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Name:

Keine boot.ini mehr vorhanden - Bootloader unter Vista und Windows 7

Kurzinfo:

Das neue Boot-System von Windows Vista und Windows 7

Plattform:

Win Vista, Win Vista x64, Win 2008, Win 2008 x64, Windows 7, Windows 7 x64

Beschreibung:

Während man unter Windows bis XP noch einfach die Datei Boot.ini mit dem Texteditor bearbeiten konnte, um seine Bootreihenfolge selbst festzulegen, ist dies unter Vista und Windows 7 nicht mehr möglich.
Das neue Boot-System von Windows Vista und Windows 7 ist in drei Komponenten aufgeteilt - den "Windows Boot Manager", die "Laderoutine für das Betriebssystem" und die "Routine zum Fortsetzen von Windows aus dem Ruhezustand". Bis dato wurden diese Aufgaben komplett von ntldr erledigt.

Vista und Windows 7 installiert seinen eigenen Bootloader, "Boot Configuration Data Store" oder "BCD Store" genannt.
Hierbei handelt es sich um eine Datei im Binärformat, welche verhindert, dass die Datei einfach mit einem Texteditor bearbeitet werden kann.

Das neue Werkzeug für die Bootoptionen nennt sich nun bcdedit.

Folgende Einstellungen können vorgenommen werden:

* Anlegen eines BCD store für die Verwendung von Windows Server "Longhorn".
* Hinzufügen von Einträgen in einen vorhandenen BCD store
* Modifizieren von vorhandenen Einträgen im BCD store.
* Löschen von Einträgen aus dem BCD store.
* Export von Einstellungen in einen BCD store.
* Import von Einträgen aus einem BCD store.
* Abfrage der aktuellen Einstellungen.
* Abfrage von Einstellungen.
* Ändern von grundsätzlichen Einstellungen für alle Einträge.
* Ändern der default time-out Werte.

Parameter:

bcdedit /? zeigt alle verfügbaren Parameter an.

bcdedit /enum all zeigt die aktuellen Boot Konfigurationen.

bcdedit /export "D:\BCD Backup\BCD Backup" erstellt ein Backup dieses Bereiches, in diesem Beispiel "BCD Backup" auf Laufwerk "D".

bcdedit /import "D:\BCD Backup\BCD Backup" stellt das Backup von "D" wieder her.

bcdedit /timeout 15 ändert die Standard Timeout-Dauer bei der Bootauswahl von 30 Sekunden auf 15 Sekunden.

bcdedit /delete löscht Einträge aus dem Speicher.

bcdedit /copy erstellt Kopien von Einträgen im Speicher.

bcdedit /createstore erstellt einen neuen und leeren Startkonfigurationsdaten-Speicher.

bcdedit /create erstellt neue Einträge im Speicher.

bcdedit /deletevalue löscht Eintragsoptionen aus dem Speicher.

bcdedit /set legt die Eintragsoptionswerte im Speicher fest.

bcdedit /bootsequence legt die einmalige Startsequenz für den Start-Manager fest.

bcdedit /default legt den Standardeintrag fest, den der Start-Manager verwendet.

bcdedit /displayorder legt die Reihenfolge fest, in der der Start-Manager das Menü "Multiboot" anzeigt.

bcdedit /toolsdisplayorder legt die Reihenfolge fest, die der Start-Manager zum Anzeigen des Menüs "Tools" verwendet.

bcdedit /default {legacy} legt z.B. XP als Standard fest.

bcdedit /default {current} legt das vorher installierte Betriebssystem (z. B. XP oder Vista) als Standard fest.

BCDEDIT /SET LOADOPTIONS " /3GB /DISABLE_INTEGRITY_CHECKS"
/3GB das 32-Bit Prozessen einen Adressraum von 3 GB anstatt 2 GB zugesteht und
/DISABLE_INTEGRITY_CHECKS, das selbst auf 64-Bit Vista/7 Systemen das Laden von nicht signierten Treibern erlaubt. Wie man erkennen kann, kann der Integrity Check der Treiber umgangen werden.

Ein nettes Feature, das es vor Vista/7 noch nicht gab, ist das Ändern der Bootparameter zum Startzeitpunkt. So kann man ein wenig herumexperimentieren, bis man die gewünschte Konfiguration gefunden hat. Ermöglicht wird dies mit dem Befehl
BCDEDIT /SET OPTIONSEDIT YES.

Weitere Infos zum Thema Boot Configuration Data Editor bei Microsoft Technet.


Details zum Entfernen und Editieren des Boot-Menüs von Vista/7 sowie Entfernen des Bootcodes, finden Sie hier.
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Eintragsdatum:

24.01.2007

Wertung:

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