Datum: | Artikel 2015

Modern mobile devices © Oleksiy Mark / Fotolia.com

Die Fachwelt ist sich alles in allem recht einig darüber, dass Microsoft im Consumer-Markt so manchen Trend in Sachen Mobility verschlafen hat, wodurch man in den vergangenen Jahren etwas ins Hintertreffen geraten ist. Apple hat mit iPhone und iPad das Tor zur Welt der Apps aufgestoßen, Google marschierte mit Android hinterher. Erst vor relativ kurzer Zeit versuchte Microsoft Ähnliches mit Windows 8.1. bzw. Windows RT und nun Windows 10. Ein solides neues Standbein hat man sich im Gegensatz zu Apple und Google dort allerdings noch nicht aufbauen können. Dies könnte sich nun aber ändern, denn Microsoft überzeugt sowohl software- als auch hardwareseitig mit neuen Produkten.

Etwas anders stellt sich die Lage jetzt schon im Business-Segment dar. Hier kann man im Hause Microsoft nach wie vor erheblich davon profitieren, dass in vielen Unternehmen diverse Windows-Systeme eingesetzt werden, die nun zu einem erheblichen Teil auch auf Windows 10 upgedatet wurden oder noch werden. Dies liegt an drei wesentlichen Gründen.

Anzeige

1. Historisch setzten viele Unternehmen seit jeher auf Windows, sodass die Struktur gewachsen ist. Umstellungen wären extrem teuer und könnten auch zeitweise zu betrieblichen Ausfällen führen.

2. Für digitalen „Schick-Schnack“, der viele Privatanwender durchaus begeistert und zum Beispiel zu einem Umstieg auf ein Apple-System animiert hat, findet man in Unternehmen nur wenig Begeisterung.

3. Nicht zuletzt ist in Unternehmen auch noch vieles an älterer Software, die von vornherein für Windows-Systeme konzipiert war, im Einsatz.

Somit hat Microsoft hier einen strategischen Vorteil, den man sich in Zukunft wohl mehr zunutze machen wird. So kann man es auch den offiziellen Verkündungen seitens Microsoft entnehmen. In einem Umfeld, in dem ohnehin alles auf Windows läuft, wird man es umso leichter haben, mit der Mobility-Strategie zu trumpfen, so das Kalkül.

So sieht Microsoft die heutige Arbeitswelt

Microsoft selbst beschreibt eine heutige Arbeitswelt, in der man praktisch überall und immer arbeiten können (aber nicht müssen) soll. Es ist daher wichtig, mit jedem Endgerät und von jedem Ort aus Zugriff auf die relevanten Unternehmensdaten zu haben. Genau hier möchte man in eine „Nische“ springen, die zum momentanen Zeitpunkt noch nicht wirklich stark besetzt ist: die Verschmelzung von Business und Privat. Die Endgeräte der neusten Generation sollen dahingehend ausgelegt werden, dass man in Sekundenschnelle zwischen geschäftlichen und privaten Arbeitsumgebungen hin und her switchen kann. Niemand soll gezwungen sein, immer und überall zu arbeiten, jedoch die Möglichkeit dazu haben, wenn es erwünscht ist.

Windows 10 lässt verschiedene Welten verschmelzen

Microsofts neustes Betriebssystem Windows 10 trägt auf sehr deutliche Weise diese Handschrift: Es ersetzt in Zukunft sowohl mobile als auch stationäre Vorgängerversionen von Windows, was unterm Strich bedeutet: Ein Betriebssystem für alles! Der Einschnitt, der damit einhergeht, ist vielleicht noch am ehesten mit der Einführung von Windows XP zu vergleichen. Damals ersetzte das System gleichermaßen Vorgängerversionen auf Basis von MS DOS sowie auch aus der NT-Schiene. Nun, mit Windows 10, werden auch alle mobilen Abkömmlinge mit ins Boot geholt. Das wird es zukünftig noch leichter machen, beispielsweise die gleichen Apps auf einem Desktop-Rechner und auch auf Smartphone, Smartwatch, Tablet oder gar Fernsehgerät zu benutzen.

SharePoint: OS-Zusammenführung allein reicht nicht aus

Doch alleine die Plattformen verschmelzen zu lassen, reicht noch lange nicht aus, um dem Anspruch zu genügen, dass ein Mitarbeiter immer und von überall aus Zugriff auf die wichtigen Dokumente seiner Projekte hat und sich zugleich an zentraler Stelle mit anderen koordiniert. Dazu müssen Lösungen wie SharePoint her, an die man im Hause Microsoft natürlich schon lange gedacht hat. SharePoint stellt in der 2013er Version bzw. bald 2016er Version eine Plattform bereit, über die sich Mitarbeiter eines Projekts gemeinsam koordinieren und absprechen können, auf der Dokumente geteilt und Informationen publiziert werden. Insgesamt ist SharePoint ein sehr mächtiges Tool und erfüllt seinen Nutzen nur dann vollumfänglich, wenn es auf optimale Art und Weise genutzt sowie konfiguriert wird. Für Letzteres macht es in vielen Fällen Sinn, auf externe Experten wie etwa jene von lintra.de zurückzugreifen und sich eine optimale Infrastruktur aufbauen zulassen. Hier werden unter anderem individuelle sowie angepasste Lösungen für Unternehmen entwickelt.

„Verschmelzung“ auch in Sachen Hardware

Der Trend der Verschmelzung von Mobil, Halbmobil und Stationär lässt sich bei Microsoft nicht nur an den vielfältigen Softwareprodukten wie SharePoint oder Windows 10 ablesen, sondern auch an den exklusiv durch MS vertriebenen Endgeräten. Im Rahmen einer Keynote stellte man am 6. Oktober eine Reihe von neuen Endgeräten vor:

Vor allem das Surface 4 Pro hat dahingehend in der Fachwelt für eine Menge an Aufsehen gesorgt – titulierte Microsoft das Gerät doch schließlich als „bestes Laptop der Welt“.

In der Tat bringt man hiermit auch alles zum Ausdruck, was zuvor angesprochen wurde: Das Surface 4 Pro ist stationäres Laptop und hochmobiles Tablet zugleich. Zudem hat man darauf geachtet, in keinerlei Hinsicht Abstriche zu machen. Einerseits verfügt man beim stationären Arbeiten über die volle Leistung und eine „echte“ Tastatur ohne irgendwelche Einschränkungen, andererseits lässt sich das neue Surface im Handumdrehen zu einem Tablet erster Güte umwandeln, welches sogar über einen Pen für besonders feines Arbeiten verfügt.

Intrografik: © Oleksiy Mark / Fotolia.com

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten