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Betrug beim Online Shopping

Worauf Sie beim Online-Shopping achten sollten

Online-Shopping bietet viele Vorteile, gerade während der Unsicherheit im Zuge der Corona-Pandemie. Die Online-Stores können unabhängig von Wind und Wetter rund um die Uhr durchstöbert werden. Riskante Kontakte zu anderen Personen finden nicht statt. Die Lieferung der Artikel erfolgt in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage direkt vor die Haustüre. Doch der Einkauf im Internet hat auch seine Tücken. Deshalb sollten die folgenden Tipps für sicheres Online-Shopping beachtet werden. 

Wie erkennt man Fake-Shops und Betrüger im Internet?

Zu den häufigsten Alarmzeichen, die auf unseriöse Anbieter deuten, zählen: Fehlendes oder unvollständiges Impressum, Angebote aus Asien mit langer Lieferzeit und negative Erfahrungsberichte.

Welche Zahlungsmittel sollte man beim Shopping wählen?

Auf der sicheren Seite sind Sie bei großen Anbietern, die einen umfangreichen Käuferschutz bieten. Vermeiden sollten Sie Bargeld-Transfers bei Vorauszahlungen.

Sind besonders günstige Angebote unseriös?

Nein. Viele Händler haben regelmäßig Rabatt-Aktionen und bieten Markenwaren zu reduzierten Preisen an, um bei Preisvergleichsportalen sichtbarer zu werden. Seriöse Deals entdecken Sie auf großen Schnäppchen-Portalen mit aktiver User-Community.

Tipp 1: Auf das Impressum achten

Einen der ersten und wichtigsten Hinweise auf einen seriösen Online-Shop liefern die Informationen im Impressum. Wenn bereits hier Zweifel an der Seriosität bestehen, ist von einem Kauf des gewünschten Artikels unbedingt abzuraten. 

Doch worauf ist beim Blick ins Impressum zu achten? Ein seriöses Impressum sollte zumindest die folgenden Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Shop-Betreibers
  • Eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer, unter der im Bedarfsfall jemand erreichbar ist
  • Die Rechtsform des Unternehmens
  • Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Darüber hinaus sollte das Impressum auf der jeweiligen Webseite leicht zu finden sein. Bei fehlendem Impressum sollte ein Kauf auf keinen Fall durchgeführt werden, egal wie verlockend ein Angebot ist. Auch die angebotenen, angeblich sicheren Zahlungsmethoden spielen bei fehlendem Impressum keine Rolle.

Tipp 2: Vorsicht bei Shops aus Fernost

Vor allem in Shops aus Fernost werden Smartphones, Tablets und eine Vielzahl technischer Gadgets zu sensationell günstigen Preisen angeboten. In der Regel wird auch eine sehr lange Lieferzeit angegeben, was auf den ersten Blick aufgrund der Ferne logisch erscheint, doch in Wirklichkeit nur dazu dient, Zeit zu gewinnen.

In Asien zu shoppen, kann eine große Freude sein - auch online. Doch sind zahlreiche Online Shops aus dem asiatischen Raum nicht besonders seriös. Daher sollten Sie hier besonders vorsichtig sein und unsere Tipps für sicheres Shopping beachten.

Die Angebote sind so verlockend, dass viele Konsumenten hier nur schwer widerstehen können. Wenn dann der gewünschte Artikel nach der Bezahlung nie zuhause ankommt und auch für entsprechende Anfragen niemand mehr erreichbar ist, folgt meistens das böse Erwachen. 

Das soll aber nicht gleichzeitig bedeuten, dass alle Shops unseriös sind, nur weil sie aus einer bestimmten Region der Welt stammen. Im Gegenteil: Es gibt selbstverständlich auch im asiatischen Raum sehr viele seriöse Anbieter, die auch nicht darüber begeistert sind, dass ihnen einige schwarze Schafe den Ruf und somit auch das Geschäft ruinieren. Auch hier schützen in erster Linie ein Blick auf das Impressum und vor allem der nächste Tipp.

Tipp 3: Die Erfahrung anderer Käufer nutzen

Unseriöse Online-Händler sind in der Regel schnell entlarvt. Denn eine der guten Eigenschaften des World Wide Webs ist seine Transparenz. Auf unabhängigen Bewertungsportalen haben Käufer die Möglichkeit, ihre Eindrücke zu schildern und eine Bewertung über den Shop abzugeben.

Dabei sollte weniger auf die einzelnen Meinungen als vielmehr auf das Gesamtbild der Bewertungen geachtet werden. Eine negative Einzelmeinung in einer Fülle positiver Bewertungen sagt noch nichts über die Seriosität eines Shops aus. Eine Vielzahl negativer Bewertungen sollte jedoch schon ein guter Grund dafür sein, den jeweiligen Online-Shop mit großer Skepsis zu betrachten und von einem Kauf eher Abstand zu nehmen. 

