Datum: | Artikel 2014

Windows 8 DVD

Die install.wim ist für verschiedene Zwecke interessant, z.B. kann man mehrere Images aus verschiedenen install.wim zu einem neuen Image zusammenfassen (z.B. Windows 8\8.1, Core, Pro, Windows Media Center, Windows 7, Home Premium, Ultimate etc.) oder man kann einzelne Komponenten des Images deaktivieren bzw. aktivieren. Aus einer Windows-8.1-Pro-Version kann man sich eine „Windows 8.1 To Go“ erstellen. Dazu haben wir einige interessante TechNet-Artikel mit eingefügt und einige „Hilfs“-Tools. Im ersten Artikel haben wir erklärt, wie man sich eine Master-Installation erstellt. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns nochmals mit der install.wim und deren Möglichkeiten und stellen dabei auch einige praktische Tools vor.

Für Grundlagen empfehlen wir noch den ersten Teil der Artikelserie „Install.wim aus Windows 8.1-Download-Variante mit der Möglichkeit, eine eigene Master-Installation zu erstellen„.

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Vor- und Nachteile der install.esd

Das Hinzufügen weiterer Abbilder klappt seit Windows 7, genauer gesagt mit dem Kommandozeilen-Tool DISM (‚D’eployment ‚I’mage ‚S’ervicing and ‚M’anagement). DISM funktioniert aber nur bei einer install.wim, nicht bei einer install.esd. Die Endung ‚esd‘ steht für „Electronic Software Distribution“. Bei der install.esd handelt es sich um eine Art komprimierte Datei.

Mit ihr können Sie beispielsweise aus mehreren install.wim eine neue install.esd zusammenkopieren.
Der DISM-Befehl würden dann beispielweise so lauten, wenn die install.wim im Ordner „Win81“ unter C:\ liegt (mit Unterordnern für x86 und x64) und auf D:\ der Ordner „work“ liegt:

Dism /Export-Image /SourceImageFile:"C:\Win81\x86\install.wim" /SourceIndex:1 /DestinationImageFile:"D:\work\install.esd" /Compress:recovery
Dism /Export-Image /SourceImageFile:"C:\Win81\x86\install.wim" /SourceIndex:2 /DestinationImageFile:"D:\work\install.esd" /Compress:recovery
Dism /Export-Image /SourceImageFile:"C:\Win81\x64\install.wim" /SourceIndex:1 /DestinationImageFile:"D:\work\install.esd" /Compress:recovery
Dism /Export-Image /SourceImageFile:"C:\Win81\x64\install.wim" /SourceIndex:2 /DestinationImageFile:"D:\work\install.esd" /Compress:recovery

SourceIndex bezeichnet die Edition, z.B. SourceIndex:1 für Windows 8.1 Pro und SourceIndex:2 für Windows 8.1 Core. Das Verfahren hat den Vorteil, dass man sich aus einer umfangreichen install.wim (z.B. 8 GB) eine sehr kompakte install.esd (z.B. 3,5 GB) erstellen kann, die anschließend auf eine DVD passt (ca. 4,7 GB). Für eine Installations-DVD ist es egal, ob eine install.wim oder install.esd im DVD-Ordner „\sources“ vorliegt.

Der Nachteil ist, dass man an die Inhalte der install.esd nicht herankommt, z.B. um ein einzelnes Image zu mounten, zu verändern, zu extrahieren, wie hier es im Artikel beschrieben wird. Wie Sie aus einer install.esd eine install.wim machen, beschreibt der erste Teil der Serie.

Ergänzung 02.10.2014

Statt den in der Folge beschriebenen Weg zu gehen, können Sie auch eine Alternative wählen: Ein Leser hat uns auf das Tool ESD File Converter hingewiesen, welches ganz einfach die install.esd in eine install.wim umwandeln kann.

ESD File Converter

ESD File Converter

Sie finden das Tool in unserem Softwarearchiv auf WinTotal: ESD File Converter

(Ende der Ergänzung)

1. Vorbereitungen

Sie brauchen folgenden Download
Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK)

Sie müssen nur das Bereitstellungstool (DISM, OSCDIMG) installieren.

wadk

Bereitstellungstool

Die dism.exe im Verzeichnis „C:\Windows\system32“ und die oscdimg.exe im gleichen Verzeichnis sind eventuell zwar schon vorhanden, für Windows 7 aber veraltet (Version 6.1) und unterstützen nicht alle benötigten Funktionen der Version 6.3, wie bei Windows 8.x.

fehler

dism.exe

In diesem Fall kopieren Sie alle Dateien aus dem Ordner C:\Program Files (x86)\Windows Kits\8.1\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools – für X64 Systeme aus dem Ordner amd64, sonst aus x86 – den ganzen Inhalt des Ordners DISM in den Ordner Windows\System32.

Auch die Datei oscdimg.exe aus dem Ordner C:\Program Files (x86)\Windows Kits\8.1\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools – für X64 Systeme aus dem Ordner amd64, sonst aus x86 – aus dem Unterordner oscdimg.exe sollte in das System32-Verzeichnis von Windows.

Das Kopieren in den Ordner System32 hat den Vorteil, dass sie zum Aufruf der Befehle nicht den ganzen Pfad zur dism.exe bzw. oscdimg.exe angeben müssen.

Sollte einer Dateien schon vorhanden sein, ist diese ggf. mit TrustedInstaller geschützt. In diesem Fall müssen Sie erst die Rechte ändern, um die Datei zu ersetzen, wie es dieser Tipp beschreibt.

Wer es einfacher möchte, kann aber den Ordner DISM aus dem o.a. Pfad einfach auf ein anderes Laufwerk oder Pfad kopieren, z.B. D: und dann über die Eingabeaufforderung in diesen Pfad wechseln und von dort dism starten.

Mit dem Befehl dism/? Können Sie dann testen, ob sie eine neuere Version besitzen.

dism2

Versionsabfrage

Mit dem Tool zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung können Sie Windows-Images aus der WIM-Datei „bereitstellen“. Dadurch wird der Inhalt des Images einem Verzeichnis (z.B. mount) zugeordnet, so dass Sie das Image mithilfe von DISM bearbeiten können. Über die Eingabeaufforderung als Admin können Sie Features hinzufügen oder entfernen, einzelne Komponenten deaktivieren oder aktivieren. Außerdem können Sie unter anderem Treiber hinzufügen oder entfernen. Danach wird die Bereitstellung wieder aufgehoben und die Änderungen in dem zugeordneten Verzeichnis (z.B. work) in der install.wim hinzugefügt.

DISM ist ein mächtiges Kommandozeilentool mit jeder Menge Parameter. Wenn Sie lieber mit einer grafischen Oberfläche zu DISM arbeiten möchten, schauen Sie sich Punkt 1.3 – „GUI-Tools zum Kommandozeilentool DISM“ an.  Schauen Sie sich auch das Tool „Windows Hotfix Downloader“ unter Punkt 1.2 an.

1.1 Hinweise wegen Windows 8.x

Die install.wim enthält nicht nur von Haus aus bereits mehrere Abbilder, Sie können auch weitere Abbilder selbst hinzufügen. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch die Produktschlüssel für Ihre Editionen dazu haben sollten, damit Sie Ihre Abbilder später aktivieren können.

Bei der späteren Installation des Windows-8.x-Abbilds müssen Sie erst einen Generic Key eingeben. Dieser stammt von Microsoft selbst und dient dazu, ein Produkt z.B. für die automatisierte Installation einzurichten, taugt aber nicht zum späteren Aktivieren des Produkts. Ob es sich um eine 32- oder 64-Bit-Version handelt, spielt hierbei keine Rolle.

