Anleitung zum Einrichten von Priorisierungs-Regeln in einer AVM Fritz!Box.

Besitzer einer aktuellen AVM FRITZ!Box können einstellen, welche Geräte und Anwendungen innerhalb des Netzwerkes sie beim Zugriff auf das Internet priorisieren möchten. So können Sie beispielsweise sicherstellen, dass zum Surfen oder für Ihre Online-Spiele auch dann immer genug Bandbreite zur Verfügung steht, wenn die Internetverbindung noch von anderen Diensten genutzt wird. In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, welche Priorisierungs-Kategorien die FRITZ!Box kennt und wie Sie die Priorisierung nach „Quality of Service (QoS)“ einrichten können.

1. Die drei Priorisierungsklassen der AVM FRITZ!Box

Die FRITZ!Box kennt drei verschiedenen Kategorien, nach denen Sie Netzwerkgeräte und Anwendungen abhängig von Ihren Anforderungen bevorzugt oder benachteiligt:

Frau schaut IPTV über Notebook und WLAN

IPTV ist eine klassische Echtzeitanwendung, die die höchste Priorität erfordert.

  • Echtzeitanwendungen stellen die höchsten Anforderungen an das Netzwerk, da Sie eine kontinuierliche Datenübertragung benötigen. Dazu zählen beispielsweise IPTV, Streaming-Dienste oder Video on Demand. Beanspruchen anderen Anwendungen zur selben Zeit wie die Echtzeitanwendung die Internetverbindung, erhält diese zuerst Ihre Datenpakete. Nutzen mehrere Echtzeitanwendungen parallel die Internetverbindung, teilt die Fritz!Box die Datenrate gleichmäßig unter ihnen auf.

Gut zu wissen: Die IP-Telefonie („VoIP“) wird als einzige Echtzeitanwendung auch gegenüber allen anderen Echtzeitanwendungen bevorzugt behandelt.

  • Priorisierte Anwendungen eignet sich für all diejenigen Anwendungen, die eine schnelle Datenübertragung und Reaktionszeit erfordern (z.B. VPN-Zugängen, Online-Spiele oder Terminal-Anwendungen). Wenn keine Anwendung der Kategorie „Echtzeitanwendungen“ Bandbreite benötigt, stehen den priorisierten Anwendungen 90 % der gesamten Upload-Bandbreite zur Verfügung. Die restlichen 10 % sind den Anwendungen vorbehalten, die niedriger kategorisiert oder gar nicht priorisiert sind. Nutzen mehrere priorisierte Anwendungen parallel die Internetverbindung, teilt die Fritz!Box die Datenrate gleichmäßig unter ihnen auf.
  • Hintergrundanwendungen werden bei einer ausgelasteten Internetverbindung immer mit dem niedrigsten Datendurchsatz bedacht. Diese Kategorie eignet sich beispielsweise für Downloads, automatische Updates oder Peer-to-Peer-Programme wie BitTorrent.

2. FRITZ!Box Priorisierung: So richten Sie eine Regel auf Ihrem Router ein

  1. Öffnen Sie die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box (fritz.box) und wählen Sie im Menü links den Eintrag „Internet -> Filter“ aus.
  2. Gehen Sie nun auf die Registerkarte „Priorisierung“ und klicken Sie im Abschnitt der gewünschten Priorisierungs-Kategorie auf den Button „Neue Regel“.
Neue DSL Prio-Regel in Fritzbox anlegen

Wählen Sie die Priorisierungs-Kategorie auf der rechten Seite aus und klicken Sie auf den gleichnamigen Button, um eine neue Regel anzulegen.

  1. Das Fenster „Regel für [ausgewählte Priorisierungs-Kategorie]“ öffnet sich. Wählen Sie in der Dropdown-Liste das Gerät aus, für das die Regel gelten soll.
  2. Wählen Sie anschließend aus, welche Netzwerkanwendung von der Regel betroffen sein soll. Lassen Sie den Eintrag auf „Alle“, wenn die Regel für alle Anwendungen gelten soll, die von diesem Gerät ausgeführt werden.
Priorisierungs-Regel für Geräte und Anwendungen festlegen

Wählen Sie in den Drop-Down-Menüs aus, für welche Geräte und Anwendungen die Regel gelten soll.

  1. Speichern Sie ihre Einstellungen mit „OK“.

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