| Acronis True Image Home 2012 - Facelifting und Synchronisation |
|
| Vorstellungen - Vorstellungen 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Optischer NeuanfangDas Backup-Programm aus dem Hause Acronis hat sich über die Jahre vom einfachen Imager zu einer umfangreichen Backup-Lösung für verschiedene Einsatzgebiete entwickelt und bietet darüber hinaus weitere Features (z.B. Try&Decide), welche das Produkt ideal ergänzen. Wenngleich nicht jedem die Entwicklung gefällt und Parallelen erkennbar werden zu ehemaligen Brennprogrammen, die nun in Multimedia-Suiten quasi nur noch Beiwerk sind: Acronis hat nie die Stärken seiner Software aus den Augen verloren und kann auch mit ständig steigendem Funktionsumfang für sich behaupten, eine der besten Backup-Lösungen zu besitzen, zumal der Preis für das Produkt konstant geblieben ist. In unserer Vorstellung zur Version 2011 hatten wir vor allem die neue Oberfläche kritisiert. Acronis orientierte sich am Look and Feel von Windows 7, was nach unserer Meinung aber sowohl der Bedienung als auch der Übersichtlichkeit geschadet hat. Ob es an unserer Vorstellung alleine lag, dass Acronis seine Oberfläche in Version 2012 von True Image Home komplett überarbeitet hat, glauben wir eher nicht. Fakt ist aber, dass Acronis nach unserer Meinung wieder den richtigen Weg einschlägt. Die neue Programmoberfläche ist eine Mischung aus Registerkarten am oberen Rand und großen Icons für die jeweiligen Funktionen.
Der Bereich "Extras und Werkzeuge" ist nun wesentlich besser gegliedert, als dies noch bei Version 2011 der Fall war.
Fans geringer Auflösungen werden zwar weiterhin fluchen und fummelige Button-Wüsten im Stile von "Office 97" bevorzugen; uns hat die neue GUI aber gefallen. Neueinsteiger bekommen mit den schön erklärten "ersten Schritten" einen Einblick in die Funktionsfülle und Arbeitsweise des Produkts, ohne direkt das Handbuch zu studieren, welches sich noch immer vorbildlich in gedruckter Form und nicht nur als "Beipackzettel" im Karton befindet.
FunktionsumfangDer Funktionsumfang von Acronis True Image Home ist mit Version 2012 nochmals angewachsen, wie wir gleich noch im Detail beleuchten werden. True Image Home 2012 bietet sich für folgende Aufgaben an:
Die Plus-Edition, deren Funktionsumfang auch für die normale Version nachgekauft werden kann, bietet darüber hinaus noch Acronis Universal Restore, welches die Wiederherstellung eines Systems auch auf einem völlig anderen System mit anderer Hardware ermöglicht. Zudem lässt sich über die Plus-Edition Acronis True Image Home auch in eine Windows Preinstallation Environment (PE)-Umgebung integrieren. Neuerungen und VerbesserungenNeben der neuen Oberfläche hat Acronis viele kleine Details verbessert. So kann beispielsweise das Produkt direkt nach der Installation ohne Reboot genutzt werden. Auch die Integration in Windows 7 wurde ausgebaut und bietet nun z.B. eine Integration in das Kontextmenü das Windows Explorers.
Bereits mit Acronis gesicherte Daten lassen sich damit über die Eigenschaften eines Objekts auf die gleiche Weise wie die Vorgängerversionen von Windows selbst anzeigen.
Das Logfile über die Aktivitäten wurde modernisiert und zeigt nun zusammen mit einer Kalenderansicht wesentlich besser an, welche Aktionen wann abgeschlossen wurden oder wo ein Fehler auftrat.
Eine der wesentlichen Neuerungen von Windows 7 sind die Bibliotheken (siehe hierzu auch unseren Artikel Bibliotheken von Windows 7). Mit True Image Home 2012 können Bibliotheken nun auch als solche gesichert und wiederhergestellt werden.
Beim Backup von Mails, Kontakten, Kalender und Co. ist man allerdings weiterhin auf Microsoft-Produkte (Outlook bis 2010, Outlook Express, Windows Mail und Windows Live) beschränkt. Wer andere Mailclients nutzt, kann seine Mails allerdings als Dateibackup wie jede andere Datei sichern. 2TB+ FestplattenZwischenzeitlich sind Festplatten mit einer Größe von mehr als 2 TB verfügbar. Um die volle Kapazität nutzen zu können, müssen aber mehrere Faktoren erfüllt sein (Windows Vista oder neuer, passendes BIOS und Controller-Treiber, Einrichtung als GPT-Datenträger). Weitere Informationen hierzu liefert unser Artikel Das Erbe von FDISK - Datenträgerverwaltung unter Windows. Mit Acronis True Image Home 2012 kann man die Beschränkungen umgehen. Der Acronis Extended Capacity Manager kann die Begrenzung aufheben, indem der ungenutzte Speicher der Festplatte dem Betriebssystem in der Laufwerksverwaltung als neuer Datenträger zur Verfügung gestellt wird. Durch die volle Unterstützung von Laufwerken mit GUID-Partitionstabelle (GPT) und Extensible Firmware Interface (EFI) ist das Produkt auch für die neu aufkommende Rechnergeneration gerüstet, welche die zuvor genannten 2TB-Probleme nicht mehr haben dürfte. Daten in der Cloud, aber nicht für UmmeDas Online Backup, welches zu sichernde Daten in der Cloud verschlüsselt bei Acronis speichert, wurde nun vollständig in True Image Home integriert.
