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Bugfixes

Der Patchday im Mai 2020 schließt erneut über 100 Sicherheitslücken in Windows, Office, Edge, .NET  und anderen Microsoft-Produkten. 15 der Sicherheitslücken werden dabei als kritisch eingestuft.


In dem folgenden Artikel finden Sie neben einer Zusammenfassung des aktuellen Microsoft Patchday auch Informationen zu den Update Rollups für Windows Windows 8.1 und Windows 10 sowie allgemeine Informationen rund um das Thema Patches und Updates unter Windows.

Microsoft Patchday Mai 2020

Der Microsoft Patchday für den Mai 2020 fixt über 100 Sicherheitslücken, von denen 15 als kritisch eingestuft werden. Betroffen sind neben Windows auch Microsoft Edge Internet Explorer, Microsoft Office, Windows Defender, Visual Studio, .NET Framework, ChakraCore und Microsoft Dynamics. Kritische Sicherheitslücken sind beispielsweise in Edge und den Internet Explorer. Über präparierte Webseiten lässt sich Schadsoftware auf dem Zielsystem einschleusen. weitere, kitsche Sicherheitslücken betreffen die Komponenten Windows Graphics , Media Foundation, SharePoint und VBScript. Hier reichen präparierte Dateien, um Schadcode auszuführen. Eine ausführliche Auflistung der kritischen Sicherheitslücken finden Sie auch auf der Webseite von Cisco Talos.

Für Microsoft Office (Click-to-run-Installationen) gibt es unter 4549680 eine Liste von sicherheitsrelevanten Office-Updates, welche im Mai 2020 veröffentlicht wurden. Die funktionalen Office-Updates ohne Sicherheitsrelevanz hat Microsoft hier aufgelistet.

Für Windows 10 und Windows Server gibt es immer die kumulativen Updates, abhängig von der verwendeten Version, welche darüber hinaus noch weitere Fehler in Windows 10 beheben. Eine genaue Auflistung finden Sie jeweils in dem KB-Eintrag zum Update.

  • Windows 10 Mai Update 2019 (1903) und November 2019 (1909), KB4556799
    Änderung auf Build-Nummer 18362.838 und 18363.838
  • Windows 10 Oktober 2018 Update (1809), KB4551853
    Änderung auf Build-Nummer 17763.1217
  • Windows 10 April 2018 Update (1803), KB4556807
    Änderung auf Build-Nummer 1488

Für Windows 7 mit Service Pack 1 sowie Windows Server 2008 R2 SP1 mit  Extended Security Update (ESU)  finden sich alle Updates in KB4556836, für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2  im Sammelupdate KB4556846.

Microsoft Patchday April 2020

Der Microsoft Patchday für den April 2020 fixt über 110 Sicherheitslücken, von denen 25 als kritisch eingestuft werden. Betroffen sind neben Windows auch beide Editionen von Edge, Internet Explorer, Microsoft Office, Windows Defender, Visual Studio, ChakraCore und Microsoft Dynamics. Eine ausführliche Auflistung der kritischen Sicherheitslücken finden Sie beispielsweise auf der Webseite von Cisco Talos.

Drei der Sicherheitslücken (CVE-2020-1020, CVE-2020-0938 und CVE-2020-1027) in Windows werden derzeit schon aktiv für Angriffe ausgenutzt, so dass man zeitnah die Patches einspielen sollte.

Für Microsoft Office (Click-to-run-Installationen) gibt es unter 459670 eine Liste von sicherheitsrelevanten Office-Updates, welche im April 2020 veröffentlicht wurden. Die funktionalen Office-Updates ohne Sicherheitsrelevanz hat Microsoft hier aufgelistet.

Für Windows 10 und Windows Server gibt es immer die kumulativen Updates, abhängig von der verwendeten Version, welche darüber hinaus noch weitere Fehler in Windows 10 beheben. Eine genaue Auflistung finden Sie jeweils in dem KB-Eintrag zum Update.

  • Windows 10 Mai Update 2019 (1903) und November 2019 (1909), KB4549951
    Änderung auf Build-Nummer 8362.778 und 18363.778
  • Windows 10 Oktober 2018 Update (1809), KB4549949
    Änderung auf Build-Nummer 17763.1158
  • Windows 10 April 2018 Update (1803), KB4550922
    Änderung auf Build-Nummer 1425

Für Windows 7 mit Service Pack 1 sowie Windows Server 2008 R2 SP1 mit  Extended Security Update (ESU)  finden sich alle Updates in KB4550964, für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2  im Sammelupdate KB4550961.

