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Dieser Artikel soll zeigen, wie man effizient seine CD-Sammlung in das Platz sparende Audio-Format MP3 umwandeln kann. Der Schreibstil ist darauf ausgelegt, die Schritte neben dem Lesen nachzuvollziehen.

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1. Der Einstieg
1.1. Verwendete Programme
1.2. ASPI-Treiber
1.3. Das MP3-Format
1.4. Der MP3-Codec Lame
2. CDs extrahieren mit Exact Audio Copy
2.1. Die Konfiguration
2.2. Audio-CDs extrahieren

ab hier in Teil 2
3. Die Nachbearbeitung
3.1. mehrere Dateien gleichzeitig umbenennen mit Joe
3.2. MP3s auf Fehler prüfen mit MP3Utility
3.3. Umgang mit Informationen zu den MP3s - das ID3 Tag
3.3.1. MP3 Info Extension
3.3.2. MP3tag
3.4. Nacharbeit mit dem Audio-Editor Audacity
3.5. Komprimieren von WAV-Dateien mit RazorLame
3.6. Lautstärke normalisieren mit MP3Gain

ab hier in Teil 3
4. Die Verwaltung
4.1. EncSpot Codec-Viewer für MP3s
4.2. Abspielen von MP3s am Beispiel von WinAmp
4.3. Brennen mit Nero
4.3.1. Audio-Image brennen
4.3.2. MP3 als Audio-CD
4.3.3. Die Erstellung einer MP3-CD
4.4. sinnvolle Archivierung
4.5. CD-Cover erstellen mit Data Becker CD-Druckerei
5. Schlusswort

Ein Hinweis in eigener Sache:
Es wurden ausschließlich CDs verwendet, die die Autoren für diesen Artikel gekauft haben.
Dieser Artikel stellt keine Anleitung zum Vervielfältigen von CDs dar. Infos über die Rechtslage finden Sie unter Sie unter "Infos zum Urheberrecht: Was darf man - was nicht?" von mp3werk.de
Bitte beachten Sie auch die Copyright-Hinweise auf den CDs.

1. Der Einstieg

1.1. Verwendete Programme

Voraussetzung ist ein Windows-Betriebssystem. Der Artikel entstand auf Windows XP Professional SP1.
Alle Programme sind Freeware außer Nero und Data Becker CD-Druckerei:

1.2. ASPI-Treiber

Sollten Fehlermeldungen beim Start einiger Programme auftauchen, kann dies am nicht installierten ASPI-Treiber liegen. Dieser Download sollte Abhilfe schaffen: ASPI Driver downloaden

Zuerst muss die geladene Datei entpackt werden. Dazu einfach die exe-Datei doppelt anklicken und auf Unzip klicken. Die Datei entpackt sich in ein Verzeichnis, wo sich gerade die doppelt angeklickte exe-Datei befindet und legt dort einen neuen Ordner namens adaptec an (sofern nicht bei dem Entpacken geändert). In dem neuen Ordner befindet sich ein Unterordner aspi, wo sich auch die entpackten Dateien befinden. Dort ist auch eine Datei namens aspichk.exe. Wenn man diese ausführt, bekommt man Infos über installierte ASPI-Komponenten, links stehen die Dateien, eine Spalte weiter findet sich die installierte Datei-Version.

Sollten bei Version keine Nummern auftauchen, dann bitte weiterlesen. Manchmal hilft auch bei Knacksern oder ähnlichen Problemen die Installation eines anderen ASPI-Treibers.

Anwender, die schon einen ASPI-Layer installiert haben und keine Probleme beim Starten z.B. von "Exact Audio Copy" haben, sollten dieses Kapitel überspringen. Die Devise sollte dann "Never change a running system" lauten.

Nach dem Entpacken klickt man auf den Start-Button in der Taskleiste und wählt "Ausführen". Mit einem Klick auf "Durchsuchen" öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem man sich bis in das entpackte Verzeichnis durchklickt. Zuletzt sollte ein Doppelklick auf die install.bat ausgeführt werden. Der komplette Pfad zur install.bat des ASPI-Treibers steht nun im Ausführen-Dialog-Fenster. Nun klickt man direkt hinter .bat und ergänzt die Kommandozeile um ein Leerzeichen sowie um einen Parameter. Der Parameter ergibt sich aus dem verwendeten Betriebssystem.

