USB-Ladegerät Test 2018

Die besten USB-Ladegeräte im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
  • Akkus benötigen Gleichstrom für den Ladevorgang. Ein Steckernetzteil mit USB-Buchse sorgt im Grunde nur dafür, dass der Wechselstrom aus der Dose gleichgerichtet und mit 5 Volt zur Verfügung steht.
  • Die Spannung via USB ist standardisiert. Erst die Stromstärke, gemessen in Ampere, zeigt an, mit welcher Geschwindigkeit ein USB-Netzteil ein Gerät wieder aufladen kann.
  • Zu viele Ampere gibt es nicht. Smartphones und andere Geräte erkennen direkt am Anschluss selbständig, wie hoch die Stromstärke ist und senken diese zum Schutz der Hardware, wenn nötig.

usb-ladegerät im test

Ob Smartphone, Powerbank oder digitaler Fotoapparat, ist der Akku leer, bietet sich fast überall dasselbe Bild. Sowohl der Anschluss als auch die erforderliche Strommenge sind im Grunde identisch. Mit einem gut ausgestatteten USB-Ladegerät können verschiedenste Akkus zentral und effizient geladen werden.

Dass es zwischen einzelnen Modellen teils gravierende Unterschiede gibt, zeigt sich in unserer Test- und Vergleichstabelle. Darin erfahren Sie, dass in einem USB-Ladegerät-Test neben der Funktionalität auch die Sicherheit eine gewichtige Rolle spielt.

Die Idee hinter einer Vereinheitlichung der Ladegeräte für zahlreiche, batteriebetriebene Kleingeräte zielt darauf ab, dass die Hersteller von Smartphones etc. bei Wahrung der Standardvoraussetzungen selbst keinen Netzstecker-USB-Adapter beilegen müssen. Das spart Herstellungskosten und mindert am Ende auch die Menge an entstehendem Elektroschrott.

Für diese universelle Aufgabe darf es dann gern das beste USB-Ladegerät mit Kabel sein, dass ausreichend Strom liefert für Ihre Technik und die passenden Anschlüsse für verschiedene Einsatzgebiete mitbringt. Unser aktueller Vergleich 2018 soll Ihnen dabei eine wertvolle Hilfestellung sein.

1. Varianten der USB-Ladegeräte für alle Gelegenheiten

Woher der Strom für den Ladeprozess kommt und wie er anschließend weiter verteilt wird, lässt sich grob in drei Kategorien einteilen.

Typ wichtige Eigenschaften
Standard-USB-Ladegerät
standard-usb-ladegerät
  • mit unterschiedlicher Anzahl an USB-Steckern
  • besonders kompakt
  • gut für unterwegs
  • ähnlich dem normalen Handy-Ladegerät
USB-Ladegerät mit Steckdose
usb mit steckdose
  • ideal zur permanenten Verwendung
  • höhere Anforderung an die Elektronik durch steten Kontakt zum Stromnetz
  • Steckdose bleibt frei zur weiteren Nutzung
USB-Ladegerät für Auto
Adapter für KFZ
  • nutzt den 12-Volt-Anschluss
  • maximal 2 USB-Stecker
  • auf langen Strecken immer Ladestrom verfügbar

Einen aussagekräftiger USB-Ladegerät-Vergleich kann es nur innerhalb einer Art geben, weil sich die Einsatzgebiete und damit auch die Anforderungen stark unterscheiden. Somit startet auch die Kaufberatung genau mit der Frage, wo das USB-Akkuladegerät benötigt wird: im Wohnzimmer, im Reisegepäck oder während der Autofahrt.

2. Stromstärke und Leistung diktieren die Ladegeschwindigkeit

2.1. Amperezahl als wichtiger Indikator

Tipp: Für ein einfaches Smartphone genügt meist auch ein einfaches USB-Netzteil. Sollen ein Tablet oder eine große Powerbank geladen werden, kann eine hohe Amperezahl dagegen sehr viel Zeit sparen.

Alternativen zum Ladegerät
Unterwegs können ein Akku oder sogar ein Solar-Panel Akkus wiederaufladen. Bei der Effizienz und Leistung können sie mit dem Strom aus der Steckdose jedoch nicht mithalten.

Ob ein USB-Ladegerät mit  1A oder ein USB-Netzteil mit 3 A zum Einsatz kommt, hängt insbesondere von den zu ladenden Akkus und der Anzahl der Geräte ab. Viele Smartphones – auch neueren Baujahrs – werden mit 1 Ampere oder sogar noch weniger geladen.

Geräte von Apple wie das iPhone oder iPad verlangen hingegen eine deutlich höhere Stromstärke von 2,1 Ampere. Soll das USB-Netzteil mehrfach für gleichzeitige Ladevorgänge genutzt werden, stößt besonders ein USB-Ladegeräte 5V 1A sowie mehreren USB-Ports ganz schnell an seine Grenzen.

