Datum: | Tests 2015

Externe Festplatte an Computer, Backup, Image

Eine Imagesicherung in Form eines Abbilds einer Windows-Installation gehört noch immer zu den besten Maßnahmen, ein System komplett zu sichern und dieses im Notfall schnell wiederherzustellen. In dem folgenden Artikel gehen wir auf die Vorzüge der Imagesicherung ein, beschreiben die Bordmittel zur Abbildsicherung von Windows, stellen bekannte wie auch weniger bekannte Image Programme, darunter viele kostenlose, ausführlich vor und nennen Vor- und Nachteile jeder Lösung.

Imagesicherungen, wozu?

Das Thema Datensicherung ist ein weit gefächertes Feld. Neben der Sicherung von persönlichen Daten, wie wir sie in unserem Artikel Backup – die letzte Rettung beschreiben, gehört auch die Imagesicherung in jedes Datensicherungskonzept.

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Bei einer Image-Sicherung wird eine Partition oder ein Datenträger in eine Datei gesichert. Die Sicherung orientiert sich dabei am tatsächlich belegten Platz auf dem Datenträger und wird noch komprimiert. Der häufigste Anwendungsfall einer Imagesicherung ist die Konservierung des Betriebssystems nebst installierter Programme, Treiber und Einstellungen als Sicherungsdatei. Wird das System durch einen Virus, fehlgeschlagene Treiber- oder Programminstallationen beschädigt oder arbeitet nicht mehr wie gewohnt, kann man den Zustand zum Zeitpunkt der Sicherung mit wenig Aufwand wiederherstellen. Wer weiß, wie viel Zeit eine optimale Einrichtung des Systems mit allen Anpassungen, Patches etc. benötigt, wird das Mittel der Imagesicherung sicherlich begrüßen.

Für die Praxis empfehlen wir neben einer Grundsicherung von Windows mit allen Treibern auch ein zweites Image, welches alle genutzten Programme und deren Anpassungen beinhaltet. Mit diesen zwei Images in der Hinterhand kann man auch mal „gefahrlos“ ein Programm testen und anschließend das System zurücksetzen.

Eigene Dateien auslagern

Ein Problem bei der Sicherung des Betriebssystems als Image stellt immer wieder der Speicherort von Benutzerdaten dar. Spielt der Anwender unvorsichtig das Image zurück, gehen alle Benutzerdaten verloren, die sich nicht in der Imagesicherung befanden. Da Windows alle Benutzerordner auf das Systemlaufwerk legt, wären diese Daten nach einem Zurückspielen des Images verloren.

Nicht nur aus diesem Grunde raten wir dazu, Eigene Dateien auf eine separate Partition zu verschieben. Hat man nur eine Partition, kann man diese mit Bordmitteln wie der Datenträgerverwaltung ohne Datenverlust verkleinern oder dies mit dem Befehl shrink über die Kommandozeile erledigen. Wer seine Benutzerdaten (Texte, Bilder, Musik, Mails) nicht auf der Systempartition speichert, kann problemlos mit Images hantieren.

Auf was wir achten

Bei der folgenden Vorstellung der Programme prüfen wir, wie einfach sich Images sichern lassen. Manche Programme können nur eine Partition sichern. Dies wäre im Falle des Systemlaufwerks dann ein Problem, da Windows hier die Bootpartition vermisst. Besser ist daher, wenn das Programm gleich mehrere Partitionen in ein Image sichern kann. Neben dem Vollbackup ist auch von Interesse, ob die Software ergänzend inkrementelle oder differentielle Backups bietet, was bei regelmäßigen Updates Speicherplatz spart. Die Software sollte auch GPT-Datenträger, Standard bei UEFI-Systemen, unterstützen. Ist dies nicht der Fall, geht dies aus der Übersicht am Ende hervor.

