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Surfshark ist ein relativ neuer VPN-Dienst, der auf den Britischen Jungferninseln registriert ist. Neben einer starken Online-Sicherheit für Ihren PC und einer hohen Verbindungsgeschwindigkeit verspricht der Anbieter eine Reihe weiterer Premium-Features zu einem Bruchteil der Gebühren, die Sie dafür bei einem der namhaften VPNs hinblättern müssten. Grund genug für uns, das Angebot einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier erfahren Sie, wie sich Surfshark in unserem Test geschlagen hat und ob das VPN von der Insel mit den besten der Branche mithalten kann.

Gibt es Surfshark VPN auch als Testversion?

Eine offizielle Testversion gibt es zwar nicht, Surfshark gewährt Ihnen aber eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Innerhalb dieser wird bei Nicht-Gefallen der gesamte Kaufpreis zurückerstattet.

Auf welchen Plattformen ist Surfshark nutzbar?

Surfshark VPN kann auf allen Windows-, macOS- und Linux-Computern (über die Kommandozeile) sowie auf Smartphones und Tablets (unter Android und iOS) betrieben werden. Darüber hinaus ist der Dienst auch noch mit diversen Smart-TVs und Spielekonsolen kompatibel und als Browser-Erweiterung für Google Chrome und Mozilla Firefox verfügbar.

Wie sieht es bei Surfshark VPN mit dem Datenschutz aus?

Surfshark speichert laut eigener Aussage keine spezifischen Nutzungsdaten, sondern verwendet für die Ermittlung der Serverauslastung und potenzieller Verbindungsprobleme ausschließlich anonymisierte Daten.

1. Surfshark VPN im Test: Installation und Einrichtung

Nach Auswahl des gewünschten Abo-Plans können Sie das Installations-Paket für Surfshark VPN direkt von der Webseite des Herstellers herunterladen. Allerdings sind dafür vorab eine Registrierung und natürlich die Angabe der Zahlungsweise erforderlich. Mit den hier festgelegten Zugangsdaten loggen Sie sich später auch in den Client bzw. in die Browsererweiterungen ein.

Surfshark Client installieren

Das Setup für Surfshark hat keine 3 Minuten gedauert. Nach dem Einloggen ist der Client sofort startklar.

Zunächst laden wir uns die Software für Windows herunter. Der Installations-Assistent leitet uns durch das komplette Setup, das keine drei Minuten dauert. Im Anschluss wird automatisch der Client gestartet, der nach dem Login auch schon direkt einsatzbereit ist.

2. Benutzeroberfläche und Features

Die Benutzeroberfläche ist bewusst rudimentär gehalten. In der Menüleiste links befinden sich daher auch nur folgende drei Optionen.

2.1. Standorte

Unter Standorte können Sie einen aus 1040 VPN-Servern in 61 Ländern auswählen und ausgewählte Einträge als Favoriten markieren. Zusätzlich zu den sicheren Servern besteht die Möglichkeit, via Multi-hop oder sogenannten „VPN-Kaskaden“ über zwei VPN-Server (in unterschiedlichen Ländern) gleichzeitig eine Verbindung zum Internet herzustellen. Damit erhöhen sich nicht nur die Sicherheit und Ihre Privatsphäre, sondern unter Umständen auch die Verbindunggeschwindigkeit. Die komplexe Kaskadenauswahl ist für jede beliebige Anwendung nutzbar.

Surfshark VPN Review: Standortauswahl

In der Standort-Liste können Sie einen aus 1040 VPN-Servern in 61 Ländern auswählen und sogar via Multi-hop über zwei Server gleichzeitig eine Verbindung zum Internet herstellen.

In einigen der aufgelisteten Ländern (z.B. Slowenien, Chile oder Albanien) stehen allerdings keine physischen Server. Diese befinden sich andernorts und nutzen lediglich IP-Adressen, die den betreffenden Ländern zugeordnet sind. Damit ist Surfshark allerdings keine Ausnahme, denn viele VPN-Dienste agieren auf diese Weise.

