3D-Fernseher Test 2020

Die besten 3D-Fernseher im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Im Gegensatz zum klassischen 2D-TV ist das Filmerlebnis über den 3D-Fernseher ein absoluter Genuss für die Sinne, da die Elemente plastisch wirken und bestimmten Filmen wie zum Beispiel dem renommierten 3D-Klassiker „Avatar“ das gewisse Etwas verleihen.
  • Der exklusive Darstellungseffekt macht das dreidimensionale Betrachten von Sendungen beziehungsweise Filmen zu einem Erlebnis, welches gerne geteilt wird. Mit den Freunden oder der Familie erhalten selbst mäßig interessante Filme einen Reiz, der zum Staunen und Beinahe-Anfassen einlädt.
  • Derweil kämpfen zwei Arten bzw. Typen der Anzeigetechniken um die Gunst der 3D-Fans: die Polarisations-Technik und die Shutter-Technik. Diese gelten als entscheidend für den Tiefeneffekt. Und um von den hiesigen Trends à la App-Nutzung und Social Media profitieren zu können, gelten ein Internetzugang und weitere Komponenten als eine Voraussetzung.

3d-fernseher-test

Trotz Smartphone & Co. ist und bleibt der Fernseher der multimediale Liebling der Deutschen: Rund 220 Minuten pro Tag verbringt der Durchschnittsdeutsche vor der Flimmerscheibe.

Kein Wunder also, dass es mittlerweile eine ganze Reihe an Möglichkeiten gibt, den Fernsehspaß noch multimedialer zu gestalten. Das Nutzen des 3D-Verfahrens ist solch eine Möglichkeit, denn das räumliche Sehen hebt den TV-Spaß auf ein völlig neues Level. Ein 3D-Fernseher löst seine Inhalte jedoch mit einer weitaus komplizierteren Technik als die althergebrachte Alternative des 2D-Verfahrens auf.

Welche Aspekte beim Kauf eines 3D-Fernsehers im Besonderen sowie im Allgemeinen zu beachten sind, verraten wir in unserem 3D-Fernseher-Vergleich 2020: Wir erörtern sowohl grundsätzliche Kaufkriterien wie die Rolle der Bildschirmgröße und den Einfluss des World Wide Webs als auch exklusive Merkmale eines 3D-Fernsehers wie die Projektionstechnik und die Bedeutung der Brillen. So finden auch Sie Ihren individuellen 3D-Fernseher-Vergleichssieger.

1. Das zeichnet einen 3D-Fernseher aus

1.1. 3D im Schnelldurchlauf erklärt

Um sich überhaupt der Besonderheit eines 3D-Fernsehers und dessen Anforderungen bewusst zu werden, lohnt ein Blick auf das Prinzip des dreidimensionalen Sehens. Der Mensch sieht seine Umwelt von Natur aus, sprich von der Geburt an, in 3D.

Diese Abkürzung steht schließlich lediglich für drei Dimensionen – Länge, Breite und Höhe. Wird ein Objekt in all diesen Maßen aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen, fügt sich ein Bild zusammen, welches plastisch wirkt: Das Wahrgenommene erhält Tiefe.

Beim Menschen übernehmen die Augen die versetzte Perspektivzeichnung: Objekte werden aus zwei Winkeln wahrgenommen und vom Gehirn zusammengefügt.

Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Stereoskopie und bildet die Grundlage für viele Aktivitäten des Alltags, wie zum Beispiel für das Abschätzen von Entfernungen. Die Vor- und Nachteile eines 3D-Fernsehers:

  • Ein 3D-Bild fällt plastisch aus, sodass das Fernsehen an sich zu einem Erlebnis wird.
  • Ein 3D-Fernseher eignet sich bestens, um in großer Gemeinschaft fernzusehen. Vor allem kindgerechte Filme für Familien gibt es in 3D.
  • Da 3D-TVs bereits seit einiger Zeit produziert werden, sind auch günstige 3D-Fernseher erhältlich.
  • Neben einigen DVD-Scheiben, deren Inhalt auf die Tiefendarstellung ausgelegt ist, fällt das klassische TV-Programm für 3D-Sendungen eher mau aus.
  • Je nach 3D-Technik können Einschränkungen in puncto Blickwinkelstabilität oder Auflösung bestehen.