Betriebssystem Parameter:
Windows 98/ME/NT/2000 = X86
Windows XP 32-Bit = XP32
Windows XP 64-Bit = XP64

Beispiel für Windows XP Pro (32-Bit): "C:adaptecaspiinstall.bat XP32"

Anschließend klickt man auf OK, um das Update auszuführen.
Nach einem Neustart sollte der ASPI-Treiber aktiv sein. Dies lässt sich mit der aspichk.exe nachprüfen.

1.3. Das MP3-Format

Am Anfang stellt sich die Frage: Warum sollte ich meine CD-Sammlung umwandeln? Nun, dafür spricht wohl in der Hauptsache der Platzbedarf. So bietet das Format mp3 eine Kompression des Acht- bis Zehnfachen einer herkömmlichen Audio-CD.

Das Format mp3 gibt es seit rund 10 Jahren und ist dadurch weit verbreitet. Viele (freie) Player unterstützen das Format, und das nicht nur auf dem PC. Dadurch wird das Format auch in Zukunft noch lange leben.

Warum Lame? Weil wir einen guten Kompromiss zwischen hoher Klangqualität bei geringer Dateigröße erreichen möchten, denn eine schlecht klingende Musiksammlung mag wohl niemand haben. Natürlich ist das Format mp3 verlustbehaftet. Die Kunst besteht darin, das menschliche Ohr so geschickt wie möglich auszutricksen und so viel wie möglich nicht oder kaum hörbare Töne wegzulassen, welche von lauteren Tönen überlagert werden.

Unweigerlich wird man nun mit ein paar neuen Begriffen konfrontiert, deren Bedeutung sich nicht sofort erschließt. Hier hilft dieser Link weiter:

Dazu noch eine Anmerkung zu den verschiedenen Kompressionsverfahren, deren Abkürzung und Bedeutung:

  • VBR: variable Bitrate, die Bitrate wird automatisch an die Komplexität der zu komprimierenden Datei angepasst. Schwierige Passagen werden mit hoher Bitrate komprimiert, einfache mit geringerer Bitrate.
  • ABR: durchschnittliche Bitrate, entspricht VBR, allerdings wird bei der Komprimierung ein Bitraten-Parameter mit angegeben. Diese Bitrate wird recht genau eingehalten. Es werden an leichten Passagen Bits gespart, die dann bei schwierigen Passagen zur Verfügung stehen.
  • CBR: konstante Bitrate, gleich bleibende Datenrate, welche in einem Bitraten-Parameter angegeben wird.

Die besten Ergebnisse erzielt VBR, ABR ist auch nicht schlecht, nutzt aber nicht die Möglichkeiten von VBR aus. Die Verwendung von CBR macht kaum noch Sinn, außer man möchte das Maximum an Klangqualität aus dem Dateiformat mp3 herausholen (320 kbps).

1.4. Der mp3-Codec Lame

Lame ist ein mp3-Codec (Code/Decode = kodieren/dekodieren) und verbindet gute Klangqualität mit kleiner Größe der entstehenden MP3s. Wir verwenden hier die Version 3.92. Es gibt zwar schon die Version 3.93, allerdings wird in einschlägigen Foren berichtet, dass die Presets (werden wir im Laufe des Artikels auch verwenden) teilweise schlechtere Ergebnisse liefern als mit Version 3.92, da die Presets nicht an die neue Version angepasst wurden.

Der Codec muss nicht installiert werden. Einfach in ein beliebiges Verzeichnis downloaden und entpacken und schon ist Lame einsatzfähig und bietet eine Menge von Einstellungen. Eine komplette Übersicht findet sich hier:

http://lame.sourceforge.net/index.php

 

Mit Lame 3.9x wurden so genannte Presets eingeführt, um die Handhabung des Codecs stark zu vereinfachen. Ein Preset ist eine Voreinstellung. Anstatt eine Kolonne von Parametern anzugeben, reicht die Angabe eines Presets. Dabei sind drei Qualitätsstufen zu unterscheiden: "Standard", "Extreme" und "Insane".

