| Microsoft Windows Home Server - Der NAS-Killer? |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Mehrere PCs, mehrere ProblemeIm Zeitalter der kompletten Vernetzung macht diese auch vor dem Heimbereich nicht halt. Dank Breitbandzugang und Router sind meist mehrere PCs per LAN und WLAN mit dem Internet und untereinander verbunden. Dazu gesellen sich noch die Spielekonsole und ggf. ein Streaming-Client oder neuerdings sogar HD-TVs mit Netzwerkanbindung (z.B. Sony Bravia). In einem solchen Szenario wäre es vielleicht wünschenswert, wenn man alle relevanten Daten (Bilder, Musik, Videos, sonstige Dokumente) an einer zentralen Stelle vorhalten würde. Damit könnten der TV oder die Spielekonsole auf Musik, Videos und Bilder zugreifen und die PCs Word-Dokumente etc. gemeinsam nutzen. Die Realität sieht in vielen Häusern aber anders aus. Daten werden dezentral auf Notebooks, Desktop-PCs oder externen Festplatten vorgehalten, so dass eine gemeinsame Nutzung nur schwerlich möglich ist. Ein weiteres Problem stellt sich im Bereich der Datensicherung. Man kann es nicht oft genug sagen: Nur eine Datensicherung beugt drohenden Datenverlust vor. Keine Festplatte ist für die Ewigkeit gebaut und kann auch mal während der Garantiezeit ausfallen. Leider bekommt man im Garantiefall nur eine neue Festplatte, nicht aber die Daten darauf zurück. Auch Viren und andere Gefahren bedrohen die Daten. Findige Zeitgenossen halten alle Daten NUR auf externen Datenträgern (USB-Festplatten) bereit. Auch das ist keine Datensicherung, da ich es mehrfach erlebt habe, dass genau diese Platte dann ausfällt, wenn man nicht damit rechnet. Im Idealfall sollte man die Daten daher stets doppelt vorhalten. Auswege und Lösungen
Als zentrale Instanz im Netz nimmt es alle Daten auf und kann mit einem integrierten UPNP-AV-Server auch Spielekonsole und HD-TV mit Mediendaten beliefern. Da das angesprochene NAS im Vollausbau über 2 Festplatten verfügt, kann dies im RAID 1 für Datensicherheit sorgen, falls eine Festplatte mal ausfällt. Auch der Preis spricht für eine NAS-Lösung. Systeme mit gutem Funktionsumfang und 2 Festplatten sind bereits für unter 200 Euro verfügbar. Single-Laufwerkslösungen wie z.B. das vor längerer Zeit vorgestellte Freecom Network Drive sind noch günstiger, bieten durch die fehlende RAID1-Möglichkeit aber keine ausreichende Datensicherheit im Falle eines Defekts der Festplatte. Aber ein NAS hat Nachteile: Günstige Systeme erreichen trotz Gigabit-LAN oft nur magere Transferraten von 10 bis 15 MByte schreibend und bis 25 MByte lesend. Das mag sich ausreichend anhören, stellt den Anwender bei größeren Dateien im Gigabyte-Bereich aber vor eine Geduldsprobe. Schuld sind nicht die Festplatten oder die Netzwerkverbindung, welche durchaus höhere Transferraten erlauben würden, sondern im Regelfall die schwache CPU-Ausstattung. In vielen günstigen NAS-Systemen werden Chips von Herstellern wie Marvel oder StorLink mit einer Taktfrequenz von 500 MHz verbaut. Diese Chips sind günstig, benötigen keine aufwendige Kühlung und sind im Bereich der Energieaufnahme sehr genügsam. Wer mehr Leistung möchte, stößt schnell in Preisregionen von 500 Euro und mehr und erhält dafür „nur“ ein NAS-Laufwerk. Eine Alternative könnte ein eigener Server darstellen. Selbst ältere PC-Hardware erreicht dank kräftiger CPU erheblich höhere Transferraten und bietet darüber hinaus auch noch die freie Wahl des Betriebssystems statt des vorgegebenen Funktionsumfangs eines NAS-Laufwerks über eine Weboberfläche. Die