1.2. So arbeitet ein 3D-Fernseher

Die Grundlage eines jeden 3D-Geräts, ganz gleich, ob Kinoleinwand, TV-Bildschirm oder Wackelbild, stellt das Vortäuschen von Bildtiefen dar. Ihnen mag eventuell schon vor Jahrzehnten ein 3D-Film in einem Freizeitpark über den Bildschirm gelaufen sein, denn die sogenannte Farbfilter-Technik schwingt bereits seit einigen Jahren auf dem Parkett der Unterhaltungselektronik das Tanzbein (Stichwort: Rot-Grün-Brille). Mittlerweile musste diese Art jedoch anderen weichen, da die Zweikanaltrennung dem Betrachter ein recht unscharfes und zudem blasses Bild beschert.

Derweil geben die Shutter- und die Polarisations-Technik den Ton an
, unterscheiden sich jedoch in zentralen Aspekten, die die namenhaften Hersteller wie Samsung & Co. erkannt und ausgebaut haben. Einzelne Schwächen konnten dennoch nicht gänzlich getilgt werden.

1.2.1. Shutter versus Polarisation – die Brillen-Kategorien
3d-fernseher-brille

Eine günstige Shutter-Brille aus dem Hause Andoer – allerdings nur kompatibel mit Fernsehern der Marken LG, Benq, Acer und Sharp.

Um den Augen, oder vielmehr dem Gehirn, vorzuspielen, die flache Bildschirmfläche des Fernsehers besäße eine erweiterte Dimension, müssen die Inhalte gebrochen und anschließend von einer Brille zusammengefügt werden. Dies kann aktiv oder passiv geschehen.

Letztere Technik beruht auf dem Prinzip der Polarisation: Ein 3D-Fernseher, der passiv arbeitet, ordnet seine Linien stets in einer horizontalen und einer vertikalen Position an.

Hierdurch entsteht ein Gitternetz, welches eng beieinander liegt und mit einem entsprechenden Hilfsmittel (Brille) zusammengefügt wird. Die Shutter-Technik nutzt wiederum ein doppelt angelegtes Gitternetz aus zahlreichen Pixeln, die übereinander vorliegen. Diese werden von der Brille auseinandergehalten:

Ein 3D-Fernseher samt aktiver Objektivierung bietet ein doppelt so scharfes Bild
, da die Bildpunkte nicht halbiert werden.

1.3. Die Brille macht’s

Die Technik des Aufspaltens und Zusammenfügens der Bildinhalte hat nicht nur auf das Sehempfinden Auswirkungen: Die Brillen, die für das Wahrnehmen des 3D-Effekts unverzichtbar sind, bringen je nach Projektionstechnik ebenfalls Vor- und Nachteile mit sich, die die Kaufberatung unbedingt aufgreifen will.

  • Eine Polarisations-Brille beispielsweise benötigt keine Stromquelle, da sie die vertikalen/horizontalen Inhalte einzig und allein mithilfe der Filterung durch eine Folienbeschichtung trennt. Demnach ist eine Polarisations-Brille etwas leichter als eine Shutter-Brille, jedoch nicht unbedingt flexibler:

    Die Polarisations-Technik ist bekannt für Ghosting-Effekte
    . Hierbei ziehen Schlieren, ähnlich wie Geister, über den Bildschirm, sobald der Blickwinkel zu stark variiert: Die ersten 3D-Fernseher konnten lediglich in einer zuvor exakt ausgerichteten Sitzposition genutzt werden!

  • Eine Shutter-Brille fällt demnach technisch versierter aus und ist nur mit hochwertigeren TV-Geräten samt 3D-Option kompatibel.

    Diese Technik beruht auf dem Wirken einer Recheneinheit, die bis zu 100 mal pro Sekunde das Rechts-links-Signal auf die Glasfläche wirft, sodass die Auflösung des Bildes nicht geschmälert und der Ghosting-Effekt weitestgehend verhindert wird. Allerdings: Sollte die Synchronisation zwischen Brille und Fernseher nicht klappen, drohen auch hier Störungen.