Für Windows 8.0 Pro: XKY4K-2NRWR-8F6P2-448RF-CRYQH

Für Windows 8.0 Core: FB4WR-32NVD-4RW79-XQFWH-CYQG3

Für Windows 8.1 Pro: XHQ8N-C3MCJ-RQXB6-WCHYG-C9WKB

Für Windows 8.1 Core: 334NH-RXG76-64THK-C7CKG-D3VPT

Quelle: Heidoc.net (unter „Install now, Activate later„)

(DigitalRiver bzw. Heidoc.net sind offizielle Vertriebspartner von Microsoft)

1.2 Das Tool Windows Hotfix Downloader

Für die folgenden Punkte

4.0 – „Windows Media Center hinzufügen“
5.1 – „Produktkey einbinden“
5.3 – „.NET Framework 3.5 aktivieren“
5.4 – „Language Packs hinzufügen“
5.6 – „Windows Updates (MSU) einbinden“

eignet sich das Tool „Windows Hotfix Downloader„.

Mit dem Tool lassen sich aktuelle Sprachpakete und Updates für Microsoft Windows direkt als Paket (CAB/MSU) oder einzeln herunterladen und integrieren. Zusätzlich sind Konverter für Sprachpakete und für das Windows Media Center (ProfessionalWMC – unter Windows 8.x) vorhanden. Man kann das .NET Framework 3.5 (NetFx3) unter Windows 8.x aktivieren sowie Treiber, Seriennummer, Zertifikate etc. einbinden. Das Tool muss nicht installiert, aber als Administrator gestartet werden. Achten Sie nur darauf, dass unter „Settings“ – „Windows“ unter Dism Path die dism.exe von „Windows Automated Installation Kit“ bzw. „Windows Assessment and Deployment Kit“ (je nach Betriebssystem) eingetragen ist.

02.install-wim-Teil2

Windows Hotfix Downloader

1.3 GUI-Tools zum Kommandozeilentool „DISM“

Wenn Sie lieber mit einer grafischen Oberfläche zu DISM arbeiten möchten, können Sie die Tools GDism ELDI oder DISM GUI verwenden, die die Parameter schon übersichtlich bereithalten.

03.install-wim-Teil2

GDism ELDI

04.install-wim-Teil2

DISM GUI

2.0 Die Ordner mount und work

Die wichtigsten Ordner sind mount und work, die wir beide auf d:\ erstellen. Sie können zwar einen anderen Namen wählen, der besseren Übersicht halber bieten sich aber die beiden in diesem Artikel verwendeten Bezeichnungen an. Der Ordner mount zeigt die zukünftige Struktur der Windows-Installation an, die dann in der install.wim im Ordner work übertragen wird.

Die 3 wichtigsten Befehle sind:

1.)

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:4 /mountdir:d:\mount

Der Befehl stellt die komplette Edition mit der Indexnummer 4 (z.B. Home Premium von Windows 7) im Ordner „mount“ bereit. Hier können dann die Veränderungen (Befehle) vorgenommen werden.

2.)

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

Der Befehl hebt die Bereitstellung wieder auf und speichert erst jetzt die Änderungen in die install.wim im Verzeichnis „d:\work\source“.

3.)

dism /cleanup-wim

Der Befehl löscht den kompletten Inhalt des Ordners mount – nicht den Ordner selbst.

Diese 3 Befehle werden im Artikel immer wieder vorkommen.

Es kann aber auch zu Problemen kommen. Schauen Sie, ob Sie Berechtigungen auf den Ordner mount haben, wenn Sie den Ordner anlegen, oder ob die Partition evtl. verschlüsselt ist. Nach jeder Aktion (cleanup) muss der Ordner leer sein, dann können Sie ihn weiter verwenden. Wenn Sie trotzdem Probleme haben, obwohl er leer ist, löschen Sie ihn und erstellen ihn neu. Mit dem Ordner work hatten wir keine Probleme.

2.1 TrustedInstaller verweigert Zugriff auf den Ordner mount beim Löschen des Ordners

Erscheint beim Löschen des Ordners mountZugriff verweigert“ mit Verweis auf die erforderlichen Berechtigungen von TrustedInstaller, müssen Sie den Besitz des Ordners als Administrator übernehmen – Tipp hierzu.

05.install-wim-Teil2

TrustedInstaller

3.0 Die Reihenfolge der Abbilder

Fangen Sie immer mit der neuesten Version an. Wenn Sie also beispielsweise ein Windows-7- und ein Windows-8.1-Abbild zu einem neuen Abbild zusammenfassen wollen, dann ist das Windows-8.1-Abbild die BasisVersion. Wenn Sie noch Windows 8.0 hinzufügen wollen, dann folgt nach Windows 8.1 erst noch Windows 8.0 und dann erst Windows 7. Möchten Sie noch die Media-Center-Edition von Windows 8.x Pro hinzufügen, ist die Reihenfolge wie folgt:

  • Windows 8.1 Pro als Basis
  • Windows 8.1 Pro mit Media Center
  • Windows 8.1 Core
  • Windows 8.0 Pro
  • Windows 8.0 Pro mit Media Center
  • Windows 8.0 Core
  • Windows 7

usw.

Der Grund liegt darin, dass die neueste Windows-Version jeweils die aktuellste Fassung des Setup-Programms benötigt.

Sie können jegliche Windows-Editionen und auch Bit-Versionen mit in das Image aufnehmen. Da die Editionen im Kern keine großen Unterschiede aufweisen, wächst die WIM-Datei beim Hinzufügen nur geringfügig an. Auch andere Bit-Versionen vergößern die WIM-Datei gerade mal im Schnitt um ein Drittel, wenn Windows in der anderen Bit-Fassung bereits beinhaltet ist.

Auf Windows Vista sollten Sie dagegen verzichten, da sich dieses aus der WIM-Datei nicht installieren lässt.

3.1 Die Basis-Version

Erstellen Sie sich nun den Ordner work auf Ihrer Partition, z.B. d:\work und kopieren Sie den Inhalt Ihrer Windows-Version (Beispiel Win7/Win8.x ISO/DVD) hinein, die als Basis dienen soll – sie muss die install.wim enthalten. Da mehrere Windows-Images in einer einzigen WIM-Datei gespeichert sind, müssen Sie erst Ihre Edition heraussuchen, die Sie später installieren möchten, und auch die Lizenz besitzen. Sie sollten dann nur Ihre Edition bearbeiten, wie es unter Punkt 5.0 – „Images bearbeiten“ – beschrieben wird. Damit Sie überhaupt wissen, welches Images Ihres ist, hat jede Edition eine Index-Nummer. Die Infos erhalten Sie mit dem DISM-Befehl in der Eingabeaufforderung.
Öffnen Sie nun die Eingabeaufforderung als Administrator und geben folgenden Befehl ein:

dism /get-wiminfo /wimfile:d:\work\sources\install.wim

Die Option /get-wiminfo zeigt den Inhalt der wim-Datei an, die nach /wimfile: genannt wird. Es werden die Daten der Abbilder angezeigt.

Bei unserem Beispiel

Details für Windows-8-Abbilder:

……………………………

Index: „1

Name: „Windows 8 Pro“

Beschreibung: „Windows 8 Pro“

Index: „2

Name: „Windows 8“ (Core)

Beschreibung: „Windows 8“

……………………………

06.install-wim-Teil2

Index-Nummern

Es kann noch die Enterprise-Edition aufgeführt sein.