Leistungsaufnahme älterer PC-Hardware gegenüber einem NAS sollte aber nicht unterschätzt werden und kann schnell Stromkosten von 100 Euro und mehr pro Jahr betragen. Neben einer Linux-Variante oder einem echten Serverbetriebssystem (welches durch die hohen Lizenzpreise und den Verwaltungsaufwand sowie die nötige Sachkenntnis als Administrator wohl ausscheidet) könnte die Wahl auch auf ein Desktopbetriebssystem wie Windows XP oder Vista fallen. Beide Systeme können die geforderten File- und Streaming-Server-Aufgaben sicherlich erfüllen und mit zwei Festplatten im RAID 1 (per Soft- oder Hardware) auch die notwendige Datensicherheit im Falle eines Festplattenausfalls bieten. Sonderlich komfortabel wäre die Installation ohne viel Anpassung allerdings nicht, zumal Microsoft mit dem Windows Home Server eine ernst zu nehmende Alternative anbietet. Windows Home Server stellt sich vor
Features und FunktionenDie Funktionen des Windows Home Server beschreibt Microsoft wie folgt:
Der kundige Anwender wird sich nun fragen, was der Windows Home Server letztlich an Mehrwert gegenüber einem „normalen“ Windows XP oder Vista bietet, da die beschriebenen Funktionen oberflächlich betrachtet mit jedem Desktopbetriebssystem und ggf. ergänzender Free- oder Shareware möglich sind. Bei näherer Betrachtung werden die Unterschiede zu einem normalen Desktopbetriebssystem aber deutlich: Windows Server 2003 lightDer Windows Home Server basiert auf Windows Server 2003 und damit auf einer robusten und bewährten Serverplattform. Alle Sicherheitsupdates für Windows Server 2003 werden auch auf dem Windows Home Server eingespielt. Dennoch unterscheidet sich der Windows Home Server sehr deutlich vom Windows Server 2003 in der Bedienung und zum Teil auch im Funktionsumfang. WHS-KonsoleDies fängt bereits mit dem Zugriff auf den Server an. Im Gegensatz zu einem echten Windows Server präferiert Microsoft einen Remote-Zugriff auf den Server zur Windows Home Server-Konsole (kurz WHS-Konsole). Die WHS-Konsole steht über den WHS-Connector von jedem Client aus nach Eingabe eines Passworts zur Verfügung und fast alle wesentlichen Verwaltungsaufgaben und Funktionen des WHS zusammen.
Alternativ ist auch ein Zugriff per Remote Desktop oder direkte Anmeldung am Server möglich, wenngleich Microsoft gerade die letzte Variante vielen WHS-Nutzern nicht zur Verfügung stellt, da die OEM-Anbieter auf Wunsch von Microsoft im Regelfall auf die Ausleitung eines Grafikkartenanschlusses verzichten (mehr dazu weiter unten). Loggt man sich außerhalb der WHS-Konsole auf den Server ein, warnt ein Dialog davor, an anderen Stellen außerhalb der WHS-Konsole zu fummeln. Der Grund liegt darin, dass der Windows Server 2003 vielfältige Möglichkeiten zur Konfiguration bietet, die Einstellung und Anpassung aber für Laien auch sehr fehleranfällig ist und diese schlimmstenfalls den Server komplett lahmlegen. Dennoch stellt es z.B. kein Problem dar, über die entsprechenden Dialoge in der Systemsteuerung dem WHS eine feste IP-Adresse zu verpassen statt hierfür DHCP des Routers zu nutzen.
Erweiterungen in Form von Add-insÜber eine Add-in-Schnittstelle können OEM-Hersteller und Softwareentwickler weitere Funktionen in den WHS unkompliziert einbinden. Rund um den WHS hat sich bereits eine große Community gebildet und eine beachtliche Zahl toller Add-ins veröffentlicht. Eine kleine Auswahl hiervon haben wir in unserem WinTotal-Softwarearchiv in der speziellen WHS Add-in-Rubrik. Weitere Quellen finden sich am Ende des Artikels.
