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Gesperrte Internetinhalte gibt es nicht nur in Regionen wie dem nahen Osten oder in bestimmten Ländern in Asien. Auch in Deutschland oder den USA trifft der ordentliche Staatsbürger auf Websperren, die aber von Firmen wie Google (YouTube) oder TV-Sendern meist aus lizenzrechtlichen Gründen geschaffen werden. In dem folgenden Artikel stellen wir das Problem vor und bieten einige Lösungsansätze.

Was sind Proxy-Sperren?

Proxy-Sperren werden dazu verwendet, um bei bestimmten Benutzern den Zugriff auf Inhalte im World Wide Web zu unterbinden. So ist es zum Beispiel nicht möglich, dass Serien-Fans aus Deutschland die neuen US-Folgen einer Serie auf der Website eines amerikanischen Fernsehsenders (wie The CW und Fox) anschauen können. Sehr zum Ärger der Fans können lediglich amerikanische Nutzer auf diese Videos zugreifen.

Das Problem gibt es aber nicht nur mit ausländischen Websites. Auch in Deutschland kennt man das Leid von gesperrten Videos zur Genüge. Auf YouTube gibt es zum Beispiel Videos, die gesperrt sind - weil diese nicht in Deutschland verfügbar sind oder weil sich YouTube mit der GEMA über die Musikrechte nicht einigen kann.

Zum Beispiel gilt das für das Thriller-Musikvideo von Michael Jackson:

 „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat“.

gema

Gesperrtes Video, "Thriller"

Diesen Satz lesen die deutschen YouTube-Nutzer immer häufiger und ärgern sich darüber. Doch nicht jedes Video, welches nicht angezeigt wird, ist auch wirklich „rechtswidrig“. YouTube sperrt die meisten Videos vorsorglich, wenn möglicherweise ein Rechtsproblem vorliegen könnte - auch Zensur auf Verdacht genannt. Da die Zahl der neu hochgeladenen Videos auf YouTube bei 48 Stunden Videomaterial pro Minute liegt und täglich mehr als 3 Milliarden Videoaufrufe verzeichnet werden, geschieht das Sperren einiger Videoinhalte automatisch. So liegt nur bei einem kleinen Teil ein tatsächliches Rechtsproblem vor.

Lösungsansätze

Es gibt im Internet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten für das Problem. So kann man sich mit Hilfe von Tools wie OkayFreedom VPN über ein VPN-Netzwerk als Nutzer des von der Sperrung betroffenen Landes tarnen und so die Inhalte doch konsumieren. Eine andere Variante ist das Tor Browser Paket, welches einen modifizierten Browser installiert, der sich mit dem Tor-Netzwerk verbindet, welches wiederum den Datenverkehr über drei verschiedene Server leitet und so die IP des Zielsystems dem Server nicht mitteilt. Beide Lösungen haben aber das Problem, dass sich der generelle Internetverkehr bei Nutzung verlangsamt bzw. nur ein bestimmtes Grundvolumen (OkayFreedom VPN 500 MB) kostenlos durchgeleitet wird.

Es geht aber auch einfacher, wenn man nur geblockte Inhalte von YouTube wiedergeben möchte.

Der YouTube Unblocker

Proxy-Unblocker wie der YouTube Unblocker können die Sperre mittels eines Add-Ons, das im Browser installiert wird, in Handumdrehen umgehen. Mit wenigen Klicken ist das Add-on installiert und es muss nichts weiter installiert oder eingestellt werden. Gesperrte Videos werden automatisch abgespielt.

Zum Softwareeintrag bei WinTotal

Die Funktionsweise ist denkbar einfach und auch legal

Wie viele wissen, wird ein Nutzer anhand seiner IP-Adresse identifiziert. Die IP-Adresse eines deutschen Nutzers identifiziert ihn also als solchen und in Deutschland gesperrte Videos können nicht aufgerufen werden.

Nach der erfolgreichen Installation des YouTube Unblockers funktioniert alles andere automatisch: Um ein in Deutschland gesperrtes Video bei YouTube sehen zu können, leitet der YouTube Unblocker die deutsche IP-Adresse des Nutzers über einen ausländischen Server, der User wird somit nicht als „Deutscher“ erkannt.  In der Folge ist es ihm möglich, nahezu jedes gesperrte Video anzuschauen.

So funktioniert es

Und das Beste daran ist, dass Unblocker jederzeit kostenlos zu Verfügung steht und auch noch werbefrei ist! Machbar ist dies dank Spenden und dem Sponsor www.gutscheinhelden.de. Ohne diese Unterstützung wäre es wohl nicht möglich, dieses Add-On kostenlos anzubieten.

entsperrt

Entsperrt mit YouTube Unblocker

Bildquelle:YouTube

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Proxy-Sperren mit Add-Ons wie dem YouTube Unblocker umgehen
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3 Antworten auf “Proxy-Sperren mit Add-Ons wie dem YouTube Unblocker umgehen”

  1. Vally Pfirsich

    Hi, 

    Probier’s mit dem Hotspot Shield von Anchorfree. Die Free Version ist kostenlos. Funktioniert mit allen Browsern und Geräten – sogar Smartphones. 

    Für desktop (PC and Mac) => http://www.hotspotshield.com/lp/access_youtube_from_germany_de_cnt1/?utm_source=ger&utm_medium=gw&utm_campaign=accessyoutube

  2. Thom

    Ich habe den Unblocker kürzlich installiert und musste im weiteren Verlauf feststellen, dass er kaum Videos „entblockt“. Bei geschätzten 90% der von mir aufgerufenen Videos wurde lediglich die bekannte schwarze Tafel mir dem rot-weißen Smiley angezeigt. „Nahezu jedes gesperrte Video anzuschauen“, wie es im Text heißt, funktioniert damit bei mir jedenfalls nicht.

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