Microsoft Patchday März 2020

Der Microsoft Patchday für den März 2020 fixt über 100 Sicherheitslücken, von denen 25 als kritisch eingestuft werden. Betroffen sind neben Windows auch beide Editionen von Edge, Internet Explorer, Exchange Server, Office, Windows Defender, Azure, Visual Studio und Microsoft Dynamics. Eine ausführliche Auflistung der kritischen Sicherheitslücken finden Sie auf der Webseite von Cisco Talos.

Eine kritische Sicherheitslücke im SMBv3-Protokoll (CVE-2020-0796)  ist in Windows 10 und Windows Server derzeit noch nicht geschlossen. Der Angreifer kann diese Sicherheitslücke ausnutzen und Schadcode auf dem System einschleusen. Bis zu einem Fix bietet Microsoft eine Anleitung, wie sich die Sicherheitslücke von Hand schließen lässt.

Für Microsoft Office (Click-to-run-Installationen) gibt es unter 4538705 eine Liste von sicherheitsrelevanten Office-Updates, welche im März 2020 veröffentlicht wurden. Die funktionalen Office-Updates ohne Sicherheitsrelevanz hat Microsoft hier aufgelistet.

Für Windows 10 und Windows Server gibt es immer die kumulativen Updates, abhängig von der verwendeten Version, welche darüber hinaus noch weitere Fehler in Windows 10 beheben. Eine genaue Auflistung finden Sie jeweils in dem KB-Eintrag zum Update.

  • Windows 10 Mai Update 2019 (1903) und November 2019 (1909), KB4551762
    Änderung auf Build-Nummer 8362.720 und 18363.720
  • Windows 10 Oktober 2018 Update (1809), KB4538461
    Änderung auf Build-Nummer 17763.1098
  • Windows 10 April 2018 Update (1803), KB4540689
    Änderung auf Build-Nummer 17134.1365

Für Windows 7 mit Service Pack 1 sowie Windows Server 2008 R2 SP1 mit  Extended Security Update (ESU)  finden sich alle Updates in KB4540688, für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2  im Sammelupdate KB4541509 .

Microsoft Patchday Februar 2020

Der Microsoft Patchday für den Februar 2020  führt auch weiterhin Updates für Windows 7 in der Liste. Ohne erweiterten, kostenpflichtigen Support sind diese Updates für Nutzer von Windows 7 aber nicht mehr zu beziehen.

Der den Februar 2020-Patchday fixt fast 100 Sicherheitslücken, von denen 12 als kritisch eingestuft werden.  Eine kritische Schwachstelle im Internet Explorer beispielsweise erlaubt über die JScript Scripting Engine Schadcode auf dem System auszuführen und wird bereits aktiv genutzt. Weitere, kritische Sicherheitslücken betreffen unter anderem den Remote Desktop Client von Windows oder Schadcode über LNK-Dateien. Eine ausführliche Auflistung der kritischen Sicherheitslücken finden Sie auf der Webseite von Cisco Talos.

Für Microsoft Office (Click-to-run-Installationen) gibt es unter 4538704 eine Liste von sicherheitsrelevanten Office-Updates, welche im Februar 2020 veröffentlicht wurden. Die funktionalen Office-Updates ohne Sicherheitsrelevanz hat Microsoft hier aufgelistet.

Für Windows 10 und Windows Server gibt es immer die kumulativen Updates, abhängig von der verwendeten Version, welche darüber hinaus noch weitere Fehler in Windows 10 beheben. Eine genaue Auflistung finden Sie jeweils in dem KB-Eintrag zum Update.

  • Windows 10 Mai Update 2019 (1903) und November 2019 (1909), KB4532693
    Änderung auf Build-Nummer 18362.657 und 18363657
  • Windows 10 Oktober 2018 Update (1809), KB4532691
    Änderung auf Build-Nummer 17763.1039
  • Windows 10 April 2018 Update (1803), KB4537762
    Änderung auf Build-Nummer 17134.1304

Für Windows 7 mit Service Pack 1 sowie Windows Server 2008 R2 SP1 mit  Extended Security Update (ESU)  finden sich alle Updates in KB4537820, für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2  im Sammelupdate KB4537821.

Microsoft Patchday Januar 2020

Der erste Patchday im Jahr 2020 bringt gleich zwei Besonderheiten.

Zum einen gibt es zum letzten Mal auf diesem Wege auch Updates für Windows 7 (und Windows Server 2008/2008 R2), dessen Support zum 15.01.2020 ausläuft. Nur Firmenkunden können unter ganz bestimmten Umständen und gegen Zahlung einer Gebühr pro PC, den Support um bis zu drei weitere Jahre verlängern.

