Datum: | Artikel 2013

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Windows und Linux haben beide Anhänger, die mehr oder weniger vehement die Vorteile ihres Systems gegenüber der anderen Seite vertreten. Haben Privatanwender eher die Möglichkeit, sich von emotionalen Aspekten leiten zu lassen, spielen bei Unternehmen eher wirtschaftliche Erwägungen und das verfügbare IT-Budget eine Rolle. Welche Argumente im Unternehmensumfeld für oder gegen den Einsatz der beiden Betriebssysteme für Server sprechen, erfahren Sie in diesem Gastartikel.

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Wirtschaftliche Faktoren

Bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Serversystem spielen nüchterne Faktoren wie Lizenzkosten, LizenzverfahrenFunktionsumfang des Betriebssystems und passende Applikationen eine Rolle.  Weitere wirtschaftliche Überlegungen schließen die Anschaffungskosten insgesamt und die zu erwartenden Wartungskosten über längere Zeit ein. Im Bereich der Serverbetriebssysteme beherrschen derzeit Windows und Linux den Markt. Am umsatzstärksten geht Windows bei diesem Rennen hervor, da nur wenige Linux-Distributionen über Serviceverträge betreut werden, sie sonst kostenfrei sind.

Windows-Server

Im Lizenzmodell von Windows-Servern fallen Kosten für die Anzahl der Server und der darauf zugreifenden Clients an. Das führt in der Praxis manchmal zu Unter- oder Überlizenzierungen, wenn die Mitarbeiter-Zahl steigt. Auch für virtualisierte Serverlösungen fallen Lizenzkosten an. In puncto Anschaffungskosten ist Windows für den Servereinsatz teurer. Konfiguration und Verwaltung sind vereinfacht und auf bestimmte Gruppen von Nutzern abgestimmt, etwa kleinere und mittleren Betriebe. Bei Serveranwendungen bieten Windows-Server spezielle Lösungen wie Exchange oder Sharepoint an, welche mehr Funktionalität gegenüber freien Anwendungen aufweisen.

Linux-Server

Die Kosten bei Linux-Servern beschränken sich auf die Serviceverträge, bei denen je nach Distribution jährlich Beträge anfallen. Entsprechende Lizenzen beziehen sich ausschließlich auf physikalische Server. In der Regel fallen keine Kosten für zugreifende Clients an. Ist die IT-Abteilung gut mit dem Einsatz von Linux als Server vertraut, können auch freie Distributionen genutzt werden. Für virtuelle Server fallen keine weiteren Lizenzkosten an. Angesichts der Wartung, Bedienung und Konfiguration ist Linux relativ komplex, kann aber durch Modularisierung vereinfacht werden. Wenn nicht das nötige Know-how vorhanden ist, müssen Administratoren entsprechend geschult werden.

Wirtschaftliche Entscheidungen auf dem Prüfstand

In der Praxis wählen IT-Verantwortliche meist die Server-Lösung, die von Ihrem IT-Personal bevorzugt wird. Diese Vorlieben haben oft etwas mit der bisherigen Praxiserfahrung zu tun, die die Administratoren mit den jeweiligen Systemen gemacht haben. Schnelle, unkomplizierte Arbeitsabläufe bei Verwaltung, Wartung und Konfiguration sind dabei Faktoren, die für ein Serversystem sprechen. Hostingunternehmen bieten Firmen dahingehend verwaltete Serversysteme mit wahlweise Linux- oder Windowsbasis. Dafür steht beispielsweise das Angebot des Kölner Anbieters Hosteurope. Welches System künftig besser abschneiden wird, werden Sie anhand der Marktanteile feststellen können.

9 Antworten auf “Windows oder Linux – welches Betriebssystem für einen Server?”

  1. Boris Schneider

    Ich sage es mal so: Windows ist einfacher und wird deshalb auch eher genutzt, obwohl teurer. Mit Linux kennen sich halt nicht so viele Menschen aus, obwohl es sich durchaus lohnen würde. Muss im Endeffekt jeder für sich entscheiden. Ich selbst würde Windows bevorzugen.