BenutzerverwaltungÜber die WHS-Konsole können bis zu 10 Benutzer sowie ein Gastkonto angelegt werden. Für jeden Benutzer legt der WHS automatisch einen eigenen Ordner auf dem Server an und gibt diesen frei. Im Gegensatz zu einem vollwertigen Windows Server 2003, welcher eine zentrale Benutzerverwaltung über Active Directory ermöglicht, müssen die Benutzer mit gleichem Namen und Passwort auf den jeweiligen Clients auch angelegt werden. Mit der Benutzerdatenbank auf dem WHS werden die Rechte für Freigaben und Funktionen wie den Remote-Zugriff verwaltet, sie wird zudem für fremde Add-ins wie den Mailserver VPOP3 for Windows Home Server genutzt.
Verbindung und FreigabenAuch Freigaben verwaltet man über die WHS-Konsole, hier lassen sich Lese- und Schreibrechte für jeden Ordner festlegen. Die Freigaben sind dann über die Netzwerkumgebung bzw. \\SERVERNAME verfügbar. Neben einem öffentlichen Ordner und dem persönlichen Ordner für den jeweiligen Benutzer führt der Windows Home Server noch die Verzeichnisse „Musik“, „Fotos“, „Videos“ ..., welche per Streaming auch an Clients im Netz verteilt werden können.
WHS-ConnectorIm Ordner „Software“ findet sich der WHS-Connector, welcher auf allen Clients im Netz installiert werden sollte, um sämtliche Möglichkeiten des WHS zu nutzen. Nach der Installation findet der Connector den WHS selbstständig im Netz und zeigt über ein Tray-Icon mit verschiedenen Farben den Status an: Grün = alles ok, blau = Eine Sicherung läuft, gelb = es liegen Warnungen vor, rot = kritisches Problem, grau = Server ist aus.
Doch der WHS-Connector hat noch eine weitere Aufgabe: Er kümmert sich um die Sicherung des Client-PCs.
Datensicherung auf dem WHSIm Zusammenspiel mit dem WHS-Connector sichert der WHS beliebige Festplatten und Ordner des Client-PCs auf dem Speicherplatz des WHS. In der WHS-Konsole legt man hierzu zunächst fest, was vom Client zu sichern wäre.
Über einen Zeitplan gibt man ferner die Zeit an, wann ein Backup der Client-PCs zu erfolgen hat. Ist der PC zu dieser Zeit aktiv, sichert die Connector-Software die Daten auf den WHS.
Dabei gibt es gegenüber einer normalen Backupsoftware mehrere Vorzüge:
Übrigens sichert der WHS nur Daten auf NTFS-Laufwerken, nicht aber auf FAT32-Datenträgern! Leider lässt sich der Windows Home Server mit Bordmitteln selbst nicht sichern. Im Falle eines Defekts des Betriebssystems muss dieses neu installiert werden. Dies hat aber im Regelfall keine Auswirkungen auf die Daten, wie die folgenden Abschnitte erklären. Anti-RaidGegen Festplattendefekte schützt ein RAID1-System, bei dem die Daten auf zwei Festplatten synchron gehalten werden. Fällt eine Platte aus, übernimmt die 2. Platte die weiteren Aufgaben, bis die defekte Platte ersetzt wurde. Der Nachteil bei einem RAID1 liegt darin, dass immer ALLE Daten gedoppelt werden. Microsoft nutzt daher eine andere Methode, welche als Ordnerduplizierung bezeichnet wird. Für jede Freigabe auf dem Server kann der Administrator festlegen, ob er die Daten redundant bereithält, z.B. Dokumente, Musik und Fotos, während man den Verlust von Videos vielleicht verschmerzen kann. Der Windows Home Server speichert zu duplizierende Daten dann auf eine der anderen Festplatten ab.