    Befinden sich viele mobile Endgeräte (Smartphone, Tablet, Notebook) in der Umgebung, kann der Abgleich durchaus gestört werden. Am besten greifen Sie zu einer Brille, deren Funkkanal geändert werden kann.
1.3.1. Achtung Praxis: Kriterien, die schnell übersehen werden

Was für eine „normale“ Brille gilt, gilt auch für eine 3D-Brille, sodass Fragen wie das Gewicht, die Passgenauigkeit und sogar die Hautverträglichkeit durchaus eine Rolle spielen. Außerdem ergibt sich für alle „nativen“ Brillenträger die Frage, ob sich die Sehhilfe unter der 3D-Brille tragen lässt. Des Weiteren sollte die 3D-Variante leicht zu reinigen sein. Und da die meisten TV-Geräte samt 3D-Technik lediglich mit zwei Brillen geliefert werden, könnte der Preis der Brillen wichtig sein, sofern Sie mit der ganzen Familie oder Freunden in die Extra-Dimension abtauchen möchten.

Übrigens3D-Fernseher ohne Brille gibt es im Grunde genommen keine, denn erste Versuchsmodelle, etwa von Panasonic, wurden bereits vom Markt genommen und auch ausgefeiltere Fernseher wie der Toshiba 55ZL2, bei dem eine integrierte Kamera den Sitzabstand des Betrachters analysiert, gelten als Randmodelle, da der 3D-Effekt schlichtweg nicht überzeugt.

Tipp: 3D-Fernseher sind in Elektromärkten als Vorführmodelle in der Regel samt Brillenset ausgestellt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und testen Sie die Brille. Bereits eine kurze Tragedauer kann Aufschluss über den Komfort leisten.

3D-Fernseher vor dem Aus?

Bis vor wenigen Jahren galten 3D-Fernseher als DIE Revolution der HiFi-Branche. Mittlerweile hat die Nachfrage jedoch nachgelassen. Grund: Viele Inhalte, insbesondere klassische TV-Sendungen, werden lediglich für die 2D-Projektion erstellt. Zudem gelangt nur ein Bruchteil an neuen Filmen auch als 3D-Version in den Handel, da 3D-Filme auf der Kinoleinwand noch plastischer als auf der Bildschirmfläche eines 3D-Fernsehers ausfallen.

Die Zukunft der 3D-Fernseher ist demnach ungewiss. So sollten Sie sich vor dem Kauf unbedingt darüber informieren, ob es Filme, die Sie interessieren, auch in der 3D-Fassung gibt. Varianten wie Curved-Fernseher oder OLED-Fernseher, die meist nicht in den Listen der 3D-TV Tests zu finden sind, stellen durchaus Alternativen dar.

2. Den besten 3D-Fernseher finden

Bei der Auswahl eines 3D-Fernsehers hat die Darstellungstechnik dreidimensionaler Inhalte entscheidende Bedeutung, stellt jedoch bei Weitem nicht den einzigen Aspekt dar. So spielt auch die Beleuchtung des Fernsehers eine große Rolle – kaum jemand kennt wohl aus dem Effeff die Unterschiede zwischen LED und LCD! Und selbst Ergebnisse großer 3D-TV-Tests wie man sie von der Stiftung Warentest kennt, sind aufgrund ihrer Nicht-Aktualität nicht immer eine Hilfe.

Zudem werden dort nicht immer sämtliche Aspekte, die Sie vor dem letztendlichen Schritt, einen 3D-Fernseher zu kaufen, beachten sollten, erwähnt. Einen ebenso wichtigen Punkt wie der Unterschied zwischen LED und LCD macht zum Beispiel die Größe aus. Der Spruch „desto größer, desto besser“ trifft in dieser Beziehung nämlich nur bedingt zu.

2.1. Auf die Größe kommt es an?

thomson-3d-fernseher

Einer der größten 3D-Fernseher, den es gibt: Der Thomson 78UA8796 nimmt eine Bildschirmfläche von 78 Zoll ein.

Sicher, ein großer Fernseher verspricht auch ein großes Bild und somit einen großen TV-Genuss. Beim 3D-Fernseher hat die Größe zudem Auswirkungen auf den plastischen Effekt: Werden die Inhalte zu klein angezeigt, geht das Highlight der Tiefenzeichnung schnell unter.