2.1.1. Smartphone bestimmt Maximalstrom selbst

Zumal die eigentlich für die Stromstärke zuständige Elektronik erst im Smartphone selbst zu finden ist, das bestimmt, wie viel Leistung bis zum Akku selbst gelangt. Liefert jeder Port ein Maximum von 2,4 Ampere, verspricht das die größte Vielseitigkeit und die optimale Ladegeschwindigkeit.

Die Spannung ist bis auf eine Ausnahme stets bei 5 Volt. Eine Powerbank, der Computeranschluss, das USB-Ladegerät mit 12 V im Auto oder der Netzstecker am 220-Volt-Stromnetz, dieser Standard findet sich überall.

2.2. Anschlussvielfalt nur auf einer Seite

Elektrischer Widerstand

Dabei handelt es sich um den Teil des Stroms, der nicht am Ziel ankommt, sondern in Wärme umgewandelt wird. Mit jeder Lötverbindung, jedem Schaltkreis, jeder Steckverbindung und jedem Meter Kabel steigt er an. Ein besonders kurzer Weg von der Steckdose zum Smartphone sorgt deshalb für einen kleineren Widerstand und höhere Effizienz beim Laden.

Ob es heißt USB-Ladegerät 4fach oder USB-Ladegerät 4 Port, standardmäßig handelt es sich um die besagte Anzahl an USB-Steckern vom Typ A. Ein paar neuere Modelle verwenden zwar bereits ein USB-C-Ladegerät, aber auch hier kann ein USB-Stromadapter wieder den Standardstecker verwendbar machen. Das bedeutet, dass die entsprechende Anzahl an Ladevorgängen gleichzeitig stattfinden kann, vorausgesetzt, die Stromstärke reicht aus.

2.2.1. Das Kabel macht den Unterschied

Auf der anderen Seite des USB-Ladekabels verwischt die Einheitlichkeit dagegen. Vom Micro-USB-Kabel über das Mini-USB-Kabel bis hin zu Apples Lighting-Kabel bevorzugen verschiedene Hersteller eigene Verbindungen. Die überwiegende Mehrheit setzt im Sinne einer hohen Kompatibilität mittlerweile auf Micro-USB.

Handys mit Mini-USB stammen am ehesten noch aus der Zeit, bevor das Smartphone erfunden wurde. Dieser Anschluss ist nahezu verschwunden, weil er lediglich dicker als Micro-USB-Anschluss ist und keinerlei Vorteile bringt.

Sollte beim Steckernetzteil mit USB-Buchse ein Kabel beiliegen, wird es in der Regel einen Micro-USB-Anschluss besitzen. Sollten Sie zusätzlich ein passendes Kabel benötigen, ist das am besten relativ kurz und besitzt eine hohe Kabeldicke. Beide Faktoren senken den Widerstand und gestalten den Ladevorgang effizienter.

2.3. Besondere Techniken reduzieren die Ladezeiten weiter

Hinweis: Spezielle Ladekabel mit geringer Länge lassen sich in der Regel nicht verwenden, um zusätzlich Daten auf den Computer übertragen zu können.

Insbesondere bei den USB-Netzteilen bekannter Marken wie Anker und Ravpower findet sich häufig der Hinweis auf „Quick Charge“. Diese Lösung wurde von Samsung entwickelt und kann dafür sorgen, dass die großen Akkus der Premium-Smartphones und Tablets deutlich schneller laden. Erkennen sich der Netzstecker-USB-Adapter und die Elektronik im Mobiltelefon gegenseitig, wird die Spannung angehoben.

Üblich ist dabei eine Verdopplung der Leistungsaufnahme und der Ladegeschwindigkeit. In einem USB-Ladegerät-Test können diese mit den kürzesten Zeiten überzeugen, weil sie in der Regel auch ohne Quick Charge eine hohe Stromstärke liefern.

3. Ladeverhalten und Lebensdauer im Zusammenspiel

zahlreiche Akkus
Dank ähnlicher Akkutechnologie lassen sich viele mobile Geräte mit dem gleichen Ladegerät versorgen.

Die Hinweise zum sicheren und schonenden Laden ändern sich mit der Art des verwendeten Akkus. In nahezu jedem aktuell verwendeten Gerät findet sich ein Lithium-Ionen-Akku. Einen Memory-Effekt gibt es hier nicht.

Aber es gibt so etwas wie eine Wohlfühlzone. Liegt der Ladezustand des Akkus zwischen 30 und 80 Prozent, lässt sich die optimale Lebensdauer erreichen. Einige Geräte-Hersteller beschränken die Kapazität der verwendeten Batterie entsprechend. Gehen Sie aber davon aus, dass dies bei einfachen Modellen in Ihrer Hand liegt.

