| Windows 7 Beta – das bessere Windows Vista? - Teil 3: Oberfläche |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bisherige Teile:
Allgemeines zur OberflächeWindows 7 Beta führt die Möglichkeiten der mit Windows Vista eingeführten Aero-Oberfläche konsequent fort und bietet beispielsweise nun auch Transparenz für die Taskleiste (siehe weiter unten). Für die Darstellung der Aero-Oberfläche ist weiterhin mindestens eine DirectX9-Grafikkarte notwendig. Für ein Windows 7-Logo muss der PC aber ein über eine DirectX10-Grafikkarte mit passenden Treibern verfügen. Dann kann Windows 7 Teile der Berechnung für die Oberfläche und Fontdarstellung incl. Kantenglättung auf die GPU statt der CPU auslagern und so die CPU entlasten; ein nicht unrelevanter Fakt gerade für Netbooks, die sicher bald großflächig mit DX10-fähiger Chipsatzgrafik ausgeliefert werden. Mit Windows 7 sollen Darstellungsfehler bei vergrößerten Schriften der Vergangenheit angehören. Gerade Nutzer von hochauflösenden Displays können unter Windows 7 die dpi-Zahl erhöhen, was sich nicht nur auf die Schriften, sondern auch auf andere Objekte auswirkt. Damit sollen nicht mehr erreichbare Buttons durch zu große Fonts der Vergangenheit angehören. Objekte, die nicht skaliert werden können (z.B. Bitmap-Oberflächen), werden interpoliert vergrößert.
Der Desktop von Windows 7 bietet aber keine Überraschungen - bis auf den siamesischen Kampffisch (betta splendens) mit den 7 Luftblasen.
Der neueStandard-Theme kann durch andere ersetzt werden, wobei Microsoft auch eine Möglichkeit zum Nachladen von weiteren Themes aus dem Internet von der Seite http://windows.microsoft.com/de-de/Windows7/Personalize anbietet.
Auch für Hintergrundbilder bietet Windows 7 vielfältige Optionen - es kann Bilder aus der eigenen Bildbibliothek (Eigene Bilder, Bilder mit der besten Bewertung oder selbst zusammengestellte Bilder) als Slideshow – auf Wunsch zufällig – nach einstellbaren Intervallen anzeigen lassen.
Verschwunden ist die mit Vista eingeführte Sidebar. Stattdessen können Gadgets nun direkt auf dem Desktop platziert werden, sind aber nur beim freien Blick auf das Desktop sichtbar. Windows 7 wurde auch für die Bedienung über Touchscreens optimiert, was wir mangels Hardware noch nicht testen konnten. Modernisierte TaskleisteAuffälligste Neuerung in Windows 7 Beta ist die überarbeitete Taskleiste, welche mit Aero-tauglichen Grafikkartentreibern nun auch halb transparent erscheint und sich damit den aus Vista bereits bekannten Fenstern anpasst. Statt der bisherigen Schnellstartleiste, welche unter Windows 7 Beta aber wieder aktiviert werden kann, können Programmicons nun direkt in der Taskleiste fixiert werden. Ist eines dieser Programme aktiv, verbleibt das Icon an gleicher Stelle, wird aber optisch etwas hervorgehoben.
Windows 7 zeigt in der Standardeinstellung nur noch große Programmicons an. Wer kleinere Symbole angezeigt bekommen möchte, kann dies über die Eigenschaften der Taskleiste anpassen. Laufende Instanzen eines Programms werden unter dem jeweiligen Programmicon zusammengefasst und die Anzahl der Instanzen wird grafisch angedeutet. Mehr als 3 Instanzen lassen sich aber nicht mehr unterscheiden. Windows 7 nennt dieses Verhalten „vereinen“.
„Vereinen“ lässt sich allerdings auch abschalten, so dass jede Instanz (z.B. mehrere Word-Dokumente) wieder einen eigenen Eintrag in der Taskleiste belegt. Zusammengehörende Tasks werden als Gruppe behandelt und auch beim neu ermöglichten Verschieben von Tasks in der Taskleiste nicht unterbrochen, so dass die Word-Texte im Beispiel immer hintereinander stehen.