  • Die "Standard"-Stufe selbst bietet schon eine hohe Qualität. Die Bitraten sind variabel und das Endergebnis entspricht der Klangqualität einer durchschnittlichen Bitrate zwischen 170 und 200 kbps. Der Normalhörer kann hier praktisch keinen Unterschied zum Original mehr hören.
  • Die "Extreme"-Stufe macht da in Sachen Dateigröße weniger Kompromisse. Personen, die ein sehr gutes Gehör bzw. eine gute HIFI-Anlage haben, können hiervon Nutzen ziehen. Auch die Stufe "Extrem" verwendet variable Bitraten.
  • Die "Insane"-Stufe liefert derzeit die maximale Qualität für mp3. Sie ist gekennzeichnet mit einer konstanten Bitrate von 320 kbps und einer damit einhergehenden hohen Dateigröße.

Für die Standard- und Extremstufe gibt es die Möglichkeit, den Kodiervorgang zu beschleunigen - mit geringen Folgen bzgl. der Qualität und der Dateigröße. Die Qualitätsstufen werden als Parameter der lame.exe aufgerufen, z.B.

lame.exe --alt-preset standard (input file) (output file)

Hier nun die Presets im Überblick:
--alt-preset standard -> sehr hohe Qualität (VBR)
--alt-preset fast standard -> sehr hohe Qualität (schnelles VBR)
--alt-preset extreme -> extrem hohe Qualität (VBR)
--alt-preset fast extreme -> extrem hohe Qualität (schnelles VBR)
--alt-preset insane -> bestmögliche Qualität (CBR 320 kbps)

Um eine bestimmte, gewünschte Bitrate zu erhalten, kann man andere Presets nutzen. Dazu muss einfach die gewünschte Bitrate angegeben werden, wie z.B.:

--alt-preset 128 -> kodiert mit 128 kbps (durchschnittliche Bitrate, ABR)
--alt-preset cbr 128 -> kodiert mit 128 kbps (konstante Bitrate, CBR).

Wie eingangs erwähnt, sind wir daran interessiert, einen guten Kompromiss zwischen hoher Klangqualität bei geringer Dateigröße zu erreichen. Aus diesem Grund wird im weiteren Verlauf folgender Preset verwendet:

--alt-preset standard

Bei niedrigen Bitraten ab 128kbps abwärts bieten sich andere Codecs wie zum Beispiel Ogg Vorbis oder mp3pro an.

2. Extrahieren mit Exact Audio Copy

Exact Audio Copy ist momentan die erste Wahl, wenn es darum geht, eine CD digital auszulesen.

Nach dem Download der Version von EAC kann das Programm direkt aus dem Ordner gestartet werden.

2.1. Die Konfiguration

Wir starten das Programm mit einem Doppelklick auf die EAC.exe. Um mit dem Programm optimal arbeiten zu können, müssen erst einmal ein paar Einstellungen vorgenommen werden. Dazu klicken wir zunächst links oben auf EAC. Dort öffnen wir den Konfigurationsassistent, falls dieser sich nicht selbst öffnet, wenn wir das Programm starten. Nun erscheint der EAC Einstellungs-Wizard. Wir klicken auf den "Weiter"-Button.

EAC-Wizard
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Zunächst werden alle Laufwerke angezeigt wie hier an einem Beispiel.

Anzeige der Laufwerke
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Um später optimale und fehlerfreie Ergebnisse zu erhalten, stellen wir bei jedem Laufwerk "Ich bevorzuge genaue Ergebnisse" ein.

"Genaue Ergebnisse" einstellen
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Ist dieser Vorgang beendet, kann das Ergebnis so aussehen.

Fertig
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Nun geht es um darum, den Lame-Codec zu suchen. Dabei muss an dieser Stelle das Häkchen gesetzt werden.

Codec einbinden
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Die Suche beginnt:

Es wird gesucht
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Im nächsten Schritt dürften wir das folgende Bild erhalten. Die markierten Optionen sollten vorher so gesetzt werden:

Weitere Einstellungen
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Als Nächstes tragen wir unsere E-Mail-Adresse ein, damit wir später auf die freie Titel-Datenbank "freedb.org" Zugriff erhalten. Man kann auch eine Email-Adresse verwenden wie im folgenden Screenshot:

Mailanschrift für feedb.org
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Zum Schluss wird die Konfiguration mit diesem Bildschirm abgeschlossen. Um kompletten Zugang zum vollen Funktionsumfang des Programms zu erhalten, setzen wir die Wahlmöglichkeit auf das markierte Feld und schließen mit dem Klick auf "Fertig stellen" ab.