TV-Geräte samt 3D unterhalb der 32-Zoll-Grenze werden folglich überhaupt nicht produziert. Ein kleiner Fernseher inklusive 3D ist demnach grundsätzlich keine Option.

Ein 3D-Fernseher-Test umfasst meist Modelle um die 40 bis 50 Zoll
. Diese sind stets als Flachbildfernseher konzipiert, wobei der Bildschirm in der Regel „gerade“, sprich nicht „gebogen“ ist. Ein 3D-Fernseher im Curved-Design verspricht zwar einen minimalen Tiefeneffekt im 2D-Modus, ist aufgrund der „richtigen“ Tiefenprofilierung im 3D-Modus jedoch nur wenig sinnvoll. Ausschlaggebend für die Größe des Fernsehers ist in erster Linie der Abstand, mit dem Sie vor dem Gerät sitzen. Aktuell gelten ungefähr folgende Richtwerte:

  • Bei einem Abstand von 1,0 bis 1,5 Metern ein 32-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 1,5 bis 2,6 Metern ein 40-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 1,6 bis 2,7 Metern ein 42-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 1,8 bis 3,0 Metern ein 46-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 1,9 bis 3,1 Metern ein 47-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 2,0 bis 3,3 Metern ein 50-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 2,2 bis 3,6 Metern ein 55-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 2,4 bis 3,9 Metern ein 60-Zoll-Gerät.
  • Bei einem Abstand von 2,6 bis 4,3 Metern ein 65-Zoll-Gerät.

An diesen Angaben sollten Sie sich allerdings nur grob orientieren. Schließlich spielt auch die Auflösung des Geräts eine große Rolle:

Zwar wirken die TV-Bilder aus großer Entfernung „flüssiger“, da die Pixel quasi ineinanderfließen 
und somit einen Übergang schaffen, doch da bei passiven 3D-Fernsehern die Auflösung halbiert wird, kann sich durchaus der Griff zu einem 3D-Fernseher mit 4K, also der viermal höheren Auflösung des Standards Full-HD, lohnen. 4K unterstützen jedoch bei Weitem nicht alle Modelle: 3D-Fernseher mit 65 Zoll oder 3D-Fernseher mit 55 Zoll gelten als die typischen Kandidaten für die 4K-Technik.

Hier müssen sich die Pixel schließlich auf einer größeren Bildschirmdiagonale verteilen – der Abstand zwischen den Punkten wird größer und das Bild wirkt gröber. Auf kurzer Distanz kann ein großer Fernseher mit und ohne 3D durchaus etwas schwammig wirken.

Ob es ein 3D-Fernseher mit 40 Zoll oder ein 3D-Fernseher mit 50 Zoll sein soll, hängt letzten Endes auch vom Zimmer und von der Stellfläche ab: Ein übergroßer Fernseher wirkt deplatziert und kann die Abstellfläche überlasten, denn ungeachtet der Flachbildkonstruktion bringen Fernseher im XXL-Layout nicht selten an die 40 Kilogramm auf die Waage.

3. Grundsätzliche Nutzoptionen

playstation-4 3d fernseher

Ein beliebter Freizeitbegleiter: Die PlayStation 4.

Keine Frage, ein 3D-Fernseher bietet die Möglichkeit, Serien und Sendungen sowie Filme auf einem höheren Entertainment-Grad zu genießen. Doch ein 3D-fähiger Fernseher hat noch weit mehr auf dem Kasten – oder besser gesagt auf der Scheibe: Mit einer Spielekonsole wie etwa der beliebten PlayStation aus dem Hause Sony verwandeln Sie Ihre Kinoleinwand in eine virtuelle Gaminglandschaft.

Aber Achtung: Besagter Spielemeister kann nur bedingt von den 3D-Optionen profitieren! Spiele in 3D gibt es nämlich nur wenige. Allgemein kommt es auch auf den Typ des Nutzers an: Wer auf VR oder AR setzt, könnte von einem Samsung 3D TV profitieren, denn die Gear VR von Samsung ist mit den Spezialbrillen der Marke sehr leicht zu koppeln und kann zusätzliche Informationen zu Schauspielern oder Drehorten einblenden.