Unser Artikel Windows 7 Support-Ende: Was Sie jetzt wissen müssen beantwortet viele Fragen zum Ende von Windows 7 und gibt Tipps zum Umstieg auf Windows 8.x, Windows 10 oder andere Betriebssysteme.

Zum anderen liefert Microsoft mit diesem Patchday auch den neuen Browser Microsoft Edge auf Basis von Chromium aus. Welche Änderungen diese Umstellung mit sich bringt, hat Microsoft in dem Artikel Windows updates to support the next version of Microsoft Edge erklärt. Für Windows 10-Nutzer ist die Umstellung auf den neuen Edge eine gute Entscheidung. Die Engine von Chromium, welche auch Google Chrome nutzt, ist schnell, stabil und mit sehr vielen Webseiten und Standards kompatibel. Auch die Anzahl der verfügbaren Plugins für Edge dürfte durch die Umstellung rasant ansteigen.

Alten und neuen Edge gleichzeitig benutzen: Mit einer Gruppenrichtlinie oder Registry-Änderung, welche Heise auf seiner Webseite beschreibt, kann der alte und neue Edge auf einem System Seite an Seite genutzt werden.

Mit einer Änderung in der Registry unter

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\EdgeUpdate

und dem DWORD-Eintrag DoNotUpdateToEdgeWithChromium können Sie mit dem Wert "1" auch verhindern, dass Windows 10 auf den neuen Edge aktualisiert wird. Für Admins gibt es zudem ein Blocker Toolkit.

Der Januar 2020-Patchday von Microsoft fixt sonst 49 Sicherheitslücken, von denen sieben als kritisch eingestuft werden. Eine ausführliche Auflistung der kritischen Sicherheitslücken finden Sie auf der Webseite von Cisco Talos.

Für Microsoft Office (Click-to-run-Installationen) gibt es unter 4536554 eine Liste von sicherheitsrelevanten Office-Updates, welche im Januar 2020 veröffentlicht wurden. Die funktionalen Office-Updates ohne Sicherheitsrelevanz hat Microsoft hier aufgelistet.

Für Windows 10 und Windows Server gibt es immer die kumulativen Updates, abhängig von der verwendeten Version, welche darüber hinaus noch weitere Fehler in Windows 10 beheben. Eine genaue Auflistung finden Sie jeweils in dem KB-Eintrag zum Update.

  • Windows 10 Mai Update 2019 (1903) und November 2019 (1909), KB4528760
    Änderung auf Build-Nummer 18362.592 und 18363.592
  • Windows 10 Oktober 2018 Update (1809), KB4534273
    Änderung auf Build-Nummer 17763.973
  • Windows 10 April 2018 Update (1803), KB4534293
    Änderung auf Build-Nummer 17134.1246

Für Windows 7 mit Service Pack 1 sowie Windows Server 2008 R2 SP1 finden sich zum letzten Mal alle Januar-2020-Patches im Sammelupdate KB4534310, für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 im Sammelupdate KB4534297.

Häufige Fragen rund um Windows Patches und Windows Update

Was ist der Microsoft Patchday?

Microsoft veröffentlicht immer monatlich an einem Tag zahlreiche Patches für Microsoft-Produkte, darunter auch Updates für Office, welche nicht nur Fehler beheben, sondern auch zum Teil kritische Sicherheitslücken schließen. Diesen Tag nennt man Microsoft Patchday. Patches werden jeweils mit einer Knowlede-Base-Nummer (KBXXXXXX) dokumentiert und führen auch eine CVE-Nummer (CVE-JJJJ-XXXXX), sofern es sich um eine geschlossene Sicherheitslücke handelt.

Achtung: Für Windows XP, Windows Vista sowie Windows Server 2003, Windows Server 2003 R2 wurde der Support schon länger eingestellt. Für Windows 8.x muss ein Upgrade auf Windows 8.1 durchgeführt worden sein, um aktuelle Updates zu erhalten.

Auch für das Herbst-Update von Windows 10 (Version 1511) sowie für die Ursprungsversion gibt es keine Updates mehr. Nutzer von älteren Windows-10-Versionen müssen daher auf eine neue Version upgraden.

Wann ist immer Microsoft Patchday?

Der Microsoft Patchday ist immer zu einem festen Termin am 2. Dienstag in jedem Monat. Ergänzend kann Microsoft bei kritischen Sicherheitslücken auch außerhalb dieses Zyklus Sicherheitsupdates veröffentlichen.

Wo finde ich weitere Informationen zu den Sicherheits-Updates?