Haben Sie eine Lizenz beispielsweise für Windows 8.x Pro, ist die Index-Nummer „1“ Ihre Edition. Bei Windows 7 ist die Index-Nummer „1“ die „Starter“-Edition, wenn diese fehlt, dann die „Home Basic“-Edition. Diese Index-Nummer brauchen Sie später, wenn Sie das Image bearbeiten möchten.

3.2 Weitere Index-Abbilder

Wenn Sie jetzt mit Windows 7 fortfahren, brauchen Sie als nächstes wieder die Editionen und die Index-Nummern. Haben Sie eine Windows-7-DVD, legen Sie die DVD ins CD/DVD-ROM-Laufwerk ein und merken sich den CD/DVD-ROM-Laufwerksbuchstaben. Liegt Windows 7 als ISO auf Ihrer Festplatte, müssen Sie die ISO per Kontextmenü „Bereitstellen“ (unter Windows 8.x) oder mounten, um den DVD-Laufwerksbuchstaben zu erhalten.

07.install-wim-Teil2

Kontextmenü „Bereitstellen“ unter Win8.x

08.install-wim-Teil2

Win7-ISO bereitgestellt auf H: unter Win8.x

Ist Ihr Windows 7 auf einem USB-Medium gespeichert, dann schließen Sie Ihren USB-Stick an, damit der Laufwerksbuchstabe bekannt wird.

Wichtig ist, dass Sie nach dem 2. Betriebssystem (Windows 8.x und Windows 7) schon die ei.cfg einfügen. Es kommt darauf an, mit welchem Abbild Sie die Basis definiert haben. Bitte lesen Sie dazu Punkt 6.0 – „Datei ei.cfg anpassen“ nach dem 2. Betriebssystem.

Öffnen Sie nun die Eingabeaufforderung als Administrator und geben folgenden Befehl ein:

dism /get-wiminfo /wimfile:X:\sources\install.wim
(X ist IHR Laufwerksbuchstabe)

In unserem Beispiel, in dem die Windows 7-ISO auf dem Laufwerksbuchstaben H: „bereitgestellt“ wurde, lautet der Befehl:

dism /get-wiminfo /wimfile:h:\sources\install.wim

Es werden die Daten der Abbilder von HomeBasic, HomePremium, Professional und Ultimate angezeigt, evtl. auch Starter und Enterprise.

09.install-wim-Teil2

Details für Windows-7-Abbilder

Details für Windows-7-Abbilder:

……………………………

Index: „1

Name: „Windows 7 HOMEBASIC“

Beschreibung: „Windows 7 Home Basic

Index: „2“

Name: „Windows 7 HOMEPREMIUM“

Beschreibung: „Windows 7 Home Premium“

Index: „3“

Name: „Windows 7 PROFESSIONAL“

Beschreibung: „Windows 7 Professional“

Index: „4“

Name: „Windows 7 ULTIMATE“

Beschreibung: „Windows 7 Ultimate“

……………………………

Wählen Sie die Edition aus, z.B. Windows 7 Home Basic = Index: „1„, die Sie später installieren möchten.

3.3 Hinzufügen der Editionen

Folgender Befehl fügt beispielweise Home Basic mit dem Index: 1 in die install.wim unter d:/work hinzu:

dism /export-image /sourceimagefile:h:\sources\install.wim /sourceindex:1 /destinationimagefile:d:\work\sources\install.wim /destinationname:"Windows 7 Home Basic" /compress:maximum

Achten Sie auf IHREN Laufwerksbuchstaben von Windows 7 (in unserem Beispiel ist es h:).

Hinweis: Sind Leerzeichen im Pfad enthalten, müssen Anführungszeichen gesetzt werden!

10.install-wim-Teil2

Windows-7-Image exportiert

Ihre install.wim unter „d:\work\sources“ ist um ca. 2,5 GB gewachsen. Um ein anderes Abbild von Windows 7 hinzuzufügen, passen Sie hinter /sourceindex: die Nummer und hinter /destinationname: den Namen einfach an. Achten Sie darauf, dass Sie kurze Pfade ohne Leerzeichen verwenden und der Destinationname in Anführungszeichen gesetzt werden muss, wenn Leerzeichen enthalten sind.

Verfahren Sie genauso mit anderen Betriebssystemen und Editionen, von denen Sie eine Lizenz besitzen.

Für weitere Abbilder wechseln Sie einfach das Medium im Laufwerk, merken sich wieder den Laufwerksbuchstaben und gehen die Schritte oben erneut durch. Das Mischen von Client- und Serverbetriebssystemen ist kein Problem.

Haben Sie Ihre Editionen hinzugefügt, können Sie zum Abschluss gehen – Punkt 7.0 – „Bootbare ISO erstellen“. Wollen Sie noch die Images bearbeiten, dann machen Sie mit Punkt 5.0 – „Images bearbeiten“ weiter.

4.0 Windows Media Center hinzufügen

Haben Sie die Media-Center-Edition und möchten Sie sie auch hinzufügen?

11.install-wim-Teil2

Eigenschaften von Dieser PC

Der Vorgang läuft etwas anders ab, da das Feature „Media Center“ von Windows 8.x erst nach der Aktivierung in der Systemsteuerung hinzugefügt wird – aber nichts ist unmöglich. Sie brauchen die DVD oder die ISO-Datei von der Edition „Windows 8.x Pro mit Media Center„, die Sie am besten in eine virtuelle Maschine packen, denn Sie brauchen von der Edition 2 Dateien, die Sie rauskopieren müssen. Sie können die zwei Dateien aber auch von Ihrem realen Windows 8.x, vor dem Sie sitzen, sichern. Ob es sich um eine 32- oder 64-Bit-Version handelt, spielt hierbei keine Rolle.

Die zwei Dateien data.dat und tokens.dat befinden sich für

Windows 8.0 Pro unter „C:\Windows\system32\spp\store“ und für

Windows 8.1 Pro unter „C:\Windows\System32\spp\store\2.0“

Tipp: Von Windows 8.0 auf Windows 8.1 mit Media Center aktualisieren

Sichern Sie die 2 Dateien UND zusätzlich Ihren Produktkey. Haben Sie die Dateien aus Windows 8.0 Pro rausgefischt, dann brauchen Sie jetzt eine Windows-8.0-Pro-Version für den Laufwerksbuchstaben. Sind die 2 Dateien aus Windows 8.1 Pro, dann brauchen Sie eine Windows-8.1-Pro-Version. Hierbei ist es egal, ob sich auf dieser Win8.x-Pro-Version das Media-Center befindet.

Es darf sich aber nicht um die Win8.x-Pro-Basis-Version handeln, die schon unter d:\work liegt, da Sie sonst eine Fehlermeldung erhalten, weil die install.wim ja schon vorhanden ist.

Nun müssen Sie Ihre DVD von Windows 8.x Pro ins CD/DVD-ROM-Laufwerk einlegen – oder die ISO-Datei von Windows 8.x mit Rechtsklick „Bereitstellen“ (unter Win8.x) -, damit Sie wieder einen Laufwerksbuchstaben erhalten.

Geben Sie den folgenden Befehl ein:

dism /get-wiminfo /wimfile:h:\sources\install.wim
12.install-wim-Teil2

Details für Windows-8-Abbilder

Damit erhalten Sie die Editionen der enthaltenen Abbilder sowie deren Indexnummern, die deren Reihenfolge kennzeichnen.

Details für Windows 8.x Abbilder:
……………………………
Index: „1
Name: „Windows 8 Pro
Beschreibung: „Windows 8 Pro“

Index: „2“
Name: „Windows 8“
Beschreibung: „Windows 8“
……………………………

Es können noch mehr Indexnummern mit Editionen vorhanden sein.