3.1. Zubehör und Zusatzfunktionen

Um von den zahlreichen möglichen Zusatzoptionen Gebrauch zu machen, zahlt es sich aus, ein Modell mit einer breiten Anschlusspalette zu wählen. Bis zu vier HDMI-Schächte kann manch ein 3D-Fernseher aufweisen, sodass Sie gleich mehrere externe Komponenten, wie einen Blu-ray-Player, ohne Probleme anschließen können.

Seit der Umstellung auf das digitale Fernsehersignal DVB-T sollten Sie zudem auf einen integrierten Digitaltuner achten. Denn da viele 3D-Modelle bereits vor der Umstellung konzipiert wurden, gehört ein derartiger Tuner keineswegs zur Standardausstattung. Neben bildtechnischen Aspekten kommen auch tontechnische zum Zuge:

Die Leistung der Lautsprecher sollten Sie ebenfalls berücksichtigen, jedoch nicht auf die reine Watt-Zahl achten!

sony-3d-fernseher-soundbar

Eine kräftige Soundbar von Sony, die mit zusätzlichen Lautsprechertürmen arbeitet.

Die Größe der Treiber und die Möglichkeit, die Lautsprecher mit weiteren Akustikelementen wie etwa einer Soundbar zu erweitern, sind von zentraler Bedeutung, sobald Sie Ihren 3D-Fernseher in eine professionelle Heimkinoanlage verwandeln möchten. Immerhin: Der Großteil an Zubehör ist dank der hiesigen WLAN-Technik mit nahezu jedem Fernseher kompatibel.

So darf ein Philips Fernseher problemlos mit einem Player von Sonos erweitert werden – es entsteht ein regelrechter Surround-Sound, der von allen Seiten auf Sie einströmt. Für Freunde der Kabelwelt gibt es im Sony-Sortiment einige interessante Lösungen, etwa Soundbars, zu entdecken.

Nichtsdestotrotz sollte ein 3D-Fernseher über Drahtloschips (Bluetooth/NFC) und ein möglichst neues WLAN-Modul, etwa eines mit WLAN-ac-Standard, verfügen. So können Sie gleich mehrere Hilfskomponenten, angefangen von einer Tastatur über ein Headset bis hin zu einer externen Festplatte, samt WLAN-Technik nutzen.

3.2. Internetfunktionen – ein Must-have

Ein stabiler WLAN-Empfang hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Gerätekompatibilität. Samsung 3D-Fernseher beispielsweise sind für umfangreiche Internetfunktionen bekannt, denn je nach Betriebssystem kann der Fernseher als eigenständige Multimediazentrale genutzt werden.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass sich ein „freier“ Browser auf dem Modell befindet. Ansonsten können lediglich vorgegebene Webseiten und vorinstallierte Apps genutzt werden. Apropos Apps: Möchten Sie Ihren Fernseher mit den nützlichen Kleinstprogrammen erweitern, gilt ein ausreichend großer interner Speicher als eine weitere Voraussetzung – 200 MB sollten für Programme reserviert sein.

Schließlich verfügen viele Modelle über mehrere USB-Ports, die eine Aufnahmefunktion auf USB-Sticks oder externen Festplatten, nicht aber das Abspeichern von Apps, ermöglichen.

Gerade mit Blickpunkt auf den Bezug von 3D-Inhalten kann sich eine anbieterfreie Internetfunktion auszahlen: Mit einem Abonnement bei Spotify gelangt eine Reihe an Musik auf den Fernseher, doch erst die Portale der Deutschen Telekom oder Streaming-Anbieter wie Sky halten 3D-Material „auf Abruf“ bereit.

Mit einer stabilen WLAN-Verbindung gelangen zudem Inhalte von Tablet und Smartphone auf den Fernseher: Über die Technik Miracast oder hauseigene Streaming-Apps wie LG TV Plus huschen die unterschiedlichsten Formate im Handumdrehen über die private Kinoleinwand.

4. Abschließendes

Zu guter Letzt können einige grundsätzliche Eigenschaften bei der Auswahl des für Sie besten 3D-Fernsehers helfen. Die Energieeffizienz beispielsweise sollte nicht nur allen umweltbewussten Zuschauern am grünen Herzen liegen: 3D-Fernseher und die Brillen (Shutter-Brillen) benötigen im Schnitt mehr Strom, als die 2D-Alternativen.