3.1. Dosiertes Laden hilft

Ausgehend von einer üblichen Nutzungsdauer pro Akkuladung erscheint es sinnvoll beispielsweise täglich nur ein paar Stunden zu laden, um die Lebensdauer zu erhöhen. Das Aufladen über Nacht gilt dagegen eher als schädlich. Über den langen Zeitraum kommt es immer wieder zu winzigen Aufladungen, die den Akku strapazieren.

Ein USB-Ladegerät mit mehrfach vorhandenen Steckern ist am besten geeignet, verschiedene Geräte im Haushalt zur optimalen Zeit aufzuladen, weil ausreichend Anschlüsse vorhanden sind.

Wollen Sie einen genauen Überblick über den Ladevorgang behalten, empfiehlt sich ein USB-Ladegerät mit Display, das die eingespeiste Leistung anzeigt.

4. Immer das gleiche Netzteil bedeutet überall laden zu können

minni usb kabel
Jeder einzelne Hersteller hat sicher gute Gründe, weshalb sein Anschluss ein anderer sein muss. Der Verbraucher ist damit aber nicht geholfen.

Dass der USB-Ladegerät-Vergleichssieger und das günstige USB-Ladegerät grundlegend auf die gleichen Anschlüsse setzen, liegt an einer EU-Vorschrift. Die nahm die endlose Bandbreite an Steckervariationen zum Anlass, die Hersteller zur Einführung eines Standards aufzurufen. Bis auf einige Ausreißer sowohl aus dem Premiumsegment als auch von Billiganbietern ist das relativ gut gelungen.

  • Lightning
  • USB-2-Mini-A
  • USB-2-Micro-B
  • USB-3-Micro-B

Aus diesen Varianten und noch vielen, vielen mehr, die sich in Form und Leistung stark unterscheiden, sollte zumindest für die Stromzufuhr ein einheitlicher Typ festgelegt werden. Es gibt einige gute Argumente, die für die Einheitlichkeit sprechen:

  • ein Gerät für alle Ladevorgänge
  • Hersteller müssen nicht zwingend eigenes Netzteil beilegen
  • Vielfalt der USB-Ladegeräte größer und einfallsreicher für individuelle Bedürfnisse
  • vermeintlich bessere Technik eventuell nicht der Standard
  • Weiterentwicklung kann durch Zwang zum Standard verlangsamt werden

Die genannten Nachteile entsprechen den Argumenten, mit welchen unter anderem Apple seine eigenen Standards begründet und sich bewusst nicht an die Einheitlichkeit hält.

Die Stecker am USB-Netzteil sind zum Glück stets dieselben, weshalb es sich lohnen kann, in ein besonders hochwertiges Modell zu investieren, das exakt Ihren Bedürfnissen entspricht. Ob das ein ausgefallenes USB-Ladegerät mit Mehrfach-Steckdose ist oder einfach nur ein extrem flaches USB-Ladegerät mit 2 A, vieles ist möglich und funktioniert nahezu nach dem identischen Prinzip.

5. Häufige Fragen rund um USB-Ladegeräte

akku im offenen Smartphone
Die Lebensdauer des Akkus bestimmt meist die Lebensdauer des gesamten Geräts. Ein pfleglicher Umgang kann die Minderung seiner Leistung deutlich verlangsamen.

5.1 Kann ich meine Geräte schneller laden, wenn ich sie an den PC anschließe?

Definitiv nein. Beim Computeranschluss, der vorrangig Daten übertragen soll, gelten feste Grenzwert für die Stromversorgung. Ein Modell, das im USB-Ladegerät-Test auf 1 Ampere pro Anschluss kommt, liefert eine höhere Leistung als ein USB-3.0-Stecker. Entsprechend kürzer ist die Ladezeit.

5.2. Gibt es einen Vergleichssieger bei Stiftung Warentest?

Ein USB-Netzteil-Test findet sich bei Stiftung Warentest auch 2018 noch nicht. Wegen der vielen verschiedenen Erscheinungsformen und unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten wird es wahrscheinlich in nächster Zeit umfassenden Test geben, weil Aufwand und Nutzen in einem schlechten Verhältnis stehen.

Weniger umfangreiche USB-Akkuladegerät-Tests mit ausgewählten Modellen im Vergleich finden sich dafür immer wieder in diversen Technik-Magazinen und -Blogs.

5.3. Das USB-Ladegerät im Auto hat nur eine Buchse. Muss ich mir ein neuen Netzstecker besorgen, wenn ich mehrere Geräte aufladen will?

Die Stromstärke entscheidet über die Antwort. Liefert das USB-Ladegerät 2 Ampere oder mehr, kann mit einem speziellen Kabel, das zwei Micro-USB-Stecker auf einer Seite hat, Abhilfe geschaffen werden. Beide Akkus werden dann aus einer Quelle und mit jeweils nur 1 Ampere geladen, was den meisten Geräten vollkommen genügt. Wird eine geringere Stromstärke geliefert, sollten Sie stattdessen ein neues USB-Ladegrät kaufen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (27 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...