Suchen Sie die Indexnummer mit der PRO-Version heraus. Als Nächstes fügen Sie mit dem Befehl der install.wim unter d:\work ein neues Windows-8.x-Media-Center-Abbild (eigentlich ein weiteres Image der Win8.x-Pro-Version) hinzu. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und geben folgenden Befehl ein:

dism /export-image /sourceimagefile:h:\sources\install.wim /sourceindex:1 /destinationimagefile:d:\work\sources\install.wim /destinationname:"WMC" /compress:maximum

Statt „WMC“ können Sie auch einen anderen Destinationsnamen wählen, z.B. „Windows 8.1 Pro Media Center„. Wichtig ist nur, dass der Name in Anführungszeichen steht, wenn Leerzeichen vorhanden sind. Wenn es sich um ein Win8.0 Pro handelt, dann ändern Sie den Destinationsnamen in /destinationname:Windows 8.0 Pro Media Center“ oder ganz nach Ihren Wünschen.

Mit dem nächsten Befehl mounten Sie die Pro-Version mit der Index-Nummer 1 ins Zielverzeichnis „mount“. Das Bereitstellen erledigt dieser Befehl:

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

Der nächste Befehl „markiert“ das Abbild als „Media-Center“:

dism /image:d:\mount /set-edition:ProfessionalWMC
13.install-wim-Teil2

WMC-Befehle

ProfessionalWMC ist hier wieder frei wählbar. Wenn Leerzeichen im Namen sind, müssen Sie ihn wieder in Anführungszeichen setzen.

Kopieren Sie nun die 2 gesicherten Dateien data.dat und tokens.dat ins Verzeichnis d:\mount.

Für Windows 8.0 Pro: „d:\mount\Windows\system32\spp\store“

Für Windows 8.1 Pro: „d:\mount\Windows\System32\spp\store\2.0″

Die vorhandenen Dateien müssen Sie einfach nur überschreiben.

Mit dem nächsten Befehl heben Sie die Bereitstellung wieder auf – nun wird das WMC-Abbild erst erstellt mit all seinen Änderungen, die in die install.wim unter „d:\work\sources“ übernommen werden:

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit 

Achten Sie im Command-Fenster darauf, ob die „Komponentenaktualisierung“ gestartet und abgeschlossen wurde, ob die „editionsspezifischen Einstellungen“ angewendet wurden und auch zum Abschluss kamen, ob das Abbild mit dem „Index 1“ (Ihre Indexnummer) in „d:\work\sources\install.wim“ gespeichert und die „Bereitstellung des Abbilds zu 100% aufgehoben“ wurde. Wenn es so ist und wie im Screenshot unten aussieht, brauchen Sie keine Bedenken wegen des „Fehlers“ haben, der zum Schluss erscheint (falls er bei Ihnen erscheint).

14.install-wim-Teil2

Bereitstellung des Abbilds wurde zu 100% aufgehoben

Das Media-Center-Abbild ist nun in der install.wim integriert unter „d:\work\sources“.

Beachten Sie noch den Hinweis unter Punkt 4.2 „Media Center installieren und aktivieren“.

4.1 Fehler 0xc1420117 irrelevant

Wenn bei Ihnen auch der Fehler angezeigt wird, obwohl alles erfolgreich beendet wurde, geben Sie den folgenden Befehl ein – er zeigt Ihnen alle nicht beendeten Bereitstellungen an:

dism /Get-MountedWimInfo

Danach geben Sie den Befehl ein, der den Inhalt des Ordners mount löscht:

dism /cleanup-wim

Danach können Sie den Ordner mount unter d:\ ohne Weiteres löschen und neu erstellen oder weiterverwenden, wenn er leer ist. Wiederholen Sie den letzten Befehl, wenn sich der Ordner „mount“ doch nicht löschen lässt oder Sie Probleme mit der nächsten Anwendung haben. Lesen Sie dazu auch den Punkt 2.1 – „TrustedInstaller verweigert Zugriff auf den Ordner mount beim Löschen des Ordners“.

15.install-wim-Teil2

Cleanup

4.2 Media Center installieren und aktivieren

Bei der späteren Installation des Media-Center-Abbilds müssen Sie erst einen Generic Key eingeben. Dieser stammt von Microsoft selbst und dient dazu, ein Produkt z.B. für die automatisierte Installation einzurichten, taugt aber nicht zum späteren Aktivieren des Produkts. Ob es sich um eine 32- oder 64-Bit-Version handelt, spielt hierbei keine Rolle.

Für Windows 8.1 mit Media Center lautet der Generic Key: GBFNG-2X3TC-8R27F-RMKYB-JK7QT

Für Windows 8.0 mit Media Center lautet der Generic Key: RR3BN-3YY9P-9D7FC-7J4YF-QGJXW

Quelle: Heidoc.net (unter „Install now, Activate later„)
(DigitalRiver bzw. Heidoc.net sind offizielle Vertriebspartner von Microsoft)

Danach müssen Sie Ihre Windows-8.x-Pro-Media-Center-Edition unbedingt über die Eingabeaufforderung aktivieren (deshalb die vorherige Empfehlung, neben den 2 Dateien auch den Produktkey zu sichern). Hierzu öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und geben Folgendes ein:

slmgr -ipk xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

(xxxxx = Ihr Produkt-Key)

Danach sollte sich Windows automatisch online aktivieren.

Wenn Sie Probleme mit der Aktivierung haben, dann klappt meistens die telefonische Aktivierung.

Die Eingabeaufforderung müssen Sie dazu als Administrator ausführen und

slui 4

eingeben. Nach [Enter] wählen Sie Ihr Land aus und wählen die gebührenfreie Rufnummer.

16.install-wim-Teil2

Befehl slui 4

5.0 Images bearbeiten

Sie können einzelne Komponenten des Images deaktivieren oder aktivieren, Treiber hinzufügen oder entfernen. Sie können auch Windows-Update-Pakete oder Sprachpakete hinzufügen. Sie könnten praktisch sogar den Produktschlüssel hinzufügen. Wenn Sie von einem Betriebssystem mehrere Editionen hinzugefügt haben und die Produktschlüssel dazu besitzen, können sie die Keys gleich hinzufügen.

Schauen Sie zuerst, welche Images auf Ihrer install.wim gespeichert sind. Wichtig sind wieder die Index-Nummern.

dism /get-wiminfo /wimfile:d:\work\sources\install.wim

17.install-wim-Teil2

Details der Abbilder auf install.wim

Eine ähnliche Übersicht bekommen Sie auch, wenn Sie später von der fertigen DVD starten. Fügen Sie NICHT – wie wir es getan haben – Vista hinzu. Wir  hatten Probleme, die fertige DVD zu starten. Mit Vista soll es Probleme geben, wie wir später im Internet erfahren haben.

Winddows-Setup-BSauswaehlen

Details der Abbilder im Windows Setup

 

5.1 Produktkey einbinden

Haben Sie nur ein Betriebssystem (Beispiel Windows 7) mit 2 Editionen (Home Premium und Pro als Basis) als Abbild hinzugefügt, können Sie den Produktschlüssel mit einschließen. Dies gilt leider nicht für Windows 8.x.

Details für Windows-7-Abbilder

……………………………

Index: „1“

Name: „Windows 7 HOMEPREMIUM“

Beschreibung: „Windows 7 Home Premium“

Index: „2“

Name: „Windows 7 PROFESSIONAL“ (Basis)

Beschreibung: „Windows 7 Professional“

……………………………

Führen Sie folgenden Befehl aus.

