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Internetanbieter werben bei ihren Tarifen gerne mit einer hohen Bandbreite zum Surfen im Internet und preisen damit schnelle Geschwindigkeiten an. Aber was genau sagt die Bandbreite eigentlich über die Internetverbindung aus? Und wie schnell muss das Internet für Ihre persönlichen Bedürfnisse tatsächlich sein? All das klären wir in diesem Artikel.

Was ist die Bandbreite?

Die Bandbreite bezeichnet die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten. Also wie schnell Informationen übertragen werden.

Welchen Einfluss hat die Bandbreite auf das Internet?

Je höher die Bandbreite, desto mehr Daten können innerhalb einer Sekunde übertragen werden. Dadurch steigt also die Ladegeschwindigkeit von Homepages oder Videos.

Welche Bandbreite benötige ich?

Das hängt davon ab, wie Sie das Internet nutzen. Für Gelegenheitssurfer genügt eine geringe Bandbreite, zum Streamen von Filmen benötigen Sie schon eine mittlere Bandbreite.

1. Die Bandbreite gibt Aufschluss über die Internetgeschwindigkeit

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Die Bandbreite gibt Auskunft darüber, wie viele Daten in einer Sekunde übertragen werden können.

Jeder, der sich mit Internetanbietern beschäftigt, stolpert irgendwann über Angaben zur Bandbreite. Da diese einen erheblichen Einfluss auf die späteren Kosten hat, sollten Sie sich vorab mit dem Thema auseinandersetzen. Aber nicht nur für jemanden, der gerade auf der Suche nach einem neuen Tarif ist, sind Überlegungen zur Bandbreite interessant. Unter Umständen lässt sich hier viel Geld sparen oder auch langsames Internet beschleunigen.

1.1. Definition der Bandbreite im Internet

Die Bandbreite beim Internet ist eigentlich nur ein Indikator dafür, wie schnell die Internetverbindung ist, mit der Sie durch das World Wide Web surfen können. Eine größere Bandbreite bedeutet laut dieser Definition also eine schnellere Datenübertragung.

Angezeigt wird das bei den Tarifen meist durch eine Tausenderzahl wie DSL 6000 oder DSL 50.000. Die Zahl bestimmt die Bandbreite, die eigentlich in Mbits angegeben wird: Ein Tarif mit DSL 6000 hat also eine Bandbreite von 6 Mbit/s. Das ist die Datenmenge, die pro Sekunde maximal übertragen werden kann. Mittlerweile sind mit Kabel und VDSL auch Highspeed-Übertragungsraten von 100 oder 200 Mbit/s möglich.

2. Welche Bandbreite ist zum Surfen im Internet geeignet?

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Je höher die Mbit pro Sekunde, desto schneller ist das Internet.

Welche Bandbreite für Ihre Bedürfnisse sinnvoll ist, hängt grundsätzlich davon ab, wofür Sie das Internet nutzen. Die Tarifangaben beziehen sich in der Regel auf den Download, also wie schnell Sie mit Ihrer Verbindung Daten abrufen können, um beispielsweise eine Internetseite aufzurufen oder ein Youtube-Video anzuschauen. Die Upload-Geschwindigkeit ist meist deutlich geringer, da nur wenige Nutzer konstant sehr große Datenmengen hochladen.

2.1. Das Surfverhalten entscheidet über die Bandbreite Ihres Internets

Internetseiten werden immer größer, da Bilder eine immer höhere Auflösung haben, Videos in HD-Qualität zur Verfügung stehen und Animationen immer aufwändiger werden. Aus diesem Grund sind auch die Anforderungen an die Bandbreite für das Internet immer größer, da die Seiten sonst sehr lange brauchen, bis sie geladen sind.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Sie eine Bandbreite von 100 oder mehr Mbit benötigen. Hier erfahren Sie, welche Internetgeschwindigkeit für Ihr Surfverhalten geeignet ist:

  • Gelegentliches Surfen: Zum Nachrichten lesen, Emails abrufen und gelegentlich ein Youtube-Video anschauen oder Musik über Spotify streamen reicht eine Bandbreite von 2 oder 6 Mbit/s vollkommen aus.
  • Video Streaming: Möchten Sie über das Internet TV schauen und nutzen häufig die Angebote von Netflix, Amazon Prime & Co., ist schon eine etwas höhere Bandbreite empfehlenswert. Denn je schneller das Internet, desto besser die Videoqualität. Eine gute HD-Auflösung benötigt mindestens 6 Mbit/s. In der hochauflösenden 4k-Qualität müssen es schon mindestens 16 Mbit/s sein.
  • Online-Games: Als Gamer legen Sie natürlichen großen Wert auf ein ungestörtes Spielvergnügen. Deswegen sollten Sie auch bei der Internetgeschwindigkeit nicht sparen. Möchten Sie flüssig und entspannt Online-Games spielen, sind 16 Mbit/s das Minimum. Für eine LAN-Party mit vielen Freunden sind teilweise schon 100 Mbit/s empfehlenswert.

3. Internetanbieter: Die Bandbreite in der Realität

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Ist das Internet zu langsam und Videos und Homepages werden einfach nicht geladen, bietet sich ein Speedtest und eventuell ein Anbieterwechsel an.

Wie so oft entspricht leider auch die Bandbreite, die Ihnen im Vertrag versprochen wird, nicht immer dem, was Sie am Ende erhalten. Denn die Internetanbieter sprechen hier lediglich von der maximalen Bandbreite, die erreicht werden kann. Nur bei optimalen Bedingungen werden diese Übetragungsraten auch wirklich erreicht. Je nachdem, wo Sie wohnen, welche Leitungen dort verlegt sind und wie weit Sie von der Vermittlungsstelle entfernt sind, sinkt die maximale Bandbreite Ihres Internets teilweise erheblich.

Meist weisen die Anbieter die Kunden nur im Kleingedruckten darauf hin. Viele Menschen bezahlen also einen Vertrag, in dem eine mögliche Bandbreite von 16 Mbit/s versprochen wird, am Ende sind es aber gerade einmal 4 Mbit/s, die realistisch bei Ihnen ankommen.

Tipp: Ist Ihnen Ihre Internetverbindung zu langsam, versuchen Sie ein LAN-Kabel zu nutzen, anstatt über WLAN ins Internet zu gehen. Auch die Wahl des richtigen Browser oder die Position des WLAN-Routers können manchmal schon etwas helfen.

3.1. Ein Speedtest gibt Aufschluss

Möchten Sie herausfinden, welche Geschwindigkeit Ihr Internet tatsächlich erreicht, können Sie dies online testen. Einen solchen Speedtest bietet beispielsweise die Bundesnetzagentur auf der Seite breitbandmessung.de. Das Messen der Datenübertragungsrate erfolgt dabei direkt im Browser und liefert Ihnen sofort Ergebnisse darüber, welche Up- und Downloadgeschwindigkeiten Sie mit Ihrem Anbieter erreichen. Ist Ihnen die Geschwindigkeit zu niedrig, sollten Sie einen Anbieter- oder zumindest Tarifwechsel in Betracht ziehen.

3.2. LTE als Alternative zu DSL

In manchen Gegenden, häufig in sehr ländlichen Regionen, ist leider schnelles DSL nach wie vor ein Traum. Dort können sie noch so viel Geld für eine hohe Bandbreite ausgeben, die Geschwindigkeit bleibt zu niedrig.

In diesem Fall ist LTE eine mögliche Alternative. Üblicherweise wird dieses als mobiles Funknetz auf dem Smartphone genutzt. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dieses zu Hause als Internetzugang einzurichten.

3.3. Ein Anbietervergleich ist oftmals sinnvoll

Haben Sie einen Speedtest durchgeführt und haben herausgefunden, dass die Bandbreite nicht Ihrem Tarif entspricht? Dann sollten Sie andere Anbieter und Tarife vergleichen. Häufig können Sie durch die Eingabe Ihrer Postleitzahl direkt testen, welche maximale Bandbreite bei einem Anbieter in Ihrem Haus möglich ist. Denn je nach Anbieter gibt es teilweise erhebliche Unterschiede, selbst innerhalb eines Postleitzahlbereichs. 

Achtung: Eine zu niedrige Internetgeschwindigkeit muss natürlich nicht nur mit dem Breitband zusammenhängen, sondern auch mit der Hardware. Nutzen Sie zum Beispiel einen sehr alten Computer, ist eine sehr schnelle Internetgeschwindigkeit an diesem ebenfalls verschwendet.

Die wichtigsten Informationen finden Sie im anschließenden Video noch einmal zusammengefasst:

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