Leider schützt die Ordnerduplizierung nur die Freigaben auf dem Server, nicht aber die Backups der Clients (siehe oben). In dem Microsoft-Forum zum WHS findet sich aber ein Workaround, mit dem die Ordnerduplizierung auch für die Client-Backups möglich wird. Fällt eine der Platten im Windows Home Server aus, sind die Daten der Ordnerduplizierung davon nicht betroffen. Drive ExtenderBei einem NAS-Laufwerk im RAID1 müssen immer gleich große Laufwerke verbaut sein, welche sich spiegeln. Erst ein RAID5 ermöglicht die stufenweise Erweiterung des Systems. Für den WHS hat Microsoft eine eigene Lösung entwickelt, welche als Drive Extender bezeichnet wird. Der WHS kennt nur 2 Laufwerksbuchstaben, C für das System und D für die Daten, wobei das Laufwerk D sich über die zur Verfügung stehenden Festplatten erstreckt. Jede weitere Festplatte neben dem ersten Laufwerk, welches auch das System beinhaltet, wird beim WHS über einen Assistenten nahtlos eingebunden und erweitert den zur Verfügung stehenden Speicherplatz des Laufwerksbuchstaben D zur Sicherung und Ordnerduplizierung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Festplatte intern oder extern (USB, Firewire, eSATA) angeschlossen wird. Microsoft nutzt für diese Technik die Möglichkeiten des Dateisystems NTFS intensiv aus.
Seit dem Power Pack 1 bietet der WHS auch die Möglichkeit, freigegebene Ordner des WHS ergänzend auf einer externen Festplatte zu sichern und von dieser wieder herzustellen. Diese Festplatte wird auch über das Add-in „Serverspeicher“ angemeldet, hier aber als Serversicherungsplatte bezeichnet.
Sobald eine solche Sicherungsfestplatte eingerichtet ist, wird der Windows Home Server selbst im Bereich „Computer und Sicherung“ geführt und kann von hier aus gesichert werden.
Für die vielleicht aufkommende Frage, wozu eine solche Sicherung gut sein sollte, hier die Antwort: Mit der Serverdatensicherung werden können einige oder alle Freigaben auf ein externes Medium gesichert. Dies gilt auch für Ordner, die bisher nicht über die Ordnerduplizierung gegen Festplattendefekte des Serverspeichers geschützt sind. Aber auch die Ordnerduplizierung schützt nicht vor dem versehentlichen Löschen von Daten, da eine Löschung – wie auf einem Raid1 – eben für die Originaldatei und das Duplikat zutrifft. Nur mit einer regelmäßigen Sicherung aller Daten auf einen externen Datenträger ist man für alle Eventualitäten abgesichert.
Möchte man eine der Platten des Servers entfernen, um diese zum Beispiel gegen eine größere zu ersetzen, leitet der WHS den Anwender mit einem Assistenten durch die Vorgehensweise. Zunächst informiert der WHS, dass Daten von der betreffenden Platte auf die übrigen Laufwerke kopiert werden müssen. Erst dann kann man die Platte ausbauen. Fügt man dann eine neue, größere Platte in den Verbund ein, verteilt der WHS die per Ordnerduplizierung zu kopierenden Freigaben selbstständig wieder auf das neue Laufwerk. Ist die Festplatte mit dem Betriebssystem (erste Festplatte) defekt, muss man den Server neu aufsetzen. Bei nur zwei Festplatten sind damit auch die Daten verloren, welche nicht per Ordnerduplizierung geschützt sind. Erst bei drei oder mehr Festplatten nimmt der WHS die Systemfestplatte vorerst aus und schreibt die Daten auf die 2. und 3. Festplatte, so lange auf diesen noch genug Platz vorhanden ist. Daher sind WHS-Systeme mit drei Festplatten die ideale Konstellation. Schattenkopie auf eigene GefahrEin bisher nicht gelöstes Problem im Zusammenhang mit dem WHS sind die Schattenkopien. Für Freigaben auf dem Server kann man beim Windows Server 2003 normalerweise die Schattenkopie-Funktion aktivierten und hat dann Zugriff auf ältere Versionen einer Datei über das Kontextmenü. Allerdings kann es hierbei im Zusammenspiel mit dem WHS zu dem Problem kommen, dass sich die Schattenkopien nicht mehr öffnen und nutzen lassen. Microsoft beschreibt das Problem u.a. in dem Eintrag KB956325 mit dem Hinweis, dass in Installationen des WHS seit dem Power Pack 1 der VSS-Dienst deaktiviert ist und, bietet hierfür derzeit keine Lösungsmöglichkeit