| Windows klonen und lauffähig bekommen |
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| Artikel - Artikel 2006 | |||||||
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Seit Windows 2000 kann man ein per Image erstelltes Windows nicht einfach auf eine andere Partition spielen und als Notfallsystem von dort starten. Hintergrund sind feste Verweise in der Registry, welche geändert werden müssen. In dem folgenden Artikel stellen wir vor, wie Sie einen Windows-Klon als Notfall- oder Zweitsystem lauffähig bekommen. Unerklärbares und dessen LösungUnter Windows 98 war die Welt noch in Ordnung. Man konnte anhand der Partitionen genau vorhersagen, welches Laufwerk welchen Buchstaben bekommt. Mit dem Wissen ließ sich relativ leicht ein bereits fertig installiertes Windows 98 klonen, auf eine zweite Festplatte oder Partition zurückspielen und mit einem Bootmanager starten. Wer Gleiches mit einem System seit Windows 2000 versucht, wird regelmäßig Schiffbruch erleiden. Dies auch dann, wenn es sich um das gleiche Ausgangssystem handelt. Ein geklontes Windows XP lässt sich zwar zu Anfang über einen Bootmanager starten, bleibt dann aber mit einer Fehlermeldung hängen. Hintergrund dieses Fehlverhaltens sind Einträge in der Registry von Windows 2000 ff., mit denen das Betriebssystem jeder Partition neben einem Buchstaben auch eine eindeutige GUID (Globally Unique Identifier) vergibt. Unter HKEY_Local_Machine\ System \MountedDevices finden sich Volume-Angaben und die dazu eindeutige GUID. Vergebene Laufwerksbuchstaben werden an dieser Stelle dann der jeweiligen GUID einer Partition zugewiesen. Die eigentliche Reihenfolge der Partitionen hat für Windows 2000 durch diese Verfahrensweise keine Bedeutung.
In dem Screenshot erkennt man, dass die oben markierte Partition unten fest mit dem Buchstaben C verbunden wurde. LösungsmöglichkeitEinen Windows-Klon zu erzeugen, ist auf verschiedene Weisen möglich. Beispielhaft beschreiben wir im Groben zwei Wege, wobei diese sich je nach System unterscheiden können. Klonen auf weitere Partition
Weitere Wege über 2. FestplatteEs gibt noch andere Wege, wie man ein geklontes Windows als 2. System einbindet. Man kann auch mit einer 2. Festplatte arbeiten und dann über das BIOS oder einen geeigneten Bootmanager eine Umschaltung erzwingen. Dazu müsste man ein Image des Quellwindows auf die Zielfestplatte mit geeigneten Programmen wie Acronis True Image schreiben. Alternativ kann auch mit Hilfe von Windows PE, wie oben beschrieben, geklont werden. Anschließend muss die Partition als aktiv gesetzt werden. Dies können Sie mit einem Festplattenverwaltungsprogramm oder dem Programm Diskpart und dem Befehl active ( zuvor mit select disk die entsprechende Festplatte und dann mit select partition 1 die erste Partition wählen) erledigen. Dann muss ein neuer Master Boot Record (MBR) auf die Festplatte geschrieben werden. Nach dem fdisk /mbr starten Sie die Wiederherstellungskonsole von Windows. Dazu bootet man den Rechner von der Windows XP-CD (ggf. im BIOS die Bootreihenfolge ändern) und wechselt dann mit der "R"-Taste in den Reparaturmodus mittels Wiederherstellungskonsole. In der Konsole lassen Sie einen gültigen Bootcode schreiben. Dies geht mit dem Befehl fixmbr (der gleichzeitig aber keine neue Signatur schreibt, daher die 2 Schritte). FazitMit dem Wissen, warum ein geklontes Windows sich nicht einfach mit einem Bootmanager als weiteres Windows nutzen lässt, kann man ohne viel Mühe eine Multiumgebung basteln und so von einem Quellwindows, welches als Image auf DVD gesichert im Regal schlummert, sowohl ein Arbeits- als auch ein Test- oder Spiele-Windows erzeugen. PCDMicha, 06.02.2006
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