Bei der Sicherung sollte auch eine Komprimierung und Integritätsprüfung der Sicherung möglich sein. Die Komprimierung spart Speicherplatz für das Image. Abhängig von den Daten können Images nur die Hälfte der Größe des belegten Speicherplatzes auf dem Datenträger einnehmen. Eine mit 60 GByte belegte Windows-Partition lässt sich so auf ca. 30 GByte Speicherplatz im Image komprimieren. Eine Integritätsprüfung der Image-Datei stellt sicher, dass diese unbeschädigt ist und im Notfall auch wiederhergestellt werden kann.

Einige Programme bieten neben der Image-Sicherung auch eine selektive Dateisicherung. Dabei werden nicht ganze Partitionen, sondern nur einzelne Dateien und Ordner gesichert, ideal für ein kleines Dateibackup nach einer Imagesicherung. Diesen Punkt sprechen wir dann gezielt an, wenn er vorhanden ist. Wenn das Programm auch die Sicherung von dynamischen Datenträgern anbietet, erwähnen wir das in der Tabellenübersicht am Ende.

Weiter prüfen wir, ob ein Restore von Systemdatenträgern aus dem Programm heraus möglich ist oder ein Notfalldatenträger zur Verfügung gestellt wird. Mache Hersteller bieten gar keine Wiederherstellungslösung für Systemlaufwerke und erwarten, dass sich der Anwender ein Windows PE erstellt und darin das Programm zur Wiederherstellung integriert: für Laien kein leichtes Unterfangen.

Eine Besonderheit von einigen Programmen ist die Wiederherstellung auf neuer Hardware. Da ein Image von einem System wegen unterschiedlicher Hardware nur in Ausnahmefällen noch ordentlich bootet, muss die Software hier andere Treiber einbinden, um den Neustart zu ermöglichen.

Eingebaute Lösung ab Windows Vista

Bereits seit Windows Vista bietet Microsoft eine Abbildsicherung, welche zunächst noch hinter der Complete PC-Sicherung versteckt war. Mit Windows 7 wurden die Sicherungsmöglichkeiten nochmals ausgeweitet. Wir haben sie in dem Artikel „Sichern und Wiederherstellen unter Windows 7“ zusammengefasst.

Windows bezeichnet die Sicherung des ganzen Systems als Systemabbild.

Systemabbildsicherung

Systemabbildsicherung

Windows sichert ein Systemabbild in eine virtuelle Festplatte (VHD), welche sich auch als Laufwerk in das System einbinden lässt. Dem Thema virtuelle Festplatten haben wir einen eigenen Artikel “Umgang mit virtuellen Festplatten” gewidmet. Da die VHD-Sicherung keine Komprimierung bietet, benötigt ein Systemabbild enormen Speicherplatz. Als Sicherungsziel bieten sich daher eigentlich nur Festplatten an.

Zunächst muss  der Anwender angeben, wo er das Abbild speichern möchte. Dann wird angezeigt, welche Laufwerke für das Systemabbild notwendig sind. Dabei werden immer die reservierte Startpartition, welche Windows bei einer normalen Installation automatisch anlegt, sowie die Systempartition gesichert.

Sicherungsort der Systemabbildsicherung

Sicherungsort der Systemabbildsicherung

Zum Wiederherstellen des Systemabbildes ist ein Systemreparaturdatenträger notwendig, welcher ebenfalls aus dem Dialog “Sichern und Wiederherstellen” heraus erstellt werden kann.

Systemabbild-Wiederherstellung

Systemabbild-Wiederherstellung

Die Sicherungsmöglichkeit bietet kaum weitere Anpassungen und ist fast allen in der Folge vorgestellten Fremdlösungen unterlegen.

Allerdings ist mit der Lösung von Microsoft ab Windows 7 unter Sichern und Wiederherstellen auch ein dateibasierendes Backup mit Komprimierung möglich.

Dateibasierende Sicherung von Windows

Dateibasierende Sicherung von Windows

Acronis True Image 2015

Acronis True Image war lange Zeit unangefochten Klassenprimus in Sachen Imagesicherung. Nicht nur die Technik und eine gut zugängliche Oberfläche, sondern auch Beigaben wie eine ausgereifte Backuplösung bis auf Dateiebene, Cloud-Sicherung, Try-and-Decide-Modus und ein gutes Rettungsmedium machten Acronis True Image bis zur Version 2014 zum Liebling aller Image-Nutzer.