  2. Kerstin Wagner

    Ich würde Linux den Vorzug geben. Neben dem Preisvorteil der Lizenzierung gibt es verschiedene Distributiionen die auf die jeweiligen Wünsche (z. B. eigenes NAS (FreeNAS) oder eigenen Proxy (IPCop) zugeschnitten sind. Die Hardwareanforderungen sind geringer, Programmiertools für jede erdenkliche Sprache sind von Haus aus dabei, Serverdienste lassen sich ohne großen Aufwand nachinstallieren und entsprechen dem Internetstandard (z. B. Apache als meist genutzter Webserver weltweit). Es spricht noch einiges mehr dafür – aber ich habe gerade keine Zeit sorry.

  3. MaxLinuxer

    MickeyMouse Software aus Redmont, ist einfach zu unstabil. Bei uns laufen LINUX-Server 365 Tage am Stück ohne einen Ausfall… mit MickeyMouse aus Redmont haben wir das nie geschaft und alleine die Patch-Days waren ein Greuel dazu die BlueScreens und die ständigen Angriffe von Script.Kiddis…

    Steve Balmer soll sich auf den Kindermarkt spezialisieren… Profimarkt ist fest in LINUX / UNIX / BSD-Händen.

    Danke Aufmerksamkeit
    habe fertig!

  4. monk77

    @MaxLinuxer

    Das sind Kommentare, die kein Mensch braucht. Sicher hat jeder Mensch so seine Vorlieben für das ein oder andere System. Ich denke so oder so, dass jedes System für sich, seine Vorteile mitbringt.

    Sicherheit ist auch so eine Sache. asp.net ist z. B. von Grund auf sicherer als php, weil php die komplette Sicherheit dem Programmierer überlässt. Hat der keine Ahnung, dann Tag der offenen Tür.

    Dieses Microsoft-Bösewicht-Getue mag ich ohnehin nicht. Ich habe zu Hause einen apple Computer, trotzdem ist Microsoft nicht umsonst einer der führenden Software-Konzerne dieses Planeten und das sollte man auch respektieren.

  5. KTR-Management

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit völliger Sicherheit ist, wie mein Vorredner „monk77“ ansprach, bei Inkompetenz der Administratoren schwierig, was jedoch ebenso auf Microsoft- sowie andere Systeme zutrifft.
    Allerdings kann ich beiden Vorrednern nur Recht geben, sowohl „Kerstin Wagner“ als auch „MaxLinuxer“, haben den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Zudem eine Anmerkung an „monk77“ man sollte sich die tatsächlichen Hintergründe anschauen, sich tatsächlich entsprechend informieren bevor man in eine Thematik einsteigt.
    Bitte ergründen Sie die tatsächliche Unternehmensgeschichte des Unternehmens Microsoft, wobei wir Ihnen auch sehr gerne behilflich sind.
    Wenn man durch nachweislich illegale Handlungen sowie das Ausnutzen einer daraus resultierenden Monopolstellung einen hohen Marktanteil erlangt, ist es in keiner weise respektabel.
    Es ist schlicht und ergreifend schändlich und peinlich.

    Nicht umsonst, nutzt selbst Microsoft Linuxsystem anstatt deren Eigenentwicklungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    R. Ebing

    KTR – Management

  6. der killer

    ich finde windows gut kenne zwar linux net aber ich glaube es ist auch gut für mich finde ich windows besser aber es gibt vor-nachteile

  7. Jackryan

    @KTR-Management

    ich habe beide System getestet und muss sagen Windows ist einfacher runder, Von Haus aus kann man sich nichts herunterladen über IE, es Administrative Vorlagen, Gruppenrichtlinien, womit man ein Windowssystem abschotten kann. Umsonst wird auch nicht festgestellt das die Windowsfirewall einer der besten ist.