Tipp 4: Preise vergleichen

Manche Angebote im Internet sind einfach zu verlockend. Die Videokonsole mit 50.000 Spielen für 20 Euro? Das Smartphone, das aussieht wie das neueste iPhone für weniger als 100 Euro. Die Betrüger machen sich hier die Gier nach Schnäppchen der Konsumenten zunutze und locken mit bunten Bildern, tollen Versprechungen und unwiderstehlichen Preisen. Selbstverständlich ist aber nicht jedes Schnäppchen-Angebot gleich ein Betrug. Wer jedoch als Schnäppchen-Jäger auf der sicheren Seite sein möchte, ist auf Schnäppchen-Plattformen wie beispielsweise Mein-Deal.com gut aufgehoben. 

Aktuell sind dort über 70.000 unterschiedliche Schnäppchen gelistet, die von erfahrenen Experten auf ihre Echtheit überprüft wurden, bevor sie auf der Webseite veröffentlicht werden. Die Mitarbeiter kennen alle Tricks der Gauner. So sind Konsumenten gut geschützt und können guten Gewissens trotzdem viel Geld bei ihrem Online-Einkauf sparen. Ein regelmäßiger Besuch von Schnäppchenportalen lohnt sich, denn die Angebote wechseln beinahe täglich und gute Angebote sind manchmal schon nach wenigen Stunden ausverkauft. 

Hinzu kommt, dass solche Portale über eine große Community verfügen. Im Falle von irreführenden Angaben oder unseriösen Lockangeboten informieren die User sich gegenseitig durchs Mitteilen ihrer Erfahrungen im Kommentarbereich.

Tipp 5: Auf die Zahlungsmethode achten

Bei Unsicherheit sollten Sie eine Zahlungsmethode wählen, die Ihnen auch einen Käuferschutz bietet oder eine unkomplizierte Rückerstattung Ihres Geldes ermöglicht.

Die meisten seriösen Händler bieten ihren Käufern mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Zahlungsmethoden an. Wenn die einzig mögliche Zahlungsart eine Vorauszahlung per Banküberweisung ist, dann ist in den meisten Fällen schon höchste Vorsicht geboten. Hier trägt nämlich der Käufer das volle Risiko und im Betrugsfall gibt es so gut wie keine Möglichkeit, sich das Geld wieder zurückzuholen. 

Vorsicht ist vor allem bei Vorauszahlung mit Bargeldtransferdiensten wie Western Union oder MoneyGram geboten. Auch wenn diese Dienste an sich seriös sind, finden Betrüger Möglichkeiten, um über solche Anbieter anonym ans Geld zu kommen.

Als sichere Zahlungsmethoden im Internet gelten:

  • Zahlung per Rechnung: Hier kann das Geld nach Erhalt der Ware bezahlt werden
  • Abbuchung per Lastschrift: Der eingezogene Betrag kann innerhalb acht Wochen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden
  • Zahlung mit Kreditkarte: Auch hier lässt sich die Abbuchung rückgängig machen. Allerdings mit etwas mehr Aufwand als bei der Lastschrift
  • Online-Zahlung mit PayPal: Der Bezahldienst von Ebay gilt bei Experten als sicheres Zahlungsmittel
  • Neosurf: Dieser recht neue Zahlungsanbieter hilft vor allem dabei, wenn Kunden bei der Zahlung anonym bleiben möchten. 

Tipp 6: Die Watchlist Internet durchsuchen

Es gibt Seiten im Internet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Konsumenten vor betrügerischen Machenschaften zu schützen. Dazu gehört unter anderem die Watchlist Internet. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Informationsplattform aus Österreich, die alle Online-Shops listet, die in der Vergangenheit bereits negativ auffällig wurden. Neben den Betrugsfällen finden sich auf der Seite auch Tipps, wie man sich als Konsument vor gängigen Betrugsmaschen schützen kann.

Wurde man selbst Opfer eines Betrugsversuchs, kann man dies auf Watchlist Internet mittels eines Formulars melden und so dazu beitragen, die Aufklärungsarbeit der Watchlist Internet aktiv zu unterstützen.

Tipp 7: Den Hausverstand einschalten

Die meisten Menschen würden im echten Leben wahrscheinlich von einem Kauf absehen, wenn ein windiger Straßenverkäufer seinen Mantel öffnet und zahlreiche Uhren und Schmuck zum Vorschein kommen. Der Instinkt warnt uns in diesen Fällen und wir kämen nicht im Entferntesten auf die Idee, eine der Uhren auf der Straße zu kaufen.

Im Internet geht dieser Instinkt jedoch oft verloren, weil die Angebote wesentlich professioneller präsentiert werden, als der Straßenhändler dazu in der Lage wäre. Der Betrug ist also auf den ersten Blick nicht so offensichtlich. Nimmt man sich jedoch ein paar Augenblicke Zeit und denkt ein wenig genauer über das Angebot nach, erkennt man auch hier meistens sofort, dass etwas nicht stimmen kann. Deshalb ist es beim Kauf im Internet enorm wichtig, einfach seinen Hausverstand einzuschalten, bevor der Bestell-Button betätigt wird.

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Gefährliche Stolperfallen beim Online-Shopping
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