Für Windows 7 Home Premium (Index: 1)

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

danach

dism /image:d:\mount /get-CurrentEdition

um nochmal die Windows-Edition zu ermitteln, auf die das Image derzeit festgelegt ist. Als Ausgangspunkt dient immer die niedrigste Edition. In diesem Fall sollte es Index: 1 sein (Home Premium).

Danach nutzen Sie folgenden Befehl:

dism /image:d:mount /set-productkey:xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

xxxxx ist der Produktschlüssel von Windows 7 Home Premium (Index: 1).

Product Key-Installation wird gestartet

Product Key-Installation ist abgeschlossen

Danach kommt dieser Befehl:

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

Dadurch wird das „Windows 7 Home Premium“-Image mit der Veränderung (Produktschlüssel) in die install.wim unter d:\work übernommen.

Haben Sie den Produktkey verwechselt, schließen Sie den Befehl nicht mit dem Parameter /commit ab, sondern mit dem Parameter /discard.

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /discard

Damit verwerfen Sie die Änderung.

Geben Sie dann den set-productkey-Befehl mit dem richtigen Produktkey ein und schließen mit dem dism-Befehl und dem Parameter /commit ab.

Zum Schluss folgt noch der Befehl zum Löschen des Ordner-Inhalts von mount:

dism /cleanup-wim

Danach müssen Sie den Key für die Professional-Edition eingeben:

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:2 /mountdir:d:\mount

und

dism /image:d:mount /set-productkey:xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

xxxxx ist der Produktschlüssel von Windows 7 Professional (Index: 2).

Danach folgen

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

und

dism /cleanup-wim

Sie können nun noch „Treiber einbinden oder entfernen“ (Punkt 5.5), Windows Updates einbinden“ (Punkt 5.6) oder gleich zu Punkt 7.0 – „Bootbare ISO erstellen“ springen. In diesem Fall entfällt die Datei ei.cfg, da die Editionen den Produktkey beinhalten.

5.2 Standort-Ermittlung auf Windows 8.x deaktivieren

Schauen Sie zuerst, welche Indexnummer Ihr Windows 8.x hat, das Sie bearbeiten möchten. Dazu nutzen Sie den Befehl

dism /get-wiminfo /wimfile:d:\work\sources\install.wim

Als Beispiel verwenden wir den Index:1, wie wir es unter Punkt 3.1 – „Die Basis-Version“ auch schon getan haben. Beim nächsten Befehl fügen Sie die Indexnummer von Ihrer Edition unter /index: ein.

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

Es wird im Ordner mount das Abbild von Windows 8.x (Beispiel Index: 1) erstellt.

Danach folgt:

dism /image:d:\mount /disable-feature /featurename:Microsoft-Windows-MobilePC-LocationProvider-INF

Nach /featurename: muss auf die Groß- und Kleinschreibung geachtet werden.

Features werden deaktiviert

Der Vorgang wurde erfolgreich beendet

Danach:

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

und

dism /cleanup-wim

Die Standorteinstellungen in der Systemsteuerung sowie unter „PC-Einstellungen“ – Datenschutz – Position – „Windows und Apps die Verwendung meines Standorts erlauben“ werden dadurch deaktiviert.

5.3 .NET Framework 3.5 aktivieren

Genauso geht es auch mit .NET Framework 3.5 für Windows 8.x. Es gibt keinen Download für das .NET Framework 3.5 für Windows 8.x. Sie können irgendein Programm herunterladen, das .NET Framework 3.5 erfordert, dann wird Ihnen das Framework 3.5 mit installiert. Sie können in Ihrer install.wim auch gleich das .Net Framework 3.5 aktivieren, damit Sie dies nicht später in der Systemsteuerung des installierten Windows nachholen müssen.

Der Befehl für Ihre Windows-8.x-Edition (Beispiel Index:1):

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount 

Diesmal müssen Sie die Windows-8.x-DVD ins CD/DVD-ROM-Laufwerk legen, um einen Laufwerksbuchstaben zu erhalten, bzw. die ISO „bereitstellen“ per Rechtsklick. Erhalten Sie zum Beispiel den Laufwerksbuchstaben h:, lautet der Befehl:

dism /image:d:\mount /enable-feature /featurename:NetFx3 /All /Source:h:\sources\sxs

Nach /featurename: muss auf die Groß- und Kleinschreibung geachtet werden.

Dann wieder unmouten:

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

Zum Abschluss:

dism /cleanup-wim

Informationen dazu, wie Sie weitere Windows-Features aktivieren oder deaktivieren, finden Sie im TechNet-Artikel ab /Get-FeatureInfo /FeatureName.

5.4 Language Packs hinzufügen

Hinweis: Installieren Sie kein Language Pack nach einem Update. Wenn Sie vor dem Installieren eines Language Packs ein Update oder Service Pack mit sprachabhängigen Ressourcen installieren, werden die im Update enthaltenen sprachspezifischen Änderungen nicht angewendet und das Update muss erneut installiert werden. Installieren Sie die Language Packs immer vor den Updates.

Erstellen Sie einen Ordner „Packages“ unter C:\ und für jedes Sprachpaket einen Unterordner, z.B.: „de-de“ und „en-us“ etc. Kopieren Sie das deutsche Language Pack (lp.cab) nach c:\Packages\de-de. Sie können auch mehrere Pfade (PackagePath) angeben, wenn Sie mehrere Language Packs einbinden möchten. Dazu wird in der Befehlszeile die Angabe /Packagepath entsprechend wiederholt.

18.install-wim-Teil2

Packages-Ordner hinzugefügt

Der erste Befehl für Ihre Windows-Edition lautet dann:

 dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

 Damit wird das Windows-7- oder Windows-8.x-Image im Ordner mount bereitgestellt.

Die Sprachdateien von „c:\Packages\de-de\lp.cab“ und die von „c:\Packages\en-us\lp.cab“ werden mit dem nächsten Befehl im Ordner mount hinzugefügt:

dism /image:d:\mount /add-package /packagepath:c:\packages\de-de\lp.cab /packagepath:c:\packages\en-us\lp.cab /ignorecheck

Danach

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

und

dism /cleanup-wim

 Das Hinzufügen von Sprachpaketen oder das Erstellen von regionalen Images durch Entfernen von Sprachpaketen wird im TechNet-Artikel sehr gut beschrieben.

5.5 Treiber einbinden oder entfernen

Inf-Treiber oder den ganzen Ordner können Sie auch einbinden.

Mit

dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

rufen Sie wieder die Indexnummer Ihrer Edition auf.

Um beispielweise den Netzwerktreiber (*.inf) einzubinden, würde der Befehl so lauten, wenn der Netzwerktreiber im Verzeichnis „c:\drivers“ liegt:

dism /image:d:\mount /add-driver /driver:c:\drivers\network.inf

Verwenden Sie den Parameter /ForceUnsigned für nicht-signierte Treiber, um die Anforderung außer Kraft zu setzen, dass sie auf x64-basierten PCs über eine digitale Signatur verfügen müssen.

dism /image:d:\mount /add-driver /driver:c:\drivers\network.inf /ForceUnsigned

Mithilfe des Parameters /recurse werden alle Treiber aus dem Ordner z.B. „c:\drivers“ und dessen Unterordner installiert.

dism /image:d:\mount /add-driver /driver:c:\drivers /recurse /ForceUnsigned

Auch hier ist „c:\drivers“ nur als Beispiel gedacht – dies wäre aber ein idealer Ordner für sämtliche inf-Treiber.