an. Dies ist auch der Grund, warum auf allen OEM-Installationen wie dem hier genutzten Scaleo 2205 Home Server der VSS-Dienst auf dem Server deaktiviert ist. Multimedia-FähigkeitenAls ständiger Server im Netz bietet sich der WHS auch als Streaming-Server an. Microsoft setzt hier auf den Windows Media Player und dessen Streaming-Fähigkeiten, welche aber nur sehr rudimentär sind. Immerhin lassen sich Fotos, Musik und Videos in den Standardformaten auf den meisten Streaming-Clients (darunter auch der Windows Media Player ab Version 11 unter Windows Vista) abspielen. Auf PCs mit Windows Media Center kann dieser problemlos mit den Multimedia-Freigaben des WHS über einen Windows Media Center-Connector verbunden werden. Externer ZugriffNeben dem Zugriff aus dem lokalen Netz können die Inhalte auch über das Internet abgerufen werden. Hierzu konfiguriert der WHS den verwendeten Router per UPNP, gibt hier die notwendigen Ports selbstständig frei und richtet über einen Assistenten eine DYNDNS-Adresse ein, unter welcher der Server jederzeit trotz dynamischer IP erreichbar ist. Wenn man sich dann mit dem WHS mittels der für den Fernzugriff freigegebenen Kontodaten verbindet, kann man über den Browser auf die freigegebenen Daten zugreifen und auch Dateien hochladen. Benutzt man den Internet Explorer, kann man über eine ActiveX-Komponente sogar auf den WHS direkt zugreifen, sofern die Funktion in den Einstellungen des WHS zuvor aktiviert wurde. Einen internen FTP-Server bietet der WHS nicht - er muss daher als Add-in in Form des FTP-Managers oder herkömmliche Installation nachgerüstet werden Fertige WHS im HandelBisher bieten in Deutschland vor allem Fujitsu Siemens, Acer und Hewlett-Packard fertige Windows Home Server-Systeme an. Die Preise sind in der letzten Zeit für solche Systeme so dramatisch gefallen, dass man vielleicht eher an einen WHS-Kauf statt ein einfaches NAS denken sollte. Wir haben uns einen Fujitsu Siemens Scaleo 2205 Windows Home Server angeschafft, welcher mit 2 GByte RAM und 2 Festplatten zu je 1 Terra Byte für unter 350 Euro angeboten wird (siehe Preisvergleich am Ende des Artikels)
Technische Daten:
Weiterführende Informationen zu dem Fujitsu Siemens Scaleo 2205 finden sich hier. InbetriebnahmeWie fast alle WHS-Systeme besitzt auch der Scaleo 2205 keinen Grafikkartenausgang zum Anschluss eines Displays (eine der Vorgaben von Microsoft für OEMs). Was sich zunächst wie ein Nachteil anhört, spielt beim WHS keine wesentliche Rolle. Auf einem nackten System bootet die Hardware zunächst ein kleines Rootsystem. Auf dem Windows-Client startet man dann die Installation des Windows Home Server, welche diesen selbstständig fertig einrichtet. Die spätere Verwaltung und Administration erfolgt ausschließlich über die Windows Home Server-Konsole oder den Remote-Desktop. Für Bastler bietet sich aber auch die Lösung an, eine PCIe x1-Grafikkarte mit einer Risercard in das Gehäuse zu fummeln, um eine vollwertige Grafikkarte zu erhalten. In vielen WHS-Foren finden sich entsprechende Postings. Notwendig ist das allerdings nicht. Sollte der Server wirklich nicht mehr funktionieren, kann man diesen problemlos neu aufsetzen über die Funktion„Wiederherstellung des Servers“, ohne dass hierbei die Daten auf D betroffen wären. Der Scaleo 2205 partitioniert – wie alle WHS-Installationen - die erste Festplatte in eine 20 GByte große Systempartition und den restlichen Festplattenspeicher für die Daten als Laufwerk D. Die übrigen Festplatten erweitern per Drive Extender den Speicherplatz des Laufwerks D (siehe weiter oben). Nach der Einrichtung und automatischer Installation aller notwendigen Updates (für Windows Server 2003 sowie die WHS PowerPacks) per Windows Update steht der Scaleo 2205 zur Verfügung. Add-insFujitsu Siemens hat die WHS-Konsole um zahlreiche, nützliche Add-ins erweitert: PowerManagementDas PowerManagement des Scaleo 2205 erlaubt Betriebszeiten festzulegen, zu denen der Server aktiv ist. In der übrigen Zeit schläft der Server im Ruhezustand und wartet auf ein Wake-on-LAN (WOL)-Signal.
