Bluetooth-Kopfhörer Test 2018

Die besten Bluetooth-Kopfhörer im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Angebot verschiedener Bluetooth-Kopfhörer ist enorm. Ob In-, On- oder Over-Ear, Kopf-, Kinn- oder Ohrbügel – Konsumenten sollten sich im Vorhinein genau überlegen, welche Variante ihnen den größten Komfort bietet und sich für die individuellen Zwecke eignet.
  • Entscheidet bei der Kaufentscheidung sollten Audioqualität und Komfort sein. Bei besonders teuren Modellen lohnt natürlich auch ein Blick auf die Lebensdauer.
  • Die jüngste Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt: Es muss nicht immer teuer sein. Auch im niedrigen Preismittelfeld finden Käufer hochwertige Bluetooth-Kopfhörer, die mit gutem Sound und einem angenehmen Tragegefühl überzeugen.

bluetooth-kopfhoerer test

Seit der Verbreitung erster tragbarer Musikabspielgeräte wie dem Walkman in den achtziger und neunziger Jahren wurde das Musikvergnügen für unterwegs immer populärer. Spätestens aber in Zeiten des Smartphones, das die allermeisten Menschen stets in der Tasche mit sich tragen, sind Menschen mit Kopfhörern auf den Ohren aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

Um den Komfort hierbei zu erhöhen, werden in den letzten Jahren Bluetooth-Kopfhörer immer beliebter. Sie bieten den Vorteil, dass sie nicht mehr unmittelbar an das Smartphone gebunden sind und der Träger deshalb nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird – das zahlt sich insbesondere beim Sport aus.

Was es hierbei zu beachten gilt, welche Wireless-Kopfhörer unterschieden werden und welches Modell Ihr persönlicher Bluetooth-Kopfhörer-Vergleichssieger werden könnte, erläutern wir in der Kaufberatung unseres Bluetooth-Kopfhörer-Vergleichs 2018.

1.Schluss mit Kabelsalat, solange die Verbindung stimmt

Was ist überhaupt Bluetooth?

Bluetooth ersetzt als WPAN Funktechnik seit den 1990er Jahren Kabelverbindungen zwischen Geräten. Dabei lässt es eine Schnittstelle entstehen, vorrangig zwischen kleinen Mobilgeräten wie Smartphones oder Laptops und beispielsweise Lautsprechern, Druckern oder eben Kopfhörern ohne Kabel für das Handy. Der Name ist eine Hommage an den dänischen König Harald Blauzahn, der Norwegen und Dänemark vereinte.

Bluetooth-Kopfhörer zeichnet aus, dass sie nicht analog via Kabel, sondern kabellos mit dem jeweiligen Player verbunden sind. Das Bluetooth-Signal der Audio-Quelle wird von den Kopfhörern empfangen und mittels eines D/A-Wandlers in ein analoges, akustisches Signal überführt. Entscheidender Vorteil: Diese Form der Übertragung schließt Störgeräusche aus, wie sie bei traditionellen Kopfhörern zum Beispiel durch die Berührung des Kabels entstehen können.

Der größte Wehmutstropfen dieser Technologie ist dabei die häufig etwas schlechtere Klangqualität im Vergleich zu Varianten mit Kabel. Allerdings holen moderne Bluetooth-Kopfhörer hier immer deutlicher auf. Auch wenn der Träger nun nicht mehr physisch an das Abspielgerät gebunden ist, reicht das Signal natürlich nicht unbegrenzt weit. Für eine optimale Übertragung sollten sie nach wie vor am Körper getragen oder in unmittelbarer Nähe verwahrt werden.

Hinweis: Nicht zu verwechseln sind Bluetooth-Kopfhörer übrigens mit Bluetooth-Headsets. Letztere verfügen zusätzlich über ein Mikrofon und sind vor allem für Telefonkonferenzen oder den Gaming-Bereich gedacht. Zum Musikhören eignen sich die Bluetooth-Kopfhörer mit Mikrofon weniger, da die Tonqualität deutlich schlechter ausfällt.