Gut zu wissen: Surfshark bietet keine optimierten Server für bestimmte Zwecke, wie beispielsweise Streaming oder Torrents, an. Allerdings findet man der englischsprachigen FAQ verschiedenen Hinweise zur Serverauswahl. So können Sie beispielsweise für Netflix US einen beliebigen Server wählen, vorausgesetzt dass in einem Land kein eigener regionaler Dienst angeboten wird (z.B. in Deutschland oder Großbritannien). Für den deutschen Netflix-Dienst muss es aber zwingend ein Server in Deutschland sein.

Für unseren Test haben wir einen Server in Seattle und einen in Miami ausgewählt und uns anschließend in Netflix US und Amazon Prime Video US eingeloggt. Bei beiden erhielten wir unterschiedliche und sogar mehr Angebote als beim regionalen Dienst.

2.2. Funktionen

Surfshark bringt eine Reihe praktischer Funktionen mit, darunter auch einige, die man bei einem VPN dieser Preisklasse so gar nicht erwarten würde.

  • Clean Web blockiert Malware, Werbung und Tracker und schützt Sie aktiv vor Phishingversuchen.
  • Über den Whitelister legen Sie Apps, IP-Adressen und Webseiten fest, die das VPN umgehen dürfen. Das kann erfahrungsgemäß unter anderem beim Online-Banking durchaus sinnvoll sein.
  • HackLock informiert Sie in Echtzeit darüber, wenn Die Gefahr besteht, dass Ihre Passwörter oder E-Mails gehackt werden.
  • Die integrierte Suchmaschine BlindSearch ist die „saubere“ Alternative zu Google und Co., denn Sie spuckt ausschließlich neutrale, anonyme und werbefreie Suchergebnisse (die nicht auf Ihrem Surfverhalten beruhen) aus. Die Funktion nutzt die Bing API und funktioniert damit so ähnlich wie DuckDuckGo.
  • Mit dem Tarnmodus bleiben Sie immer privat, denn dieser stellt sicher, dass sogar Ihr Provider nicht erkennen kann, ob Sie ein VPN verwenden.
  • Der NoBordersModus sorgt dafür, dass Sie Surfshark auch in restriktiven Regionen verwenden können

2.3. Einstellungen

In den Einstellungen finden Sie alle Informationen Ihr Konto und Ihre Lizenz betreffend und können bei Bedarf Ihr Passwort ändern. Außerdem legen Sie hier auch die Anwendungssprache fest und bestimmen, ob Sie Surfshark beim Windows-Start automatisch laden und direkt eine VPN-Verbindung aufbauen möchten.

Unter dem Menüpunkt „Konnektivität“ versteckt sich der Schiebregler für den sogenannten „Kill Switch“ (standardmäßig deaktiviert). Dabei handelt es sich um eine Art Notausschalter, der beim Ausfall der VPN-Verbindung sofort den gesamten Internetverkehr unterbricht. Auf diese Weise wird vermieden, dass Sie urplötzlich ohne Schutz im Netz unterwegs sind.

Surfshark VPN Kill-Switch

Einstellungen wie der Kill-Switch lassen sich in Surfshark VPN schnell und einfach vornehmen.

Gut zu wissen: Wenn Sie anstelle des Surfshark-Clients lieber ein anderes Tool verwenden oder ein VPN direkt auf Ihrem Router (z.B. einer Fritzbox) einrichten möchten, können Sie das problemlos tun. Voraussetzung dafür ist aber, dass die genutzten Anwendungen und Geräte auch mit den bereitgestellten Protokollen kompatibel sind. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Anbieters.

3. Surfshark VPN im Test: Sicherheit und Performance

Die Verschlüsslung der Verbindungen erfolgt bei Surfshark mit dem branchentypischen AES 256-Bit-Standard. Sitz des Unternehmens sind die Britischen Jungferninseln, was an und für sich ein sehr sicherer Ort für einen VPN-Dienst ist.

