihr Handy allerdings eine Reinigung benötigt, hängt ein bisschen vom Gebrauch ab. Wenn Sie sich grundsätzlich regelmäßig die Handy gründlich waschen und Ihr Smartphone weder auf der Toilette, noch in anderen potenziell unhygienischen Orten benutzen, ist die Keimbelastung natürlich auch deutlich geringer als bei Menschen, die zum Beispiel in einem Krankenhaus arbeiten und dort das Handy viel benutzen.

Trotzdem schadet es sicherlich nicht, etwa einmal pro Woche das Handy zu reinigen.

2. Regelmäßige Displayreinigung

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Mit einem Mikrofasertuch lässt sich das Display am besten reinigen.

Um das Display von Fingerabdrücken, Schlieren und Staub zu befreien, genügt zunächst ein einfaches Mikrofasertuch. Das hat den Vorteil, dass keine Fusseln zurückbleiben und sich in den feinen Ritzen am Bildschirmrand festsetzen. Auch ein trockenes Brillenputztuch ist hierfür geeignet.

Reiben Sie ohne großen Druck in kreisenden Bewegungen über den Bildschirm und entfernen damit Fettrückstände. Auch die Rückseite des Smartphones und die Kamera können Sie auf diese Weise säubern. 

2.1. Displayreiniger entfernen hartnäckigen Schmutz

Für eine gründlichere Reinigung gibt es spezielle Displayreiniger. Sprühen Sie diesen jedoch nicht direkt auf das Display, sondern geben eine kleine Menge auf das Mikrofasertuch und reiben damit vorsichtig über die verschmutzte Oberfläche. Mit der trockenen Seite können Sie anschließend nachwischen. Der Vorteil entsprechender Hygienesprays ist, dass sie schonend zu dem empfindlichen Touchscreen sind und gleichzeitig Keime abtöten.

Achtung: Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel, da diese dem Smartphone schaden. Auch Wasser, feuchte Brillenputztücher und alkoholhaltige Mittel sind nicht gut geeignet, um das Handy zu reinigen.

Ein Touchscreen ist eine sensible Oberfläche, die grundsätzlich nicht zu nass werden sollte. Seien Sie also sparsam mit dem Displayreiniger und achten darauf, dass keine Flüssigkeit in das Gerät eindringt.

3. Anschlüsse und Öffnungen von Schmutz befreien 

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Jeder Smartphone-Besitzer kennt diesen Anblick: Der ganze Bildschirm voll mit Fingerabdrücken und Fettschlieren.

Vor allem in der Ladebuchse oder dem Kopfhörereingang, aber auch in den Mikrofon- und Lautsprecheröffnungen sammeln sich häufig Dreck und Staub an. Manchmal funktionieren dann die Kontakte nicht mehr richtig oder die Hörqualität wird dadurch beeinträchtigt.

Sie können versuchen, mit einem kleinen Wattestäbchen die Bereiche zu säubern. Für kleinere Öffnungen und enge Zwischenräume ist auch ein Zahnstocher ein gutes Hilfsmittel, um Dreck herauszuholen. Seien Sie bei sämtlichen Öffnungen aber sehr vorsichtig und arbeiten ohne Druck, da Sie sonst empfindliche Kontakte beschädigen könnten. Auch Feuchtigkeit hat an den Anschlüssen nichts zu suchen

Manchmal hilft auch schon ein bisschen Pusten, um Staub aus den Öffnungen zu bekommen. Ein leichtes Druckluftspray ist ebenfalls ein gutes Hilfsmittel an diesen Stellen.

4. Handy reinigen und desinfizieren

Um das komplette Handy von Keimen zu befreien, gibt es spezielle Desinfektions-Tücher, mit denen Sie das Smartphone vorsichtig abreiben können. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer Reinigungsmasse: Sie erinnert etwas an Knete und ist leicht klebrig. Drücken Sie die Masse auf das Handy und ziehen Sie leicht wieder ab und der Dreck bleibt in der Masse hängen. Gleichzeitig besitzt sie eine desinfizierende Wirkung.

Im Video gibt es eine genaue Anleitung, wie die Reinigungsmasse angewendet wird.

5. Vorkehrungen gegen Verschmutzungen

Um das Handy vor Verschmutzungen zu schützen, gibt es natürlich auch einige Hilfsmittel. Dazu zählt ganz klassisch auch die Handyhülle. An Angeboten mangelt es hier definitiv nicht. Für sämtliche Modelle gibt es sie in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Der Vorteil solcher Hüllen ist, dass sie ganz einfach gereinigt werden können: Vom Handy lösen und je nach Material mit Spülmittel, Lederreiniger oder auch Desinfektionsmittel reinigen.

Zusätzlich bieten einige Hersteller Staubschutz-Stöpsel an, die Sie in die Ladebuchse oder den Köpfhörereingang stecken können.

5.1. Weniger Keime auf Displayfolie 

Um den Touchscreen zu schützen, gibt es zudem Schutzfolien. Sobald Sie den Bildschirm von Fett und Staub befreit haben, können Sie eine solche Folie draufkleben. Diese sind zwar nicht schmutzabweisend, schützen das Display aber vor Kratzern und Feuchtigkeit. Außerdem gibt es sogar Folien mit einer antibakteriellen Beschichtung, sodass sich weniger Keime dort ansammeln können.

Tipp: Generell ist es empfehlenswert, mit Ihrem Smartphone oder Tablet reinlich umzugehen: Vor der Nutzung regelmäßig Hände waschen, nicht beim Essen oder auf öffentlichen Toiletten benutzen und nicht direkt mit frisch eingecremten Händen anfassen. So können Sie Keimen und Fettflecken bereits sehr gut vorbeugen.

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