Microsoft hat alle Informationen und News zu den Sicherheitslücken und Sicherheitsupdates im Security Update Guide innerhalb des Security -TechCenters zusammengefasst. Dort kann über verschiedene Filter wie Datum, Produkte, Schweregrade oder die CVE- bzw. KB-Nummer nach Einträgen gesucht werden.

Security-TechCenter

Security-TechCenter

Wie kann ich die Updates herunterladen?

Die Patches für die Windows Aktualisierung werden über Windows Update automatisch ausgeliefert. Sie können diese aber auch manuell über den Microsoft-Update-Katalog herunterladen, wo Sie die KB-Nummer bei der Suche eingeben müssen, um den passenden Download angezeigt zu bekommen.

Microsoft Update Katalog

Microsoft Update Katalog

Wie kann ich unter Windows 10 Updates aussetzen oder verschieben?

Hinweis: Seit Windows 10 ist es für Besitzer der Home-Edition grundsätzlich nicht mehr vorgesehen, Updates oder Upgrades abzulehnen. In unserem Artikel Updates und Upgrades unter Windows 10 im Griff< beschreiben wir aber zwei Tools, mit denen Sie auch unter Windows 10 Home Updates aussetzen können.

Für Nutzer der Professional-Edition von Windows 10 ab Version 1709  findet sich In den Einstellungen bei Windows Update -> erweiterte Optionen die Funktion "Updates aussetzen". Damit können Sie Updates auf dem Gerät für bis zu 35 Tagen aussetzen.

Updates aussetzen

Sobald Sie die Funktion aber wieder deaktivieren, müssen neue Updates erst auf dem System angewendet werden, bevor ein erneutes Aussetzen möglich ist.

In den erweiterten Optionen finden Sie auch die Möglichkeit Funktionsupdates (große Versionsupates wie das Fall Creators Update)  oder Qualitätsupdates zu verzögern.

Updates aussetzen

Läuft im Netz ein Windows Update Server (WSUS) oder System Center Configuration Manager (SCCM), kann die Verteilung oder das Ausrollen von Updates zumindest für Firmennetze und der Pro-Edition von Windows 10 aber gesteuert werden. Lesen Sie hierzu mehr in unserem Artikel Updates und Upgrades unter Windows 10 im Griff.

Microsoft bietet eine weitere, aber sehr umständliche Lösung, um einzelne Updates unter Windows 10 zu blockieren,  Um ein spezielles Update zu zu blocken, muss es zuerst deinstalliert und dann das Problembehandlungs-Tool „Show or hide updates“ ausgeführt werden. Windows Update lädt das Problem-Update dann nicht mehr erneut herunter. Mit dem Problembehandlungs-Tool können Sie aber die Sperre wieder aufheben. Das Tool „Show or hide updates“ ist im Knowledge-Base-Eintrag KB3073930 beschrieben und kann auch dort für Windows 10 heruntergeladen werden.

Show or hide updates

Wie kann ich Updates wieder deinstallieren

In unserem Artikel Fehhlerhafte Windows-Updates wieder deinstallieren beschreiben wir im Detail, wie Sie fehlerhafte Updates wieder deinstallieren können, selbst wenn Windows gar nicht mehr startet.

Was sind Rollup Updates?

Microsoft liefert seit Oktober 2016 Updates für Windows 7 und Windows 8.1 analog zu Windows 10 nur noch in kumulativen Rollup-Paketen aus, welche sowohl die sicherheitskritischen als auch die weniger wichtigen Updates beinhalten. Der Download einer Vielzahl an Updates durch Windows Update oder den Anwender selbst entfällt nun.

Der aktuelle Patchlevel kann im Updateverlauf für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 SP1 sowie im Updateverlauf für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 eingesehen werden.

Tipp: Da Microsoft nie ein Service Pack 2 für Windows 7 bzw. Windows Server 2008 R2 veröffentlicht hat, werden Ihnen mitunter nach einer Neuinstallation mehrere hundert Updates angeboten, sofern Windows Update überhaupt jemals fertig wird. Um das Problem zu lösen, brauchen Sie eines der zuvor genannten Rollup-Pakete und ein Service Stack Update für Windows 7 (KB3177467) bzw. Windows 8.1 (KB3173424). Das weitere Vorgehen beschreibt unser Artikel Windows Update unter Windows 7 und Windows 8.1 den Schrecken nehmen, in welchem Sie auch Hilfebestellung bei Problemen mit Windows Update unter Windows 7 finden.

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Zusammenfassung vom Microsoft Patchday und Update Rollups für Windows
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