2. Bluetooth-Kopfhörer im Vergleich: Entscheidend sind Nutzungssituation, Klangerlebnis und persönliche Präferenzen

Die Vielfalt der auf dem Markt angebotenen Bluetooth-Kopfhörer-Varianten ist groß. Nicht nur in Bezug auf die prominentesten Hersteller, wie Beats by Dre oder Sennheiser, sondern auch die jeweilige Trageform betreffend. Damit Sie zuverlässig die für Sie besten Bluetooth-Kopfhörer auswählen, haben wir die unterschiedlichen Modelle gegenübergestellt:

Bluetooth-Kopfhörer-Typ Eigenschaften
Earbuds
earbuds
  • die häufigste Form der Nicht-Bügel-Kopfhörer, die meist mit Smartphones oder anderen Playern mitgeliefert werden (siehe beispielweise iPhone-Bluetooth-Kopfhörer)
  • werden nicht im Gehörgang getragen, sondern sitzen an der Ohrmuschel
  • dementsprechend schirmen sie nur wenige Umgebungsgeräusche ab
  • werden von einigen Menschen aber als komfortabler empfunden
  • Soundqualität ist häufig eher mau
  • richtige Passform ist hier extrem wichtig
In-Ear-Kopfhörer
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  • Kabellose In-Ear-Kopfhörer verfügen ebenfalls nicht über Bügel und sind damit leicht und platzsparend zu verstauen
  • die Mini-Kopfhörer mit Bluetooth werden im Gegensatz zu den Earbuds im Ohrkanal getragen
  • so werden Außengeräusche von kabellosen In-Ear-Bluetooth-Kopfhörern effektiver abgeschirmt
  • sie halten besser (gerade bei Bluetooth-Kopfhörern für Sport wichtig)
  • im Schnitt relativ günstig
Bügelkopfhörer
buegelkopfhoerer
  • die On-Ear-Variante liegt nur auf dem Ohr auf und lässt so Umgebungsgeräusche noch durchdringen
  • Bügelkopfhörer der Over-Ear-Kategorie dagegen umschließen die Ohrmuschel und isolieren den Träger akustisch komplett
  • bieten häufig einen besseren Sound
  • sind dafür aber auch sperrig und nehmen unterwegs viel Platz ein
  • eher für den Gebrauch zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Uni geeignet als für unterwegs
Sport-Kopfhörer
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  • sitzen besonders fest
  • lassen sich von Erschütterungen und schnellen Bewegungen nicht beeindrucken
  • Sport-Kopfhörer sind häufig als Ohrbügel- oder Nackenbügel-Kopfhörer konzipiert
  • besonders vor Feuchtigkeit geschützt, damit ihnen weder Schweiß, noch Regen während Sport im Freien etwas anhaben können
  • hier lohnt es sich besonders, Bluetooth-Kopfhörer zu kaufen: So verheddert der Sportler sich nicht in lästigen Kabeln und wird nicht durch Störgeräusche abgelenkt, die durch das Streifen des Kabels entstehen
Ohrbügel-Kopfhörer
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  • sind ähnlich platzsparend wie Earbuds oder In-Ear-Kopfhörer, sitzen dank des Ohrbügels häufig aber noch einmal deutlich stabiler
  • eignen sich ebenfalls für den Einsatz beim Sport
  • führen seltener zu Druckstellen als Earbuds oder In-Ears
  • verfügen teilweise über eine integrierte Fernbedienung, mit der Lautstärke oder Musik-Titel geändert werden können
  • ist ein Mikrofon integriert, können sie als Headset auch zum Telefonieren verwendet werden
Nackenbügel-Kopfhörer
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  • sorgen – genau wie Bügelkopfhörer allgemein – für einen besseren und sichereren Sitz
  • beeinträchtigen die Frisur nicht und lassen sich beispielsweise auch mit Hüten tragen
  • wird von vielen Menschen als angenehmer empfunden als der Bügel auf dem Kopf
  • gleichermaßen als In-Ear und On-Ear erhältlich
  • fast immer Wireless-Kopfhörer
Kinnbügel-Kopfhörer
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  • vor allem als Bluetooth-Kopfhörer beim TV geeignet
  • bei Menschen beliebt, die mit Bügelkopfhörern ihre Frisur nicht zerstören wollen oder diese als unangenehm empfinden (beispielsweise Brillenträger)
  • grundsätzlich kabellose Kopfhörer als In-Ear
  • die drahtlosen Kopfhörer empfangen aus einer Distanz von bis zu 100 Metern
  • es sollte auf Aspekte wie Komfort, Signalstärke und Audioqualität geachtet werden

