| Windows 7 Beta - das bessere Vista? Teil 1 - Allgemeines |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||
Bisherige Teile:
Fehlende Akzeptanz für Windows Vista2001 erschien das zwischenzeitlich in die Jahre gekommene Windows XP. Zum Jahreswechsel 2006/2007 bescherte Microsoft der Windows-Welt dann den Nachfolger Windows Vista in einer kaum zu überschauenden Editionsvielfalt mit jeweils unterschiedlichen Features und Funktionen. Vorbei waren die Zeiten der klaren Trennung zwischen Home und Professional. Windows Vista modernisierte das etwas angestaubte Windows XP im Kern, brachte neben einer neuen Optik auch neue Sicherheitsfeatures wie die Benutzerkontensteuerung, konnte aber nicht vollends überzeugen. In meiner Abschlussbetrachtung aus dem Jahre 2007 war mein Fazit „Zuletzt muss Vista vor allem Kritiker des neuen Betriebssystems überzeugen. Vista kann vieles besser, aber kaum etwas exklusiv gegenüber Windows XP, so dass für einen Großteil der Anwender sich die Frage nach einem Umstieg in nächster Zeit kaum stellt.“. Geht man rein nach den Zahlen von Microsoft, ist Windows Vista ein Verkaufsschlager. In Redmond wird man nicht müde festzustellen, dass fast jeder neue PC mit Windows Vista ausgeliefert wird. Dabei verschweigt Microsoft aber, dass viele Händler gerade für Business-Geräte weiterhin eine „Downgrade“-Option auf Windows XP anbieten. Auch die Vielzahl der Altsysteme wird weiterhin mit Windows XP betrieben. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im gewerblichen Umfeld dürfte es zum einen an den gestiegenen Hardwareanforderungen von Windows Vista liegen, an fehlender Kompatibilität zu betrieblich genutzten Applikationen sowie den vielen neuen Funktionen von Vista, welche der Administrator über einen großen Strauß von Gruppenrichtlinien im Firmennetzwerk erst verbiegen oder abschalten müsste. Auch der bei größeren Umgebungen notwendige Key Management Service, bei dem die Clients über einen Server regelmäßig aktiviert werden müssen (Wegfall des aus XP bekannten Corporate-Keys), trägt bei vielen Firmenkunden nicht zur Wechselstimmung bei. Im Heimsegment kann Microsoft dagegen mehr „echte“ Installationen verbuchen. Zum einen nutzen Käufer meist das vorinstallierte System und sind mangels Erfahrung oder Treibern auch gar nicht in der Lage, ein Windows XP nachträglich aufzuspielen. Des Weiteren hat Microsoft mit der Exklusivität von DirectX10 auf Windows Vista gerade PC-Spieler fast genötigt, auf Windows Vista zu wechseln. Die damit versprochenen Verbesserungen im Bereich der 3D-Darstellung fallen den meisten Anwendern nicht wirklich auf und kosten auch heute noch erheblich mehr CPU-/GPU-Leistung; die Rechnung ging aber auf: Ein Großteil der neueren Privat-PCs wird mit Vista betrieben. Aus der 27. W3B-Umfrage der Marktforscher von Fittkau & Maaß im Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte November vergangenen Jahres geht hervor, dass Windows XP mit über 70% nach wie vor das meistgenutzte Windows-System darstellt. Im geschäftlichen Umfeld kommt Vista demnach auf eine Verbreitung von 7 %, während im privaten Sektor Vista immerhin auf 21 % zulegen kann. Die Zahlen sind aber nicht absolut repräsentativ, da diese nur im Internet auf bestimmten Portalen erhoben wurden. Dennoch spiegeln sie das Gesamtproblem deutlich wieder: Firmenkunden sind gegenüber Windows Vista nach wie vor sehr zögerlich und auch im Privatsegment ist der Wechselwille nicht so ausgeprägt, wie Microsoft dies vielleicht erhoffte. Leidensweg eines RedakteursIch als Redakteur war zu Anfang Vista gegenüber sehr skeptisch, konnte mich mit dem neuen Startmenü, der Optik und vor allem den zum Teil sehr unlogisch verteilten