MTU, RWIN und TTL

Die Grundeinstellungen von Windows 95/98/NT für die DFü-Übertragung mit TCP/IP sind in vielen Fällen nicht optimal, obwohl Windows 98 ja eigentlich schon als Internet-Betriebssystem ausgelegt ist.

3 Werte sind hierbei von besonderer Bedeutung:

MTU (Maximum Transmission Unit)

Legt die Bytes pro Datenpaket fest. Die meisten Internetanbieter-Server arbeiten mit einer MTU von 576 Byte. Die Windows-Grundeinstellung ist 1500 Byte. Beim Verbindungsaufbau müssen die Computer einen optimalen MTU-Wert aushandeln, wobei immer der kleinste Wert benutzt wird.

Bei unterschiedlichen MTU-Werten muss der Router die Datenpakete teilen und separat weiterleiten. Da dies erheblich bremst, ist bei Windows ein MTU-Wert von 576 sinnvoll.

RWIN (Maximale Datenlänge)

Definiert die maximale Datenmenge, die ein Server sendet, bevor eine Empfangsbestätigung eingeholt wird. Die Windows-Standard-Einstellung ist eher ungünstig, da sie auf 8192 Byte eingestellt ist. Da im Internet aber häufig Fehler bei der Datenübertragung auftreten, ist ein viel kleinerer Wert sinnvoll.

Formel zur Berechnung eines Optimalen RWIN Wertes ist: (MTU-40)*4. Das entspricht bei einer Einstellung von MTU 576 = 2144. Wenn sich keine Verbesserung einstellt, ist das Experimentieren bis zum Faktor 8 sinnvoll.

TTL (Time to Live)

Lebensdauer eines Datenpaketes in Stationssprüngen, bevor es gelöscht wird. Durch die immer weiter zunehmende Größe des Internets ist es mittlerweile sinnvoll, ein Datenpaket länger leben zu lassen.

Die Windows-Grundeinstellung sieht 32 Stationen vor, was aber nicht immer ausreicht und so zu Verzögerungen führt. Ein optimaler Wert ist momentan 128 Stationen.

Tools zum Tunen von MTU und Co. gibt es in unserem Softwarearchiv, z.B. Dr. TCP oder DFÜ-Speed.

Weitere Informationen über MTU und Co. bietet www.gschwarz.de an.

Tipp: Aussetzer im DSL bei Nutzung eines Routers

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