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Dass man ohne Browser nicht ins Internet kommt, ist kein Geheimnis, denn dieser macht die grafische Darstellung des WWW überhaupt erst möglich. Doch wie funktioniert die Surfing-Software überhaupt und gibt es verschiedene Arten für unterschiedliche Aufgaben? In diesem Beitrag beantworten wir diese und weitere interessante Fragen zum Thema Browser.

Seit wann gibt es Programme für das Surfen im Internet?

Der britische Physiker und Informatiker Tim Berners-Lee entwickelte bereits ab 1989 am CERN in Genf (Schweiz) den ersten Webbrowser, der später unter dem Namen Nexus bekannt wurde.

Zeigt ein Browser ausschließlich Webseiten an?

Nein, zu den Funktionen eines modernen Browsers gehört unter anderem auch die Möglichkeit, Dokumente und Bilder (z.B. JPEG oder PDF) zu öffnen und anzuzeigen.

Kann ich meinen Browser auch auf dem Handy oder Tablet nutzen?

Inzwischen gibt es von allen aktuellen Browsern auch mobile Versionen, über die Sie nicht nur am PC, sondern auch mit Ihrem Smartphone, Tablet und sogar Spielekonsolen im Internet surfen können.

1. Definition: Was ist ein Browser und wozu dient er?

Ein Webbrowser, oder kurz Browser, ist eine (in der Regel kostenlose) Software, mit der Sie Webseiten im Internet darstellen können. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort „to browse“ ab, was übersetzt so viel bedeutet wie „stöbern“ oder „blättern“.

Mit einem Browser machen Sie die Inhalte des World Wide Web auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche sichtbar und bewegen sich darin umher. Dazu werden Querverweise (sogenannte „Hyperlinks“) verwendet, über die mit Hilfe der Software die verschiedenen Seiten angesteuert werden können.

Neben „normalen“ HTML-Seiten können Browser aber auch Dokumente, zum Beispiel in Form von Bildern oder PDF-Dateien, öffnen und anzeigen. Auch eine rudimentäre Email-Verwaltung sowie Downloads und File Sharing sind mit einigen Programmen möglich.

Jeder Browser stellt zudem einen eigenen Browsercache bereit, indem bereits heruntergeladenen Inhalte zwischengespeichert werden. Auf diese Weise wird die Ladezeit der betreffenden Seite enorm beschleunigt, da bei einem erneuten Aufruf die einzelnen Elemente von der Festplatte statt aus dem Netz geladen werden.

Darüber hinaus bieten moderne Browser in Form der Lesezeichen-Verwaltung noch mehr Komfort: Wenn Ihnen eine Seite richtig gut gefällt, können Sie diese als Favoriten speichern und bei der nächsten Sitzung von dort mit nur einem Klick erneut aufrufen.

Die wichtigsten Aufgaben eines Browsers noch einmal zusammengefasst:

  • Webseiten aus dem WWW anfordern, anzeigen und deren Verlauf speichern
  • Navigation durch den Hypertext
  • Interpretation von Quellcode
  • Bereitstellung des Browser Cache
  • Lesezeichen-Verwaltung

2. Die Funktionsweise eines Browsers einfach erklärt

Um eine Webseite anzuzeigen, müssen Sie einfach die URL der betreffenden Seite in die Adresszeile des Browsers eintragen. Dieser übernimmt dann die Kontaktaufnahme mit dem Webserver, auf dem die aufzurufende Seite gespeichert ist.

Der Webserver sendet im Anschluss die angeforderten Daten und die damit verlinkten Dateien (z.B. Bilder) an den Browser zurück. Die Kommunikation erfolgt dabei mittels http-Protokoll („Hypertext Transmission Protocol“).

Gut zu wissen: html-Dokumente sind nichts anderes als Quellcode, der vom Browser Zeile für Zeile aufgelöst wird. Wichtig ist dabei, dass der Browser diesen auch so interpretiert, wie vom Entwickler vorgesehen. Dazu wurden spezielle Konventionen für die Auszeichnungssprache eingeführt, die eingehalten werden müssen.