Acronis True Image 2014

Acronis True Image 2014

Mit der aktuellen Version Acronis True Image 2015 hat sich der Hersteller aber keinen Gefallen getan. Nicht nur, dass viele der nützlichen Funktionen (Try and Decide, Mail-Backups etc.) weggefallen sind. Die neue Oberfläche im Stile von Windows 8 kommt bei den Anwendern gar nicht gut an. Dazu häufen sich Beschwerden der User über Probleme mit der 2015er Version.

Acronis True Image 2015

Acronis True Image 2015

Kurzum: Die 2015er Fassung hat dazu beigetragen, dass viele Anwender Acronis den Rücken kehren und sich nach Alternativen umsehen, die wir hier vorstellen. Bleibt zu hoffen, dass die kommende 2016er-Fassung wieder an alte Tugenden anknüpft.

Drive Image XML

Erster Kandidat ist das in der privaten Edition kostenlose Drive Image XML, welches gegenüber der gewerblichen Fassung keine Einschränkungen hat. Die Software ist relativ schmucklos und verwendet eine altbackene Oberfläche.

DriveImage XML

DriveImage XML

Die Software erstellt Images von Partitionen, kann aber immer nur eine Partition in ein Image aufnehmen. Da Windows in aller Regel zum Starten eine weitere Partition anlegt und benötigt, kann mit dem Image selbst kein Abbild auf einer leeren Festplatte problemlos wiederhergestellt werden.

Images können komprimiert und gesplittet werden, offene Dateien werden mit der Schattenkopie-Technik von Windows gesichert. Inkrementelle oder differentielle Backups sind nicht möglich. Die Software war die zweitlangsamste bei unserer Testsicherung. Da sie auch keine GPT-Datenträger unterstützt, eignet sich die Software nur für alte Systeme auf MBR-Basis.

DriveImage XML

DriveImage XML, Backup

Die Wiederherstellung der Systempartition benötigt entweder eine Windows-PE-Umgebung, in welcher das Programm integriert wird, oder man nutzt den Notfalldatenträger auf Linux-Basis des Herstellers.

Notfallmedium für DriveImage XML

Notfallmedium für DriveImage XML

Drive Snapshot

Drive Snapshot benötigt weniger als 400 KB und kann als portable Software sofort gestartet werden. Die Shareware ist 30 Tage ohne Einschränkung nutzbar. Die Oberfläche ist sehr spartanisch und bietet nur Sicherung, Restore und Mounten von Sicherungen als Laufwerke.

Drive Snapshot

Drive Snapshot

Bei der Sicherung können mehrere Partitionen ausgewählt und Images können auch als differentielle Backups angelegt werden. Auch eine Verschlüsselung der Images ist möglich.

Drive Snapshot Sicherung

Drive Snapshot Sicherung

Optionen für Drive Snapshot

Optionen für Drive Snapshot

Backups lassen sich nach der Sicherung, welche automatisch komprimiert wird, auch einer Integritätsprüfung unterziehen.

Sicherung Drive Snapshot

Sicherung Drive Snapshot

Für die Wiederherstellung bietet das Programm keinen Notfalldatenträger, kann aber über die Kommandozeile, sogar unter DOS, gestartet werden. Systemdatenträger werden von einem lokalen Backup beim Hochfahren wiederhergestellt.

Drive Snapshot Wiederherstellung

Drive Snapshot Wiederherstellung

AOMEI Backupper Standard Free

Als kostenlose Lösung geht auch der AOMEI Backupper Standard Free ins Rennen. Die Freeware bietet einen enormen Leistungsumfang. Wem das nicht reicht und wer Features wie automatisierte Backupverwaltung, Scriptfähigkeit etc. benötigt, kann auf die kostenpflichtige Pro-Version upgraden.

Was beim ersten Start bereits auffällt ist die sehr zugängliche Oberfläche.