Alle Optionen nutzen
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Nun geht es darum, das Programm für die weitere Anwendung richtig einzustellen. Als Erstes öffnen wir die "EAC Einstellungen".

EAC Einstellungen

Im Register "Auslesen" sollten die im Screenshot aufgezeigten Einstellungen vorgenommen werden:

Auslesen einstellen
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Bei "Allgemein" müssen auch eine Menge Einstellungen vorgenommen werden, wie zu sehen ist:

Allgemein einstellen
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Bei "Werkzeuge" sollte das dann so aussehen:

Werkzeuge einstellen
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Das Register "Normalisierung" bleibt so, wie es ist. Eine Normalisierung führen wir später nach unseren Wünschen durch.

Um später ordentliche Dateinamen zu erhalten, gehen wir in das Register "Dateinamen" und stellen unter Namensschema für Alben (links) "%N %T" und "%N %A - %T" für "Benutze "Verschiedene Künstler" Schema" (rechts) ein:

Dateinamen einstellen
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"Katalog" bleibt so, wie es ist. In "Ordner" empfehlen wir, die Option "jedes Mal fragen" zu wählen.

Im Register "Brennen" sollten folgende Optionen gewählt werden:

Brennen einstellen
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Bei "Schnittstellen" ist noch darauf zu achten, dass die installierte externe ASPI-Schnittstelle verwendet werden soll.

Im Folgenden wird nun auf die Laufwerkseinstellungen eingegangen. Dazu wählen wir das Lese-Laufwerk aus…

Leselaufwerk auswählen

…und klicken anschließend auf "Laufwerkseinstellungen":

Laufwerkseinstellungen

Im Register "Auslesemethode" gehen wir auf "Teste Laufwerkseigenschaften". Vorher muss eine Audio-CD eingelegt werden.

Laufwerkstest
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Am Ende der Erkennung, welche etwas dauern kann, bestätigen wir mit "Übernehmen".
Auch wenn das Laufwerk C2-Fehlerinformationen unterstützt, sollte dieses Feature ("C2 Fehlerinformationen zur Fehlerkorrektur verwenden") deaktiviert werden, da einige Laufwerke nicht korrekt mit dieser Funktion umgehen können und fehlerhafte Informationen liefern.

Nun klicken wir in das Register "Laufwerk". Wie im nächsten Screenshot zu sehen ist, wird der Button "Autoerkenne Lesebefehl jetzt" aktiviert.

Letzte Einstellungen
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Hier sollte auf jeden Fall das Häkchen bei "Beschleunige Laufwerk vor dem Auslesen" gesetzt werden.

Im Register "Offset/Geschwindigkeit" brauchen keine Änderungen vorgenommen werden. Bei "Pausenerkennung" und "Erkennungsgenauigkeit" empfehlen wir die Einstellungen wie im Screenshot:

Pausenerkennung
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Wird ein Brenner als Leselaufwerk ausgewählt, erscheint hier ein weiteres Register "Brenner", wo der Button "Autoerkenne Lesebefehl jetzt" angeklickt werden sollte. Hier kann man sehen, ob der eigene Brenner CD-Text-fähig ist.

Die getätigten Einstellungen werden mit OK übernommen.

Nach den Laufwerkseinstellungen werden wir uns jetzt mit den Kompressionseinstellungen etwas näher beschäftigen.
Zunächst klicken wir wieder auf "EAC" und dort auf die "Kompressionseinstellungen".

Kompressionseinstellungen

"Wellenform" lassen wir so, wie es ist. Wir navigieren nun zum Register "Externe Kompression". Wir übernehmen das, was im Screenshot ersichtlich ist (außer den Pfad zur Kompression, da dieser schon vorher gesucht wurde), und fügen den Parameter "--alt-preset standard %s %d" in die zusätzliche Kommandozeilen Optionen ein.

Preset einstellen
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Die Option "Bitrate" ist völlig ohne Funktion.