Zur Kontrolle können Sie den Befehl ausführen, der Ihnen die Treiberpaketauflistung anzeigt:

dism /image:d:\mount /Get-Drivers

Zum Entfernen der inf-Treiber ist dieser Befehl nötig:

dism /image:d:\mount /remove-driver /driver:oem1.inf /driver:oem2.inf

Hier müssen Sie den Namen des Treibers angeben: oem1.inf oder/und oem2.inf

Dann müssen Sie wieder unmounten, um die Änderungen zu übernehmen.

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

und

dism /cleanup-wim
19.install-wim-Teil2

Windows 7 Home Premium (Index: 4) Treiberpaketauflistung

DISM-Befehlszeilenoptionen zum Warten von Treibern werden im TechNet-Artikel exakt beschrieben. Wie Sie Treiber in ein Startabbild mit den Windows Bereitstellungsdiensten (WDS) einbinden, wird im Bistron-Blog gut erklärt.

5.6 Windows Updates (MSU) einbinden

Beispiel:

Möchten Sie für Windows 8.0 x86 das Update-Paket (MSU) mit einbinden, laden Sie sich das Update in einen Ordner namens Securityx86, für Windows 8.0 x64 das Update-Paket (MSU) in einen Ordner namens Securityx64 herunter (nicht entpacken), z.B. auf d:\.

Zur Übersicht der Indexnummern kommen Sie wieder mit dem Befehl:

dism /get-wiminfo /wimfile:d:\work\sources\install.wim

Für Ihre Edition suchen Sie die richtige Indexnummer heraus und mounten das Image wieder mit dem Befehl:

 dism /mount-wim /wimfile:d:\work\sources\install.wim /index:1 /mountdir:d:\mount

 Nun wird der ganze Security-Ordner einfach mit aufgenommen.

Für 32-Bit:

dism /image:d:\mount /Add-Package /PackagePath:d:/Securityx86

oder für 64-Bit:

dism /image:d:\mount /Add-Package /PackagePath:d:/Securityx64

 Sie können auch beide Bit-Versionen einbinden, wenn Sie für beide eine Lizenz haben zum Installieren und wenn Sie Windows-8.x-Versionen wie am Anfang beschrieben hinzugefügt haben. Da mehrere Windows-Images in einer einzigen WIM-Datei gespeichert sind, können Sie nämlich auch architekturspezifische WIM-Dateien erstellen. Wie das geht, zeigt der TechNet-Artikel.

Genauso gehen Sie mit Archiv-Dateien (CAB) vor.

Nachdem Sie die Updates-Ordner integriert haben:

dism /unmount-wim /mountdir:d:\mount /commit

und

dism /cleanup-wim

Das Einbinden von Archivdateien (CAB-Dateien) oder Windows Update Standalone-Installer-Dateien (MSU-Dateien) bis hin zu Windows-Features wird im TechNet-Artikel erklärt.

Befehle für internationale Einstellungen wie Eingabegebietsschema, Tastaturlayouts, Zeitzone, LIP-Sprachen etc. finden Sie in diesem TechNet-Artikel.

Eine Übersicht über DISM-Befehlszeilenoptionen für die Imageverwaltung bietet dieser TechNet-Artikel.

Befehlszeilenoptionen der Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM) zeigt dieser TechNet-Artikel.

6.0 Datei ei.cfg anpassen

Welche Edition Sie zur Installation angeboten bekommen, regelt die Datei ei.cfg.

Haben Sie mit Windows 8.x als BasisVersion angefangen, erstellen Sie im Ordner „d:\work\sources“ eine Textdatei namens ei.cfg (NICHT ei.cfg.txt) mit folgendem Inhalt:

[EditionID]
[Channel]
OEM
[VL]
0

20.install-wim-Teil2

ei.cfg

Wenn Sie als Basis mit Windows 7 angefangen haben, dann suchen Sie im Ordner „d:\work\sources“ die Datei ei.cfg und löschen sie, sofern vorhanden.

21.install-wim-Teil2

ei.cfg im Ordner work\sources

Somit bekommen Sie später beim Installieren eine Auswahl aller Betriebssysteme angezeigt. Wählen Sie Ihre Edition aus, die Sie installieren möchten.

7.0 Bootbare ISO erstellen

Sie können den kompletten Inhalt des Ordners work entweder in eine ISO-Datei packen oder Sie kopieren ihn auf einen bootfähigen USB-Stick, wie wir es im Artikel „Install.wim aus Windows 8.1-Download-Variante mit der Möglichkeit, eine eigene Master-Installation zu erstellenTeil 1 ab Punkt 10 – „Bootbare ISO erstellen“ beschrieben haben. Die Datei oscdimg.exe sollte im Verzeichnis „C:\Windows\system32“ liegen.

Erstellen Sie einen neuen Ordner namens ISO – z.B. auf d:\.

Der Befehl würde in der Eingabeaufforderung als Administrator dann so lauten:

oscdimg -m -o -u2 -udfver102 -bootdata:2#p0,e,bD:\work\boot\etfsboot.com#pEF,e,bD:\work\efi\microsoft\boot\efisys.bin D:\work D:\ISO\MeineMixWin.iso

Passen Sie den Beispielnamen „MeineMixWin.iso“ nach Ihren Wünschen an, ebenso Ihren Laufwerksbuchstaben (D:\).

Danach finden Sie Ihre bootbare ISO-Datei im Ordner ISO unter dem Laufwerksbuchstaben, unter dem Sie den Ordner ISO angelegt haben (Beispiel D:\).

Vergessen Sie nicht, dass Sie mindestens einen 8.5 GB großen DVD-Rohling brauchen zum Brennen. Wenn die ISO-Datei noch größer geworden ist, empfiehlt sich ein Blu-ray-Rohling oder Sie nehmen ein USB-Medium mit großer Speicherkapazität (siehe hierzu Punkt 7.1). Brennen Sie die ISO ganz normal, bootbar ist sie ja schon.

22.install-wim-Teil2

oscdimg-Befehl

Starten Sie von der bootbaren MeineMixWin.ISO, es sollten Ihnen die Betriebssysteme bzw. Editionen angezeigt werden. Wenn Windows 8.x dabei ist, beachten Sie den Punkt 1.1 – „Hinweise wegen Windows 8.x“.

7.1 Oder doch auf dem USB-Stick verfrachten…

Sie können den kompletten Inhalt des Ordners work auf einen bootfähigen USB-Stick kopieren. Von einem USB-Stick können Sie im UEFI-Modus nur dann booten, wenn der Stick in FAT32 formatiert wurde. Wenn Sie Ihre Image-Sammlung nach Ihren Wünschen eingerichtet haben, ist die 4-GB-Grenze der install.wim schnell überschritten. Der Stick muss dann in NTFS formatiert werden. Dann bootet der Stick aber nicht mehr im UEFI-Modus.

Wer den UEFI-Modus dennoch unbedingt braucht, besorgt sich 2 USB-Sticks. Formatieren Sie Ihren ersten Stick in NTFS und den zweiten Stick in FAT32. Auf den NTFS-Stick kopieren Sie NUR die install.wim – auf den FAT32-Stick kopieren Sie den Rest, also alles außer die install.wim. Booten Sie mit dem FAT32-Stick. Wenn das Windows-Setup geladen und nach der Sprache gefragt wird, ziehen Sie den FAT32-Stick ab, stecken sofort den NTFS-Stick an denselben USB-Port an und schon geht es weiter – voila.

