| Inklusive Duden: SoftMaker Office 2008 für Windows |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ÜberblickEs gibt wenige Softwareschmieden in Deutschland, die sich mit Standardsoftware beschäftigen. SoftMaker war einst zur gleichen Zeit wie die StarDivision mit StarOffice angetreten, der damals noch übermächtigen Konkurrenz eine deutsche Alternative im Bereich der Bürosoftware zu bieten. Während StarOffice nach Freigabe des Codes heute im OpenSource-Bereich unter den Fittichen von Sun weiterlebt, haben die Entwickler von SoftMaker nach wie vor eine eigene Erfolgsbilanz aufzuweisen. Mit SoftMaker Office gibt es ein leistungsstarkes Office-Paket für Windows, Linux, FreeBSD, Pocket PCs und Windows CE - zu Unrecht wenig bekannt. Dabei bekommt die Suite großes Lob für ihre Kompatibilität mit anderen Office-Anwendungen und für ihre Arbeitsgeschwindigkeit - wer Pocket PCs und Windows CE unterstützt, darf nicht Ressourcen fressend arbeiten. Schullizenzen zu symbolischen Preisen machen die Aussage lächerlich, das gute Software entweder OpenSource-Freeware oder teuer ist. Laut Hersteller haben fast 40% der deutschen Schulen SoftMaker Office bereits bezogen. Kein Wunder: Mit dieser Software erhält die Schule für sehr wenig Geld die Möglichkeit, ihre Schüler im Umgang mit moderner Office-Software auszubilden und erhält außerdem eine Software, die auf älterer Hardware noch zügig arbeitet. Getestet wurde die Version SoftMaker 2008 für Windows in der Demoversion, so wie das jeder Interessent auch tun könnte. Hier sind die Links für den Download der Testversion SoftMaker Office 2008 für Windows: Download über WinTotal Mit dieser Testversion können Sie SoftMaker Office für Windows 30 Tage lang nach Herzenslust ausprobieren. Der Export ins Word-, RTF- und Excel-Format ist aber nur in den ersten sieben Tagen möglich. Woraus besteht SoftMaker Office 2008 für Windows? Die Nomenklatur der Programme ist zunächst ein wenig ungewohnt. Verständlich, wenn keine teuren Prozesse um die Benennung von Programmen geführt werden sollen, für die auf dem Markt schon alle gängigen Namen Markennamen sind. Aber es lässt sich schnell damit leben: SoftMaker Office 2008 enthält folgende Programme:
Hervorzuheben ist die Abstimmung der Programme in SoftMaker Office. Sie bieten nicht nur identische Bedienelemente und Menüs, sondern können auch problemlos miteinander Daten austauschen. InstallationBei der Installation kann zwischen mehreren Sprachen gewählt werden. Als Menü für die Oberfläche stehen außer Deutsch noch Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch , Ungarisch, Türkisch, Russisch, Bulgarisch und zwei weitere Sprachen bereit, für die mir der Zeichensatz auf dem Computer fehlte - Chinesisch und Japanisch. Die Installation kann benutzerdefiniert gestaltet werden, so dass die Menüführung festgelegt werden kann und auch die Dokumentvorlagen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen. Aber auch Rechtschreibprüfung, Silbentrennung und Thesaurus können für ausgewählte Sprachen installiert werden (s. Abbildung 1). Allerdings habe ich in der Demo keine Variante gefunden, die Sprache der Menüführung umzuschalten. Wenn das in der Vollversion geht, dann wäre das ein echtes Highlight. Den Abschluss der Installation bildet die Auswahl, welche Dateitypen automatisch mit den Programmen von SoftMaker verbunden werden sollen. Das Programm hält sich dabei erfreulich zurück und würde als Standard lediglich das Programm für alle Benutzer des Computers installieren, eine Zwangsverknüpfung wie in anderen Suiten erfolgt nicht, ein Neustart ist ebenfalls nicht erforderlich. Belegt werden ca. 8 MB für Beispiele und Vorlagen sowie 131 MB mit Programmdateien.
Der erste StartGleich nach der Installation musste erst einmal die Kompatibilität mit MS Office geprüft werden - heute (leider) immer noch das Kriterium, an dem ein Einsatz eines Office-Programms gemessen wird. Ohne tiefergehende Prüfung ist folgende Aussage sicher richtig: Office-Dokumente im neuen Office2007-Format können (noch) nicht geöffnet werden. Das wird sicher kommen, da ja nun auch Microsoft ein offenes Format anstrebt und verbindlich machen möchte. Die anderen Formate werden sehr schnell geöffnet. Da es sich dabei in erster Linie um Konverter handelt, die wegen der Politik von Microsoft nicht offengelegt sind, ist wie üblich ab einer bestimmten Niveauebene des eigenen Arbeitens Schluss und Nacharbeit erforderlich. TextMaker scheiterte dabei in einem komplizierten Dokument lediglich am Textfluss um eine Grafik und an den Links in den Querverweisen der Beschriftungen - eine ordentliche Leistung. Diese Einschätzung ist nicht besser oder schlechter als bei anderen Suiten: Wer ständig zwischen den Formaten hin und her switchen muss, der muss seine Arbeit den Fähigkeiten der Programme anpassen. Allerdings hätte ich eine weniger marketing-orientierte Aussage erwartet als "Bearbeitet alle Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien nahtlos." Das stimmt eben nur für Dokumente bis zu einem gewissen technischen Niveau und gilt nicht für das aktuelle Format von Office 2007.