Das Register "Offset" bleibt ohne Änderung. Danach wechseln wir in das Register "ID3 Tag". In die Zeile "Konstruktion von Dateinamen aus ID3 Tags" fügen wir den Parameter "%N %T" ein. Dabei ist zu beachten, dass die Häkchen so zu setzen sind, wie hier zu sehen ist:

ID-Tag einstellen
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2.2. Audio-CDs extrahieren

Wir legen eine Audio-CD in das Leselaufwerk ein. Es gibt heute schon viele CDs, die über CD-Text verfügen und uns dann den CD-Text hier anzeigen. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, wird automatisch eine Abfrage zur freedb-Datenbank gestartet, da wir dies vorher in den Einstellungen festgelegt haben. Mehrere Möglichkeiten können uns dann angeboten werden, aus denen wir uns eine Gewünschte auswählen. Sollte das Ergebnis nicht zufrieden stellend sein, kann man natürlich jederzeit eine neue freedb-Abfrage tätigen und einen anderen Datensatz wählen, sofern vorhanden. Das entsprechende Icon ist im Screenshot eingerahmt:

Auslesen von Audio-CDs
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Natürlich kann man alle Daten nachträglich auch von Hand noch editieren. Wenn weder CD-Text noch die freedb-Abfrage ein Ergebnis bringen sollte, müssen wir uns die Mühe machen und die Daten von Hand eingeben.

Zunächst wollen wir eine ganze CD als Image auslesen. Dies macht zum Beispiel bei Live-CDs Sinn. Das Problem bei mp3 ist, dass nicht Sekunde für Sekunde, sondern Frame für Frame gespeichert werden kann. Das hat den Nachteil, dass die Übergänge zwischen den Titeln dann springen.

Um diesen Umstand zu umgehen, bedienen wir uns eines Tricks. Wir klicken auf Aktion, "Kopiere Image und erzeuge Cue Sheet" und dann auf "komprimiert". Wenn wir einen Ordnernamen und Titel eingegeben und dies mit Öffnen bestätigt haben, werden erst einmal die Lücken von der CD gesucht (Lücken sind Titelübergänge). Ist dies beendet, sehen wir folgendes Bild:

Auslesen in Aktion

Dies dauert eine Weile. Wenn dieser Vorgang beendet ist, startet die Komprimierung automatisch.

Danach sehen wir den Komprimierungsvorgang, der so aussehen kann.

Komprimierung um Leerstellen zu entfernen
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Dieser Vorgang dauert ein paar Minuten, je nachdem, welchen Preset man eingestellt hat.

Das Image ist jetzt auf der Festplatte und beinhaltet folgende Dateien:

Das fertige Image

Für andere CDs, welche keine fließenden Übergänge haben, können die Titel auch einzeln ausgelesen und als mp3 abspeichert werden. Dazu markieren wir alle (oder nur einzelne) Titel und klicken auf den "mp3"-Button:

Normales Auslesen
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Im erscheinenden Fenster wählen wir einen Speicherort und klicken auf "Speichern". Dieser Vorgang dauert natürlich auch wieder eine Weile.

Um zum Beispiel Live CDs nachzubearbeiten ist es sinnvoll, die CD als eine einzige WAV-Datei einzulesen. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn man diese mit einem Sound-Editor wie Audacity (später auch noch beschrieben) nachbearbeiten möchte.

Dazu klicken wir auf "Aktion", anschließend auf "Kopiere Image und erzeuge Cue Sheet" und zuletzt auf "Unkomprimiert".

in eine WAV umwandeln
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Natürlich ist es auch hier möglich, einzelne Titel in das WAV-Format einzulesen. Dazu markieren wir entweder alle Titel mit [STRG]+[A] oder klicken einzelne Titel bei gedrückter [STRG]-Taste an und klicken anschließend auf den Button "WAV":

Einzelne Tracks als WAV
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Sollten einige CDs sich nicht auslesen lassen, so kann das viele Gründe haben. Kratzer im Bereich des Inhaltsverzeichnisses können eine CD unbrauchbar machen, wie auch andere unsachgemäße Behandlung wie dem dauerhaften Aussetzen von Sonnenstrahlung. Viele CDs erscheinen heutzutage mit Kopierschutz. Einige ältere Lesegeräte können so geschützte Medien nicht erkennen.

Nach dem Auslesen der Audio-Informationen können wir uns nun der Nachbearbeitung widmen.

Teil 2 zeigt einige Möglichkeiten auf....

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