Datum: | Artikel 2014

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Auch die aktuellen Fortschritte im Bereich der Akkutechnik können nicht verhindern, dass Akkuladungen an mobilen Geräten wie Tablets oder Laptops nur begrenzt ausreichen. Diese Tatsache ist im Alltag mehr als ärgerlich –  nicht nur, weil das Arbeiten an den Geräten ungewollt unterbrochen werden muss.

Sparenmöglichkeiten beim Stromverbrauch und -kosten

Der allgemeine Stromverbrauch steigt und es ist mehr als widersprüchlich, mit praktischen Vergleichsportalen wie www.strompreis.org von günstigen Strompreisen zu profitieren, gleichzeitig aber mit einem verschwenderischen Nutzungsverhalten den Verbrauch zu erhöhen. Um möglichst lange an den Mobilgeräten arbeiten zu können und den Energieverbrauch zu reduzieren, gilt es die zur Verfügung stehende Energie effizient und clever zu nutzen. Um die Akkulaufzeit zu verlängern, können die folgenden Energiespartipps eingesetzt werden.

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  • Anzeigehelligkeit reduzieren: Der Bildschirm stellt einen erheblichen Posten beim Energieverbrauch dar und kann mehr Akkuladung „ziehen“ als alle anderen Elemente. Viele Geräte greifen auf eine Funktion zurück, die die Helligkeit des Bildschirms automatisiert an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpasst. Dieses Feature ist zwar praktisch und angenehm, verbraucht aber zusätzlich Energie. Wer von längerer Akkulaufzeit profitieren will, deaktiviert diese Option und verringert die Helligkeit anschließend manuell auf ein angemessenes Maß.
  • Energiesparplan wählen: „Ausgeglichen“ und „Energiesparmodus“, das sind die beiden Energiesparpläne, die Windows 8.1 bietet und die zum Energiesparen dringend zu empfehlen sind. Bei PCs mit InstantGo und Windows RT 8.1 ist allerdings nur „Ausgeglichen“ verfügbar. Dieser Energiesparplan lässt sich anpassen, wodurch die Energieersparnis maximiert werden kann. Das praktische an „Ausgeglichen“ ist, dass Energie eingespart wird, solange sie nicht benötigt wird. Sobald jedoch erforderlich, wird die volle Leistung abgerufen. Auf schnelles Arbeiten muss man hier daher nicht verzichten.
  • Energiesparpläne der Geräte-Hersteller beachten: Viele Gerätehersteller von Tablets oder Laptops bieten von Haus aus individuelle Energiesparpläne. Mit ihnen lässt sich der Energieverbrauch der Geräte zusätzlich senken.
  • USB-Geräte entfernen: Ungenutzte USB-Geräte verbrauchen ungeahnt Energie und verringern die Akkuladung. Lediglich die Verbindung zwischen USB-Gerät und Laptop kann Energie kosten. Daher sollten sämtliche USB-Geräte, die nicht genutzt werden, ausgeschaltet sein. Außerdem: Touchpads und Tabletstifte benötigen weniger Energie als USB-Mäuse. Auch ungenutzte und integrierte Drahtlosgeräte verbrauchen Energie und sollten abgeschaltet sein.

Unterschiede zwischen Ruhezustand, hybridem Standby und Standby

Wird ein Laptop gerade nicht benötigt, gibt es mehrere Möglichkeiten zur Vorgehensweise. Neben dem Standbymodus gibt es den Ruhezustand und den hybriden Standbymodus. Was genau darunter zu verstehen ist, verrät die folgende Übersicht:

Standbymodus

Im Standbymodus befindet sich ein Gerät in einem Energiesparmodus, der innerhalb weniger Sekunden die volle Leistung bereitstellen kann, sobald das Gerät wieder benötigt wird. Das Gerät ist jederzeit wieder startbereit, um die Arbeit fortzusetzen. Da Geräte in diesem Modus Einstellungen und Arbeiten im Arbeitsspeicher behalten, wird ein gewisses Maß an Energie benötigt.

Hybrider Standbymodus

Der Modus ist hauptsächlich für Desktopcomputer konzipiert, aber auch bei Notebooks sinnvoll. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Ruhezustand und Standby. Geöffnete Programme und Dokumente werden auf Festplatte und Arbeitsspeicher gespeichert. Das Gerät verbraucht in diesem Zustand sehr wenig Energie. Die Arbeit kann aber wie gewohnt sehr schnell wieder aufgenommen werden. Sollte der Strom ausfallen, sind Arbeiten nicht verloren, sondern über die Festplatte wiederherstellbar.

Ruhezustand

Er ist insbesondere für Laptops gedacht. Geöffnete Programme und Dokumente werden auf der Festplatte gespeichert, anschließend erfolgt das Herunterfahren des Gerätes. Das Abbild des Arbeitsspeichers wird von Windows beim Ruhezustand in hiberfil.sys abgelegt, einer speziellen Datei. Beim Starten des Gerätes werden die zuvor abgelegten Daten wieder geladen, wodurch ein schnelles Fortfahren möglich ist. Im Vergleich mit anderen Energiesparmodi von Windows benötigt der Ruhezustand keine Energie. Wer unterwegs ist, den Akku nicht laden kann und den Laptop längere Zeit nicht braucht, sollte den Ruhezustand wählen, um möglichst viel Energie zu sparen.

Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass Laptops im Standbymodus von Windows automatisch in den Ruhezustand versetzt werden, sollte die Akkukapazität auf einem sehr niedrigen Niveau angelangen. Weitere Informationen zum Thema Ruhezustand und Standby wurden unter windows.microsoft.com zusammengestellt.

Zusatzmöglichkeiten bei Laptops

Ratsam ist es, für den zugeklappten Zustand von Laptops entsprechende Einstellungen vorzunehmen. Bei Windows 7 lässt sich das Gerät beispielsweise so einstellen, dass beim Zuklappen der Ruhezustand aktiviert wird. Dazu einfach bei der Einstellung “Zuklappen” für Netz- und Akku-Betrieb die Ruhezustands-Option einstellen. Wer eine Alternative zum Hauptschalter benötigt, kann eine Energiespartaste belegen. Häufig lässt sich ein Energiesparmodus durch eine Tastenkombination aktivieren. Durch Einstellen der “Energiespartastenaktion” wird festgelegt, welche Reaktion von Windows auf den entsprechenden Tastendruck erfolgen soll. Hierfür sollte für Netz- und Akku-Betrieb die Option “Energie sparen” eingestellt werden. Neben einer Tastenkombination kann auch eine Taste neben dem Hauptschalter vorhanden sein.

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