Was fällt nach dem ersten Start auf? Egal, welche Anwendung benutzt wird: Es findet sich eine übersichtliche Oberfläche, die besonders den "Feinden" der neuen Oberfläche von Microsoft Office 2007 ein vertrautes Bild liefert (s. Abbildung 2). Menüleiste, Symbolleisten und Statusleiste sind dort, wo sie sein "sollen" und intuitiv zu bedienen. Die Symbole sind verständlich, die Menüführung ist dem alten Standard von Word bzw. dem aktuellen von OpenOffice ähnlich. Alles in allem kann selbst ein Einsteiger zügig arbeiten, wenn er sich auf die Begriffe einstellt. Für den Lernfortschritt ist die Hilfe gut geeignet, die PDF-Handbücher sind im Download verfügbar. Diese sollten übrigens in jedem Fall Beachtung finden, manchmal ist schneller etwas nachgelesen als ausprobiert. Dennoch: Wer probieren möchte, findet schnell die Wege, um ein ansprechendes Ergebnis abzuliefern, auch Einsteiger in die Office-Anwendungen sollten schnell zurechtkommen. TextMaker 2008Bei einem Durchstöbern des obligatorisch in eine Office-Suite gehörenden Textverarbeitungsprogramms TextMaker fallen einige Besonderheiten auf. Das Menü Objekte enthält nützliche Werkzeuge für die Anordnung von Grafiken und Zeichnungselementen. In diesem Zusammenhang interessant ist der Weblink zu einem Test der c't im Vergleich zu anderen Textverarbeitungsprogrammen (Word 2003, WordPerfect 11): "Das Programm unterscheidet zwischen einem Editier- und einem Objektmodus, in dem man zum Beispiel Abbildungen skalieren und verschieben kann. Die eingefügten Bilder umgibt ein innerer Rahmen, der die eigentliche Grafik aufnimmt, und ein Außenrahmen, mit dem man den Abstand zum umfließenden Text für jede einzelne der vier Seiten festlegen kann. Auch der Innenrahmen ist vierseitig skalierbar – eine schöne und eingängige Lösung." Ebenfalls im Vergleich zu anderen Programmen nicht zu toppen ist die Rechtschreibprüfung. In TextMaker 2008 sind als einziger Textverarbeitung das Deutsche Universalwörterbuch und das Große Fremdwörterbuch von Duden integriert. So können Sie direkt in Ihrer Textverarbeitung nicht nur die erstklassige Rechtschreibprüfung anwenden, sondern auch Worterklärungen, Redewendungen und Anwendungsbeispiele mit einem Mausklick nachschlagen. Beide Werke folgen den aktuellen amtlichen deutschen Rechtschreibregeln. TextMaker bietet außer deutschen Schreibhilfen ein integriertes Übersetzungswörterbuch, mit dem Sie Übersetzungen in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch nachschlagen können. Ebenfalls hervorzuheben ist die Anbindung an Datenbanken. Serienbriefe, bei Word sehr hochwertig, aber auch entsprechend kompliziert, sind bei TextMaker nahezu ein Kinderspiel. Aber das integrierte Datenbankmodul liefert nicht nur die Daten für Serienbriefe, sondern fügt auch Adressen in Einzelbriefe ein. Ein Steuerelement bedient und die Adresse steht da, wo sie hingehört. Und das nicht nur auf den Anschreiben selbst, sondern jetzt auch direkt auf dem Briefumschlag mit dem neuen Briefumschlagsgenerator in TextMaker. Für moderne Textverarbeitungsprogramme mittlerweile auch ein Muss sind die Möglichkeiten zur Ausgabe der Dokumente im PDF-Format. Hier glänzt der TextMaker mit Funktionen: Der Export umfasst Hyperlinks und Inhaltsverzeichnisse, außerdem besteht volle Kontrolle über Grafikqualität und Art der Schrifteneinbettung. Es sind PDF-Formulare möglich, die der Empfänger auf dem Bildschirm ausfüllen kann. Details zu TextMaker/Funktionsumfang PlanMaker 2008Es ist sicher nicht richtig, PlanMaker und Excel gleichzusetzen. Der Hersteller legt aber selbst Wert darauf, dass kaum Unterschiede zu Excel bestehen: "In diesen (Export)-Filter wurde besonders viel Entwicklungsarbeit gesteckt, damit der problemlose Datenaustausch mit allen Excel-Anwendern gewährleistet ist. Der Filter ist so ausgefeilt, dass Sie sogar das Standard-Speicherformat von PlanMaker auf ,Microsoft Excel’ einstellen können. PlanMaker kann natürlich auch alle Diagrammtypen aus Excel darstellen und umgekehrt können alle Diagramme, die Sie mit PlanMaker erstellen, von Excel gelesen werden." Ich habe mit dem Programm "gespielt" und auf Anhieb außer der Programmierschnittstelle von Excel in den Tabellenblättern nichts gefunden, was ich im Vergleich zu Excel vermisst hätte. Im Gegenteil: Die Funktion zum Ausfüllen mit der Maus geht über Bereiche, manche Befehle wie "Selektiv löschen" sind verständlicher benannt als die Pendants in Excel. Interessant, und das macht nun wieder einen Vorteil des Programms gegenüber OpenOffice aus, sind die verfügbaren Vorlagen wie eine Arbeitszeiterfassung und andere nützliche Blätter (s. Abbildung 3).
