Internet schneller machen

In diesem Tipp zeigen wir, wie Sie aus Ihrer vorhandenen Internetverbindung das Maximum herausholen.

Lange Wartezeiten beim Surfen oder Streaming sind extrem nervig. Jeder wünscht sich eine stabile und vor allem schnelle Internetverbindung. Wer aber einmal seinen Anschluss überprüft, stellt häufig fest, dass die im Vertrag angegebenen Leistungen gar nicht der Realität entsprechen. Mit ein paar Tipps verraten wie Ihnen, wie Sie Ihr Internet schneller machen können.

  • In den meisten Fällen lässt sich das Internet mit ein paar Tipps deutlich schneller machen.
  • Ein langsames Internet hängt zum Teil mit dem verwendeten Router zusammen, dessen Position und der Verwendung eines Kabels oder WLANs.
  • Auch der richtige Browser und die richtigen Einstellungen haben Einfluss auf die Internetgeschwindigkeit.

1. Ursachen für langsames Internet herausfinden

Eine langsame Internetverbindung kann unterschiedliche Ursachen haben, weswegen eine Prüfung sowohl der Hardware als auch der Software sinnvoll ist. Ein Anbieter-Wechsel ist oftmals überhaupt nicht nötig, wenn man alle anderen Faktoren, wie DSL- oder Netzwerk-Konfigurationen, erst einmal berücksichtigt und versucht diese zu optimieren.

1.1. Ein Speedtest gibt Aufschluss

Internet Speed Test

Ein Speedtest zeigt, wie schnell Ihre Verbindung tatsächlich ist.

Bevor Sie damit beginnen, unterschiedliche Möglichkeiten auszutesten, die Ihr Internet schneller machen sollen, empfehlen wir Ihnen einen Speedtest an Ihrem PC durchzuführen. Wie das am besten funktioniert, haben wir in unserem Artikel zum Speed-Test bereits für Sie zusammengefasst.

Denn manchmal liegt eine langsame Internetverbindung auch gar nicht an Ihrer WLAN-Verbindung, sondern an den besuchten Seiten selbst. Sind deren Server ausgelastet, kann es ebenfalls zu langsamen Ladezeiten kommen.

Ein Speedtest gibt Ihnen einen schnellen und einfachen ersten Überblick, wie gut Ihr WLAN funktioniert und ob Ihr PC die Verbindung optimal im Browser anwenden kann.

2. Position und Funktion des Routers

Für eine einwandfreie Internetverbindung ist zunächst die Position des Routers sehr wichtig. Er sollte etwas erhöht und vor allem frei stehen, damit der Empfang ungestört ist. Besonders andere technische Geräte können das WLAN-Signal beeinflussen. Auch Wände beeinträchtigen natürlich die Leistung Ihres Routers, deswegen am besten zentral platzieren und nicht in einem abgeschiedenen Raum weit entfernt von Ihrem PC.

2.1. Den richtigen Router besorgen

Auch bei den Geräten selbst gibt es Unterschiede. Bei den meisten Anbietern können Sie selbst wählen, welchen Router Sie verwenden möchten. Das richtige Gerät kann Ihre Verbindung deutlich beschleunigen.

Bringt Ihr Router nicht die Leistung, die Sie sich erhoffen, lohnt sich die Überlegung, einen neuen Router anzuschaffen. Die Fritzbox ist in Tests immer wieder ganz vorne mit dabei. Die meisten Provider bieten diese beim Kaufabschluss bereits als Option an. Häufig kostet diese jedoch ein kleinen Aufpreis.

Tipp: Bei neueren Routern, ist mittlerweile meist ein Stromsparmodus eingebaut. Dieser hat jedoch den Nachteil, dass er die Geschwindigkeit des Internets herabsetzt. Ein Deaktivieren der Stromsparfunktion kann bereits Ihr Internet schneller machen.

Eine Anleitung, wie Sie die Geschwindigkeit eines Routers darüber hinaus verbessern können, finden Sie hier.

2.2. WLAN oder Kabel?

Zugegeben, WLAN ist eine super praktische Sache, besonders für mobile Endgeräte. Nutzen Sie jedoch einen Laptop oder einen Desktop-PC, ist ein Kabel manchmal die bessere Option. Grundsätzlich liefert das Kabel nämlich eine bessere Geschwindigkeit, als die WLAN-Verbindung. Möchten Sie also viel Tempo beim Surfen und eine stabile Download-Geschwindigkeit, ist das Kabel eventuell die bessere Wahl.

