| Acronis True Image Home 2011 |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jährlicher ZyklusFast jährlich bringt Acronis von True Image eine neue Version auf den Markt. Dabei konnte aber nicht jedes Release in der Summe überzeugen und damit ein (kostenpflichtiges) Update rechtfertigen. Die von uns zuletzt vorgestellte Version von Acronis True Image Home 2010, welche auch mit Windows 7 kompatibel ist, erhielt indes eine Kaufempfehlung. Bereits bei Studium des Datenblatts fällt auf, dass sich die Neuerungen der Version 2011 in Grenzen halten. Lediglich mit einer Integration in die Systemsteuerung von Windows 7 sowie einer neuen Oberfläche kann der Hersteller werben. Dazu gesellen sich einige Optimierungen. Wesentliche Funktionen
Neu und besser?Kommen wir direkt zu der auffälligsten Neuerung: die optimierte Oberfläche. Alte Acronis-Veteranen werden einen Schock bekommen. Acronis wirft mit der neuen Oberfläche bisherige Bedienkonzepte über Bord und führt mit Acronis True Image Home 2011 erstmals eine komplett neue Benutzeroberfläche und –bedienung ein. Zunächst erscheint noch ein Startscreen mit 2 Hauptaufgaben, bevor es zum Hauptfenster geht.
Acronis nutzt zur Darstellung und Bedienung eine für Windows 7 typische Variante.
Damit sind die Zeiten der Aufgaben- und Funktionsleiste, wie man sie noch in der Version 2010 (siehe folgenden Screenshot) am linken Fensterrand fand, wohl vorbei.
Nicht nur, dass die neue Oberfläche sehr gewöhnungsbedürftig ist, sie ist auch im Hause Acronis nicht einheitlich. So hat das erst wenige Wochen zuvor erschienene Acronis Disk Director 11 eine gänzlich andere Benutzerführung. Solche uneinheitlichen Bedienkonzepte war man bisher nur von Microsoft gewohnt (z.B. in Office 2007, wenn man hier Outlook mit den übrigen Applikationen vergleicht).
Uns hat die Darstellung und Bedienung der Version 2011 jedenfalls überhaupt nicht gefallen. Die ganzen Informationen werden durch den Verzicht der Flächen links bzw. rechts in die Länge gezogen und sind nicht alle auf den ersten Blick ersichtlich. Das notwendige „Ausklappen“ der Optionen nervt da auch.
Integration in Windows 7Die zweite Neuerung ist die verbesserte Integration in Windows 7. Was dies aber letztlich bedeutet, zeigt sich unter „Sichern und Wiederherstellen“.
Acronis ersetzt hier einfach die Sicherungsfunktionen von Windows selbst und blendet sich mit Funktionen ein. Zur Auswahl stehen Laufwerk- bzw. Volume-Backups. Von hier aus können Dateien direkt wiederhergestellt, Backups aktualisiert sowie Nonstop-Backups gestartet und angehalten werden. Will man weiterhin auch Windows-Funktionen nutzen (um z.B. einen Reparaturdatenträger zu erstellen), muss diese Integration erst wieder abgeschaltet werden.
Der Rückweg ist dagegen nicht beschrieben. Nach langem Suchen haben wir die Funktion dann unter “Extras und Werkzeuge“ -> Hilfe gefunden.
Weitere Neuerungen und OptimierungenSeit Version 2011 können Backup-Tasks per Drag&Drop auf den Desktop gezogen werden und sind dann direkt über Doppelklick abrufbar. Dies erspart dem Anwender, erst die Hauptapplikation und dann das gewünschte Backup zu starten. Das bereits in der Vorgängerversion enthaltene Nonstop-Backup, welches in einstellbaren Abständen von bis zu 5 Minuten regelmäßig Sicherung von Dateien oder Partitionen durchführt, wurde nochmals optimiert. So kann nun auch die Acronis Secure Zone als Nonstop Backup-Storage verwendet werden, was gerade bei Systemen mit nur einer Partition sehr sinnvoll ist. Der Backup-Explorer zeigt nun in der Zeitleiste alle Backup-Typen an. In der Version 2010 war die Ansicht noch auf das Nonstop- und Online-Backup beschränkt. Der Taskplaner in Version 2011 wurde etwas flexibler und kann nun einen Computer sogar aus dem Standby-/Ruhezustandsmodus aufwecken.
Acronis True Image Home 2011 Plus PackNeben der Home-Edition vertreibt Acronis das Produkt auch in einer Plus-Variante, deren Funktionsumfang für knapp 30 Euro auch für Home-Besitzer mit dem Acronis True Image Home Plus Pack nachgerüstet werden kann. Für die 30 Euro erhält der Käufer die Funktion 'Acronis Universal Restore', welche die Wiederherstellung eines Systems auch auf einem völlig anderen System mit unterschiedlicher Hardware ermöglicht. Viel wichtiger ist allerdings die Unterstützung von dynamischen Datenträgern, wie sie seit Windows 2000 immer häufiger zum Einsatz kommen. Nur mit dem Plus Pack (oder der Plus-Edition) von Acronis True Image 2011 können solche Partitionen gesichert und wiederherstellt werden. Die dritte Funktion des Plus Packs ist die Integration des Produkts in eine Windows PE-Umgebung mit dem WinPE ISO Builder. FazitNach wie vor zählt Acronis True Image zum Besten, was man sich für Image- und Datensicherung anschaffen kann. Mit dem Release 2011 hat Acronis aber kein Feuerwerk an neuen Funktionen abgebrannt und bietet insgesamt wenig Grund, auf die aktuelle Version zu wechseln. Die neue Benutzeroberfläche ist zwar im Look der Systemsteuerung von Windows 7, was aber nicht unbedingt ein Garant für intuitive Bedienung und Übersichtlichkeit ist. Es bleibt zu hoffen, dass Acronis das aktuelle Designkonzept nochmals überdenkt und sich vielleicht eher an dem Disk Director 11 orientiert, dessen Oberfläche und Bedienung keine Fragen aufwirft. Ob man Funktionen wie die Imagesicherung von dynamischen Datenträgern und Einbindung in PE-Umgebungen wirklich in ein gesondertes Plus-Paket auslagern muss, ist eine Sache. Fakt ist aber, dass Käufer im Vorfeld genau überlegen sollten, ob sie diese Funktionen nicht vielleicht doch brauchen. Sonst wäre der direkte Erwerb der Plus-Version mitunter billiger, als später noch die Erweiterung zu kaufen.
PCDMicha, 27.10.2010
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