3D-Beamer Test 2018

Die besten 3D-Beamer im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Heimkino-Beamer werfen dreidimensionale Bilder auf eine Leinwand, meist mit Active Shutter Technologie. Zum Anschauen tragen Sie eine spezielle 3D-Shutter-Brille.
  • Hochwertige 3D-Beamer punkten mit sehr guter Lichtstärke, die auch den Einsatz in heller Umgebung gestattet. Modelle mit Short-Throw-Optik erlauben Kinospaß in kleinen Räumen.
  • DLP-Beamer überzeugen durch Helligkeit, können aber aufgrund von Regenbogen-Effekten das Filmvergnügen schmälern. 3D-Beamer mit LCD-Technik sind tendenziell dunkler, neigen aber weniger zu störenden Effekten.

3d-beamer test

Die 3D-Technik entwickelt sich rasant und setzt auch im Heimkino neue Maßstäbe. Seit Avatar zu einem der erfolgreichsten Filme weltweit aufstieg, bringen die Hersteller nahezu wöchentlich neue 3D-Filme und Spiele auf den Markt. Das Gefühl, als Zuschauer hautnah am Geschehen dabei zu sein, lässt sich auch nach Hause holen. Schon auf dem 3D-fähigen Fernseher wirkt das beeindruckend. Wer großartiges Entertainment zu schätzen weiß, kauft sich einen 3D-Projektor und eine Leinwand für Beamer.

3D-Beamer versprechen Home Cinema in professioneller Bildqualität und besonders realistischen Spielspaß für Gamer. So betrachten Sie TV-Sendungen, Filme und Games auf einer Diagonale von bis zu 300 Zoll (über 7 Meter) gestochen scharf.

Unsere Kaufberatung zeigt Ihnen, worauf es bei der Auswahl eines Heimkino-Beamers ankommt und welche 3D-Beamer in Tests besonders gut abgeschnitten haben. Auch wenn Sie unsicher sind, ob ein 3D-Beamer mit Polarisation oder ein 3D-Beamer mit Shutterbrille besser zu Ihren Wünschen passt, hilft unser 3D-Beamer-Vergleich 2018 weiter.

1. Was ist ein 3D-Beamer und wie funktioniert er?

3d brille
Ohne 3D-Brille lässt sich das dreidimensionale Filmvergnügen nicht genießen.

Im Vergleich zum normalen LED-Beamer oder Full-HD-Projektor beherrscht der 3D-Beamer nicht nur HD- oder Full-HD-Auflösung, sondern kann auch Filme in 3D wiedergeben.

Während ältere Geräte mit der Bezeichnung „3D ready“ dreidimensionale Videos nur über einen Signal-Transmitter verarbeiten konnten, spielen moderne Full-3D-Beamer die Inhalte direkt ab. Äußerlich unterscheiden sich die Geräte kaum, auch preislich liegen 3D-Projektoren und herkömmliche Full-HD-Beamer gleichauf.

Die Projektion von dreidimensionalen Bildern auf eine Leinwand schluckt sehr viel Licht. Damit die Beamer fürs 3D-Vergnügen genügend Details darstellen können, sind sie leistungsstärker als normale portable Beamer. Das Abspielen von 2D-Filmen ist generell kein Problem, einige Geräte können 2D auch zu 3D umwandeln.

Im Kino kommt für 3D-Filme ein passives 3D-Projektionssystem mit Polfiltern
zum Einsatz. Entsprechend werden die Geräte auch passive 3D-Beamer genannt. Die meisten 3D-Beamer für das Wohnzimmer oder den Klassenraum nutzen hingegen das aktive Shuttersystem. Hier sieht der Zuschauer das jeweils passende Bild für 3D-Effekte durch die sogenannte Shutterbrille, die in hoher Frequenz die Gläser abwechselnd von undurchsichtig zu durchsichtig stellt.