3. Kaufberatung zur Bluetooth-Kopfhörer-Auswahl: Kompatibilität, Komfort und Sound sind entscheidend

Die Auswahl an Bluetooth-Ohrhörern ist groß, weshalb es besonders wichtig ist, dass Käufer sich im Vorhinein über die Aspekte Gedanken machen, die für den Kauf entscheidend sind. Natürlich kann spezielles Zubehör als Nice-To-Have attraktiv sein, das unmittelbare Hörerlebnis sowie eine ungestörte Nutzung sollten hier allerdings Priorität haben.

3.1. Sound – Musikgenuss von hoher Qualität

Das wichtigste Qualitätsmerkmal im persönlichen Bluetooth-Kopfhörer-Test ist selbstverständlich die Klangqualität. Wer Wert auf hochwertigsten Musikgenuss wie aus der Dolby-Surround-Anlage und Bluetooth-Kopfhörer mit den richtigen Beats legt, wird auf die extrem günstigen Bluetooth-Kopfhörer vermutlich verzichten müssen. Es kann außerdem zwischen bassintensiven und weniger basslastigen Modellen unterschieden werden.

In den Bereich der Soundqualität fällt auch der Begriff Noise Cancelling, also die Rauschunterdrückung. In ihrer passiven Form wird sie vor allem durch die Form des Kopfhörers gewährleistet, wodurch In-Ears und Over-Ears per se für einen besseren Sound sorgen. Die aktive Rauschunterdrückung ist dagegen in der Lage, die Umgebungsgeräusche zu analysieren und aktiv abzuschirmen. Wer also auf ungestörten Musikgenuss sehr viel Wert legt, sollte für diese Form des Noise Cancellings etwas tiefer in die Tasche greifen.

3.2. Bluetooth-Kompatibilität – optimal verbunden

smartphone kopfhoerer
Damit die Musik vom Smartphone auf die Ohren kommt, müssen die Bluetooth-Versionen beider Geräte kompatibel sein.

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass es durchaus verschiedene Bluetooth-Versionen gibt. 

Nur wenn Abspielgerät und Kopfhörer beziehungsweise Lautsprecher mit der gleichen Version ausgestattet sind, lassen sie sich verbinden. Das gilt es vor dem Kauf also zu überprüfen.

3.3. Grenzen in der Laufzeit und Reichweite beachten

Bluetooth-Kopfhörer ohne Kabel sollen in erster Linie ihrem Träger mehr Freiheit einräumen. Aber natürlich kann auch die Drahtlosverbindung keine uneingeschränkte Distanz überbrücken. Gerade, wenn Sie die Bluetooth-Kopfhörer am heimischen PC oder Fernseher zum Video-Schauen nutzen möchten, sollten Sie deshalb auf eine möglichst große Reichweite Wert legen.

Außerdem zu bedenken ist, dass Bluetooth-Kopfhörer eigene elektronische Geräte sind, die mit Strom versorgt werden müssen. Sie werden über einen Akku betrieben, der natürlich regelmäßig aufgeladen werden muss. Wer die Kopfhörer häufig auf langen Ausflügen nutzen will, sollte deshalb auf eine lange Akkulaufzeit achten.

3.4. Komfort am Ohr

Ein Kopfhörer, der drückt oder ständig aus dem Ohr fällt, trübt das Musikvergnügen. Dementsprechend sollte – insbesondere bei In-Ears und Earbuds – darauf geachtet werden, dass die jeweilige Form des Kopfhörers zur eigenen Ohranatomie passt. Bei In-Ear-Kopfhörern liefern die meisten Hersteller deshalb gleich mehrere Aufsätze in verschiedenen Größen mit.

4. Das sagt der Bluetooth-Kopfhörer-Test: Qualität muss nicht immer teuer sein

Im Juni 2017 hat die Stiftung Warentest die verschiedenen Modelle und Marken in ihrem Bluetooth-Kopfhörer-Test unter die Lupe genommen. Vergleichssieger bei den On-Ears ist mit der Note 2,3 der Philips SHB9250 Bügelkopfhörer, der insbesondere in Sachen Schadstoffbelastung punkten kann.

