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Offline.NT.Password.Registry.Editor-Logo

In manchen Situationen kann es vonnöten sein, das Administratorpasswort einer Windows 2000/XP/2003/Vista/2008/Windows 7-Installation zu überschreiben. Eine relativ einfache und vor allem kostenlose Möglichkeit bietet dafür das Tool Offline NT Password & Registry Editor. Da wir häufig Fragen bekommen, was bei einem vergessenen Administratorpasswort zu tun sei, habe ich mich entschlossen diesen Artikel zu schreiben. In ihm werden alle notwendigen Schritte beschrieben, um das Administratorpasswort einer bestehenden Windows-Installation zurückzusetzen.

Ergänzung: Wir haben zu dem Thema „Kennwort vergessen“ zwischenzeitlich einen neueren Artikel, welcher weitere, eventuell leichtere Lösungsansätze beschreibt: Benutzerpasswort zur Anmeldung an Windows 7, 8x oder 10 vergessen

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Wir bitten darum, dass mit dem in diesem Artikel vermittelten Wissen kein Missbrauch an fremden Rechnern betrieben wird, sondern dieses Tool ausschließlich dort zum Einsatz kommt, wo es auch angebracht ist: am heimischen PC für den Fall, dass man sein eigenes Administratorpasswort vergessen hat.

ACHTUNG: Beim Zurücksetzen des Passworts geht der Zugriff auf sämtliche mittels der Windows-Verschlüsselung (EFS) verschlüsselten Dokumente innerhalb dieses Accounts verloren. Die anderen Accounts bleiben davon unberührt.

Nachtrag 21.04.2012: Statt dem beschriebenen Weg können Sie auch mit Bordmitteln von Windows selbst das Problem lösen, wie unser WinTotal-Tipp „Windows-Login-Passwort vergessen“ es beschreibt. Sie können auch die EFS-Schlüssel sichern und wieder importieren, wie dieser Tipp es beschreibt.

Vor dem ersten Start

Je nach Rechnerkonfiguration werden zwei verschiedene Versionen des Tools zum Download angeboten. Eine Floppy-Version und eine CD-Version. Für den Artikel wurde mit der CD-Version (ISO) gearbeitet, die ISO-Datei wurde mit Nero gebrannt. Danach muss im BIOS je nach verwendeter Version auf das Floppy- oder CD-Laufwerk als „First Boot Device“ umgestellt und der Rechner neu gestartet werden.

Programmanwendung

Schritt 1: Partition auswählen

Nach dem Bootvorgang soll die Partition ausgewählt werden, an der Sie sich anmelden möchten. Das Bootlaufwerk wird vom Programm durch die Angabe des Wortes „Boot“ hinter der entsprechenden Partition kenntlich gemacht. Wie man auf dem Screenshot erkennen kann, steht hinter „Select“ bereits etwas in Klammern eingetragen. Dies ist immer der Standardvorschlag des Programms, so dass in fast allen Bildschirmen nur die Return-Taste gedrückt werden muss.

Bootpartition auswählen

Schritt 2: Pfad zur Registry angeben

Als Nächstes müssen Sie den Pfad zur Registry angeben. In der Regel wird Windows 2000 im Verzeichnis „WINNT“ und Windows XP im Verzeichnis „WINDOWS“ installiert. Das Tool erkannte im Test sowohl unter Windows 2000 als auch unter Windows XP den Installationspfad automatisch. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, so muss der Pfad angepasst werden. Doch Vorsicht, es wird das englische Tastaturlayout verwendet und statt der Backslashs (\) müssen Slashs (/) verwendet werden. Der Slash liegt auf der Taste, die bei einem deutschen Layout für den Bindestrich zuständig ist, die Tasten z und y sind vertauscht. Es sind auch noch weitere Zeichen vertauscht, die jedoch in diesem Fall keine Rolle spielen.

Pfad zur Registry angeben

Das Programm möchte nun wissen, welcher Teil der Registry geladen werden soll. Um Passwörter zurückzusetzen, muss der Schlüssel SAM der Registry geladen werden, in dem alle Informationen über Benutzer und Benutzergruppenkonten des lokalen Computers gespeichert sind. Standardmäßig sieht das Programm auch das Laden des Schlüssels SAM vor, folglich kann einfach die Return-Taste gedrückt werden.

SAM-Datei laden

Schritt 3: Passwort oder Registry-Edit

Im folgenden Bildschirm muss angegeben werden, was genau getan werden soll. Da ein Passwort zurückgesetzt werden soll, kann wieder mit der Standardauswahl (1) gearbeitet werden. Diese besagt, dass man ein Passwort editieren möchte.

Auswahl, was getan werden soll

Nun werden alle Benutzeraccounts aufgelistet und Sie müssen dem Programm mitteilen, bei welchem Benutzernamen Sie sich „anmelden“ möchten. Da hier beschrieben wird, wie man das Administratorpasswort zurücksetzen kann, kann auch hier die Standardauswahl des Programms (Administrator) wiederum mit Return bestätigt werden.