In Sachen VPN-Protokolle verlässt sich der Anbieter auf die bewährten Klassiker wie OpenVPN, IKEv2 und Shadowsocks, aber auch L2TP und der neueste Standard Wireguard stehen zur Wahl. Alternativ können Sie die Einstellungen aber auch automatisch vornehmen lassen.

Gut zu wissen: Im Jahr 2018 hat Surfshark das Berliner Sicherheitsunternehmen Cure53 mit einem Audit zur Untersuchung der Browsererweiterungen für Firefox und Chrome beauftragt. Dabei wurden zwei Schwachstellen aufgedeckt, die Surfshark umgehend behoben hat.

3.1. Geschwindigkeit im Test

Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale beim VPN ist, dass es die Internet-Geschwindigkeit so wenig wie möglich beeinflusst. Wir haben verschiedene Tests mit bestehender Verbindung durchgeführt und beim normalen Surfen die Anwesenheit von Surfshark so gut wie gar nicht bemerkt.

Die von uns besuchten Webseiten wurden zügig geladen und das Versenden von Mails sowie das Herunterladen von Anhängen ging schnell und ohne Probleme vonstatten. Auch beim Spielen von Online-Games (Fortnite und APEX Battle Royal) konnten wir keinen signifikanten Geschwindigkeitsverlust feststellen.

Beim anschließenden Speedtest konnte Surfshark uns auf ganzer Linie überzeugen. Beim Downloadüber eine Glasfaserleitung erreichten wir 121,7 Mbit pro Sekunde und auch beim Upload kamen wir mit 32,4 Mbit pro Sekunde auf ein gutes Ergebnis.

4. Surfshark VPN im Test: Hilfe und Support

Auf der (englischsprachigen) Support Seite von Surfshark finden Sie neben einer FAQ auch eine umfangreiche Knowledgebase mit verschiedene Tutorials und generellen Informationen. Sollten Sie dort nicht fündig werden, können Sie Ihre Anfrage wahlweise per Live-Chat oder E-Mail-Formular an den Kundendienst richten. Dieser steht Ihnen 24/7 mit Rat und Tat bei Problemen zur Seite.

Sollten Sie weder in der FAQ noch in der Knowledgebase Antworten auf Ihre Fragen finden, können Sie den Kundendienst entweder per Live-Chat oder via E-Mail-Formular kontaktieren.

Wir haben eine Anfrage über den Chat gestellt und wurden sofort mit einem sehr kompetenten Mitarbeiter verbunden, der unser Problem innerhalb kürzester Zeit vollständig lösen konnte.

5. Surfshark VPN im Test: Verfügbarkeit und Preis

Im Vergleich zu anderen Anbietern ist Surfshark für den gebotenen Funktionsumfang verhältnismäßig preiswert. Allerdings das Abonnement wird auch hier, wie bei den meisten VPN-Diensten üblich, mit zunehmender Laufzeit immer günstiger.

Ein 1-Monats-Abo kostet aktuell 9,89 im Monat, bei einem 12-Monats-Abo zahlen umgerechnet 4,99 Euro im Monat. Am Günstigsten fahren Sie aber mit dem 2-Jahres-Abo: Damit kommen Sie nur noch auf umgerechnet 1,79 Euro im Monat. Was, wie wir finden, ein mehr als fairer Preis ist.

6. Fazit unseres Surfshark VPN Test: Günstig aber gut

Surfshark ist ein kleiner, feiner VPN-Dienst mit vielen Premium-Features, einem Höchstmaß an Sicherheit und einem ausgezeichneten Support. Außerdem punktet der Anbieter mit vielen Extra-Funktionen wie Multi-hop, Kill-Switch oder Adblocker und verfolgt laut eigener Aussage eine strikte No-Log-Policy.

Und das alles zu einem Preis von weniger als 2 Euro im Monat. Als Gesamtpaket finden wir Surfshark VPN daher sehr gelungen.

27 Bewertungen

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Surfshark VPN 2020 für Windows im Test
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