AOMEI Backupper Standard Free

AOMEI Backupper Standard Free

Der Anwender kann nicht nur Partitionen und Datenträger (auch dynamische) als Abbilder sichern, sondern die Software auch für Dateibackups einsetzen. Auch ein Klonen von Partitionen und Datenträgern ist möglich. Über einen Taskplaner lassen sich die Aufgaben zeitgesteuert ausführen.

Die Funktion System Backup analysiert das System und erweitert die Sicherung selbstständig um alle Partitionen und Bootsektoren, welche für einen ordnungsgemäßen Start des Betriebssystems beim Restore auf ein leeres Laufwerk wieder notwendig sind. Die Funktion kennen wir sonst nur von Vertretern wie Acronis True Image oder Software von Paragon, sehr schön.

Abbildsicherung mit AOMEI Backupper Standard Free

Abbildsicherung mit AOMEI Backupper Standard Free

Images können komprimiert, verschlüsselt und gesplittet werden. Offene Dateien werden mit Hilfe des VSS-Dienstes gesichert. Auch an eine Integritätsprüfung wurde gedacht.

AOMEI Backupper Standard Free Optionen

Optionen

Für die Wiederherstellung bei einem beschädigten System bietet das Programm einen Notfalldatenträger auf Linux- oder Windows-PE-Basis.

Bootfähiges Notfallmedium

Bootfähiges Notfallmedium

Als absolutes Highlight bietet bereits die kostenlose Fassung auch Universal Restore, d.h. die Wiederherstellung gesicherter Systeme auf abweichender Hardware.

AOMEI Backuper Restore

AOMEI Backuper Restore

EaseUS Todo Backup Free

EaseUS ist im Free- und Sharewaresektor kein Unbekannter, bietet der Hersteller doch sein erfolgreiches Produkt Partition Master in einer sehr umfangreichen Free-Edition kostenlos an.

Auch die Backuplösung Todo Backup von EaseUS ist in einer Free-Edition verfügbar. Der Hersteller verfolgt hier das gleiche Konzept wie beim Partition Master und bietet die kostenlose Fassung bereits mit einem ausreichenden Funktionsumfang an. Gegenüber der kostenpflichtigen Home-Edition wurden Features wie das Notfallmedium auf Windows-PE-Basis, Backup von Outlook-Daten, differentielle und zeitgesteuerte Backups, verschiedene Backupoptionen wie hohe Kompression oder Kennwort sowie die Möglichkeit zur Erstellung von System-Snapshots entfernt. Eine detaillierte Übersicht bietet die Herstellerseite im Versionsvergleich.

Die Oberfläche, sogar in deutscher Sprache, ist sehr modern gestaltet und erinnert an Acronis True Image in besseren Zeiten.

EaseUS Todo Backup Free

EaseUS Todo Backup Free

Die Software bietet bereits in der Free-Edition sowohl Laufwerks- und Partitionsbackup als auch Dateibackup (Vollbackup, differentiell und inkrementell) und Klonen.

EaseUS Todo Backup Free, Auswahl der Sicherung

EaseUS Todo Backup Free, Auswahl der Sicherung

Mit der Funktion System Backup werden analog zu AOMEI Backupper Standard Free alle Partitionen gesichert, welche für den reibungslosen Restore auf einem leeren Datenträger notwendig sind.

Sicherung Windows

Sicherung Windows

Bei der Sicherung, welche auch über einen Taskplaner gesteuert werden kann, lässt sich EaseUS Todo Backup Free über eine Stunde Zeit und war damit das langsamste Produkt im Testfeld. Da die kostenpflichtige Variante mit „faster“ wirbt, wurde hier wohl künstlich gebremst. Eine Integritätsprüfung lässt sich von Hand für gesicherte Images anstoßen. Images lassen sich als virtuelle Laufwerke mounten, um so auf die Sicherungen direkt zugreifen zu können.

Neben denen von Festplatten und Partitionen kann EaseUS Todo Backup Free auch Dateibackups anlegen.