Der Unterschied macht sich unter Umständen stark in der Stromrechnung bemerkbar, denn bei einem durchschnittlichen 3D-Genuss von 2 Stunden pro Tag kann sogar ein Modell der Energieeffizienzklasse A bei einer Bildschirmdiagonale von 60 Zoll weit mehr als 100 Kilowattstunden verbrauchen.

Dies ergibt Stromkosten von rund 20 Euro pro Jahr! Einen gänzlich anderen Aspekt birgt die Bedienung. Je nach Betriebssystem und Menügestaltung verändert sich nämlich auch der Komfort: Auf eine übersichtliche und verständliche Bedienung sollten Sie ebenfalls achten.

Ob eine Sprachsteuerung vonnöten ist, bleibt allerdings Ansichtssache, denn bei vielen 3D-Fernsehern klappt bereits der Senderwechsel „auf Zuruf“ nur nach mehrmaliger Aufforderung.

Fernseher-Typ Beschreibung
LCD-Fernseher
lcd-fernseher
LCD-Fernseher waren die ersten Flachbildfernseher, die es zu kaufen gab. Ausformuliert bedeutet LCD „Liquid Crystal Display“.

Hierbei erzeugen Leuchtröhren, die am Bildschirmrand sitzen, die Helligkeit, die dann durch die einzelnen Dioden hindurchleuchtet.

LCD- und 3D-LCD-Fernseher sind recht preiswert, bieten allerdings wenige Einstellungsoptionen für das Bild.

LED-Fernseher
led-fernseher
Auch ein LED-Fernseher ist als ein LCD-Fernseher anzusehen. Das E in der Mitte steht jedoch für „Emittierend“.

Ein 3D LED-Fernseher benötigt weniger Energie als ein solcher, der „nur“ per LCD-Technik betrieben wird.

Ein 3D LED-TV kann das Bild kräftiger beleuchten, da hier die Dioden zahlenreicher ausfallen und direkt durch eine Leuchtstoffröhre hinter dem Bildschirm erleuchtet werden.

Plasma-Fernseher
3d-plasma-fernseher
Plasma-Fernseher werden aufgrund ihres hohen Strombedarfs in erster Linie in öffentlichen Einrichtungen oder auf Verkaufsflächen eingesetzt.

Mittlerweile wird nur noch ein kleiner Teil an TV-Geräten mit Plasma betrieben, doch 3D Plasma-Fernseher gibt es dennoch.

Plasma zu erleuchten kostet den Fernseher zwar mehr Energie, gibt allerdings auch ein kräftigeres Farbspiel ab.

5. FAQ

5.1. Wie viel Hertz sollte ein 3D-Fernseher haben?

Hier gilt, desto mehr, desto besser. Bei einem aktiven 3D-Fernseher werden die Bildsignale schließlich getrennt beziehungsweise halbiert zusammengefügt:

Um eine flüssige Wiedergabe zu gewährleisten, sollte die Bildwiederholungsrate bei mindestens 120 Bildern pro Sekunde liegen.

Bei einem Polarisations-Gerät wie sie häufig ein LG 3D Fernseher aufweist, genügt eine Rate von 100 Hz. Außerdem kann die Beleuchtungstechnik eine Rolle spielen: Ein 3D-Plasma-Fernseher basiert auf anderen Einstellungsparametern. Grundsätzliches über dieses Thema greifen übrigens auch manche 3D-Fernseher-Tests  auf – ein Klick lohnt sich allemal.

5.2. Wie stelle ich einen 3D-Fernseher beim Test richtig ein?

Je nach Modell können unterschiedliche Feinjustierungen unternommen werden, die jedoch einiges an Fachwissen voraussetzen. Besser: Nutzen Sie Konfigurationen und Bildschirmmodi à la „Sport“ oder „Panorama“. So stellt sich der Fernseher in Bezug auf Helligkeit, Kontrast und Schwarzzeichnung ohne weiteres Zutun auf die optimalen Werte ein.

Dennoch sollten Sie darauf achten, dass keine Lichtquellen im Blickfeld stehen. Shutter-Brillen können durch starke Sekundärlichtquellen nämlich nicht nur ihren 3D-Effekt verlieren, sondern sogar Übelkeit hervorrufen!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (58 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...