8.0 Windows 8.1 To Go Tools Test

Wir haben einige Tools aus dem Internet getestet, die alle betonten, wie einfach es ist, mit einem USB-Stick ein portables Windows 8.1 Pro zu erstellen. Kein einziges Tool hat funktioniert, der Stick bootete einfach nicht, obwohl wir im BIOS auf USB-HDD (oder Removable Devices) umgestellt hatten und der USB-Stick in NTFS formatiert war. Einige Programme versprachen, dass der USB-Stick nicht mal formatiert oder partitioniert werden müsste.

PC-WELT Multi-PE erstellt eigentlich Notfall- und Rettungssysteme auf Basis von Windows 7 oder Windows 8, hat aber einen „Windows 8 To Go“ Creator dabei. Bei unserem Test hat das leider nicht geklappt. Hier die Anleitung für jeden, der es selbst versuchen möchte. Wir haben weitere Tools aus dem Internet getestet und sind zum Entschluss gekommen, das sich ein USB-Stick nicht eignet für ein portables Windows 8.1 Pro.

8.1 Windows 8.1 To Go erstellen

Wir haben uns dann entschieden über DISM ein portables Windows 8.1 Pro zu erstellen. Das geht relativ schnell und klappt vor allem auch. Die Anleitung gilt für die 32- und 64-Bit-Version. Möchten Sie ein Windows to Go mit Windows 8 erstellen, funktioniert dies grundsätzlich analog. Orientieren Sie sich auch an unserem Tipp „Windows 8.0 Portabel: Windows-To-Go nicht nur für die Enterprise-Version„.

Vorbereitungen

Sie müssen nur das Bereitstellungstool (DISM, OSCDIMG) installieren.

Die dism.exe im Verzeichnis „C:\Windows\system32“ sollte vorhanden sein.

Herkömmliche USB-Sticks sind Flash-Speichermedien und werden von Windows als Wechseldatenträger, USB-Festplatten als „Lokale Datenträger“ erkannt.

Verwenden Sie immer eine USB-Platte, dann haben Sie auch keine Probleme. Dies haben wir schon unter Windows 8.0 empfohlen bei dem Tipp „Windows 8.0 Portabel: Windows-To-Go nicht nur für die Enterprise-Version„.

Schließen Sie Ihre USB-Festplatte an und öffnen Sie die „Eigenschaften“, unter der Registerkarte „Allgemein“ sollte bei „Typ“ „Lokaler Datenträger“ (NICHT „Wechseldatenträger“) stehen und unter Dateisystem „NTFS„. Dann ist das USB-Medium für To-Go geeignet.

23.install-wim-Teil2

Lokaler Datenträger = geeignet

24.install-wim-Teil2

Wechseldatenträger = nicht geeignet

Der Vorteil besteht auch darin, dass später das Windows Update funktioniert, was mit einem USB-Stick nicht der Fall wäre. Wir haben zwar einen Tipp im Archiv USB-Stick soll als Festplatte und nicht als Wechseldatenträger erkannt werden, welcher ggf. doch die Nutzung eines USB-Sticks ermöglicht, raten von der Methode aber grundsätzlich ab.

Das USB-Medium muss als primäre, aktive Partition eingerichtet werden.

Führen Sie diskmgmt.msc als Administrator aus. Das angesteckte USB-Medium sehen Sie nun in der Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc). Unter „Status“ sollte „primäre Partition“ stehen, unter „Dateisystem“ „NTFS„, einen Laufwerksbuchstaben sollte das Medium auch schon haben. Wenn nicht, müssen Sie Ihr USB-Medium in der Datenträgerverwaltung konfigurieren. Welchen Laufwerksbuchstaben Ihr USB-Medium hat, sehen Sie auch unter „Dieser PC“. Diesen können Sie aber auch in der Datenträgerverwaltung noch ändern. Eigentlich ist in der Datenträgerverwaltung nur noch mit einem Rechtsklick die Option „Partition als aktiv markieren“ zu setzen. So war es in unserem Fall. Sie können aber das Medium auch noch formatieren.

25.install-wim-Teil2

Datenträgerverwaltung – (H:) als aktiv markieren

Wichtig: Merken Sie sich den USB-Laufwerksbuchstaben, in unserem Beispiel ist das H:

26.install-wim-Teil2

Datenträgerverwaltung – (H:) ist als primäre Partition aktiv

Nach dem Klick auf „Partition als aktiv markieren“ steht unter „Primäre Partition“ nun auch der Zusatz „Aktiv„. Haben Sie alles eingerichtet, legen Sie Ihre Windows-8.1-Pro-DVD in das CD/DVD-ROM-Laufwerk ein oder mounten die ISO, indem Sie einen Rechtsklick auf die ISO-Datei ausführen und „Bereitstellen“ wählen.

27.install-wim-Teil2

ISO bereitstellen

Schauen Sie dann unter „Dieser PC“.

Wichtig: Merken Sie sich auch hier wieder den Laufwerksbuchstaben von der Windows-8.1-Pro-DVD/ISO. In unserem Beispiel ist das i:

28.install-wim-Teil2

Dieser PC

Öffnen Sie nun die Eingabeaufforderung als Administrator und geben folgenden Befehl ein:

dism /get-wiminfo /wimfile:i:\sources\install.wim

Index:“1“ sollte die Pro-Version von Windows 8.1 sein.

……………………………

Index: „1

Name: „Windows 8.1 Pro“

Beschreibung: „Windows 8.1 Pro“

Index: „2

Name: „Windows 8.1“ (Core)

Beschreibung: „Windows 8.1“

……………………………

Geben Sie nun den Befehl ein, um von der Windows-8.1 Pro-Version die Daten auf das USB-Medium zu kopieren:

dism /apply-image /imagefile:i:\sources\install.wim /index:1 /applydir:h:\

Achten Sie auf Ihre Laufwerksbuchstaben. Bei uns ist der USB-Laufwerksbuchstabe h: und von der Windows 8.1 Pro DVD/ISO i: – index:1 ist die Pro-Version von Windows 8.1 – wenn Ihre Pro-Version eine andere Indexnummer hat, fügen Sie die richtige Index-Nummer ein.

Der nächste Befehl lautet für die Startdateien:

bcdboot h:\windows /s h: /f ALL

h: ist wieder unser USB-Laufwerksbuchstabe.

Wichtig: Dieser Befehl muss aus einem Windows 8.1 heraus eingegeben werden. Mit Windows 7 funktioniert dies nicht.

29.install-wim-Teil2

dism und bcdboot Befehle

Das USB-Medium ist nun bootfähig. Schließen Sie die Eingabeaufforderung mit dem Befehl exit und „Enter“.

Schließen Sie das USB-Medium und entfernen Sie das Medium über „Hardware sicher entfernen„.

31.install-wim-Teil2

 

Entfernen Sie auch die Windows-8.1-DVD/ISO mit Rechtsklick und „Auswerfen“.

8.2 Windows 8.1 Pro To Go testen

Fahren Sie Ihren Win8.1-PC komplett herunter und starten Sie mit dem Windows-8.1Pro-To-Go-Medium.

Tipp: „Windows 8 vollständig herunterfahren

Normalerweise bootet der PC automatisch von dem Medium, wenn nicht, drücken Sie eine beliebige Taste. Wenn das auch nicht klappt, stellen Sie im BIOS die Boot-Reihenfolge um. Ins BIOS kommen Sie, je nach Version, mit der Taste [ESC], [F2], [F8], [F10], [F11] … Wählen Sie im BIOS mit der [Pfeil-rechts]-Taste den Reiter „Boot„, dann mit der [Pfeil-runter]-Taste den Eintrag „USB-HDD“ oder „Removable Devices“ aus und drücken Sie die [+]-Taste (Plus) auf dem Ziffernblock der Tastatur so lange, bis der Eintrag ganz oben steht. Anschließend drücken Sie die [F10]-Taste und die [Enter]-Taste, um die Änderung zu speichern und das BIOS zu verlassen. Nun muss es aber klappen, vom USB-Medium zu booten.