Vor- und Nachteile des Shuttersystemen für 3D-Beamer
  • Verlustfreie Auflösung
  • Brille bequem zu tragen
  • Wenig störanfällig
  • Viel Elektronik in der Brille
  • Helligkeitsverluste
  • Gelegentlich Geisterbilder

Um dreidimensionale Effekte wahrzunehmen, ist eine 3D-Shutter-Brille unverzichtbar. Die Gläser bestehen aus LCD-Flächen, die elektronisch geschaltet werden, sodass jeweils das richtige Bild zum entsprechenden Auge gelangt.

Entscheidend für die Qualität sind schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Lichtdurchlässigkeit. Durch die schlanke Bauweise sind moderne 3D-Beamer-Brillen leichter und angenehmer zu tragen als ihre Vorgänger. Auf 3D-Beamer ohne Brille müssen wir noch eine Weile warten.

Tipp: Falls Sie noch keine Shutter-Brille besitzen, sollten Sie darauf achten, ob im Lieferumfang Ihres Wunsch-Beamers eine oder idealerweise mehrere Brillen enthalten sind.

2. Die wichtigsten Arten von 3D-Beamern im Überblick

Ist das noch mein Wohnzimmer oder ein Kino? Die jüngste Generation von 3D-Beamern bringt Filme und Videospiele so packend auf die Leinwand, dass der Ausdruck Home Cinema wirklich gerechtfertigt ist. Und das Erfreuliche: In 3D-Beamer-Tests konnten die beiden gängigen 3D-Beamer-Typen gleichermaßen überzeugen.

Um unseren 3D-Beamer-Vergleich zu vervollständigen, haben wir auch die (noch) relativ seltenen LED-Beamer in die folgende Gegenüberstellung aufgenommen:

3D-Beamer-Typ Beschreibung
DLP-Beamer
dlp beamer
DLP-Projektoren (Digital Light Processing) setzen bei der Bilderzeugung auf einen integrierten Chip, auf dessen Oberfläche Millionen mikroskopisch kleiner Spiegel das Licht reflektieren. Ein vorgeschaltetes Farbfilterrad splittet das Licht noch vor dem Prozessor in die RGB-Farben auf. DLP-Beamer zählen zu den hellsten Projektoren, wodurch sie sich besonders für die 3D-Technik eignen.

Im Vergleich zum 3D-Beamer mit LCD sind Nachzieheffekte selten. Allerdings tritt bisweilen ein sogenannter Regenbogen-Effekt auf. Speziell bei schnellen Bewegungen kann die Rotation des Farbrades nicht synchron sein, sodass der Betrachter blitzartig die einzelnen Grundfarben sehen kann. Bei Actionfilmen oder rasanten Games wird der Regenbogen-Effekt von einigen Betrachtern als störend empfunden.

LCD-Beamer
ldc beamer
LCD steht für Liquid Crystal Display und ist bekannt aus Diaprojektoren und Flachbildschirmen. Da die Flüssigkristalle durch Gitter voneinander getrennt sind, gelangt das Licht nur anteilig hindurch. Im Vergleich zu 3D-Beamern mit DLP sind 3D-Beamer mit LCD weniger hell, sodass sie vorzugsweise in abgedunkelten Räumen eingesetzt werden. Wenn die Leinwand nicht gerade von der Sonne angestrahlt wird, ist die geringe Lumen-Anzahl allerdings kaum zu bemerken.

Farben werden vom LCD 3D-Beamer sehr satt dargestellt, auch Kontraste kommen besser zur Geltung als beim 3D-Beamer mit DLP-Technik. Bei kleineren Auflösungen kann sich allerdings die Pixelstruktur des Displays auf der Projektionsfläche abzeichnen (Fliegengitter-Effekt). Aufgrund der trägen Reaktionsfähigkeit von LCD-Elementen sind Nahzieheffekte möglich, die das 3D-Vergnügen stören. In neueren LCoS-Beamern ist der Fliegengitter-Effekt reduziert.

