| Pinnacle PCTV nanoStick Ultimate |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kästchen statt KisteBereits bei der Verpackung wird das nano-Design unterstrichen, da sie nicht größer als ein dickeres Taschenbuch ist. Enthalten sind:
Da ist er nun, der vermeintliche nano-Stick. Vermeintlich deswegen, weil ich an dieser Stelle enttäuscht bin. Klar, der Stick ist deutlich kürzer, aber die Ausmaße in der Höhe und Breite sind nicht sonderlich geschrumpft.
Hier stellt sich mir die Frage, warum beim Design eines „nano“-Sticks nicht auf die Praxis geachtet wird. Einfach nur Länge, Höhe und Breite etwas zu reduzieren bringt hier leider gar nichts. In der Praxis trifft man auf Komplettrechner mit nach vorn ausgeführten USB-Anschlüssen und auf Mainboards oder Notebooks mit vielen USB-Anschlüssen, die meist hochkantnebeneinander angeordnet sind. Zudem sind Anschlüsse wie LAN oder Firewire in deren unmittelbarer Nachbarschaft angeordnet. Also sollte ein solch designter Stick doch eher besonders flach sein. Die Länge des Sticks ist eher zweitrangig, wie handelsübliche USB-Sticks zeigen. So muss man weiterhin auf die unhandliche USB-Verl ängerung zurückgreifen. InstallationDie Proportionen sind auch deswegen unglücklich gewählt, weil dadurch der kleine, aber dennoch sehr robuste Anschluss für die Stabantenne oder den Adapter für andere DVB-T-Antennen an Bedeutung verliert.
Aber bevor es zum Anschluss der Hardware kommt, muss zunächst einmal die Software samt Treiber installiert werden. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels gibt es noch kein Softwareupdate, deswegen nutze ich die Installations-CD. In der benutzerdefinierten Installation lassen sich alle Komponenten aus- und abwählen.
Die Installationsdauer bietet locker Zeit für einen Kaffee. Anschließend startet ein Assistent zur Einrichtung der TVCenter Pro-Software. Die Sendersuche ist schnell abgeschlossen. Kniffeliger ist schon die Einrichtung zum Empfang von EPG-Daten. Der Assistent bietet einen Premium-Service, einen kostenlosen Service und tvtv, wobei letzteres zunächst ausgegraut ist und in diesem Durchgang nicht aktiviert werden kann.
In der Standardeinstellung startet sofort die Einrichtung des Premium-Programmführers. Hier hätte ich gerne selber die Wahl, und zwar zwischen allen Möglichkeiten. Ich entscheide mich für den freien Programmführer, den ich aus meinem Stand-Alone-DVB-T-Receiver kenne, da der mit einer Trialperiode von 6 Wochen angezeigte Premium-Programmführer kostenpflichtig zu sein scheint. Was ich allerdings nicht sehe, sind die Bedingungen dieses Abos, mögliche Folgekosten und bei wem ich eigentlich diesen Dienst beanspruche. Dieser Mangel an Informationen lässt den Dienst in einem sehr schlechten Licht erscheinen. Für die Nutzung von tvtv muss ein neuer Account angelegt werden. Im Startmenü findet sich ein entsprechender Eintrag. Anschließend ist aber nach wie vor tvtv in der Konfiguration vom TVCenter Pro nicht verfügbar. Nach etwas Herumklicken zeigt sich, dass man den gerade erstellten Login im Startmenü-Unterpunkt von tvtv „Kanalzuordnung ändern“ eingeben muss. Hier startet ein Assistent, der nicht gerade aussagekräftig ist, da die wichtigen Informationen abgeschnitten sind.
Wie auch immer, ich vermute, dass ich mit Option 2 am besten komme, um meinen gerade erstellten Account zu benutzen. Ohne meinen Erfahrungen mit tvtv und dem Terratec Hybrid T USB XS sähe es an dieser Stelle düster mit der Entscheidung aus. Nun ist tvtv auch in den Einstellungen vom TVCenter Pro verfügbar. Alles in allem ist die Einrichtung vom EPG sehr benutzerunfreundlich. AlltagsbetriebNun zum Kern dem TV-Empfang. Dieser funktioniert gut, wenngleich die Software von Pinnacle etwas zäh ist.