Fundstellen für dies und das nicht anfreunden. Über die Jahre hat man sich mit Windows XP arrangiert, kennt die Probleme und Stellschrauben für die auftretenden Probleme und fuhr letztlich ganz gut damit. Dennoch gab ich Windows Vista eine Chance und richtete es auf dem Hauptsystem ein. Nachdem ältere Software mangels Kompatibilität ausgekämmt wurde, lief das System auch ohne größere Schwierigkeiten. Dennoch stellte sich im täglichen Umgang mit Vista immer wieder Frust ein. Sei es das nervige UAC (Benutzerkontensteuerung), welches selbst beim Löschen von Verknüpfungen aus dem Startmenü mehrfach nachfragte, ob ich das auch wirklich will, die stellenweise verwirrende Logik, wo sich das eine oder andere findet, der verlogene Explorer in Sachen Ordnernamen etc. oder einfach das schlichte Gefühl, dass Windows Vista einfach zu viel Zeit verbummelt, bis nach einem Mausklick etwas passiert. All diese Gründe haben mich dazu bewogen, das Experiment „Windows Vista für immer“ selbst nach Erscheinen des Service Pack 1 zu beenden. Seither läuft das Hauptsystem wieder problemlos mit Windows XP. Windows Vista kommt auf dem mobilen Zweitsystem und in einer virtuellen Maschine zum Einsatz. Mit dieser Aufteilung konnte ich bisher ganz gut leben. Windows 7 – eine neue Hoffnung?Microsoft hat den Produktzyklus erheblich verkürzt und will spätestens 3 Jahre nach Erscheinen von Windows Vista den Nachfolger Windows 7 auf den Markt bringen. Das wäre dann im Januar 2010. Analysten gehen aber davon aus, dass Microsoft sich nicht nochmals das Endkundengeschäft zu Weihnachten entgehen lassen wird, so dass als wahrscheinlicher Erscheinungstermin das 4. Quartal 2009 angenommen wird.
Was bringt Windows 7 aber Neues für den Anwender? Microsoft hat das Rad mit Windows 7 nicht neu erfunden und sieht Windows 7 selbst als eine Art „zweite Ausgabe“ von Windows Vista. Der Begriff kommt Windows 98-Anwendern sehr bekannt vor. Dies bestätigt sich auch beim "winver"-Befehl: Windows Vista trägt Version 6.0, Windows 7 derzeit die Version 6.1
Die großen Neuerungen an der Systemarchitektur haben bereits mit Windows Vista Einzug gehalten, bieten aber noch immer großen Spielraum für Verbesserungen: Windows 7 basiert auf dem gleichen Kernel wie der kommende Windows Server 2008. Microsoft macht es damit für die Produktpflege wie auch die Treiberhersteller wesentlich einfacher. Im Gegensatz zu Windows 7 wird es von der 2008er Servervariante aber keine 32-Bit-Fassung mehr geben. Bisher war für die Einrichtung einer Netzwerkverbindung zwischen mehreren Clients mitunter viel Fachwissen und ggf. die Anpassung von Routern erforderlich. Microsoft will diese Mechanismen stark vereinfachen und führt mit der Heimnetzgruppe (Homegroup) eine Funktion ein, bei der vom Anwender für die Vernetzung mit anderen Windows 7-Clients nur noch ein Kennwort erforderlich ist. Die Technik dahinter beruht auf dem Peer Name Resolution Protokoll (PNRP). Selbst Remoteunterstützungen werden stark vereinfacht, sofern man das neue Feature Easy Connect verwendet. Das zuvor vereinbarte Passwort reicht, um sich mit dem Zielrechner zu verbinden.
Die neue Systemoptik kommt mit etwas größeren Symbolen daher. Microsoft reagiert damit auf die immer höhere Auflösung von Displays, welche stetig eine höhere DPI-Zahl und damit kleinere Darstellung von Icons und Schriften zur Folge haben. Windows 7 bietet aber nicht nur größere Icons und eine verbesserte Schriftdarstellung, sondern auch die verbesserte Skalierung von Programmoberflächen. Probleme mit „überschrifteten Schaltflächen“ mancher Programme, bei denen die Bezeichnung über die Programmsymbole hinausreichte oder nicht mehr zu erreichen war, sind dann gelöst.
