Datum: | Artikel 2015

Responsive Webdesign

Mobile Geräte wie Tablets und Smartphones sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Laut einer Studie der Bitkom nutzen inzwischen mehr als 55 Prozent der Deutschen ein Smartphone. Damit sind Smartphones inzwischen verbreiteter als Handys und werden von vielen Benutzern als deutlich unverzichtbarer eingestuft als Laptops und Desktop-PCs. Durch die zunehmende Verbreitung verändert sich auch die Erwartungshaltung der Benutzer an Webinhalte und Online-Funktionen, aber auch an klassische Programme.

Die beliebtesten Apps sind nach wie vor jene für soziale Netzwerke wie Facebook und zur Bild- und Videobearbeitung wie etwa Instagram, Pinterest, Snapchat oder Vine. Auch Messenger wie WhatsApp und der Facebook-Messenger verzeichnen stetig wachsende Nutzerzahlen.

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Ein anhaltender Trend mit steigenden Umsatzmöglichkeiten

Da in der Zukunft mit einer weit stärkeren Verbreitung mobiler Endgeräte zu rechnen ist, steht auch zu erwarten, dass die Umsätze mit mobilen Apps weiter steigen werden. Allein in Deutschland ist das Umsatzwachstum in den letzten Jahren beachtlich gewesen.

Umsatz mit mobilen Apps

Quelle: Statista ©

Derzeit sollen weltweit bereits mehr als eine Million Apps im Umlauf sein und mehr als 100.000 Entwickler bringen jedes Jahr etwa jeweils vier neue Apps auf den Markt. Der Großteil der Apps ist kostenlos zu haben und sorgt durch Werbeeinblendungen für Einnahmen. Wieder andere Apps bieten eine kostenlose Basis-Variante an und ermöglichen Upgrades mit mehr Funktionen gegen Geld.

Nicht nur die florierende Videospiel-Branche profitiert von diesem Wachstum. Auch Apps, die den Alltag erleichtern – etwa Notiz-Funktionen oder Ähnliches -, finden sich inzwischen selbst von Hobby-Entwicklern auf dem Markt.

Die Bedeutung für den Handel

Natürlich hat auch der Handel diesen Trend längst erkannt und viele große Unternehmen reagieren entsprechend, indem sie ihr Angebot um eine App erweitern. Immer mehr Benutzer sind es gewohnt, Online-Inhalte ortsunabhängig zu nutzen und beispielsweise unterwegs einzukaufen. Apps, die für den Einkauf gedacht sind, sollen neben ihrer primären Funktion, das Shopping zu erleichtern, auch ein Erlebnis bieten und beispielsweise grafisch ansprechend und leicht zu bedienen sein.

Darüber hinaus muss die App leicht zu beziehen und auch kostenlos sein. Ein Beispiel für einfache Zugänglichkeit ist der Anbieter Cecil. Hier kann der Nutzer die App über einen Klick auf den Button zum jeweiligen App Store beziehen oder aber einen QR-Code mit dem Smartphone einscannen und sie so direkt installieren. Damit können Nutzer sich die App einerseits herunterladen, wenn sie sich mit dem Smartphone vor einem Desktop-PC oder Laptop befinden, oder aber über die mobile Webansicht des Anbieters selbst.

Sicherheitsbedenken bei Apps

Immer wieder werden Apps bekannt, deren primäre Aufgabe nicht in ihrer Funktion, wie etwa die einer Taschenlampe, besteht, sondern deren eigentlicher Sinn darin besteht, Daten des Benutzers auszuspähen. Der Security-Software-Hersteller ESET veröffentlichte erst kürzlich einen Forschungsbericht, in dem viele beliebte Spiele-Apps erwähnt wurden, die Facebook-Logins der Nutzer abfangen.

Smartphone

Smartphones sind ein beliebtes Ziel von Cyberangriffen, pixabay.com © JESHOOTS (CC0 1.0)

Viele Unternehmen vernachlässigen laut einer Studie die Sicherheitsüberprüfung ihrer Apps und öffnen damit Tür und Tor für Cyberangriffe. Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen testet beispielsweise ihre App nicht auf eventuelle Sicherheitslücken, sodass Dritte von außen diese Lücken ausnutzen können, um Nutzerdaten auszuspähen.

Nutzer können sich vor solchen Lücken bis zu einem gewissen Grad schützen, indem sie vor der Installation prüfen, welche Zugriffsrechte die jeweilige App verlangt. So sollten diese niemals über die eigentliche Funktion der App hinausgehen; eine Taschenlampen-App benötigt beispielsweise keinen vollständigen Zugriff auf das Adressbuch oder konstanten Internet-Zugang.

Die Bedeutung von responsivem Webdesign

Wenn Inhalte nicht via App erreichbar sind, sollten sie heutzutage dennoch auf mobilen Endgeräten gut nutzbar sein. Da immer mehr Menschen über ihr Smartphone oder Tablet beispielsweise Nachrichten und Neuigkeiten lesen oder nach Informationen suchen, sollten die Inhalte entsprechend auf die kleineren Bildschirme angepasst werden, damit die Nutzer nicht genervt nach einer Alternative suchen und Webseiten wichtige Stammleser einbüßen. Während statisches Layout von Webseiten bislang die Norm war, so ist dies allein aufgrund der wachsenden Anzahl verschiedener Geräte, von denen aus auf das Internet zugegriffen wird, nicht mehr zeitgemäß.

Über Web-Controlling-Tools können Webseiten-Betreiber überprüfen, von welchen Geräten ihre Inhalte am häufigsten aufgerufen werden. Wird die Seite hauptsächlich auf mobilen Endgeräten genutzt, sollte sie unbedingt ein entsprechendes Design aufweisen, um eine möglichst hohe Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten.

Responsive Webdesign

Responsives Webdesign passt sich dem jeweiligen Endgerät flexibel an und gewährleistet eine einfache Nutzbarkeit., pixabay.com © geralt (CC0 1.0)

Responsives Webdesign sorgt dafür, dass die jeweiligen Inhalte sich an die Größe des Bildschirms und Eigenschaften des Geräts flexibel anpassen, ohne dabei den bekannten Aufbau zu verlieren. Benutzer sollten bei jeder Darstellungsweise einen Wiedererkennungsfaktor bemerken, sodass sie sich gut orientieren können, egal, ob sie von einem Desktop-PC oder einem Smartphone auf die Inhalte zugreifen.

Wie unterschiedlich dieselbe Webseite mit einem responsivem Design auf verschiedenen Bildschirmen aussehen kann, veranschaulicht ein Artikel von onlinemarketing-praxis.de.

Responsives Webdesign hat darüber hinaus den Vorteil, dass es die Sichtbarkeit der Webseite bei Google verbessert, denn die Suchmaschine unterstützt das flexible Design und es besteht die Chance, dass die eigene Webseite in der mobilen Suche besser bewertet wird. Zudem ergeben sich durch die Nutzung keine Probleme mit Duplicate Content, was andernfalls durchaus passieren kann, wenn Betreiber mehrere Versionen ihrer Webseite unterhalten, die auf die verschiedenen Geräte angepasst sind.

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