Sie schaltet auch zwischen 4:3 und 16:9 automatisch um, wenn der Sender das Bild im korrekten Format überträgt. Bei jedem Umschaltvorgang werden EPG-Informationen eingeblendet. Unschön ist, dass bei der 16:9-Anzeige diese EPG-Informationen in die Länge gestreckt werden. Bei der Wiedergabe von Radio werden Visualisierungen angezeigt (bekannt aus dem Windows Media Player oder auch Winamp). Die Teletextanzeige funktioniert auch prima und ist flott. Ein Assistent bietet einen Schnellzugriff auf häufig benutzte Seiten. Die EPG-Anzeige dagegen ist ziemlich misslungen, da sie unübersichtlich und viel zu klein ist. Die Größe des Fensters kann leider nicht verändert werden.
Alternativ kann der Stick auch mit dem Windows Media Center verwendet werden. Getestet habe ich dies mit Windows Vista Ultimate. Hier gibt es ein großes Aber: die Fernbedienung. Auch diese ist klein ausgefallen. Allerdings so klein, dass sie höchstens zum Umschalten geeignet, ansonsten aber weitgehend unbrauchbar ist.
Sie ist nicht Media Center-tauglich und kann auch nicht die Pinnacle-Software aus der Ferne starten. Der Button oben in der Mitte öffnet bei gestartetem TVCenter Pro das Kontextmenü der Software. Ab hier ist dann Mauseinsatz gefragt. Es gibt keinen extra Empfänger für Signale der Fernbedienung, wodurch ein Anschluss des Sticks auf der hinteren Seite eines PCs nicht sinnvoll ist – höchstens mit einer längeren zusätzlichen USB-Kabel-Verlängerung (nicht im Lieferumfang enthalten). DistanTVEin neues Feature bei diesem Pinnacle-Stick ist DistanTV. Dabei handelt es sich um einen Streaming-Server, der das Sehen von DVB-T-Fernsehen auf anderen Rechnern im Netzwerk ermöglicht. Dazu muss jedoch noch eine 46 MB schwere Installation auf dem entfernten Client durchgeführt werden. Gut ist, dass Pinnacle bedacht hat, eine Netzwerkfreigabe einzurichten, um das Client-Setup zur Verfügung zu stellen, wenngleich die Freigabe das englische „SharedDocs“ bei der deutschsprachigen Installation als Namen bekommt. Anschließend steht der Client zur Nutzung bereit. Für den Betrieb sind also der Streamingserver auf dem PC mit dem DVB-T-Stick und die Clientsoftware auf dem entfernten PC nötig. Nach dem Start der Clientsoftware muss noch der Streamingserver (Rechnername) im oberen Bereich ausgewählt werden. Anschlie ßend kann über das Netzwerk ferngesehen werden.
Ich hatte dabei nicht viel Spaß, da ich nur ein WLAN mit 54MBit/s (Theoriewert) habe und das Bild und der Ton sichtlich und hörbar unter der geringen Bandbreite litten. Die Clientsoftware an sich ist aber sehr gut bedienbar und gefällt mir deutlich besser als das TVCenter Pro. Die Systembelastung auf dem Host steigt übrigens wie beim normalen Fernsehen deutlich an. FazitSchade, schade, ich hatte deutlich mehr erwartet. Der Stick ist bei weitem nicht „nano“, noch nicht mal „micro“. Er ist an sich zwar kleiner als seine Vorgänger, aber Höhe und Breite sprechen weiterhin gegen einen Einsatz direkt neben anderen Geräten vom USB-Steckplatz. Die mitgelieferte Software TVCenter Pro ist durchschnittlich und vor allem die Einrichtung zum Empfang von EPG-Informationen ist unnötig kompliziert und teilweise einfach nur schlecht. Der Pinnacle PCTV nanoStick Ultimate kann auch mit dem Windows Media Center genutzt werden. Allerdings ist die Fernbedienung dafür nicht ausgelegt. Außerdem hat selbige gravierende Nachteile bei der Handhabung. Sehr gut gefallen hat mir die DistanTV-Funktion, mit der DVB-T-Fernsehen übers Netzwerk per Streaming-Server möglich ist. Sollten Sie deswegen Interesse an dem Stick haben, sollten Sie aber für genügend Bandbreite im Netzwerk sorgen. Mit einem heute handelsüblichen WLAN mit 54 MBit/s theoretischer Bandbreite kommt kaum TV-Genuss auf. Den Marketing-Gag „HDTV-Ready“ bei einem DVB-T-Stick habe ich in dieser Vorstellung absichtlich nicht berücksichtigt. Hier schwimmt Pinnacle im Strom der Anbieter mit.
PCDSmartie, 10.04.2008
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