Beim Deinstallieren von Programmen werden oft DLLs gelöscht, die eigentlich noch benötigt werden.

OLE-Steuerelemente, z.B. Dynamic Link Library- (DLL) oder ActiveX-Dateien (OCX), müssen registriert werden. Durch das Registrieren eines OLE-Steuerelements wird die Windows-Registrierung mit dem Speicherort und den Funktionen einer Datei aktualisiert, sodass ein Programm ordnungsgemäß ausgeführt wird. Obwohl Windows normalerweise die Registrierung im Hintergrund macht, führen manchmal misslungene Software-Installationen/Deinstallationen, ein Virus oder ein anderer Grund dazu, dass eine DLL manuell registriert oder deregistriert werden muss.

Das Windows-eigene Tool "Regsvr32.exe" registriert und deregistriert DLLs und OCXs. Regsvr32 ist seit Internet Explorer 3.0 bzw. Windows 95 SR2 dabei und liegt je nach Betriebssystem im System- bzw. system32-Verzeichnis. Bei einer 64-Bit-Version liegt regsvr32.exe zusätzlich noch im SysWoW64-Verzeichnis.

DLL-Namen sind im Tipp nur als Beispiele zu betrachten.

Von Windows 95 bis Windows 2000 wechselt man im DOS-Fenster in das System-Verzeichnis oder in das Verzeichnis, in dem die DLL liegt, und gibt dort den Befehl

regsvr32 DLL-NAME

ein.
z.B.: regsvr32.exe sample.dll

Zum Deregistrieren geht man mit regsvr32.exe /u DLL-Name vor.

Beispiel:
regsvr32.exe xxx.dll = registrieren
regsvr32.exe /u xxx.dll = deregistrieren (u = uninstall)


Ab Windows XP öffnet man das Kommandozeilenfenster (cmd), gibt regsvr32 ein, dann den Dateipfad zur DLL und die DLL-Datei selbst.
Beispiel: regsvr32 "C:\Program Files\Mozilla Firefox\AccessibleMarshal.dll"
   
Liegt die DLL/OCX im System32-Verzeichnis muss kein Dateipfad angegeben werden.
Beispiel: regsvr32 wininet.dll oder regserv32 hhctrl.ocx

Bei einem 64-Bit Betriebssystem lautet der Befehl:
regsvr32 C:/Windows/SysWOW64/wininet.dll
oder
regsvr32 C:/Windows/SysWOW64/hhctrl.ocx

Danach sollte die Erfolgsmeldung kommen: "DLLRegisterServer in xxx.dll succeeded" oder "DLLRegisterServer in xxx.dll erfolgreich durchgeführt". Danach muss ein Neustart durchgeführt werden.


Erscheint die Meldung "Das Modul xxx.dll konnte nicht geladen werden", ist Ihnen ein Fehler unterlaufen, z.B. falscher Pfad, DLL falsch geschrieben oder Dateipfad mit DLL nicht in Anführungszeichen gesetzt. Wenn die Meldung erscheint "DllRegisterServer-Eingangspunkt nicht gefunden", dann muss die DLL nicht registriert werden.

Zum Deregistrieren muss der Parameter u (uninstall) eingefügt werden.
Beispiele: regsvr32 /u "C:\Program Files\Mozilla Firefox\AccessibleMarshal.dll"

Für 32-Bit: regsvr32 /u wininet.dll oder
regserv32 /u hhctrl.ocx
Für 64-Bit: regsvr32 /u C:/Windows/SysWOW64/wininet.dll oder
regsvr32 /u C:/Windows/SysWOW64/hhctrl.ocx

Nach Deregistrierung kann die DLL/OCX auch gelöscht werden. Dazu sollte man aber absolut sicher sein, dass das OLE-Steuerelement nicht noch von einem anderen Programm benötigt wird. Um sicher zu gehen, können Sie in der Registry nachschauen.

Zum Tipp "Nicht mehr benötigte DLLs auflisten lassen"

COMDLG32.ocx fehlt

Fehlt Ihnen die COMDLG32.ocx bzw. ist das OLE-Steuerelement nicht auf Ihre Festplatte zu finden, laden Sie sich die CAB-Datei von Microsoft herunter und entpacken Sie sie. Die Cab-Datei enthählt zwei Dateien, die comdlg32.inf und die comdlg32.ocx - diese kopieren Sie ins system32-Verzeichnis. Bei einem 64-Bit Betriebssystem müssen diese Dateien auch in SysWOW64-Verzeichnis kopiert werden. Danach registrieren Sie die comdlg32.ocx.
Für 32-Bit Systeme: regsvr32 C:/Windows/system32/comdlg32.ocx
Für 64-Bit Systeme: regsvr32 C:/Windows/SysWOW64/comdlg32.ocx


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