LED-Beamer
led beamer
LED-Beamer sind berühmt für ihre energiesparende und geräuscharme Funktion. 3D-fähige Geräte werden von verschiedenen Marken angeboten, etwa Acer und LG. Reine 3D-Beamer mit LED sind allerdings wenig verbreitet. Im Vergleich zu LCD- und DLP-Beamern sind LED-Beamer weniger hell, was sie für 3D-Inhalte eher ungeeignet macht. Meist handelt es sich um mobile Beamer für das Business und kompakte Mini-Beamer.

Tipp: 3D-Beamer-Tests zeigen, dass DLP-Projektoren mit einer Lebensdauer von bis zu 5.000 Lichtstunden etwas langlebiger sind als günstige 3D-Beamer mit LCD, deren Lichtquelle durchschnittlich bereits nach 2.000 Stunden an Kraft verliert. LED gewährleistet für die gesamte Lebensdauer von rund 20.000 Betriebsstunden volle Farbintensität und Bildschärfe.

3. Kaufberatung für 3D-Beamer: Darauf sollten Sie achten

3.1. Helligkeit und Kontrast: Auf den Lumenwert achten

Der entscheidende Wert in der Kategorie Helligkeit ist die Lumen-Anzahl. Je höher der Lumenwert, desto heller wird das Licht vom 3D-Beamer auf die Leinwand projiziert und desto besser können Sie das Bild auch bei Tageslicht sehen. Zu den hellsten Geräten zählt derzeit ein 3D-Beamer von Acer mit 5.000 Ansi-Lumen. Ein niedriger Lumenwert bedeutet, dass Sie den Raum für Ihr Heimkino abdunkeln müssen.

Für scharfe und farbkräftige Bilder sollte der 3D-Beamer einen Kontrastwert von mindestens 10.000:1 aufweisen. Der hellste Punkt ist hierbei zehntausend Mal heller als der dunkelste, was eine sehr realistische Darstellung von Schwarz- und Weißtönen erlaubt.

3.2. Hohe Auflösung für scharfe Bilder

Die Auflösung verrät, wie scharf das Bild auch im großen Format erscheint. Beim Vergleich der Heimkino-Beamer sollten Sie drauf achten, dass mindestens Full-HD-Qualität möglich ist.

  • 800 x 600 Pixel: Einfacher Standard für 3D-Beamer
  • 1.920 x 1.080 Pixel: Full-HD möglich
  • 4.096 x 2.160 Pixel: 3D-Beamer mit 4K (Ultra HD)

3.3. Anschlüsse – Vielfalt macht flexibel

Wie bei anderen Playern gilt auch für den 3D-Beamer: Erst die Anschlussmöglichkeiten machen das Gerät flexibel einsetzbar. Wer einen 3D-Beamer kaufen möchte, sollte deshalb darauf achten, dass zumindest die wichtigsten Home Cinema-Komponenten angeschlossen werden können.

hdmi anschluss
Ein HDMI-Anschluss zählt inzwischen zum Standard bei 3D Beamern.

Sinnvoll ist außerdem ein leicht erreichbarer USB-Port, mit dem Sie Videos vom USB-Stick, iPod, Digitalkameras oder anderen Abspielgeräten direkt an die Wand werfen können.

Die Modelle aus unserem 3D-Beamer Vergleich sind alle mit mindestens einem HDMI-Anschluss und MHL-Anschluss ausgestattet. Der MHL-Anschluss (Mobile High-Definition Link) sorgt für schnelle Übertragung zwischen Smartphone, Tablet und 3D-Beamer. Ein VGA-Anschluss ist ebenfalls Standard.

Sollte Ihr Fernseher keinen HDMI-Port besitzen, können Sie damit TV und Beamer verbinden. Steht am 3D-Beamer WLAN zur Verfügung, lassen sich Videos aus dem Internet zuspielen, oder Sie steuern den 3D-Beamer per App.

3.4. Geräuschpegel – leise bitte!

Der Projektionsabstand bei 3D-Beamern liegt im Schnitt zwischen einem und 10 Metern, bei ausgewählten Modellen von Marken wie Sony und Panasonic auch mehr. Da die Lüfter leider nicht geräuschlos arbeiten, sollten 3D-Beamer dabei nicht zu nah an den Sitzplätzen aufgebaut werden.