Damit Clients den Server außerhalb der Betriebszeiten aufwecken können, installiert die Connector-Software des Scaleo 2005 gleich noch ein WOL-Tool, welches den Server aus dem Ruhezustand wieder aktiviert. Im Vergleich zur kostenlosen Alternative „LightsOut“ bietet das Scaleo PowerManagement nicht ganz so viele Funktionen. Auch ist bei LightsOut das Wecken des Servers über einen WOL-Dienst auf dem Client besser gelöst, da hier der Server bereits vor dem Login auf dem Desktop geweckt wird. PVConnectDie Streaming-Fähigkeiten des WHS sind sehr beschränkt. Fujitsu Siemens liefert seinen Scaleo 2205 daher mit PV Connect aus. Dieses Add-in basiert auf dem bekannten TwonkyMedia Streaming-Server und kann als zertifizierter DLNA-Server so ziemlich jeden Streaming-Client beliefern.
In den Optionen des Add-ins kann man beliebige Verzeichnisse freigeben, Endgeräte verwalten und sogar Internet-Radio aktivieren. Eine Transkodierung der Inhalte findet aber auch mit diesem Streaming-Server nicht statt. Wer beispielsweise eine Playstation 3 mit Videos beliefern will, welche nicht in einem PS3-kompatiblen Format vorliegen, muss diese vorab umwandeln oder gleich einen Streaming-Server wie TVersity einsetzen. HardwareüberwachungEin Add-in zur Hardwareüberwachung zeigt Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungen an. Eine Warnung an den Administrator (z.B. an eine bestimmte Mailanschrift oder im Status des WHS) erfolgt allerdings nicht.
PerformanceMit Transferraten von über 70 MByte/s beim Lesen und über 50 MByte/s beim Schreiben stellt der Scaleo 2205 jedes NAS in den unteren Preisklassen in den Schatten und kann auch problemlos mit größeren (und teureren) NAS-Systemen konkurrieren. Hier zahlt sich die üppige RAM- und CPU-Ausstattung gegenüber den kleinen NAS-Systemen aus. Auch für die übrigen Serverausgaben ist der Scaleo 2005 ideal zusammengestellt. FazitDas Betriebssystem Windows Home Server ist in vielen Bereichen der ideale Partner für den Heimgebrauch. Dank der einfachen Erweiterung des Plattenplatzes, welcher quasi „mitwachsen“ kann, überzeugen auch die Mechanismen zur Ordnerduplizierung und Sicherung der Client-PCs. Die WHS-Konsole ermöglicht auch dem nicht so versierten Anwender die Bedienung des Servers. Mit zahlreichen Fremd-Add-ins lässt sich der WHS auch um weitere Features erweitern. Man darf aber nicht vergessen, dass der WHS auch künstlich beschnitten wird. Eine zentrale Benutzerverwaltung mit servergespeicherten Profilen wäre technisch problemlos möglich gewesen, bleibt aber einem „echten“ Windows Server vorbehalten. Auch auf ein zentrales Mailsystem muss man beim WHS grundsätzlich verzichten, findet aber auch hierfür Lösungen durch Add-ins verschiedener Drittanbieter. Die verfügbaren Komplettsysteme sind preislich so interessant und im Regelfall auch ausgereift (HP, Acer, Fujitsu Siemens), dass sich der Selbstbau eines Servers nur noch in Ausnahmefällen lohnt. In Sachen Leistung hängt ein aktueller WHS wie der Scaleo 2205 ein NAS in der Preisklasse bis 500 Euro locker ab und lässt in den Bereichen Geschwindigkeit und Performance keine Wünsche offen. Weiterführende LinksMicrosoft Windows Home Server Startseite Deutschland
PCDMicha, 17.06.2009
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Ein einfaches Network Attached Storage (NAS) wie das in der Vergangenheit vorgestellte 





