Auflistung der Accounts, welcher soll geändert werden ?

Jetzt kommt der zweit-wichtigste Teil der ganzen Prozedur – die Eingabe eines neuen Passworts.

ACHTUNG: Im Test wurde versucht, das bestehende Passwort mit einem anderen Passwort zu überschreiben (in diesem Fall 123456), jedoch verweigerte Windows danach dem Administrator sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Passwort die Anmeldung. Daher sollte der Hinweis des Programms, dass es besser funktioniert, ein blankes (leeres) Passwort zu setzen statt ein neues einzugeben, ernst genommen werden.

Mit der Taste 1 wird das bestehende Passwort komplett gelöscht.

Rückfrage, ob das Passwort geändert werden soll.

Ein Fehler wäre es, den PC nun neu zu starten, denn die Änderungen wurden noch nicht zurückgeschrieben auf die Festplatte. Deswegen müssen Sie sich nun rückwärts durch das Programm arbeiten. Nachdem also das Passwort gerade erfolgreich gelöscht und dies mit der Meldung „Password cleared“ quittiert wurde, muss als Nächstes ein Ausrufezeichen am Prompt eingegeben werden.

Ausrufezeichen am Prompt eingegeben

Damit gelangen Sie zurück zu dem Bildschirm, in welchem dem Programm mitgeteilt wurde, dass Sie ein Passwort editieren möchten. Dieser Bildschirm muss nun über den Buchstaben „q“ verlassen werden.

Wieder im Hauptmenü

Schritt 4: Änderungen übernehmen

Es wird der letzte und wichtigste Bildschirm angezeigt, denn zum einen werden hier die bisher getätigten Änderungen angezeigt, zum anderen erfolgt die Nachfrage, ob die bisher getätigten Änderungen übernommen werden sollen. Das Programm hat hier in der Standardvorgabe die Antwort „Nein“ (n) aktiviert. Da aber die Änderungen in diesem Fall willentlich erfolgten, muss die Auswahl auf „y“ geändert und mit Return bestätigt werden.

Zum Schluss wird alles auf die Festplatte geschrieben.

Danach beginnt das Programm, die Änderungen auf die Festplatte zu schreiben, und es kann kontrolliert werden, ob alle Vorgänge ordnungsgemäß abgeschlossen wurden.

Kontrolle des Programms.

Nachdem der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde, können Sie wiederum die Standardvorgabe des Programms mit Return bestätigen, da das Programm ja nicht erneut gestartet werden soll, und im Anschluss an diesen Vorgang Ihren Rechner rebooten. Bitte vergessen Sie nicht, die CD oder Diskette aus dem Laufwerk zu entfernen, damit der Rechner gewohnt von der Festplatte startet. Beim Windowsstart wird noch ein chkdsk gestartet, um die Integrität der Festplatte sicherzustellen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Bootvorgang sollte das Administratorpasswort nun nicht mehr vorhanden sein.

15 Antworten auf “Administratorpasswort mittels Offline NT Password & Registry Editor überschreiben”

  1. genervter Vater

    no way! Meine Tochter hat auf ihrem XP- Rechner „IHR PASSWORT“ vergeben,……und weiss es nicht mehr,.. Hab das Programm MEHRMALS drüberbügeln lassen, aber keine Wegänderung bügelte das Passwort! Also Festplatte ausgebaut,…in meinen Rechner integriert,.. und endlich FORMATIERT!!!!!! Starten wir nun einen passwortfreien Neuanfang!! Happy 2014!!!!

  2. AushilfsDaU

    SUPER !!! Die einzige Methode, die bei mir funktioniert hat !
    Alter, lange nicht mehr genutzter, rein privater Laptop, keine sensiblen Daten, aber viel „persönliches Zeuchs und ’ne Menge Uz“ -zu schade für Verlust durch Neuinstallation. Bei allen anderen Versuchen („F8, abgesicherter Modus…“, mit Ophcrack usw.) im Nirwana gelandet. D.h. jedes Mal wieder die Anmeldungsmaske vor der Nase… Man kann den Autoren nur wünschen, daß sie sich bzw. ihre Kenntnisse fleißig vermehren und weitergeben. DANKE !

  3. Jan0706

    hallo zusammen,

    wie sieht das ganze denn bei windows 8 aus? Komme nämlich gar nicht erst in den abgesicherten Modus 🙁

  4. PCDMicha

    Im Grunde genauso. Einfach testen. Bei einem MS-Konto geht das allerdings nicht mehr.