Die Benutzerkontensteuerung (UAC) ist einer der häufigsten Kritikpunkte von Windows Vista. Das gut gemeinte Feature, bei dem ein Nutzer nur als „eingeschränkter Administrator“ am System arbeitet und wichtige Systemänderungen auf Rückfrage erst bestätigten muss, krankt leider an einigen Stellen. So ist unter Windows Vista nicht einstellbar, dass bestimmte Aktionen wie z.B. das Anlegen oder Löschen von Verknüpfungen im Startmenü (alle Benutzer) generell zulässig sind. Mit Windows 7 hat der Anwender nun die Möglichkeit über einen Schieberegler verschiedene Stufen der UAC einzustellen.
Bei den Systemzugaben darf man sich auf den Internet Explorer 8, Windows Media Player 12, Windows PowerShell 2.0, Bitlocker für externe Laufwerke mit Reader für ältere Systeme, Erstellung einer Notfall-CD auf Basis einer Windows-PE-Umgebung, WordPad und Paint mit neuer Ribbon-Oberfläche und Funktionen sowie viele weitere Zugaben freuen, die wir in den kommenden Wochen ausführlich vorstellen. Editionsvielfalt lightMit Windows 7 führt Microsoft die mit Windows Vista eingeführte Editionsvielfalt fort, wie Microsoft Anfang Februar 2009 in einer Mitteilung erläutert: Windows 7 Home Premium richtet sich an den Heimanwender und dürfte mit der bisherigen Home Premium von Vista vergleichbar sein. Die Windows 7 Professional richtet sich dagegen an Business-Kunden (bzw. solche, welche den Client mit einer Domäne verbinden möchten) und ersetzt damit die bisherige Business Edition von Windows Vista. Im Gegensatz zu dieser soll die neue Windows 7 Professional Edition allerdings im Bereich Multimedia mehr beschnitten werden und alle Funktionen der Windows 7 Home Premium beinhalten. Großkunden können auf eine Windows 7 Enterprise Edition zurückgreifen, welche im Handel selbst nicht erscheinen wird. Die Windows 7 Ultimate Edition soll alle Funktionen der Windows 7 Home Premium sowie Windows 7 Professional Edition umfassen. Die eingeschränkte Windows Vista Home Basic Edition wird es auch mit Windows 7 noch geben, sie soll aber nur in Schwellen- und Entwicklungsländern noch angeboten werden. Bleibt zu hoffen, dass dies auch die Hersteller von PC-Systemen so handhaben und nicht erneut den Preis eines PC-Systems dadurch drücken, indem sie die Basic Edition statt einer Home Premium vorinstallieren. Eine stark abgespeckte Variante mit dem Namen Windows 7 Starter soll nur an OEM-Kunden für sehr selektive Hardware ausgegeben werden. Eine genaue Matrix über die Features der einzelnen Editionen sowie Endkundenpreise sind noch nicht verfügbar. Zumindest die Preise dürften sich aber auf dem Niveau von Windows Vista bewegen. HardwareanforderungenFür die derzeit stark beliebte Gattung der Netbooks empfiehlt Microsoft die Windows 7 Home Premium Edition. Das passt dann auch zu den Hardwareanforderungen, welche die Downloadseite der Windows 7 Beta
beschreibt. Das Setup selbst gibt sich zumindest in der Beta-Fassung aber noch genügsamer. So reichen hier bereits 512 MB RAM. Laut ct (03/09) reichten für die Aero-Oberfläche auch Grafikkarten mit 64 MB RAM, sofern der restliche Speicher als shared memory zur Verfügung steht. Viele Netbooks bieten eine solche Betriebsart und sind damit auch „Windows 7 tauglich“ In der Redaktion konnte Windows 7 Beta auch problemlos in virtuellen Maschinen (VMWare sowie Virtual PC) installiert werden, wenngleich man hier auf die Aero-Oberfläche verzichten musste. AusblickIn der folgenden Ausgabe dieser Serie geht es dann zur Sache: Windows 7 Beta wird auf mehreren Testsystemen installiert (in einer VM, als 64-Bit-System zu einem bestehenden Windows XP sowie als Upgradeinstallation auf ein bestehendes Windows Vista Home Premium). PCDMicha, 12.02.2009
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