Es sollten das blaue Windows-8.1-Fenster-Logo erscheinen und die üblichen Vorgänge starten.

Geräte werden betriebsbereit gemacht 100%

Vorbereitung läuft

Wird neu gestartet

 

Wichtig – Wenn „Wird neu gestartet“ angezeigt wird, booten Sie unbedingt wieder vom USB-Medium, drücken Sie eine beliebige Taste. Windows 8.1 Pro wird zu diesem Zeitpunkt nämlich noch nicht als installiertes Betriebssystem erkannt, sondern hat zuerst die Hardware des Gastrechners gecheckt. Erst nach diesem Neustart erscheint der Installationsassistent mit Region und Sprache.

Region und Sprache

Nach „Weiter“ kommt die Produktkey-Abfrage, die Sie überspringen.

So geht es weiter bis „Melden Sie sich bei Ihrem Microsoft-Konto an„.

Wir empfehlen, sich erst einmal lokal anzumelden. Später können Sie das immer noch ändern – aber das bleibt Ihnen überlassen.

Wenn Sie sich lokal anmelden möchten, geben Sie bei der Microsoft-Konteneinrichtung eine utopische E-Mail-Adresse an, die es überhaupt nicht gibt. Windows kann mit der E-Mail-Adresse nichts anfangen und bietet Ihnen einen Link für das lokale Konto an. Klicken Sie auf „Fahren Sie ohne Microsoft-Konto fort„, Ihnen werden dann 2 Schaltflächen angeboten – „Noch einmal versuchen“ und „Lokales Konto erstellen„.

32.install-wim-Teil2

Fahren Sie ohne Microsoft-Konto fort

33.install-wim-Teil2

Lokales Konto erstellen

Danach erscheint „Ihr Konto“ mit Benutzername-, Kennwort- und Kennworthinweis-Abfrage.

Nach dem Ausfüllen klicken Sie auf „Fertig stellen“.

Die Einstellungen werden festgelegt

Warten Sie einen Moment, die Bildschirmauflösung richtet sich automatisch ein. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator – das geht über den neuen Startknopf auf dem Desktop. Klicken Sie diesen rechts an und klicken Sie auf Eingabeaufforderung (Administrator).

Geben Sie Folgendes ein:

slmgr -ipk xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

(xxxxx = Ihren Produkt-Key)

Danach sollte sich Windows automatisch online aktivieren.

35.install-wim-Teil2

Produktkey aktivieren

Das war es schon. Die 32-Bit-Version belegt nach der Installation ca. 6 GB und die 64-Bit-Version ca. 8 GB. Richten Sie Ihre To-Go-Version nach Ihren Wünschen ein. Sie können Änderungen vornehmen, Apps installieren oder Downloads tätigen. Alles bleibt auf Ihrem To-Go-Medium. Die Internetverbindung nimmt sich To-Go vom Gastrechner. Auf dem fremden Rechner hinterlässt To-Go keine Spuren, der PC startet nach dem Entfernen des Mediums wieder wie zuvor.

8.3 Kleine Hinweise und Tipps

Mit Windows-Updates, Internetverbindung und den Apps hatten wir keinerlei Probleme.

36.install-wim-Teil2

Windows Update auf To-Go

Als wir aber Windows Store öffnen wollten, erschien die Meldung „Wir konnten keine Verbindung mit Windows Store herstellen (0x80072ee7)“.

37.install-wim-Teil2

Store-Fehler auf To-Go

Beim nächsten Neustart war der Fehler verschwunden und Windows Store öffnete sich ganz normal, als wäre nichts gewesen. Bei diesem Neustart sollte das To-Go-Medium selbstständig starten, also ohne Boothilfe.

Wenn also gleich am Anfang etwas nicht klappt: Warten Sie ab, es renkt sich ein, spätestens beim nächsten Neustart. Sie sollten auch mit dem To-Go-Medium mehrmals selbstständig von einem Windows-8.1-Pro-PC starten, bevor Sie mit Ihrem To-Go von einem anderen Betriebssystem starten.

Unter „Dieser PC“ hat To-Go den Laufwerksbuchstaben C:\ (gelbe Markierung) und die eigentliche Festplatte (orange-farbige Markierung) einen anderen Laufwerksbuchstaben erhalten.

38.install-wim-Teil2

Dieser PC

Auch in der Datenträgerverwaltung sieht man die neue Aufteilung.

39.install-wim-Teil2

Datenträgerverwaltung

Sie haben auf ALLE Laufwerke Zugriff.

Auch die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung funktioniert, was unter „Windows 8.0-To-Go“ nicht der Fall war.

40.install-wim-Teil2

BitLocker-Laufwerkverschlüsselung

41.install-wim-Teil2

Kennwort zum Entsperren

Wenn Sie Ihr To-Go-Medium beenden möchten, fahren Sie immer komplett herunter, bevor Sie das Medium abstöpseln.

Wenn Sie von einem Windows-8.x-PC Ihr To-Go-Medium starten möchten, dann fahren Sie den PC erst komplett herunter, stöpseln Ihr To-Go-Medium an und starten den PC – das To-Go-Medium startet selbstständig in die Portabel-Version.

Wenn Sie mit Rechtsklick auf den neuen Startbutton vom Desktop „Herunterfahren oder abmelden“ – „Herunterfahren“ gehen, fährt der PC seit Windows 8.1 wirklich komplett herunter, auch wenn der Schnellstart aktiviert ist.

42.install-wim-Teil2

Komplett herunterfahren


5 Antworten auf “Die ungeahnten Möglichkeiten der install.wim – Teil 2”

  1. Oliver

    Ich versuche grad die zwei Download-Version 8.1 Core und Pro in ein Image zu packen. Laut eurer Anleitung sollte das ja sogar schon mit den ESD-Files funktionieren, tut es aber nicht, auch wenn ich es mit den install.wim versuche bekomme ich eine Fehlermeldung (ungültige Befehlszeilenargumente).

    Hat sich da irgendwas geändert in Bezug auf Windows 8.1?

  2. Oliver

    Ich habe jetzt nochmal ein bisschen getestet und DISM stört sich bei mir an der Option /SourceIndex:2 für Win8.1. Es ist aber definitiv die nonPro Version, das habe ich aus der WIM-Datei extra überprüft. Wenn ich dann 1 als Index nehme, geht es. Dann sehe ich auch beide Editionen. Erstelle ich mir davon ein ISO, kann ich aber in der VM aber nicht booten (kann aber auch wiederum ein anderes Problem sein).

  3. Oliver

    Jetzt habe ichs! Die Angaben zum SourcIndex sind nicht so, wie das hier im How-To beschrieben ist.
    In meinen WIM-Images für Core und Pro ist es jedesmal der Index 1, da in diesem Image auch nur ein Setup enthalten ist und nicht wie hier beschrieben pauschal 1 für Pro und 2 für Core.

  4. PCDPan_Fee

    hi Oliver, nein mit install.esd funktioniert es nicht.
    Das Tool „ESD File Converter“ konvertiert die install.esd in eine install.wim.
    Laut eurer Anleitung sollte das ja sogar schon mit den ESD-Files funktionieren
    Welche dism.exe-Version hast du? Mit dem Befehl dism/? kannst du testen, ob du die neue Version besitzt (6.3.xxxx).
    Mit den Tools „GDism ELDI“ oder „DISM GUI“ solltest du keine Probleme haben.

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