Wer stöbert, findet viel Bekanntes und Gewohntes aus Excel. Etwas Besonderes gibt es dann aber doch: PlanMaker bietet das Rechnen im Endlos-Zeitformat, einschließlich negativer Zeiten ideal für Zeiterfassung und Stundenabrechnung. Details zum PlanMaker/Funktionen SoftMaker Presentations 2008SoftMaker Presentations 2008 ist eine Neuerung in SoftMaker Office 2008 – das brandneue Präsentationsgrafikprogramm ist kompatibel zu Microsoft PowerPoint, aber scheint nach den ersten Eindrücken wirklich leichter bedienbar zu sein. Mit SoftMaker Presentations können Sie Präsentationen beliebiger Art erstellen, die Sie wahlweise als Diashows vorführen, als PowerPoint-Dateien weitergeben, als Grafiken oder als PDF exportieren können. Das Programm bietet ein Feature, das ich besonders bei Microsoft PowerPoint vermisse und das auch OpenOffice Impress bietet: Die Folien können benannt werden, so dass auch Folien ohne Folientitel in den Zusammenstellungen für benutzerdefinierte Präsentationen erscheinen (s. Abbildung 4).
Dabei stehen Ihnen nicht nur alle AutoFormen und deren grafische Möglichkeiten zur Verfügung: Sie können Objekte animieren (auf dem Bildschirm bewegen), effektvolle Übergänge zwischen Folien einrichten, Filme und Sounddateien einfügen und Benutzerinteraktion mit Schaltflächen ermöglichen. Ich fand das Programm in den Funktionen wie PowerPoint 2000, aber sehr einfach in der Bedienung. Details/Funktionen von SoftMaker Presentations PraxiseinsatzWer einen "Exoten" im Einsatz hat, der muss sich um die Kompatibilität zu anderen Rechnern kümmern. Hierbei ist SoftMaker vorbildlich. Nicht nur die Verfügbarkeit des Programms unter verschiedenen Betriebssystemen ist ein Weg, um die Kompatibilität zu gewährleisten. Der integrierte PDF-Export bietet eine weitere Variante, um plattformübergreifend Informationen auszutauschen. Besonders hervorzuheben ist aber die Möglichkeit, SoftMaker Office einfach auf einem Stick zu installieren. Das Programm erstellt mit der Funktion SoftMaker Office auf USB-Stick installieren direkt aus dem Startmenü eine Kopie in einen Ordner. Die dabei anfallenden ca. 130 MB Platzbedarf sind für die heutige Generation der Sticks keine Hürde mehr. Der Vorteil der Stick-Installation liegt darin, dass auf dem Fremdrechner keine Installation erforderlich ist. Wenn dieser das Starten von Anwendungen über den USB-Datenträger zulässt, dann kann das Programm ohne Spuren auch auf anderen Rechnern genutzt werden. Bei dieser Installation hat mich natürlich die Arbeitsgeschwindigkeit interessiert. Den Start und das Arbeiten mit OpenOffice portable fand ich so grauenvoll langsam, dass ich diese Installation von meinem Stick verbannt habe. Im Vergleich damit starten die Einzelanwendungen von SoftMaker blitzartig, beinahe ohne Verzögerung sind die Programme verfügbar. Allerding muss bei der Installation jedes Programm für sich gestartet werden (s. Abbildung 5), was aber kaum ins Gewicht fällt.
FazitPfiffige Lösungen, gewohnte Oberfläche und nützliche Funktionen - SoftMaker Office 2008 bietet dem Anwender eine Office-Suite, die kaum einen Wunsch offen lässt. Die drei Gründe für die Ausgabe von knapp 70 Euro bzw. 50 Euro im Update sind die integrierten Duden-Wörterbücher, die Schnelligkeit des Programms auch auf älterer Hardware und die integrierten Vorlagen/Beispiele. Aber auch die Schullizenzen sind einen Blick wert. Wer also Microsoft Office zu teuer und zu kompliziert bzw. OpenOffice/StarOffice zu schwerfällig findet, der sollte unbedingt mindestens einen Blick auf SoftMaker Office werfen und die Demo testen. Ich verspreche eine interessante Alternative zu den gängigen Suiten: SoftMaker Office 2008 ist mein Geheimtipp.
PCDJoe, 17.04.2008
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