Dateibackup mit EaseUS Todo Backup Free

Dateibackup mit EaseUS Todo Backup Free

Die Funktion Smart Backup sichert alle 30 Minuten Dateien und Ordner von lokalen Datenträgern. Damit die Datenmenge nicht überhand nimmt, setzt die Software eine Strategie aus Vollbackups, inkrementellen und differentiellen Backups ein und bietet damit eine Datensicherung für bis zu 14 Tage zurück.

Für die Wiederherstellung auf leeren oder beschädigten Systemen bietet die Software Notfalldatenträger auf Linux- oder Windows-PE-Basis.

Notfalldatenträger

Notfalldatenträger

Das Linux-Notfallmedium wird über die Funktion „Pre OS“ auch in den Bootloader von Windows integriert, so dass die Notfallumgebung auch direkt beim Systemstart geladen werden kann.

Integration in den Bootloader von Windows

Integration in den Bootloader von Windows

Paragon Backup & Recovery Free 2014

Paragon, zusammen mit Acronis einer der Pioniere im Bereich Imagesicherung, hat auch ein kostenloses Produkt im Angebot. Paragon Backup & Recovery Free 2014 ist die abgespeckte Fassung von Paragon Backup & Recovery Home 15, welche wir bereits gesondert vorgestellt haben.

Die Freeware bietet, wie der große Bruder, zwei Benutzeroberflächen. Während die im Stile von Windows UI gehaltene Oberfläche nur Zugriff auf die Grundfunktionen bietet, startet die Kachel „Backup und Recovery“ die normale Programmoberfläche.

Paragon Backup & Recovery Free 2014

Paragon Backup & Recovery Free 2014

Diese zeigt sich – leider „Paragon-typisch“ – gegenüber den anderen Lösungen sehr unübersichtlich und überladen. Dies liegt auch daran, dass viele der Schaltflächen inaktiv sind und erst mit Freischaltung auf ein Vollpreisprodukt zur Verfügung stehen.

Oberfläche von Paragon Backup & Recovery 2014 Free

Oberfläche von Paragon Backup & Recovery 2014 Free

Sicherungen von Partitionen oder Festplatten werden über einen Assistenten abgewickelt, welcher auch Zugriff auf erweiterte Optionen wie Verschlüsselung, Komprimierung etc. bietet.

Sicherung von Partitionen

Sicherung von Partitionen

Erweiterte Sicherungseinstellungen

Erweiterte Sicherungseinstellungen

Mehr geht mit der Freeware im Grunde nicht: kein Dateibackup, kein Klonen und auch kein Dateibackup. Die Funktionen hinter Partitionierung führen auch nur zur Option „Gesperrte Funktionen freischalten“.

Gesperrte Funktionen

Gesperrte Funktionen

Die Wiederherstellung kann aus dem Programm heraus oder über einen Notfalldatenträger auf Windows-PE- oder Linux-Basis erfolgen.

Rettungsmedium

Rettungsmedium

Clonezilla

Aus der Reihe stellen wir noch Clonezilla kurz vor. Die OpenSource-Software ist Bestandteil vieler Linux-Notfallsysteme wie z.B. Parted Magic oder anderer Live-Systeme. Mit CloneZilla können Images gesichert, wiederhergestellt oder Partitionen und Festplatten geklont werden.

Clonezilla unterstützt eine Fülle von Dateisystemen wie ext2, ext3, ext4, reiserfs, reiser4, xfs, jfs, btrfs von GNU/Linux – FAT12, FAT16, FAT32, NTFS von MS Windows – HFS+ von Mac OS – UFS von FreeBSD, NetBSD, OpenBSD – VMFS3 und VMFS5 für virtuelle Maschinen.

Die Bedienung ist allerdings nicht ganz trivial und bietet bei weitem nicht den Komfort, den man unter Windows gewohnt ist.