3. Schnelle Browser richtig angewendet

Neben der richtigen Hardware kann auch die Verwendung der richtigen Programme und Einstellungen einen großen Einfluss darauf haben, um Ihr Internet schneller machen zu können. Besonders entscheidend ist dabei, welchen Browser Sie verwenden. Tests zeigen immer wieder, dass nicht alles Browser gleich lange brauchen, um eine Webseite zu laden und anzuzeigen.

Es gibt mittlerweile zahlreiche verschieden Anbieter von Web-Browsern mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. In Sachen Geschwindigkeit sind vor allem Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera immer ganz vorne mit dabei. Microsoft Edge hingegen ist weniger zu empfehlen, wenn Sie Ihr Internet schneller machen möchten.

3.1. Internet schneller machen mit den richtigen Browser Einstellungen

internet schneller machen adblocker

Ein AdBlocker verhindert das unnötige Laden von Werbung.

Unabhängig davon, welchen Browser Sie verwenden, können auch die richtigen Einstellungen schon wahre Wunder vollbringen, um die Ladezeiten zu beschleunigen:

  • Leeren Tab als Startseite verwenden
  • hochauflösende Hintergrundbilder abschaffen und schlichte Designs wählen
  • Pop-Up-Fenster blockieren
  • AdBlocker verwenden
  • Lesemodus einstellen, wenn Sie Seiten mit viel Text besuchen

Pop-Ups und Werbung lassen sich mit browsereigenen Erweiterungen ganz einfach blockieren. Aber achten Sie darauf, nicht zu viele Tools in Ihrem Browser anzuwenden, da diese die Leistung wiederum beeinträchtigen. Häufig sind zahlreiche solcher Erweiterungen bereits vorinstalliert. Checken Sie deswegen am besten, welche Sie davon benötigen und deaktivieren die restlichen.

Tipp: Telekom-Kunden, die Probleme mit Videos haben, können sich die Browser-Erweiterung Turbo for Youtube (Chrome) oder Telekom YouTube Turbo (Firefox) holen, um eine Geschwindigkeitsdrosselung abzuschaffen.

 3.2. Auch die PC-Einstellungen checken

Da die Internetgeschwindigkeit auch von der generellen PC-Leistung abhängt, lohnt es sich zudem, diesen zu beschleunigen. Automatische Updates verbrauchen sehr viele Ressourcen im Hintergrund und machen so auch das Internet langsam. Deaktivieren Sie also automatische Updates und lassen sich besser informieren, wenn diese verfügbar sind, um sie zu einem geeigneten Zeitpunkt selbst herunterzuladen.

Achtung: Updates sorgen dafür, dass Ihre Programme immer auf dem neuesten Stand sind. Automatische Updates gewährleisten also deren einwandfreies Funktionieren sowie die Computersicherheit, ohne dass Sie daran denken müssen. Besonders für Virenscanner sollten Sie diese Funktion also besser nicht deaktivieren.

Virenscanner benötigen ebenfalls sehr viele Ressourcen. Auf vielen Computern laufen mehrere dieser Programme gleichzeitig und drosseln damit das Internet doppelt.

Der Windows Defender ist standardmäßig aktiv, wenn Sie ihn nicht nach der Installation eines neuen Antivirenprogramms ausschalten. Auch von den Herstellern werden oft Virenscanner vorinstalliert (beispielsweise McAfee), die zusätzlich aktiv sind. Achten sie daher darauf, dass Sie nur ein Programm verwenden.

Hinweis für Windows 10-Nutzer

Das Betriebssystem Windows 10 benutzt einen "Peer-to-Peer"-Upload-Dienst, um Updates über Ihren Computer schneller an andere Nutzer im selben Netzwerk weiterzugeben. Dies erfordert sehr viel Arbeitsleistung und hat damit auch Auswirkung auf das Internet. In den Einstellungen unter "Update & Sicherheit" unter den erweiterten Optionen lässt sich dies nach einem Klick auf "Übermittlungsoptimierung" ausschalten.

Internet schneller Windows

Schalten Sie die oberste Funktion aus, um die P2P-Updates zu deaktivieren.

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