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Wechsel ohne Datenverlust

WinTotal übernimmt keine Haftung für eventuelle Schäden jeglicher Art.

Laut Microsoft soll eine Neuinstallation die sauberste und zuverlässigste Lösung sein.

Es ist aber möglich, mit Windows von einem Rechner auf einen neuen oder anderen Rechner umzuziehen, der natürlich eine andere Hardware besitzt.

Hinweise: Bei vorhandenen S-ATA-Festplatten ist VORHER im BIOS der AHCI-Modus zu deaktivieren.
Der Starttyp für die Adapter muss zwingend erst einmal auf 0 gesetzt werden, außerdem muss die mergeide.reg ausgeführt werden VOR dem Einbau in den neuen Rechner, so wie es in diesem Tipp beschrieben wird.



Auf dem ALTEN Rechner:

Grafikkartentreiber, Soundkartentreiber etc., die nicht standardmäßig in Windows integriert sind, unbedingt sichern

Das Befehlszeilendienstprogramm DevCon von Microsoft downloaden -
Microsoft Hilfe und Support KB311272 -
und die devcon.exe entpacken (Pfad ist schon vorgegeben %temp%). Die gepackte devcon.exe speichert man auf einem USB-Stick.

Das Dienstprogramm "DevCon" wird von der Eingabeaufforderung aus bedient und ist eine Alternative zum Gerätemanager. Mit DevCon können Sie einzelne Geräte oder Gruppen von Geräten aktivieren, deaktivieren, neu starten, aktualisieren und entfernen.

Die Datei DevCon.exe enthält die folgenden Dateien:
Im Ordner i386 ist die ausführbare Datei (32-Bit) des DevCon-Dienstprogramms. Diese Datei arbeitet auf 64-Bit-Versionen von Windows nicht korrekt.
Im Ordner ia64 ist die ausführbare Datei (64-Bit) des DevCon-Dienstprogramms.
Mit dem Befehl devcon help in der Shell werden Ihnen die verfügbaren Befehle mit Beschreibungen angezeigt. Die Befehle funktionieren auch, wenn Sie die 32-Bit-Version mit WOW64 verwenden.

Start - Ausführen - cmd [OK]
cd /D %SYSTEMROOT%\INF [ENTER]

[Pfad]\devcon install "mshdc.inf" PCI\CC_0101 [ENTER]
([Pfad] = der Ort, an dem devcon.exe abgelegt wurde, z.B. %temp%\i386\devcon)

shutdown -s -t 00 [ENTER]

Der Rechner wird heruntergefahren.
Die Festplatte kann nun aus dem alten Rechner ausgebaut und in den neuen Rechner eingebaut werden.



Auf dem NEUEN Rechner IDE:

Rechner neu starten
Der Start kann ungewöhnlich lange dauern, da die ganze Hardware neu eingelesen wird und alle Treiber neu installiert werden müssen.
Die Maus und die Tastatur funktionieren auch nicht sofort.

Nun entpackt man die devcon.exe vom USB-Stick wieder (Pfad ist schon vorgegeben %temp%).

Start - Ausführen - cmd [OK]
cd /D %SYSTEMROOT%\INF [ENTER]

[Pfad]\devcon findall * > %temp%\hwlist.txt [ENTER]
([Pfad] = der Ort, an dem devcon.exe abgelegt wurde)


for /F "tokens=1,2 delims=:" %i in (%temp%\hwlist.txt) do @for /F "tokens=1,2 delims= " %a in ("%i") do devcon remove "@%a"


[ENTER]

[Pfad]\devcon rescan [ENTER]
([Pfad] = der Ort, an dem devcon.exe abgelegt wurde)

PC neu starten. Der Start kann auch hier wieder ungewöhnlich lange dauern, da die komplette Hardware neu erkannt werden muss.

Mit diesen Schritten wurde die komplette Hardware aus dem Gerätemanager gelöscht.
Die Bildschirmeinstellung muss neu eingerichtet werden, da sie auf 640 x 480 zurückgesetzt wurde.
Nun kann man die gesicherten Treiber installieren - fertig.

Hinweis:
Nach dem Umbau ist die Windows-Aktivierung erforderlich.

Auf dem NEUEN Rechner SCSI oder Onboard-Controller:

Den PCI (-X) SCSI-Controller aus dem alten Rechner samt der Festplatte ausbauen und in den neuen Rechner wieder einbauen.
Der neue Rechner bootet ohne Probleme - fertig.

Hinweis:
Nach dem Umbau ist die Windows-Aktivierung erforderlich.

Wenn im alten Rechner kein SCSI-Controller, sondern ein Onboard-Controller vorhanden ist, baut man in diesem einen neuen SCSI-Controller ein, ohne die Festplatte(n) daran anzuschließen.
Die Festplatte lässt man weiter über den internen Controller (Onboard-Controller) laufen. Man lässt den Rechner einmal hochfahren, sodass er den eingebauten SCSI-Controller erkennt und die Treiber dafür installiert. Dann kann man den Rechner wieder runterfahren und den SCSI-Controller samt Platte in den neuen Rechner einbauen, die Festplatte an den SCSI-Controller ranhängen und starten.

Soll im neuen Rechner wieder ein Onboard-Controller verwendet werden statt des SCSI-Controllers, lässt man ihn trotzdem zuerst mit der SCSI-Controllerkarte hochfahren, wartet, bis die SCSI-Controllertreiber installiert wurden, und fährt den PC dann herunter. Anschließend hängt man die Platte an den Onboard-Controller um.

Was tun, wenn der neue Controller gar nicht in das alte Board passt, weil gar kein passender Steckplatz vorhanden ist?
In diesem Fall muss man sich eine andere Bootplatte besorgen und den passenden Treiber später nachinstallieren.
SCSI-Festplatten funktionieren oft sowieso nur mit dem Controller, mit dem die Daten auch erstellt wurden.
Gleiches gilt für RAID-Systeme. Raid-Systeme sollten vor dem Mainboardwechsel aufgelöst werden.

Hinweis:
Nach dem Umbau ist die Windows-Aktivierung erforderlich.

Getestet mit Windows XP Prof.:

Alter Rechner:
Pentium3 650MHZ Slot1
256 MB SDRAM
Biostar M6VBE
20 GB Maxtor 5T020H2
Nvidia Quadro2 Pro

Neuer Rechner:
Pentium4 2.4A so478
2 x 256 MB DDR-SDRAM
Asus P4P800-SE
80 GB Excelstor ES-J880S
Nvidia Quadro2 Pro


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