    Unter Linux wird immer wieder was abgeändert, Verzeichnisse ändern sich oder man streitet sich um Systemstart MySQL-Mariadb. Und was macht Ubuntu fragt Nutzer genauso die Daten ab und verkauft Sie an Amazon, damit man personalisierte Werbung erhält. Und wie es um die Sicherheit steht hat man in den letzten Monaten gesehen. Auch spricht nicht offizielle über die täglichen Angriffe auf Linuxserver und wie viel Daten dabei verloren geht.

    Der Punkt ist wie in Programmiersprachen der ewige Krieg welche besser ist ich komme mit C++ C# und VB immer an das gleiche Ziel nur auf verschiedenen Wegen und ist es auch mit den Betriebssystem mit jeden BS kann ich das gleiche erreichen, selbst Windows kann man durch Scripting sich so gestalten wie man will oder automatisieren wie Linux oder Mac, man sieht es an Win 10.

    Und was hat das mit der Unternehmensgeschichte zu tun, da müssen erstmal ganz andere Firmen ihren Dreck wegräumen.

    Servus

  8. Evoxer

    @Jackryan

    Und wieder mal ein Beispiel dafür, dass jeder im Netz schreiben kann…auch wenn es Unfug ist.

    Ich unterstelle dir mal, dass du von Servern absolut keine Ahnung hast. Du mischt hier, obwohl es um Serverbetriebsysteme geht, Begriffe wie Windows, Ubuntu, Werbung, IE, MySQL…da wird einem ja schlecht.

    Bitte nicht mehr zu solchen Themen schreiben, Bitte!

    Zum Thema selbst.

    Ich betreibe mehrere Linux(Debian) und 2012 R2 Server. Die Microsoftserver sind bequem zu administrieren, Punkt.

    Bei Linux habe ich aber immer das Gefühl, an einem echten Server zu sitzen. Da fährt nichts hoch und runter und es hängt sich auch nichts mal so ganz einfach auf, was einen zu stark an Windows erinnert.

    Wenn ich kann und spezielle Software kein Microsoft Server verlangt, nehme ich deshalb grundsätzlich Linux. Stabiler geht’s nicht.

  9. higgins

    @ Kerstin Wagner
    …die auf die jeweiligen Wünsche (z. B. eigenes NAS (FreeNAS) oder eigenen Proxy (IPCop) zugeschnitten sind
    Wenn Sie ein professioneller Windows Server Experte wären, wüßten Sie, das das mit MS auch geht

    @ MaxLinuxer
    < Bei uns laufen LINUX-Server 365 Tage am Stück ohne einen Ausfall… mit MickeyMouse aus Redmont haben wir das nie geschaft
    Das ist in meinen Augen ein Armutszeugnis und/oder der Beweis, das es in Ihrem Unternehmen an echtem Profi MS Know How mangelt

    @ KTR-Management 18.07.2013 um 21:45
    < Unternehmensgeschichte des Unternehmens Microsoft, wobei wir Ihnen auch sehr gerne behilflich sind.
    Das ist off-topic (wenn Sie denn den Begriff kennen)

    @ Evoxer 18.01.2016 um 08:26
    < Bei Linux habe ich aber immer das Gefühl, an einem echten Server zu sitzen.
    < Da fährt nichts hoch und runter und es hängt sich auch nichts mal so ganz einfach auf, was einen zu stark an Windows erinnert.
    Versuchen Sie doch mal die MS Windows 2012 R2 – Core Edition = Echter Server und Sehr Stabil 🙂
    Für Virtualisierungszwecke kann ich auch den kostenlosen!! MS Hyper-V Server 2012 R2 empfehlen, auch der ohne Desktop,
    also was für Sie 🙂

    Die Crux bei diesem ewigen Streit liegt meiner Meinung nach immer darin, das die jeweils andere Seite
    vom konkurierenden OS nur wenig bis gar kein Know How hat und man sehr schnell mit jahrzehnte alten und vor allem überholten
    Vorurteilen argumentiert, das ist besonders häufig bei Linux – Jüngern, ähm -Administratoren zu beobachten (z.B.: Microsoft = instabil)

    mfg
    Higgins

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