Clonezilla

Clonezilla

Fazit

Wir waren überrascht, wie funktionell und zuverlässig kostenlose Lösungen arbeiten, und sind speziell vom AOMEI Backupper Standard Free sehr begeistert. Die Software bietet ohne viel „Schnick-Schnack“ genau das, was man sich für eine schnelle Sicherung wünscht. Auch EaseUS Todo Backup Free ist eine hervorragende Image-Lösung, sogar in deutscher Sprache, krankt aber an der quälend langsamen Sicherung. Wer etwas Geduld mitbringt, wird aber auch mit dieser Software glücklich. Paragon Backup & Recovery Free 2014 ist auch keine schlechte Wahl, im Vergleich zu den beiden anderen Vertretern aber in Sachen Bedienung etwas verwirrend.

Für kostenpflichtige Programm wie Acronis True Image wird es immer schwerer, gegen die bereits in der kostenlosen Fassung gut ausgestatteten Konkurrenten noch zu punkten. Umso schlimmer, dass ausgerechnet das beliebteste Imageprogramm in der Version 2015 einen solchen Rückschritt darstellt.

Acronis True Image Windows Sichern und Wiederherstellen DriveImage XML Drive Snapshot AOMEI Backupper Standard Free EaseUS Todo Backup Free Paragon Backup & Recovery Free 2014
Preis 50 Euro kostenlos kostenlos 40 Euro kostenlos kostenlos kostenlos
Sprache Deutsch Deutsch Englisch Englisch Englisch Deutsch Deutsch
Sicherungsarten Vollbackup
Differentielle Sicherung
Inkrementelle Sicherung
Klonen
Vollbackup Vollbackup Vollbackup
Differentielle Sicherung
Vollbackup
Differentielle Sicherung
Inkrementelle Sicherung
Klonen
Vollbackup
Differentielle Sicherung
Inkrementelle Sicherung
Klonen
Vollbackup
Differentielle Sicherung
Inkrementelle Sicherung
Technologien NTFS, FAT, Ext, GPT, MBR, Dynamische Datenträger NTFS, FAT, GPT, MBR, Dynamische Datenträger NFTS, FAT, MBR NTFS, FAT, Ext, GPT, MBR, Dynamische Datenträger mit Einschränkungen NTFS, FAT, Ext, GPT, MBR, Dynamische Datenträger NTFS, FAT, GPT, MBR NTFS, FAT, Ext, GPT, MBR, Dynamische Datenträger, Windows Storage Spaces
Taskplaner ja Über Taskplaner von Windows nein Über Taskplaner von Windows ja ja ja
Dateibackup ja ja nein nein ja ja nein
Komprimierung ja nein ja ja ja ja ja
Integritätsprüfung ja nein nein ja ja ja ja
Sicherung als Laufwerke mounten ja ja nein ja ja ja ja
Wiederherstellung von Systempartition aus Programm oder über Notfalldatenträger auf Windows PE oder Linux-Basis Notfalldatenträger Notfalldatenträger oder Integration in Windows PE Beim Hochfahren
Über DOS-Diskette
Integration in Windows PE
Aus Programm oder über Notfallemdium auf Linux-Basis oder Windows PE Aus Programm oder über Notfallemdium auf Linux-Basis; PE-Medium nur Todo Backup Home Aus Programm oder über Notfallemdium auf Linux-Basis oder Windows PE
Verschlüsselung ja nein nein ja ja ja ja
Besonderheiten Acronis Cloud-Anbindung, Wiederherstellung auf neuer Hardware (Universal Restore) Sicherung nur von einzelnen Partitionen möglich, Keine GPT-Unterstützung Portabel, Scriptsteuerung Wiederherstellung auf neuer Hardware (Universal Restore) Smart Backup, welches alle 30 Minuten ausgewählte Dateien und Ordner sichert Alterantive Oberfläche im Windows UI-Stil

Intrografik: © Nomad_Soul – Fotolia.com

4 Antworten auf “Imageprogramme im Vergleich – es muss nicht immer kostenpflichtig sein”

  1. B. Scherfer

    Im Test fehlt Macrium Reflect. Damit sichere ich seit Jahren kostenlos die Systempartition als Image.

  2. Robert Schopf

    Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr noch weitere Image-Programme vorstellt. Sehr wichtig ist für mich, dass sie in deutscher Sprache sind und wenn möglich nicht an Windows 8 erinnern (keine Kacheln). Dankeschön.

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