Der zweite Platz überrascht positiv: Mit dem Grind Wireless der hippen Marke Skullcandy hat es eines der günstigsten Modelle auf das Treppchen geschafft. Der Solo3 Wireless Beats Kopfhörer mit Bluetooth-Verbindung von der allgegenwärtigen Trendmarke Beats by Dr. Dre belegt Platz 3, erhält für den Ton erstaunlicher Weise aber nur ein „befriedigend“.

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Ohrumschließende Kopfhörer gehören im Auto nur auf die Ohren von Beifahrern, ansonsten werden Unfälle provoziert.

Auch bei den ohrumschließenden Modellen gewinnt mit einer Testnote von 1,9 nicht das teuerste Modell, dafür aber eine Traditionsmarke:

Die Urbanite XL Wireless Bluetooth Kopfhörer von Sennheiser überzeugen insbesondere auch mit ihrer Haltbarkeit, sodass sich die Investition im Premiumsegment lohnt.

Am schlechtesten schneidet tatsächlich der teuerste getestete Bluetooth-Kopfhörer dieser Art ab. Der Beoplay H7 von B&O Play für deutlich über 300 Euro zeigt nicht nur Mängel im Tragekomfort, sondern enttäuscht auch in der Abschirmung von Störeinflüssen – ein K.O.-Kriterium für einen Over-Ear Kopfhörer.

Ganz allgemein bergen solche ohrumschließenden Kopfhörer Vor- sowie Nachteile:

  • optimales Hörerlebnis mangels störender Umgebungsgeräusche
  • für den professionellen Einsatz geeignet
  • im Schnitt deutlich teurer als On-Ears
  • Ausblenden von Umweltgeräuschen kann in einigen Situationen gefährlich werden, beispielsweise im Straßenverkehr

5. Fragen und Antworten rund um Bluetooth-Kopfhörer

5.1. Wie koppelt man Bluetooth-Kopfhörer mit der Audio-Quelle?

Der Anschluss von Bluetooth-Kopfhörern oder einem Bluetooth-Headset ist ganz einfach: Dazu aktivieren Sie sowohl auf dem Abspielgerät als auch an den Kopfhörern die Bluetooth-Funktion. Innerhalb weniger Sekunden sollten sie Ihnen auf dem Abspielgerät, beispielsweise Ihrem Smartphone, angezeigt werden. Nun müssen Sie diese nur noch anwählen und schon sind beide Elemente miteinander verbunden.

5.2. Was ist besser: Funk- oder Bluetooth-Kopfhörer?

Das hängt von der jeweiligen Technik des Funk-Kopfhörers ab: Solche, die mit einem Infrarot oder analog funktionieren, sind nicht zu empfehlen. Sie sind störanfällig, das Signal bricht schnell ab. Außerdem ist die Klangqualität in der Regel deutlich schlechter. Digitale Funk-Kopfhörer dagegen können in Sachen Klangqualität mit Bluetooth-Kopfhörern mithalten.

Zusätzlich ist die Signalreichweite hier höher und Sie sind nicht davon abhängig, ob das gewünschte Abspielgerät überhaupt über Bluetooth verfügt. Tendenziell sind digitale Funk-Kopfhörer der Bluetooth-Variante also technisch noch etwas voraus, der Unterschied ist aber nur noch marginal.

5.3. Warum werden meine Bluetooth-Kopfhörer nicht erkannt?

Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Der häufigste: An mindestens einem der beiden Geräte ist die Bluetooth-Funktion nicht eingeschaltet.
  • Der Akku der Kopfhörer ist nicht geladen.
  • Am Kopfhörer ist nicht der richtige Paarungsmodus eingestellt.
  • Natürlich kann auch ein Fehler entweder am Abspielgerät oder an den Kopfhörern vorliegen. Versuchen Sie, beide Geräte jeweils mit einem anderen zu verbinden, um den schadhaften Kandidaten zu ermitteln und kontaktieren Sie den betreffenden Hersteller.
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