In diesem Tipp erfahren Sie, was der HTTP Error 400 zu bedeuten hat und wie Sie ihn lösen können.

Sie wollten eigentlich nur schnell Ihr Facebook- oder Instagram-Profil checken und werden stattdessen von einer Fehlermeldung begrüßt. Der HTTP-StatuscodeHTTP Error 400 – Bad Request“ gibt an, dass der Server aufgrund eines Client-seitigen Problems eine Anfrage nicht bearbeiten kann. Er wird immer dann zurückgegeben, wenn der Fehler in keine der anderen Statuscode-Kategorien fällt. Es gibt verschieden Ursachen, die einen „HTTP Error 400“ auslösen können, denn dieser ist nicht spezifisch für ein bestimmtes Betriebssystem oder einen bestimmten Webbrowser. Welche das sind und was Sie dagegen tun können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

  • Ein „HTTP Error 400“ entsteht nicht im Browser, sondern geht vom angesteuerten Server aus.
  • Der Fehler ist häufig nur temporär auf und lässt sich einfach durch eine Aktualisierung der betreffenden Seite beheben.
  • HTTP 400 tritt nicht zwangsläufig nur bei Webseiten auf, sondern kann auch auf den „Bad Request“ eines Programmes oder einer Datenbank hinweisen.

1. Wodurch wird ein „HTTP Error 400“ verursacht?

Die Gründe für einen „HTTP Error 400“ sind vielfältig, daher lässt sich der Auslöser nicht immer eindeutig identifizieren. In diesem Abschnitt haben wir einige der bekanntesten Ursachen für den Fehler zusammengetragen und zeigen mögliche Lösungswege auf.

1.1. Syntaxfehler in der URL

Der häufigste Grund für einen 400 Bad Request ist eine falsch eingegebene URL oder eine URL mit fehlerhafter Syntax oder nicht erlaubten Zeichen (z.B. ein "{"). Letztere kommt beispielsweise dann zustande, wenn der Browser die URL falsch kodiert. In den meisten Fällen handelt es sich allerdings schlicht und einfach um einen Tippfehler. Tritt das Problem auf, wenn Sie auf einer Webseite einen Link anklicken, enthält dieser möglicherweise einen Fehler.

Syntax Error Bedeutung

Häufigste Fehlerursache: Meist führen Tippfehler oder nicht erlaubte Zeichen zu einer URL mit fehlerhafter Syntax.

Lösung: Überprüfen Sie die eingegeben Adresse auf mögliche Fehler und unerlaubte Zeichen versuchen Sie anschließend erneut, die Seite aufzurufen. Alternativ können Sie auch einen anderen Internet-Browser verwenden, und so ausschließen, dass das Problem ausschließlich im aktuell verwendeten Programm auftritt.

1.2. Beschädigter Browser-Cache oder fehlerhafte Cookies

Cookie auf einem Notebook

HTTP Error 400 fixen: Auch fehlerhafte Cookies oder beschädigte Dateien im Browser-Cache können einen HTTP Error 400 hervorrufen.

Ist die URL korrekt und der Fehler tritt immer noch auf, können auch beschädigte Dateien im Browser-Cache die Übeltäter sein. Unter Umständen hat dieser auch eine fehlerhafte Version der Seite zwischengespeichert, die beim Aufruf zu Problemen führt.

Viele Webseiten melden auch dann einen „HTTP Error 400“, wenn die eingelesenen Cookies beschädigt oder zu alt sind. Auch einige Browsererweiterungen nehmen Änderungen an den Cookies vor und können damit den Fehler verursachen. So kann es beispielsweise vorkommen, dass der für die Authentifizierung zuständige Cookie Sie nicht als gültigen Benutzer identifizieren kann und in Folge die Verbindung ablehnt.

Lösung: Löschen Sie die Cookies und leeren Sie den Browser-Cache. Das hat keine direkten Auswirkungen auf das Surfverhalten, allerdings kann es sein, dass das Laden einiger Seiten beim ersten Aufruf etwas länger dauert. Das kommt daher, dass der Browser die zuvor zwischengespeicherten Daten erneut herunterladen muss. Das Löschen der Cookies hat zur Folge, dass Sie sich auf den meisten Seiten neu anmelden müssen. Wie Sie den Browser-Cache in Google Chrome löschen, erklären wir Ihnen hier.

1.3. Veraltete DNS-Einträge

Namensauflösung beim Hosting

Die Namensauflösung findet nur beim ersten Besuch einer Website statt, danach werden die Informationen lokal auf dem Rechner abgelegt.

Auch wenn die lokal gespeicherten DNS-Daten nicht mit den registrierten DNS-Informationen synchronisiert (also veraltet) sind, tritt ein 400 Bad Request auf. Domainnamen sind nichts anderes als Aliase für IP-Adressen, die vom Name-Server aufgelöst werden.

Die Namensauflösung findet nur beim ersten Besuch einer Website statt, danach werden die Details lokal auf Ihrem Rechner abgelegt. Auf diese Weise muss der Prozess nicht bei jedem Aufruf erneut durchgeführt werden. Die Vorgehensweise ähnelt damit der des zuvor bereits erwähnte Browser-Cache.

Lösung: Löschen Sie den DNS-Cache. Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie hier.

1.4. Upload-Datei zu groß

Tritt der „HTTP Error 400“ auf, während Sie versuchen eine Datei auf eine Webseite hochzuladen, dann ist diese wahrscheinlich zu groß. Die Dateigrößenbeschränkung des Servers verhindert in diesem Fall ein Erfüllen der Upload-Anfrage. Wie groß die Datei sein darf, hängt letztendlich aber davon ab, wie der Server konfiguriert ist.

HTTP Error 400 Fix: Upload auf einem Android Smartphone

Kleinere Brötchen backen: Ist die Upload-Datei zu groß, quittiert der Server mit einem HTTP Error 400.

Lösung: Versuchen Sie, eine kleinere Datei hochzuladen, um zu überprüfen, ob die Dateigrößenbeschränkung den Fehler verursacht.

1.5. Allgemeiner Serverfehler

Hin und wieder wird der Fehler 400 Bad Request auch durch ein serverseitiges Problem ausgelöst.

Lösung: Versuchen Sie, eine andere Website zu öffnen. Funktioniert? Dann liegt der Fehler außerhalb Ihrer Kontrolle und Sie können lediglich den Betreiber kontaktieren. Besteht der Fehler allerdings auch auf anderen Seiten, liegt möglicherweise ein Problem mit Ihrem Computer oder dem Netzwerkgerät (z.B. Router oder Modem) vor. Einige Server-Fehler lassen sich aber schon durch einen simplen Neustart ebendieser beheben.

Gut zu wissen: HTTP-400-Meldungen treten sehr häufig auch in Mailprogrammen (z.B. Microsoft Outlook) und/oder in Kombination mit dem Statuscode "502 Bad Gateway" auf. Die Ursache liegt allerdings selten beim Anbieter, sondern meist in der Software selbst. Testen Sie, ob sich das Problem mit einem alternativen Email-Client oder einem Update des bestehenden beheben lässt. Ist das nicht der Fall, bleibt auch hier letztendlich nur die Option, mit dem Provider Kontakt aufzunehmen.

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