Als dritte Variante kann Windows 7 auch erst dann zum „Vereinen“ wechseln, wenn die Taskleiste überfüllt ist. Fährt man mit der Maus über die Programmicons laufender Applikationen, zeigt Windows 7 Beta die Fenster mit der aus Windows Vista bekannten Live-Ansicht an, welche beim Überfahren mit der Maus in den Vordergrund auf den Desktop geholt werden, ohne dabei aber angewählt zu werden. Verlässt man die Live-Ansichten, ist die zuletzt benutzte Applikation wieder im Focus. Seit Windows 7 bieten die Vorschaubilder auch einen eigenen Schließen-Button beim Überfahren, so dass man auch auf diesem Wege Instanzen beenden kann.
Doch damit ist es mit den neuen Möglichkeiten der Taskleiste noch nicht genug. Klickt man mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag in der Taskleiste, zeigt Windows 7 je nach Applikation die zuletzt genutzten Dateien mit diesem Programm, die Verlaufsliste beim Internet Explorer oder häufig genutzte Verzeichnisse an. Microsoft nennt dies Sprunglisten. Was genau hier angezeigt wird, können Entwickler für Windows 7 selbst festlegen. Derzeit bieten vor allem die neueren Microsoft-Programme schon entpsrechende Funktionen, wie der Internet Explorer 8 oder Office 2007.
SystrayDer oft überladende Sytray (auch Infobereich genannt) wird mit Windows 7 – zumindest optisch – entschlackt: Windows 7 zeigt hier nur noch 4 Einträge an. Alle übrigen Icons werden in einem Container zusammengefasst, welcher über ein kleines Dreieck in der Taskleiste erreichbar ist.
Der Anwender kann dabei die Icons im Systray verschieben und selbst bestimmen, welche der Icons direkt angezeigt werden. Unter „Anpassen“ kann er bestimmte Symbole ganz ausblenden oder diese nur bei Meldungen anzeigen lassen. Für Nostalgiker kann aber auch alles beim Alten bleiben: Windows 7 zeigt dann alle Icons und Meldungen im Systray.
Ganz rechts in der Taskleiste findet sich neben der Uhrzeit noch eine unscheinbare Fläche, welche die bisherige „Desktop anzeigen“-Funktion ersetzt. Fährt man mit der Maus darüber, werden alle Fenster ausgeblendet und der Blick auf den Desktop wird freigegeben. Mit einem Klick auf die Schaltfläche wechselt man auf den Desktop bzw. kann den Fensterzustand wieder herstellen. Mit der Tastenkombination WIN+Leertaste werden alle Fenster transparent und Windows 7 gibt den Blick auf den Desktop frei. StartmenüDas Startmenü hat sich gegenüber Windows Vista nicht merklich verändert. Die bereits in der Taskleiste vorhandenen Sprunglisten sind für passende Programme auch über das Startmenü verfügbar und werden dann rechts vom Eintrag angezeigt.
Zum Ändern des Betriebszustandes des Rechners gibt es nur noch einen Button im Startmenü mit der voreingestellten Standardaktion. Alternative Aktionen wie Ruhezustand etc. können über das Dreieck neben dem Button ausgelöst werden.
Endlich lässt sich das Verhalten des „Netzschalters“ dort einstellen, wo man ihn auch sieht: Im Startmenü. Vorbei sind die Zeiten, in denen Anwender stundenlang diese Einstellmöglichkeiten suchten und vielleicht irgendwann in den erweiterten Energieoptionen fanden.
Fenster geschüttelt und gedrücktMicrosoft hat auch das Handling mit Fenstern optimiert und sich hierbei gleich mehrere Neuerungen einfallen lassen:
Mit Aero Shake bezeichnet Microsoft die Möglichkeit, das aktive Fenster an der Titelleiste zu fassen und dann zu schütteln. Damit werden alle anderen Programmfenster minimiert. Schüttelt der Anwender das Fenster erneut, wird der vorherige Zustand wieder herstellt. Beide Features sind auch über Tastenkürzel abrufbar: Für Aero Shake drückt man WIN+Pos1, für Aero Snap dagegen WIN+Pfeil links oder rechts. WIN+Pfeil hoch maximiert das aktive Fenster nur in der Höhe, WIN+Pfeil runter stellt den alten Zustand wieder her. Ausblick auf Teil 4Im kommenden Artikel werden wir uns mit dem Arbeitsplatz/Explorer, den Systemordnern und allem übrigen Neuen von Windows 7 beschäftigen. PCDMicha, 26.02.2009
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