  5. Hotte

    warum einfach erklären wenn es auch schwer geht ?
    Hey wie blöde muss die menschliche Welt sein um einfach zu erklären gehe wie folgt vor: Schritt 1, dann Schritt 2 .. usw. .
    NEIN ! Es wird vorausgesetzt da der Laie der ja sowieso keine Ahnung und schon genervt ist hier sich erst einmal drin zu üben um es Zeit seines Lebens nie wieder zu vergessen.
    Wer auch immer diese Anleitung geschrieben hat, ich sage dir eins „DU BIST ZU DUMM JEMANDEN ETWAS ZU ERKLÄREN !“ – Mach mein Job !

    Ich brauche keine Bildschirmfotos und viele Worte um mich interessant zugestallten als würde ich „nur ICH“ in der Lage mit so ein Programm umzugehen.

    PS. Es ist aber nicht nur an dieser Stelle, wie auf dieser Seite festzustellen, dass wenn etwas in irgendwelchen Foren erklärt wird die Leute ein unsagbares gestammel daher reden das miur schlecht und ich gar nicht soviel fressen kann wie ich davon kotzen könnte.

    Der Kommentar von : genervter Vater 30.12.2013 um 23:47 der gefiel mir am besten !

  6. Marcus

    wichtige Frage. Der Laptop hat kein CD laufwerk und bootet nicht von usb da diese erst beim start von Windows konfiguriert wurden. Ich kann jetzt über die cmd auf den stick zugreifen. kann ich das PRogramm auch manuell starten…? und wenn ja Wie?

    BEsten Dank

  7. PCDMicha

    Nein, manueller Start geht nicht. Die Bootsequenz kann man aber doch im BIOS einstellen.

  8. Mayo

    Fast 10 Jahre alt und immer noch hilfreich – Danke
    @ Hotte – deinem Vorurteil der Autor sei, Zitat: „ZU DUMM JEMANDEN ETWAS ZU ERKLÄREN“, kann ich nur sagen: Das Problem sitzt zu 99% vor der Tastatur, oder warum weißt du dein Adminpassword nicht mehr 😉

  9. Hotte

    Genau das und sowas in der Art hab ich auch als Gegenkommentar ewartet:
    Kommentar gegendarstellend mit einer Gegenfrage abwälzen und andere für die eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich machen, anstatt darüber einmal Revue passieren lassen, warum jemand diese Erklärung als unzureichen und verwirrd dekladiert.

    Es ist völlig nebensächlich der Frage nachzugehen warum jemand das PW nicht mehr weiß, die Tatsache ist Bestand, dass er dieses dieses nicht weiß und das gild in kürzester Form, schrittweise zu unmissverständlich zu erklären. – Wenn zur Weiterbildung beigetragen werden soll und wenn sich da jemand für zukünftig für interessiert dann schreibt man einen Anhang in Form von einer gedanklichen Erläuterung und des Werdegangs.

    Außerden hast dann jetzt auch noch nachträglich den textlichen Inhalt deines Beitrags so verändert, dass es für andere als dich gerechfertigt aussehen & dastehen lässt.

    PS. Jeder halbwegs normale User der umsetzend verstehen kann fällt im Vergleich deines Textes zu meinem Kommentar sofort etwas auf. – Außerdem: Wer seine zu Recht „Kritiker“ mit solch ein Satz „Das Problem sitzt zu 99% vor der Tastatur, oder warum weißt du dein Adminpassword nicht mehr“ der muss sich nicht wundern wenn gar nicht kommentiert, kritisiert wird.

    Es ist gar schon zu lächerlich, sein eigenen Artikel unter ein anderen Pseudonamen und einer Fake-Mail zu kommentieren und zu rechtfertigen.

  10. PCDMicha

    Hallo „Hotte“,

    es gibt für uns überhaupt keinen Grund, unsere eigenen Artikel mit fremden „Pseudonamen“ zu kommentieren. Zudem lässt auch „Hotte“ keine Schlüsse zu, wer sich dahinter versteckt.

    Der Grund des „Gemotze“ versteht hier aber wirklich niemand: Der Artikel ist von 2007! und es gibt zwischenzeitlich viele andere Lösungen für das Problem, was zu Anfang mit dem Hinweis und Link auf einen neuen Text auch dargestelt wurde.

    Wenn der Text für „Hotte“ nicht nachvollziehbar ist, könnte es aber auch am Leser selbst liegen 🙂

    Wir veröffentlichen auch gerne Gastartikel: Also besser machen oder – frei nach den Worten von Kurt Beck (Ministerpräsident RP a.D) – einfach mal das Maul halten.

    Wenn mir was nicht passt, denke ich mir mein Teil und bringe nicht noch die Geduld auf, mich darüber auch noch mehrfach auszulassen….Aber jeder hat seine Art mit Langeweile umzugehen…

  11. Renate

    also ich muss schon sagen, hotte hat vollkommen recht und allein schon die dummen antworten pcdmicha (wohl der den artikel hier verfasst hat) hier gibt ist ja wohl die absolute höhe. tssss! ja klar hast die seite, den artikel nachtäglich verändert, das kann man sehnen und lesen.

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