Dem Anwender stehen damit für einen Testzeitraum von 30 Tagen 250 GB Speicherplatz zur Verfügung. Warum Acronis im Fahrwasser von Dropbox, SkyDrive (Strato), Windows LiveMesh, Picasa und Co. seinen Kunden nicht einen kleineren Speicherplatz (z.B. 2 GB) dauerhaft kostenlos anbietet, bleibt unverständlich. Wir sind uns sicher, dass viele Anwender eher ein Upgrade auf mehr Speicherplatz kaufen würden als direkt ein Abo zu kaufen, welches über das Jahr nochmals den Preis des Ursprungsprodukts erreicht. So aber werden viele Anwender sicherlich weiterhin zu Dropbox und Co. greifen, um sehr wichtige Daten doppelt außer Haus zu speichern und diese auch noch überall abrufbar zu haben. DateisynchronisierungDie Dateisynchronisierung ist die wichtigste Neuerung in Acronis True Image Home 2012. Damit können zwei lokale Ordner auf dem selben PC, ein lokaler Ordner mit einem Ordner auf einem externen Speicher (USB-Stick, NAS-Laufwerk, externe Festplatte), zwei Ordner auf zwei externen Speichern oder Ordner zwischen zwei oder mehr unterschiedlichen PCs - auch über das Internet - synchronisiert werden. Es können beliebig viele Dateisynchronisierungen eingerichtet werden, allerdings immer nur für einen Ordner (incl. der Unterordner). Möchten Sie demnach mehrere, verschiedene Ordner synchronisieren, müssen auch mehrere Jobs hierfür eingerichtet werden.
Zur Einrichtung ist ein Acronis-Konto notwendig, da die Einstellungen der Sync-Jobs online gespeichert werden und die Daten gleichzeitig im Online-Speicher (siehe oben) abgelegt werden müssen, wenn es sich um kein lokales Ziel handelt (z.B. PC auf der Arbeitsstelle).
Arbeiten Sie im Heimnetzwerk, ist der einfachste Weg eine Synchronisierung einzurichten der folgende: Sie richten auf dem Quellrechner eine Synchronisierung ein. Loggen Sie sich mit Ihrem Acronis-Konto auf dem Zielrechner ein und Ihnen wird automatisch angeboten der Synchronisierung beizutreten.
Ist dies erfolgt, gleichen sich die PCs selbstständig in beide Richtungen ab. Eventuelle Dateikonflikte, welche auftreten können, wenn die betreffende Datei seit dem letzten Sync auf beiden Seiten geändert wurde, fängt der Dienst ab und ergänzt den Dateinamen der älteren Datei um den Rechnernamen, Datum und Uhrzeit. So bleiben beide Versionen erhalten.
Da es sich um eine 1:1-Synchronisierung handelt, werden auch Löschungen übernommen. Acronis True Image Home 2012 bietet zwar eine Möglichkeit, dass man gelöschte Dateien wiederherstellen kann, dies aber nur in dem Fall, wenn die Daten zuvor im kostenpflichtigen Online Storage abgelegt wurden. Ein Backup auf dem lokalen System ist in diesem Fall nicht vorgesehen. Sie können auch andere Nutzer zur Synchronisierung einladen, welche sich dann mit deren Acronis-Login-Daten mit der Synchronisierung von Ihnen verbinden können.
Die Synchronisierung bietet noch Potential für Verbesserungen. So lässt sich z.B. kein Filter setzen, welche Dateien zu ignorieren oder zu berücksichtigen sind. Auch wäre es aus unserer Sicht sinnvoller, die durch die Synchronisierung überschriebenen oder gelöschten Daten auf Wunsch lokal als Backup vorzuhalten. Der Weg über den Online-Speicher ist dabei nicht für jeden praktikabel. AktivierungszwangEbenfalls eine Neuerung, wenn auch vielleicht eine zunächst störende, ist der Aktivierungszwang. Ein installiertes Produkt muss anschließend innerhalb von 30 Tagen aktiviert werden. Ist dies nach dem Zeitraum nicht erfolgt, ist nur noch eine Wiederherstellung möglich. Acronis will damit verhindern, dass ein Produkt auf mehr Rechnern installiert wird, als es das Lizenzpack erlaubt. Ist eine Lizenz bereits aktiviert, kann man diese nicht mehr verwenden. Acronis bietet aber an, dass die Lizenz auf einen anderen Rechner verschoben werden kann. FazitMit der neuen Oberfläche und der Dateisynchronisierung bietet Acronis mit True Image 2012 nach unserer Meinung gute Gründe, auf die aktuelle Version zu wechseln oder sich das Produkt erstmals anzuschaffen. Die Möglichkeiten zur Datensicherung sind mit der Image- und Dateisicherung, NonStop- und Onlinesicherung allumfassend und die einfache Möglichkeit der Dateiwiederherstellung mit dem Acronis Backup Explorer ist ein Kinderspiel. Einzig eine Sicherung im Original (kein tib-Container, kein Zip) vermissen wir noch, um Daten unter der Federführung von True Image auf externe Datenträger zu packen, damit man diese mitnehmen und die Daten direkt wiederverwenden kann. Vielleicht ein Denkanstoß an Acronis für die Version 2013.. Und wenn wir gerade bei Wünschen sind: Ein dauerhaft kostenloser Online-Backup-Speicher von mindestens 2 GB würde viele Konkurrenz-Lösungen ebenfalls überflüssig machen und Kunden dauerhaft an Acronis binden.
PCDMicha, 11.09.2011
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||



