| Ashampoo Burning Studio 11 - der neue Kaiser? |
| Vorstellungen - Vorstellungen 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Andere WeltenDas Ashampoo Burning Studio kann nicht und will sich auch nicht mit Schwergewichten wie Nero, WinOnCD oder der Cyberlink MediaSuite messen. Vielmehr versucht man mit dem Produkt Käufer anzusprechen, welche eine alltagstaugliche, einfach zu bedienende Brennsuite suchen, um damit die wesentlichen Aufgaben abzudecken, die da wären: Brennen von Daten (incl. einfache Backuplösungen), Erstellen von Kopien, Erstellen bootfähiger Datenträger, Musik rippen und brennen, Videos auf Datenträger mit einfachem Authoring. Der Grund, warum Ashampoo Burning Studio trotz des geringeren Leistungsumfangs eine gute Figur macht, liegt nach unserer Meinung zum einem daran, dass sich die Software wie aus "einem Guss" präsentiert und nicht mit zig Extraprogrammen, welche mitunter noch unterschiedlich bedient werden. Sie lässt sich sehr einfach und schlüssig bedienen. Darüber hinaus hat sich der Hersteller an der Devise "weniger ist mehr" orientiert und nur die Basisfunktionen integriert, statt sein Produkt zum vollwertigen Videoeditor, Authoring-Monster oder Tonstudio auszubauen. Neuerungen in Version 11Die Dateigröße des Downloads ist auf stattliche 180 MB angewachsen und hat sich damit gegenüber Version 10 fast verdoppelt. Dies ist allerdings neuen Funktionen und erweiterten Vorlagen geschuldet. In der praktischen Anwendung kann man die "Gewichtszunahme" nicht merken. Auch mit Version 11 geht die Arbeit sehr schnell von der Hand, was auch an der übersichtlichen Struktur des Hauptmenüs liegt, welches sich nur in kleinen Details von Version 10 unterscheidet.
Neu ist hier der Compact-Mode, welcher über eine Schaltfläche oben rechts erreicht wird.
Dahinter verbirgt sich aber nur eine Art einfaches Desktop-Gadget, welches Dateien per Drag and Drop aufnimmt und als Daten-CD brennen kann. Nichts, was man unbedingt braucht. Viel spannender ist da der erweiterte Öffnen-Dialog. Relativ unscheinbar sind neben lokalen Laufwerken auch mobile Geräte wie Smartphones etc. (sofern angeschlossen) und verschiedene Onlinequellen (Flickr, Picasa, Dropbox, Facebook) anwählbar. Öffnet man beispielsweise Picasa und gibt die Zugangsdaten ein, hat man Zugriff auf alle Bilder und Videos bei Picasa. Diese Inhalte kann man in die Zusammenstellung der Datenträger, allerdings nicht in ein Backup mit aufnehmen.
Eine weitere Neuerung ist der Image-Browser. Mit diesem können vorhandene Datenträger-Abbilder durchsucht, geöffnet und Inhalte extrahiert werden. Dies erspart dem Anwender die Installation eines Treibers für virtuelle Laufwerke wie beispielsweise Virtual CloneDrive, sofern man die virtuellen Datenträger nicht als Laufwerke einbinden möchte. Dies ist mit dem Burning Studio auch in Version 11 noch nicht möglich.
Im Bereich Multimedia wurde das Ashampoo Burning Studio ebenfalls, wenn auch behutsam erweitert. Endlich ist es bei der Erstellung von Audio-CDs möglich, eine vorhandene Playlist in die Erstellung zu ziehen. Das Burning Studio 11 liest dann die Tracks in der Playlist selbstständig in der richtigen Reihenfolge ein. Neben dem verbreiteten m3u werden auch wpl- , txt- und xspf-Playlisten unterstützt.
Tracklisten lassen sich auch als Textdatei drucken oder exportieren. Wird das Format in ein anderes konvertiert, bleiben die Tags nun erhalten. Eine weitere Verbesserung der Audioeigenschaft ist die Normalisierung der Lautstärke von MP3 und WMA beim Konvertieren in Audio-CDs.
Die Videofunktionen und das Authoring wurden ebenfalls nur behutsam und in kleinen Details erweitert. Laut Hersteller werden nun Mehrkernsysteme effektiv unterstützt, um höhere Geschwindigkeiten beim Rendern oder bei der Encodierung von Videos zu erreichen. Die Zahl der Vorlagen ist allerdings noch immer sehr mager, reicht für den gelegentlichen Einsatz aber aus. Der Button zur Erweiterung der Vorlagen führt zum Download des kostenpflichtigen Theme-Packs der Version 10, welches aber mit Version 11 kompatibel ist.
Was mehr stört ist die Tatsache, dass es immer noch keine verschiedenen "neutralen" Templates gibt, welche durch den Anwender bearbeitet werden können. So ist man gezwungen, ein bestehendes Template zu nehmen und dieses soweit zu ändern, dass es den eigenen Anforderungen entspricht. Die Veränderungen können leider noch immer nicht als neues Template abgelegt werden.
Zuletzt hat Ashampoo den Cover-Editor aufgewertet und mit Funktionen wie Kreistext, verbesserten Schrifteinstellungen oder Live-Vorschau beim Editieren ausgestattet.
FazitDie Neuerungen in Version 11 des Ashampoo Burning Studios sind überschaubar. Der Hersteller hat statt einem neuen "Featurefeuerwerk" sinnvolle Produktpflege betrieben und die Software behutsam ausgebaut und verbessert. Einige Bereiche wie beispielsweise das fehlende Anlegen von eigenen Templates beim Authoring bieten noch Spielraum für "mehr". Die kleinen Neuerungen alleine würden nur in Ausnahmefällen ein Upgrade rechtfertigen. Bei einem Upgradepreis von 20 Euro schaut man darüber aber gerne hinweg, um auch weiterhin in den Genuss von Updates für ein aktuelles Produkt zu kommen. Übrigens bietet der Hersteller sehr günstig die Möglichkeit, legal auch eine zweite Lizenz zu erwerben (10 Euro).
PCDMicha, 27.11.2011
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||