Beamer mit einer kleinen Bilddiagonale machen sich mit circa 20 bis 30 dB bemerkbar, leistungsstarke 3D-Beamer mit Bilddiagonale über 300 Zoll können einen Geräuschpegel von 37 dB und mehr entwickeln.

4. Die besten 3D-Beamer bei Stiftung Warentest

bildqualitaet beamer
Die Bildqualität von Beamern kann im Test mit der eines TVs mithalten.

Im Beamer-Test 06/2016 haben die Prüfer von Stiftung Warentest auch einige 3D-fähige Beamer unter die Lupe genommen. Vergleichssieger bei 3D-Beamern für Kurzdistanzen wurde ein Modell von BenQ, und auch die beiden vorderen Plätze für Langdistanz-Beamer werden durch den taiwanesischen Hersteller belegt. Ebenfalls vorne dabei sind 3D-Beamer von Acer und Epson.

Im Vergleich von 3D-Beamern mit Leinwand und Flachbildfernseher kommen die Prüfer zum Ergebnis, dass die Auflösung und Bildqualität der untersuchten 3D-Beamer trotz größerer Auflösung mit dem TV mithalten kann. Positiv bewerteten die Tester auch die Einstellungsprofile, mit denen sich die Wiedergabe von Kinofilmen, Fotos oder Sportreportagen optimieren lässt.

5. Häufige Fragen und Antworten

5.1. Wie pflege ich den 3D-Beamer?

Gain-Faktor

Der Reflexionswert einer Leinwand für Beamer wird in Gain berechnet. Je höher der Gain-Faktor, desto stärker reflektiert die Leinwand das Licht. In gleichem Maß nimmt allerdings auch der Sichtwinkel ab. Für die Projektion im Wohnzimmer eignen sich vor allem Leinwände mit Gain-Faktor 1,0 und 1,2.

Mini-Beamer, Full-HD-Beamer und 3D-Beamer mit 4K reagieren gleichermaßen empfindlich auf Staub und Hitze. Schon beim Aufstellen sollten Sie deshalb einen Hitzestau vermeiden und darauf achten, dass mindestens 10 cm Platz zwischen den Lüftungsschlitzen und anderen Gegenständen bleibt.

Um die sensible Elektronik zu schützen, sind vor die Lüftungsschlitze in der Regel Filter vorgeschaltet. Da zur Kühlung während des Betriebs ständig Frischluft angesaugt wird, müssen diese rund alle 100 Betriebsstunden gereinigt werden. Warten Sie damit, bis der 3D-Beamer komplett abgekühlt ist. Die einfachste Möglichkeit, um den Staub zu entfernen ist Druckluftspray.

Tipps, wie Sie die Lebensdauer der Lampe im 3D-Beamer erhöhen, haben die Experten von Stiftung Warentest zusammengestellt.

5.2. Welche Leinwand ist am besten?

Leinwände unterscheiden sich in Typ D (für gleichmäßige Abstrahlung in den gesamten Raum) und Typ S (für besonders intensive Reflektion nahe der Projektionsachse). Tuchsorten vom Typ D sind mattweiß und ideal für Innenräume geeignet.

Leinwände vom Typ S sind perlmuttfarben pigmentiert und stellen das Bild im Sichtwinkel von 30° bis 40° besonders hell dar. Dadurch können Sie den 3D-Beamer auch in hellen Räumen und im Außenbereich einsetzen.

5.3. Wie ist der optimale Sitzabstand?

Der ideale Sitzplatz im Home Cinema hängt von der Bildauflösung und -größe ab. Im Vergleich der 3D-Projektoren gilt: Bei Standardauflösung sollten Sie das 4,3-Fache der Bildbreite an Abstand einhalten. Ist die Leinwand 1,5 Meter breit, sitzen Sie also am besten 6,5 Meter entfernt. Bei HD-Ready liegt die optimale Sitzposition rund 4 Meter vor der Projektionsfläche. Bei Full-HD kann der Betrachter bis auf 2,5 Meter an das Bild rücken.

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