3. Moderne Browser sind sich recht ähnlich

Highspeed im Internet surfen

Die Geschwindigkeit ist das A und O beim Surfen.

Mittlerweile existiert im Internet eine Vielzahl verschiedener Browser, die sich in Ihrer grundlegenden Funktionalität recht ähnlich sind. Das stellt gerade Einsteiger nicht selten vor Herausforderungen, denn wie soll man unter all den Programmen das richtige für die persönlichen Bedürfnisse herausfinden? Bei vielen Browsern gibt zudem auch noch signifikante Versions-Unterschiede, da die Entwickler mit jedem Update neue Features und Erweiterungen implementieren.

Wie gut ein Browser ist, hängt dabei in erster Linie von seinen Fähigkeiten hinsichtlich der Paradedisziplin (nämlich dem Anzeigen von Webseiten) ab. Es gibt dennoch einige Kriterien, die jedes Programm erfüllen sollte:

  • Schnelligkeit
  • Benutzerfreundlichkeit und möglichst einfache, intuitive Handhabung
  • Sicherheit
  • Stabilität
  • Kompatibilität mit unterschiedlichen Betriebssystemen
  • Anzahl und Nützlichkeit der Features
  • Hilfe & Support

Zu den derzeit gängigsten Browsern zählen neben dem Internet-Explorer-Nachfolger Microsoft Edge auch Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera und Safari (für macOS). Speziell für Ausflüge in das Darkweb hat sich auch TOR etabliert, bei dem es sich allerdings um eine modifizierte Version von Firefox handelt.

Gut zu wissen: Einen ausführlichen Test der besten Browser für Windows finden Sie in unserem Browser-Vergleich. In unserem Artikel Alternative Browser zeigen wir interessante Alternativen auf, die sich zum Beispiel für eine bessere Sicherheit einsetzen. 

4. Spezielle Formen von Browsern

4.1. Reduzierte Alternative: Textbasierte Browser

Trotz allen Fortschritts gibt es auch heute noch Browser, die nur einfachen Text darstellen können. Diese sogenannten „Textbasierten Browser“ kommen hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn es schnell gehen muss, da Grafiken, Bilder und dergleichen somit erst gar nicht geladen werden müssen. Eines der bekanntesten Beispiele dieser Gattung ist der Webbrowser „Lynx“.

4.2. Mit Offline-Browsern Datenvolumen sparen

Offline-Browser arbeiten, wie es der Name schon vermuten lässt, ohne Internetverbindung. Sie verwenden ausschließlich lokale Inhalte und Kopien für die Darstellung von Webseiten.

Arbeitet der Browser als Offline Browser, kopiert er die aufgerufenen Webseiten im Online-Betrieb auf die Festplatte, wo sie später offline detailliert durchgearbeitet werden können. Offline Browser erweisen sich vor allem bei sehr niedrigen Übertragungsraten oder zum Senken der Verbindungskosten bei volumen- und zeitbasierten Datenverträgen als sehr nützlich. Beachten Sie aber, dass Sie für den Download kompletter Webseiten auf spezielle Tools zum Herunterladen zurückgreifen müssen.

5. Add-Ons, Add-Ins und Plugins in Zeiten von OpenSource

Mit der Einführung von Open Source Tools wie Firefox wurde gleichzeitig auch der Grundstein für die Entwicklung der Browser-Erweiterungen gelegt.

Dabei handelt es sich um extern programmierte Funktionen, die Sie Ihrem Browser hinzufügen, um ihn so optimal für Ihre Ansprüche anzupassen und zu personalisieren.

Die Palette möglicher Features reicht dabei von einfachen Farbschemata bis hin neuen Menüleisten und Steuer-Buttons. Das größte Angebot derartiger Erweiterungen bieten momentan Google Chrome und der Mozilla Firefox.

Gut zu wissen: Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Plugin“, „Add-On“ und „Add-In“ häufig als Synonyme verwendet, es handelt sich dabei aber um völlig unterschiedliche Arten von Erweiterungen.

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