| Windows 7 Beta - das bessere Vista? Teil 4 - Explorer und Co. |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bisherige Teile:
Bibliotheken für bessere ÜbersichtDer Windows-Explorer bzw. Arbeitsplatz ist noch immer das Herzstück für den Zugriff auf eigene Dateien und Dateioperationen. Im Laufe der Windows-Evolution wurde der Explorer immer wieder mal optimiert, die von vielen anderen Dateimanagern benutzte 2-Fenster-Ansicht kennt der Explorer aber auch in Windows 7 noch immer nicht. Dennoch ist es Dank des neuen Features Aero Snap (siehe Teil 3 der Artikelserie) einfach wie nie, zwei gleich große Explorerfenster auf den Bildschirm zu platzieren. Die Darstellung im Windows-Explorer wurde wesentlich vereinfacht. Der Anwender sieht zunächst nur Linkfavoriten und Bibliotheken. Jeder Ort auf dem PC kann als Linkfavorit hinzugefügt werden. Neu in Windows 7 sind die Bibliotheken. Diese verhalten sich wie echte Ordner, beinhalten aber Verweise zu beliebigen anderen Ordnern auf der Festplatte oder im Netzwerk (in der Beta nur Freigaben von Windows 7). Windows 7 richtet bereits vier Bibliotheken für Bilder, Musik, Videos und Dokumente ein. Weitere, eigene Bibliotheken lassen sich auch erstellen. Windows 7 indexiert diese Ordner und bietet alle Möglichkeiten wie beim Handling mit echten Ordern.
So werden z.B. Fotos, die an vielen verschiedenen Stellen der Festplatte liegen, in der Bibliothek Bilder zusammengefasst und können so auch gemeinsam durchsucht werden.
Wo wir gerade bei der Suche sind: Diese ist mit Windows 7 noch leistungsfähiger und kann mit „Search Federation“ auch um Internetdienste erweitert werden, welche sich wie lokale Indexe verhalten. So führt eine Bildersuche z.B. auch Ergebnisse von Flickr ein, die wie alle anderen Bilder behandelt werden können. Dazu müssen die Anbieter aber Search Connectors bereitstellen. Ein Beispiel für die Integration von Flick findet sich im Blog „i started something“, die OSDX-Datei für die Integration in Windows 7 dagegen hier. Weitere Search Federation Provider finden sich im Windows Seven Forums.
Buchstabensalat adeIn vorherigen Windows-Versionen wurde für Kartenleser meist für jeden Slot ein Laufwerksbuchstabe vergeben, auch wenn sich darin kein Medium befand. Dies konnten spezielle Treiber einiger Hersteller zwar verhindern, das war aber eher die Ausnahme. In Windows 7 hat der Buchstabensalat ein Ende. Leere Slots werden ausgeblendet und es wird kein Buchstabe vergeben.
Ein weiteres Problem im Umgang mit externen Datenträgern hat Microsoft mit Windows 7 behoben: Sind z.B. mehrere USB-Sticks angesteckt, war die Abmeldung oft schwierig, da bisher nur der Laufwerksbuchstabe angezeigt wurde. Windows 7 macht es besser und nennt nun endlich auch den Namen des Datenträgers.
Auch für Nutzer von optischen Medien gibt es gute Nachrichten: Windows 7 kann nun endlich ISO-Images ohne Probleme direkt aus dem Kontextmenü brennen. Für das Mounten ist aber weiterhin Fremdsoftware erforderlich.
Übrigens soll Windows 7 mit der internen Brennfunktion auch auf Blu-Ray-Medien schreiben können. Eine weitere Neuerung vom Windows-Explorer ist die Möglichkeit, ein erweitertes Kontextmenü im Explorer aufzurufen. Drückt man die Umschalttaste zusammen mit der rechten Maustaste, kann man den aktuellen Pfad in die Zwischenablage kopieren, in einem neuen Prozess öffnen oder direkt von dort die Eingabeaufforderung starten. Die Funktionen musste man bisher mit den PowerToys nachrüsten.
Ribbon für AlleMicrosoft hat mit Office 2007 das „Ribbon“ als Benutzeroberfläche eingeführt. Diese Art der Darstellung haben mit Windows 7 auch einige der Softwarebeigaben erhalten. So sind Wordpad und Paint nicht nur optisch kaum wiederzuerkennen.
WordPad kann nicht nur RTF- und TXT-Dateien öffnen und schreiben, sondern in Windows 7 auch das Office Open XML-Format, welches auch Office 2007 nutzt (docx). Warum Microsoft nicht auch das althergebrachte Doc-Format unterstützt, bleibt unverständlich. So ist man auch weiterhin auf den separat verfügbaren Word-Viewer angewiesen. Auch Paint kommt im Ribbon-Style, bietet aber noch immer keine einfachen Funktionen für Bitmap-Bildbearbeitung wie Schärfefilter, rote Augen entfernen etc., so dass man auch mit Windows 7 weiterhin auf ergänzende Freeware oder kommerzielle Programme für die einfache Bildoptimierung angewiesen ist.
Auch Calc wurde optisch etwas aufgewertet und bietet insgesamt 4 verschiedene Rechnermöglichkeiten.
Ein nützliches Feature von Calc versteckt sich in den Optionen. Dort hat Microsoft auch einen Einheitenumrechner untergebracht.
Online statt offlineWindows Mail, Fotogalerie, Windows Messenger und der Movie Maker sind in Windows 7 Beta nicht mehr enthalten. Microsoft führt den Anwender dafür auf die Seite http://download.live.com/, wo die Komponenten als Windows Live Essentials heruntergeladen werden können. Mit dieser Maßnahme kommt Microsoft zum einen dem Wunsch vieler Kunden nach, welche die Applikationen gerne nicht auf ihrem System hätten (z.B. in Firmennetzen). Zudem hat Microsoft mit dieser Maßnahme die Komponenten vom Betriebssystem entkoppelt und kann so öfters und einfacher neue Versionen, auch für andere Betriebssysteme, veröffentlichen. Unter Windows Live können derzeit Messenger, Mail, Writer (für Blogs), Fotogalerie, Movie Maker, Family Safety (Schutzprogramm für die Internetnutzung der Kinder), Windows Live für einen schnellen Zugriff auf Windows Live und Live Search heruntergeladen werden.
Multimedia in Windows 7In Windows 7 hat Microsoft auch im Bereich Multimedia nachgebessert. Das Betriebssystem beherrscht bereits jetzt die Decodierung von Videomaterial in den Codecs MPEG4, H.264, AVCHD, XviD und DivX. Ferner soll neben der obligatorischen DVD-Video-Unterstützung auch Support für Blu-Ray-Videoscheiben integriert sein. Der Windows Media Player 12 hat auf den ersten Blick keine wesentlichen Neuerungen erfahren, wirkt insgesamt aber etwas aufgeräumter im Gegensatz zur Vorversion.
Das neue Windows Media Center erhielt vor allem optische Verbesserungen und kommt mit einem sehr gefälligen Design daher. Die Darstellung der Alben lässt sich verkleinern, so dass mehrere Albencover angezeigt werden können. Eine Turboscrollfunktion beschleunigt die Navigation bei größeren Dateibeständen. Spielt man ein Album ab, wird zunächst das Cover mit den Trackinfos angezeigt. Nach einer kurzen Verweildauer schweben diese Informationen dann über einem Teppich aus den Covern anderer Alben.
Ausblick auf Teil 5Im folgenden Teil unserer Windows 7 Beta-Vorstellung gehen wir näher auf systemnahe Funktionen ein. PCDMicha, 10.03.2009
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